RechtsextremismusTausende demonstrieren in Dresden gegen Neonazis

Dresden protestiert gegen Rechtsextremismus: Bei Kundgebungen gegen Neonazis haben sich erneut Tausende versammelt. Die Polizei war mit 1.600 Beamten vor Ort. von afp und dpa

Demonstranten gegen Rechtsextremismus in Dresden

Demonstranten gegen Rechtsextremismus in Dresden  |  © Hendrik Schmidt/dpa

In Dresden haben erneut Tausende Menschen gegen Rechtsextremismus und Gewalt demonstriert. Zu einer Großkundgebung des Bündnisses "Dresden nazifrei" versammelten sich am Vormittag nach Polizeiangaben etwa 6.500 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen von bis zu 10.000 Menschen.

Begonnen hatte der Protesttag am Morgen mit ökumenischen Friedensgebeten, Podiumsdiskussionen und Mahnwachen. Der Protestzug führte anschließend durch die Dresdner Innenstadt, unter anderem vorbei an der Synagoge.

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Parrallel dazu fand eine weitere Demonstration unter dem Motto "Mut, Respekt und Toleranz" statt, zu der ein Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Gruppen aufgerufen hatte. Laut Polizei nahmen hier etwa 1.500 Menschen teil.

Die Veranstaltungen waren ursprünglich als Aktionen gegen einen Neonazi-Aufmarsch geplant. Die Rechtsextremen hatten ihre Kundgebung aber wieder abgesagt. Die Polizei war dennoch mit einem Großaufgebot von 1.600 Beamten im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen. Ihren Angaben zufolge verliefen die Veranstaltungen bis zum Nachmittag friedlich.

Am vergangenen Montag waren in Dresden zum Jahrestag der Bombardierung der Stadt vor 67 Jahren etwa 1.600 Rechte aufmarschiert. Tausende Gegendemonstranten hatten sich an den friedlichen Protesten beteiligt. Seit Jahren versuchen die Rechten, den Gedenktag für ihre Propaganda zu missbrauchen . In den vergangenen Jahren war es zu teils schweren Auseinandersetzungen zwischen Rechten, Linken und der Polizei gekommen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
  • Schlagworte Demonstration | Gewalt | Jahrestag | Kirche | Polizei | Propaganda
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