Jahrestag der Bombardierung: Dresdner setzen Zeichen gegen Rechtsextremismus
Mehr als 13.000 Menschen haben in Dresden gegen Rassismus und Gewalt protestiert. Der geplante Aufmarsch von Neonazis konnte durch Gegendemonstranten verkürzt werden.
Dresden hat am Montag der Opfer der Bombenangriffe auf die Stadt und ihrer Zerstörung vor 67 Jahren gedacht. Mehr als 13.000 Menschen bildeten am Nachmittag eine Menschenkette um die Innenstadt und setzten damit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus. Dresdens Bürgermeister Dirk Hilbert bezeichnete die Aktion als "klares Bekenntnis gegen Nationalsozialismus, Rassismus und Gewalt". Das allein reiche aber nicht. Es gehe auch darum, Alltagsrassismus und Intoleranz zu bekämpfen.
Die Menschenkette zog sich etwa 3,6 Kilometer lang über die Elbe durch Alt- und Neustadt. Um 18.00 Uhr reichten sich die Teilnehmer für zehn Minuten die Hände und schlossen den Ring. Unter ihnen waren auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und der frühere Regierungschef Kurt Biedenkopf. Zudem waren zahlreiche Bundespolitiker sowie der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, angereist.
Auf dem Heidefriedhof wurde zuvor offiziell der Toten der Bombennacht am 13./14. Februar 1945 gedacht. Etwa 200 Menschen zogen zur letzten Ruhestätte vieler Opfer, legten weiße Rosen als Zeichen für die Überwindung von Krieg, Rassismus und Gewalt nieder. Bei den Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber auf Dresden starben mindestens 25.000 Menschen. Weite Teile der historischen Altstadt wurden zerstört.
Neonazi-Aufmarsch durch Gegendemonstrationen verkürzt
Am Abend versammelten sich etwa 1.000 Neonazis aus ganz Deutschland zu einem Fackelmarsch durch die Stadt. Dieser kam jedoch nur stockend voran, da an der Strecke mehrere Tausend Gegendemonstranten zusammengekommen waren. Das Anti-rechts-Bündnis "Dresden nazifrei" sprach von 5.000 bis 6.000 Teilnehmern. Sie protestieren mit Bannern, Plaketen und "Nazis raus"-Rufen. Zudem hatten sie mehrere Straßenblockaden errichtet, weshalb die Marschroute deutlich verkürzt werden musste.
Zu der Demonstration waren weit weniger Neonazis angereist als von den Organisatoren erwartet. Diese hatten mit rund 2.000 Teilnehmern gerechnet. "Dresden nazifrei" und andere antifaschistische Initiativen hatten im Vorfeld zu den Protesten und Blockaden aufgerufen. Diese waren unter dem Motto "Mit Mut und Toleranz – Dresden bekennt Farbe" als friedliche Gegendemonstrationen angekündigt. Laut Polizei kam es zu keinen Zwischenfällen.
Im vergangenen Jahr war es Tausenden Gegendemonstranten gelungen, den Aufmarsch der Rechten zu blockieren. Damals war es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Rechten, Linken und der Polizei gekommen. Blockaden gelten in Sachsen als Straftat, die Justiz ermittelt noch gegen Teilnehmer vom Vorjahr wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Ein Großaufgebot von 5.800 Beamten aus mehreren Bundesländern sowie der Bundespolizei sollte in diesem Jahr Ausschreitungen zwischen Linken und Rechten verhindern.





Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/ls
das gilt es zu unterscheiden. Hier soll einmal mehr beides gleich gesetzt werden, aber rechte Positionen innerhalb des demokratischen Spektrums sind, genauso wie linke, durch das per Grundgesetz verbriefte Recht auf freie politische Willens- und Meinungsbildung verfassungsrechtlich geschützt. Wer gegen dieses Recht vorgeht, handelt wider dem GG.
http://www.zeit.de/2012/0...
[...]
Verzichten Sie auf revisionistische Äußerungen – zumal ohne Belege. Danke, die Redaktion/fk.
[...]
Ähnlich durchsichtig und nervig erscheint diese ständige Gleichsetzung von "rechts" (immerhin eine von eigentlich nur zwei politischen Richtungen, wenn man von einer diffusen selbsternannten "Mitte" absieht) mit rechtsradikal dadurch, dass beide Begriffe in einem Text - wie mit System - alternierend verwendet werden. Das fällt schon länger auf und wird von vielen weidlich ausgenutzt, um zu suggerieren, nur als explizitt Linker stehe man auf der richtigen Seite.
Gekürzt, da der Kommentarteil, auf den Sie Bezug nahmen, entfernt wurde. Die Redaktion/fk.
Strauß prägte einmal das Diktum, dass es rechts neben der CSU nur noch den Abgrund geben darf. Nun ist es natürlich richtig, dass rechte Meinungen solange vom Grundgesetz gedeckt werden, wie sie nicht gegen das Grundgesetz verstoßen. Diejenigen, die den Grad zwischen rechts sein und Rechtsextremismus aber doch verkleinern, sind Menschen wie diejenigen, die in der Dresdner CDU zusammen mit der NPD Immunitäten von Abgeordneten aufheben, (grundgesetzlich legale) Sitzblockaden verdammen und für illegal erklären lassen, Handydaten von Nazigegnern (aber nicht von Nazis) illegal ausspionieren und - Armleuchtern gleich - auf der anderen Flussseite stehen und den Nazis die Stadt überlassen.
Den Block mit den 25.000 Bewohnern möchte ich sehen, aber Sie haben natürlich recht. Man bombardiert keine Zivilbevölkerung. Auch hier waren es aber die deutschen Täter, die diese Eskalationsstufe durch die Bombardierungen von London und Rotterdam erklommen haben. Man stelle sich die deutsche Reaktion vor, wenn jedes Jahr englische Skinheads diesen Angriffen in London "gedenken" würden.
Widerstand besteht nicht gegen das Gedenken, sondern gegen eine Instrumentalisierung der Opfer durch die eigentlichen Täter.
Zitat: "Wider der Blödheit" ;))
Ich halte 25.000 für hoch getrieben. 12.000 trifft's vermutlich eher.
[...]
Ähnlich durchsichtig und nervig erscheint diese ständige Gleichsetzung von "rechts" (immerhin eine von eigentlich nur zwei politischen Richtungen, wenn man von einer diffusen selbsternannten "Mitte" absieht) mit rechtsradikal dadurch, dass beide Begriffe in einem Text - wie mit System - alternierend verwendet werden. Das fällt schon länger auf und wird von vielen weidlich ausgenutzt, um zu suggerieren, nur als explizitt Linker stehe man auf der richtigen Seite.
Gekürzt, da der Kommentarteil, auf den Sie Bezug nahmen, entfernt wurde. Die Redaktion/fk.
Strauß prägte einmal das Diktum, dass es rechts neben der CSU nur noch den Abgrund geben darf. Nun ist es natürlich richtig, dass rechte Meinungen solange vom Grundgesetz gedeckt werden, wie sie nicht gegen das Grundgesetz verstoßen. Diejenigen, die den Grad zwischen rechts sein und Rechtsextremismus aber doch verkleinern, sind Menschen wie diejenigen, die in der Dresdner CDU zusammen mit der NPD Immunitäten von Abgeordneten aufheben, (grundgesetzlich legale) Sitzblockaden verdammen und für illegal erklären lassen, Handydaten von Nazigegnern (aber nicht von Nazis) illegal ausspionieren und - Armleuchtern gleich - auf der anderen Flussseite stehen und den Nazis die Stadt überlassen.
Den Block mit den 25.000 Bewohnern möchte ich sehen, aber Sie haben natürlich recht. Man bombardiert keine Zivilbevölkerung. Auch hier waren es aber die deutschen Täter, die diese Eskalationsstufe durch die Bombardierungen von London und Rotterdam erklommen haben. Man stelle sich die deutsche Reaktion vor, wenn jedes Jahr englische Skinheads diesen Angriffen in London "gedenken" würden.
Widerstand besteht nicht gegen das Gedenken, sondern gegen eine Instrumentalisierung der Opfer durch die eigentlichen Täter.
Zitat: "Wider der Blödheit" ;))
Ich halte 25.000 für hoch getrieben. 12.000 trifft's vermutlich eher.
ist die völlige Umdeutung des Gedenkens, so dass die deutschen Opfer nicht mehr im Mittelpunkt stehen, sondern eine beliebige Veranstaltung gegen "Rassismus und Intoleranz" daraus wird. Den Deutschen wird so das Recht ihrer Opfer zu Gedenken genommen.
Es müsste eine Gedenkfeiern geben, in der nicht versucht wird, das Gedenken umzudeuten, was auch eine Instrumentalisierung darstellt, und von der die echten Neonazis ferngehalten werden. Derzeit wird ja jeder als Nazi diffamiert, der wirklich den Dresdner Opfern gedenken will, ohne sich für die Staatsräson einspannen zu lassen.
Was derzeit in Dresden vorgeht, erinnert viel mehr an die Massenveranstaltungen des SED.
Das wäre sicherlich gut machbar, wenn es diesen unsäglichen rechtsextremen Aufmarsch nicht gäbe und die (verbrecherische) Bombardierung Dresdens nicht andauernd von Neonazis und Konsorten benutzt würde, um die Verbrechen des Deutschen Reichs "ins rechte Licht" zu rücken.
Gleichzeitig rücken Sie die besorgten Dresdner Bürger auch noch in die Nähe des SED-Unrechtsregimes, denn wer nicht möchte, dass die städtische Tragödie von Rechtsextremen eingespannt wird lässt sich ja wiederum für die "Staatsräson einspannen" und wäre im Ostblock besser aufgehoben gewesen, nicht wahr? Meine Gratulation.
MfG aus dem Pott
LB
Es müsste eine Gedenkfeiern geben, in der nicht versucht wird, das Gedenken umzudeuten, was auch eine Instrumentalisierung darstellt, und von der die echten Neonazis ferngehalten werden. Derzeit wird ja jeder als Nazi diffamiert, der wirklich den Dresdner Opfern gedenken will, ohne sich für die Staatsräson einspannen zu lassen.
Was derzeit in Dresden vorgeht, erinnert viel mehr an die Massenveranstaltungen des SED.
Das wäre sicherlich gut machbar, wenn es diesen unsäglichen rechtsextremen Aufmarsch nicht gäbe und die (verbrecherische) Bombardierung Dresdens nicht andauernd von Neonazis und Konsorten benutzt würde, um die Verbrechen des Deutschen Reichs "ins rechte Licht" zu rücken.
Gleichzeitig rücken Sie die besorgten Dresdner Bürger auch noch in die Nähe des SED-Unrechtsregimes, denn wer nicht möchte, dass die städtische Tragödie von Rechtsextremen eingespannt wird lässt sich ja wiederum für die "Staatsräson einspannen" und wäre im Ostblock besser aufgehoben gewesen, nicht wahr? Meine Gratulation.
MfG aus dem Pott
LB
Es müsste eine Gedenkfeiern geben, in der nicht versucht wird, das Gedenken umzudeuten, was auch eine Instrumentalisierung darstellt, und von der die echten Neonazis ferngehalten werden. Derzeit wird ja jeder als Nazi diffamiert, der wirklich den Dresdner Opfern gedenken will, ohne sich für die Staatsräson einspannen zu lassen.
Was derzeit in Dresden vorgeht, erinnert viel mehr an die Massenveranstaltungen des SED.
Gedenken im Stillen,
an einer Feier in einer Kirche teilnehmen,
mit Überlebenden innerhalb betreuter Wohnprojekte. ...
gedenken kann man viel, wenn man will.
sogar hier:
"Auf dem Dresdner Heidefriedhof kamen laut Polizei hunderte Bürger zu einem stillen Gedenken zusammen. Bei den Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber am 13. und 14. Februar 1945 auf Dresden starben rund 25.000 Menschen. Tausende Opfer sind auf dem Heidefriedhof begraben."
(quelle: http://www.n-tv.de/politi...)
und nicht nur mit den anderen, nicht nur heute.
Also kommen sie mir nicht mit Opfer und Gedenken, denn ohne Ihren Nachtrag, den Sie nun anbrigen müssen, schon um politisch korrekt zu bleiben, argumentieren Sie auf der selben Schiene, welche von Mirtbürgern benutzt wird, welche heute Abend in Dresden zu zeigen versuchen, wann das alles angefangen hat: 33 mit einem Fackelzug.
Aber nebenbei: sie schreiben: "echten Neonazis", was sind falsche ?
Welche zahl sie übringens als Opferzahl hochrechnen, scheint mir etwas waghalsig; aber dass sie da masslos übertreiben, wissen Sie ja...
Dann wäre für Sie also eine Rede auf einer Gedenkfeier auf der Eckart Bräuniger vom NPD-Bundesvorstand, der ja nun Mal kein sogenannter Neonazi ist, tolerierbar.
Der brachte nämlich gerade eben das Folgende zu Gehör, als er über die Parteien, die den rechten Trauermarsch kritisieren, sagte: "Diese Parteien sind ganz weit weg vom Volk. Ihr gedenkt Schwulen, Juden und Drückebergern, aber nur das anständige Volk gedenkt den Deutschen."
Habe ich Sie da richtig verstanden?
ihnen zu bezüglich der Instrumentarisierung - aber sie machen es sich zu einfach.
alle sprechen immer von stillem Gedenken - nach fast 70 Jahren findet dies passend ruhig in Form von Kranzniederlegung am Hiedefriedhof und Kirchenglockenschlag statt, wobei auch anderen Städten gedacht wird, d.h. Allen die dieser damaligen Zeit zum Opfer fielen - aus heutigem Standpunkt absolut in Ordnung - für die wenigen noch lebenden Opfer und vorallem zukünftig vorallem als Respektzollen der zivilen Toten aller Seiten...
aber dieses ist seit der rechten Inbesitznahme dieses Datums in Dresden nicht möglich, genau darum handelt es sich nicht mehr um ein friedliches Gedenken -ann es auch nicht mehr- die Gegenproteste sind nur ein Symptom dessen... wenn das mal die Dresdner CDU begreift, wär schon viel gewonnen.
denn erst wenn die Nazis mit ihren Massenmärschen gestoppt werden und so die Deutungshoheit auf der Straße verlieren, dann kann es in der Zukunft wieder soetwas wie ein stilles, würdiges Gedenken geben.
gegen Nazis sind, bzw waren?
"Es müsste eine Gedenkfeiern geben, in der nicht versucht wird, das Gedenken umzudeuten, was auch eine Instrumentalisierung darstellt, und von der die echten Neonazis ferngehalten werden. Derzeit wird ja jeder als Nazi diffamiert, der wirklich den Dresdner Opfern gedenken will, ohne sich für die Staatsräson einspannen zu lassen."
Solche Gedenkfeiern gab es doch schon mal, und zwar bereits in DDR-Zeiten bis Mitte der 90er Jahre, bis Gruppierungen von außerhalb Dresden und diese Trauerfeierlichkeiten als Spielwiese für ihre politischen Profilierungsversuche entdeckten und den Konflikt zwischen rechts- und linksextrem in die Stadt hineintrugen.
"Was derzeit in Dresden vorgeht, erinnert viel mehr an die Massenveranstaltungen des SED."
Die ähnlich spontan organisiert und vorbereitet waren. Die Achse des Guten ist doch in Wahrheit ein Aufmarsch von Konformisten, wo man nicht den eigenen, sondern fremden Zielen und Bestrebungen nachrennt.
"Eine der Lehren von 1933 ff. besteht darin, daß man als anständiger Mensch an konformistischen Veranstaltungen wie dem "Aufstand der Anständigen" eben nicht teilnimmt."
Michael Klonovsky
Gedenken im Stillen,
an einer Feier in einer Kirche teilnehmen,
mit Überlebenden innerhalb betreuter Wohnprojekte. ...
gedenken kann man viel, wenn man will.
sogar hier:
"Auf dem Dresdner Heidefriedhof kamen laut Polizei hunderte Bürger zu einem stillen Gedenken zusammen. Bei den Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber am 13. und 14. Februar 1945 auf Dresden starben rund 25.000 Menschen. Tausende Opfer sind auf dem Heidefriedhof begraben."
(quelle: http://www.n-tv.de/politi...)
und nicht nur mit den anderen, nicht nur heute.
Also kommen sie mir nicht mit Opfer und Gedenken, denn ohne Ihren Nachtrag, den Sie nun anbrigen müssen, schon um politisch korrekt zu bleiben, argumentieren Sie auf der selben Schiene, welche von Mirtbürgern benutzt wird, welche heute Abend in Dresden zu zeigen versuchen, wann das alles angefangen hat: 33 mit einem Fackelzug.
Aber nebenbei: sie schreiben: "echten Neonazis", was sind falsche ?
Welche zahl sie übringens als Opferzahl hochrechnen, scheint mir etwas waghalsig; aber dass sie da masslos übertreiben, wissen Sie ja...
Dann wäre für Sie also eine Rede auf einer Gedenkfeier auf der Eckart Bräuniger vom NPD-Bundesvorstand, der ja nun Mal kein sogenannter Neonazi ist, tolerierbar.
Der brachte nämlich gerade eben das Folgende zu Gehör, als er über die Parteien, die den rechten Trauermarsch kritisieren, sagte: "Diese Parteien sind ganz weit weg vom Volk. Ihr gedenkt Schwulen, Juden und Drückebergern, aber nur das anständige Volk gedenkt den Deutschen."
Habe ich Sie da richtig verstanden?
ihnen zu bezüglich der Instrumentarisierung - aber sie machen es sich zu einfach.
alle sprechen immer von stillem Gedenken - nach fast 70 Jahren findet dies passend ruhig in Form von Kranzniederlegung am Hiedefriedhof und Kirchenglockenschlag statt, wobei auch anderen Städten gedacht wird, d.h. Allen die dieser damaligen Zeit zum Opfer fielen - aus heutigem Standpunkt absolut in Ordnung - für die wenigen noch lebenden Opfer und vorallem zukünftig vorallem als Respektzollen der zivilen Toten aller Seiten...
aber dieses ist seit der rechten Inbesitznahme dieses Datums in Dresden nicht möglich, genau darum handelt es sich nicht mehr um ein friedliches Gedenken -ann es auch nicht mehr- die Gegenproteste sind nur ein Symptom dessen... wenn das mal die Dresdner CDU begreift, wär schon viel gewonnen.
denn erst wenn die Nazis mit ihren Massenmärschen gestoppt werden und so die Deutungshoheit auf der Straße verlieren, dann kann es in der Zukunft wieder soetwas wie ein stilles, würdiges Gedenken geben.
gegen Nazis sind, bzw waren?
"Es müsste eine Gedenkfeiern geben, in der nicht versucht wird, das Gedenken umzudeuten, was auch eine Instrumentalisierung darstellt, und von der die echten Neonazis ferngehalten werden. Derzeit wird ja jeder als Nazi diffamiert, der wirklich den Dresdner Opfern gedenken will, ohne sich für die Staatsräson einspannen zu lassen."
Solche Gedenkfeiern gab es doch schon mal, und zwar bereits in DDR-Zeiten bis Mitte der 90er Jahre, bis Gruppierungen von außerhalb Dresden und diese Trauerfeierlichkeiten als Spielwiese für ihre politischen Profilierungsversuche entdeckten und den Konflikt zwischen rechts- und linksextrem in die Stadt hineintrugen.
"Was derzeit in Dresden vorgeht, erinnert viel mehr an die Massenveranstaltungen des SED."
Die ähnlich spontan organisiert und vorbereitet waren. Die Achse des Guten ist doch in Wahrheit ein Aufmarsch von Konformisten, wo man nicht den eigenen, sondern fremden Zielen und Bestrebungen nachrennt.
"Eine der Lehren von 1933 ff. besteht darin, daß man als anständiger Mensch an konformistischen Veranstaltungen wie dem "Aufstand der Anständigen" eben nicht teilnimmt."
Michael Klonovsky
Auf einem Transparant ist zu lesen: "Mit Opfermythen Schluss machen."
Wo liegt denn hier ein Mythos vor, wenn eine Stadt, vollgestopft mit Flüchtlingen, bombardiert wird und völlig Unschuldige sterben müssen. Hier wird unter antifaschistischem Vorzeichen versucht, das eigentliche Geschehen, die Bombardierung Dresdens durch die Alliierten, zu verdrängen durch einen Kampf gegen Alltagsrassismus und Intoleranz.
Wo liegt denn hier bitte schön die Toleranz, wenn man über ein historisches Ereignis nicht vorurteilsfrei reden darf, nur weil es ideologisch nicht in den Kram passt.
Entschuldigung, aber ihre Argumentation überschreitet die Grenze zur Absurdität.
Es geht bei der Gegendemonstration nicht im Geringsten darum, irgendetwas zu verdrängen. Die Demonstration richtet sich eindeutig gegen die Instrumentalisierung der historischen Ereignisse durch Neonazis und gegen nichts anderes. Es ist völlig legitim, gegen Leute zu demonstrieren, die jene, denen wir den Krieg von damals zu verdanken haben, zu Helden stilisieren und die Täter von einst nachträglich zu Opfern zu erklären. Beschweren Sie sich also bitte bei Rechtsextremen. Ohne deren unsägliche Fackelumzüge würde es keine Gegendemonstration geben!
Mit dem Mythos ist gemeint, was unter Rechtsradikalen und -extremistn nunmal nicht unüblich ist, die Deutschen als Opfer hinzustellen.
Doch auch Dresden ist Schuld der Nazis, denn ohne deren Welteroberungspläne hätte es auch diese Bombadieren nie gegeben.
Deswegen ist es ja auch absurd, wenn man ausgechnet auf eine Neonazi Demo für Dresdens Opfer geht. Den Opfern Dresdens zu Gedenken ist nichts falsches, aber nicht im Sinne einer Anklage.
Entschuldigung, aber ihre Argumentation überschreitet die Grenze zur Absurdität.
Es geht bei der Gegendemonstration nicht im Geringsten darum, irgendetwas zu verdrängen. Die Demonstration richtet sich eindeutig gegen die Instrumentalisierung der historischen Ereignisse durch Neonazis und gegen nichts anderes. Es ist völlig legitim, gegen Leute zu demonstrieren, die jene, denen wir den Krieg von damals zu verdanken haben, zu Helden stilisieren und die Täter von einst nachträglich zu Opfern zu erklären. Beschweren Sie sich also bitte bei Rechtsextremen. Ohne deren unsägliche Fackelumzüge würde es keine Gegendemonstration geben!
Mit dem Mythos ist gemeint, was unter Rechtsradikalen und -extremistn nunmal nicht unüblich ist, die Deutschen als Opfer hinzustellen.
Doch auch Dresden ist Schuld der Nazis, denn ohne deren Welteroberungspläne hätte es auch diese Bombadieren nie gegeben.
Deswegen ist es ja auch absurd, wenn man ausgechnet auf eine Neonazi Demo für Dresdens Opfer geht. Den Opfern Dresdens zu Gedenken ist nichts falsches, aber nicht im Sinne einer Anklage.
Entfernt, da Revisionismus. Danke, die Redaktion/fk.
http://de.wikipedia.org/w...
Auch wenn Dresden eine braune Stadt gewesen sein mag, kann dieser barbarische Luftkrieg mit der Zivilbevölkerung im Visier nicht gerechtfertigt werden. Die Bomberpiloten und die Befehlshaber wurden zu Tätern. Opferzahlen sind nicht genau zu ermitteln - ein Beweis für die Dimension dieses Krieges.
Die deutsche Katastrophe sind allerdings nicht zuerst die Bombardierungen von Dresden, Hamburg, Nürnberg, Würzburg etc., sondern Hass und Ungeist, der in das vorangegangene gnadenlose Ausrotten der Juden, in den Angriffskrieg und den Totalen Krieg a la Goebbels einmündeten.
Die Lehre aus dem deutschen Schicksal 1945 ist Streben nach Frieden, Verständigung, Partnerschaft - und an Jahrestagen wie diesen - Trauer, aus der der Mut zum Widerstand gegen Rassenhass und Krieg gespeist wird.
Je mehr Zeit vergeht, umso kleiner werden die Opferzahlen angegeben.
"Bei den Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber auf Dresden starben mindestens 25.000 Menschen. Weite Teile der historischen Altstadt wurden zerstört."
Wie ich von Zeitzeugen gehört habe, sind bei der Bombardierung mindestens 70.000 Menschen getötet worden!
http://de.wikipedia.org/w...
Auch wenn Dresden eine braune Stadt gewesen sein mag, kann dieser barbarische Luftkrieg mit der Zivilbevölkerung im Visier nicht gerechtfertigt werden. Die Bomberpiloten und die Befehlshaber wurden zu Tätern. Opferzahlen sind nicht genau zu ermitteln - ein Beweis für die Dimension dieses Krieges.
Die deutsche Katastrophe sind allerdings nicht zuerst die Bombardierungen von Dresden, Hamburg, Nürnberg, Würzburg etc., sondern Hass und Ungeist, der in das vorangegangene gnadenlose Ausrotten der Juden, in den Angriffskrieg und den Totalen Krieg a la Goebbels einmündeten.
Die Lehre aus dem deutschen Schicksal 1945 ist Streben nach Frieden, Verständigung, Partnerschaft - und an Jahrestagen wie diesen - Trauer, aus der der Mut zum Widerstand gegen Rassenhass und Krieg gespeist wird.
Je mehr Zeit vergeht, umso kleiner werden die Opferzahlen angegeben.
"Bei den Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber auf Dresden starben mindestens 25.000 Menschen. Weite Teile der historischen Altstadt wurden zerstört."
Wie ich von Zeitzeugen gehört habe, sind bei der Bombardierung mindestens 70.000 Menschen getötet worden!
[...]
Ähnlich durchsichtig und nervig erscheint diese ständige Gleichsetzung von "rechts" (immerhin eine von eigentlich nur zwei politischen Richtungen, wenn man von einer diffusen selbsternannten "Mitte" absieht) mit rechtsradikal dadurch, dass beide Begriffe in einem Text - wie mit System - alternierend verwendet werden. Das fällt schon länger auf und wird von vielen weidlich ausgenutzt, um zu suggerieren, nur als explizitt Linker stehe man auf der richtigen Seite.
Gekürzt, da der Kommentarteil, auf den Sie Bezug nahmen, entfernt wurde. Die Redaktion/fk.
Das wäre sicherlich gut machbar, wenn es diesen unsäglichen rechtsextremen Aufmarsch nicht gäbe und die (verbrecherische) Bombardierung Dresdens nicht andauernd von Neonazis und Konsorten benutzt würde, um die Verbrechen des Deutschen Reichs "ins rechte Licht" zu rücken.
Gleichzeitig rücken Sie die besorgten Dresdner Bürger auch noch in die Nähe des SED-Unrechtsregimes, denn wer nicht möchte, dass die städtische Tragödie von Rechtsextremen eingespannt wird lässt sich ja wiederum für die "Staatsräson einspannen" und wäre im Ostblock besser aufgehoben gewesen, nicht wahr? Meine Gratulation.
MfG aus dem Pott
LB
"Das wäre sicherlich gut machbar, wenn es diesen unsäglichen rechtsextremen Aufmarsch nicht gäbe und die (verbrecherische) Bombardierung Dresdens nicht andauernd von Neonazis und Konsorten benutzt würde, um die Verbrechen des Deutschen Reichs "ins rechte Licht" zu rücken."
Ich sehe erstens nicht, wie man die NS-Verbrechen ins "rechte Licht" rückt, wenn man daran erinnert, daß auch Deutsche Opfer des Krieges waren und speziell Dresden das Opfer eines militärisch sinnlosen Bombenangriffs wurde, der sich gezielt gegen die Zivilbevölkerung und gegen die kulturhistorische Substanz der Stadt richtete. Zum zweiten verwechseln Sie hier Ihre Meinungen mit politischer und juristischer Lage, wenn Sie diese "unerträglich" finden. Wenn Ihnen die Rechtsextremen nicht gefallen, dann protestieren Sie gegen diese, aber verlangen Sie nicht, daß man Ihrer persönlichen Befindlichkeit wegen auf Trauerfeiern verzichtet oder das die Dresdner Ihre Meinung darüber annehmen.
"Gleichzeitig rücken Sie die besorgten Dresdner Bürger auch noch in die Nähe des SED-Unrechtsregimes, denn wer nicht möchte, dass die städtische Tragödie von Rechtsextremen eingespannt wird lässt sich ja wiederum für die "Staatsräson einspannen" und wäre im Ostblock besser aufgehoben gewesen, nicht wahr? Meine Gratulation."
Wenn Sie das bitte den Dresdnern selbst überlassen würden, wie Sie damit umgehen, wäre allen geholfen. Ich glaube kaum, daß man das vom Ruhrpott aus besser beurteilen als die Einheimischen.
"Das wäre sicherlich gut machbar, wenn es diesen unsäglichen rechtsextremen Aufmarsch nicht gäbe und die (verbrecherische) Bombardierung Dresdens nicht andauernd von Neonazis und Konsorten benutzt würde, um die Verbrechen des Deutschen Reichs "ins rechte Licht" zu rücken."
Ich sehe erstens nicht, wie man die NS-Verbrechen ins "rechte Licht" rückt, wenn man daran erinnert, daß auch Deutsche Opfer des Krieges waren und speziell Dresden das Opfer eines militärisch sinnlosen Bombenangriffs wurde, der sich gezielt gegen die Zivilbevölkerung und gegen die kulturhistorische Substanz der Stadt richtete. Zum zweiten verwechseln Sie hier Ihre Meinungen mit politischer und juristischer Lage, wenn Sie diese "unerträglich" finden. Wenn Ihnen die Rechtsextremen nicht gefallen, dann protestieren Sie gegen diese, aber verlangen Sie nicht, daß man Ihrer persönlichen Befindlichkeit wegen auf Trauerfeiern verzichtet oder das die Dresdner Ihre Meinung darüber annehmen.
"Gleichzeitig rücken Sie die besorgten Dresdner Bürger auch noch in die Nähe des SED-Unrechtsregimes, denn wer nicht möchte, dass die städtische Tragödie von Rechtsextremen eingespannt wird lässt sich ja wiederum für die "Staatsräson einspannen" und wäre im Ostblock besser aufgehoben gewesen, nicht wahr? Meine Gratulation."
Wenn Sie das bitte den Dresdnern selbst überlassen würden, wie Sie damit umgehen, wäre allen geholfen. Ich glaube kaum, daß man das vom Ruhrpott aus besser beurteilen als die Einheimischen.
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