Fall Trayvon MartinÜberwachungsvideo belastet Bürgerwehr-Schützen

George Zimmerman, Mitglied einer US-Bürgerwehr, hat einen unbewaffneten schwarzen Teenager erschossen – angeblich aus Notwehr. Doch die Zweifel an seiner Aussage wachsen.

Menschen demonstrieren in Florida nach dem Tod von Trayvon Martin für Gerechtigkeit.

Menschen demonstrieren in Florida nach dem Tod von Trayvon Martin für Gerechtigkeit.

Im Fall des von einem Mitglied einer Bürgerwehr in Florida getöteten afroamerikanischen Teenagers hat ein Überwachungsvideo der Polizei Zweifel an der Version des Schützen genährt. Auf dem am Mittwochabend (Ortszeit) vom TV-Sender ABC veröffentlichten Video ist der Schütze George Zimmerman zu sehen, wie er am Abend des Vorfalls in Handschellen in der Garage der Polizeistation aus dem Streifenwagen steigt. Dabei sind keine Anzeichen für eine schwerere Verletzung des 28-Jährigen zu sehen.

Zimmerman gab an, den 17-jährigen Trayvon Martin Ende Februar aus Notwehr erschossen zu haben. Nach seiner Darstellung hatte der Teenager ihn mit der Faust zu Boden gestreckt und seinen Kopf auf den Bürgersteig geschlagen. Der Anwalt von Martins Familie warf Zimmerman dagegen vor, den Jugendlichen "kaltblütig" ermordet zu haben.

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Die genauen Umstände sind unklar, der Fall löste aber eine landesweite Kontroverse um Rassismus und laxe Waffengesetze aus. Polizei und Justizbehörden gerieten wegen der zurückhaltenden Ermittlungen in die Kritik. Auch Präsident Barack Obama schaltete sich ein und forderte Aufklärung. Eine sogenannte Grand Jury soll nun am 10. April über eine Anklage Zimmermans, der sich noch immer auf freiem Fuß ist, befinden.

 
Leserkommentare
  1. Jetzt bin ich wirklich besorgt. Ich dachte naiverweise, bei den "Übergangstemperaturen" könnte ich meine neue Kapuzenjacke tragen. Aber jetzt, wo sie von diesen "aufbrausenden Gefühlen" reden, weiss ich nicht mehr so recht.

    Glauben Sie, das ist auch in Deutschland gefährlich? Und könnte Leute, die ihren inneren Druck "in einem Mantel von Selbstkontrolle" beherrschen, provozieren?

    Wäre ein langer, dunkler Mantel besser? (Da die von Ihnen angesprochenen ja offenbar auch Mäntel tragen.) Aber dann besser keinen Schlapphut dazu?

    Bitte kehren Sie zum konkreten Artikelthema zurück. Danke, die Redaktion/ls

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    • deDude
    • 30.03.2012 um 8:43 Uhr

    erklärt auch das ungute Gefühl das mich stets beschlich wenn ich Vincent Raven im TV gesehen habe...aber nun

    b2t:

    Kapuzenpulli hin oder her, NICHTS, absolut GAR NICHTS sollte einen normalen Bürger legitimieren als "Bürgerwehr" die Aufgaben der Polizei wahrzunehmen, geschweige denn eine Waffe zu tragen. In den USA kann man wohl getrost von "den Geistern die man rief..." sprechen. Ich glaube nirgendwo sonst ist die Menge der Schusswaffen pro Kopf so hoch wie dort. "Bowling for Columbine" lässt grüßen...

    • deDude
    • 30.03.2012 um 8:43 Uhr

    erklärt auch das ungute Gefühl das mich stets beschlich wenn ich Vincent Raven im TV gesehen habe...aber nun

    b2t:

    Kapuzenpulli hin oder her, NICHTS, absolut GAR NICHTS sollte einen normalen Bürger legitimieren als "Bürgerwehr" die Aufgaben der Polizei wahrzunehmen, geschweige denn eine Waffe zu tragen. In den USA kann man wohl getrost von "den Geistern die man rief..." sprechen. Ich glaube nirgendwo sonst ist die Menge der Schusswaffen pro Kopf so hoch wie dort. "Bowling for Columbine" lässt grüßen...

    • Cherti
    • 29.03.2012 um 21:26 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls

    Antwort auf "Wie soll ichs sagen,"
  2. ...wenn jetzt ein Video auftaucht, auf dem etwas nicht zu sehen ist.

    "Es ist genau zu sehen, dass..." oder
    "Es ist genau zu sehen, das *nicht..."

    wäre mir beruhigender.

    So aber bleibt mir das gleiche Unbehagen wie im Fall des angeblichen Massaker-Einzeltäters in Afghanistan.

    Wenn ich zwei Rechtssystemen nicht über den Weg traue, dann denen des Iran und der USA, bedauere.

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  3. auf den Boden geschlagen und zuvor einen Faustschlag erlitten hat
    dann ist es mir unbegreiflich dass man den nicht sofort verhaftet, weil es ist offenbar dass er null Verletzung am Kopf gescheige Hämatom im Gesicht hat.
    Aber ist ja nur ein "Farbiger", da rührt die Polizei keinen Finger. So sieht der noch immer existierende Rassismus in den USA aus. Durchgeknallte gehen auf die Strasse und erschiessen wehrlose Menschen. Herrliche Demokratie sowas, Gott sei Dank lebe ich nicht dort.

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    • Erz815
    • 30.03.2012 um 8:34 Uhr

    Wirkt zuviel Freiheit als Zerstörung?

    • deDude
    • 30.03.2012 um 8:43 Uhr
    14. das...

    erklärt auch das ungute Gefühl das mich stets beschlich wenn ich Vincent Raven im TV gesehen habe...aber nun

    b2t:

    Kapuzenpulli hin oder her, NICHTS, absolut GAR NICHTS sollte einen normalen Bürger legitimieren als "Bürgerwehr" die Aufgaben der Polizei wahrzunehmen, geschweige denn eine Waffe zu tragen. In den USA kann man wohl getrost von "den Geistern die man rief..." sprechen. Ich glaube nirgendwo sonst ist die Menge der Schusswaffen pro Kopf so hoch wie dort. "Bowling for Columbine" lässt grüßen...

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "jetzt bin ich besorgt"
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    klingt nicht danach das Sie den Film von Moore wirklich geshen, oder inhaltlich nachvollzogen haben?

    Zudem sei daran erinnert: "Lokale" Polizeiaufgaben sind nicht Sache der Bundesstaaten, sondern der Gemeinden!

    Da liegt der konturlose Übergang zur Bürgerwehr leider allzu nah, aber auch als Mitglied einer solchen hat der Verdächtige seine Kompetenzen nach bestehendem Recht möglicherweise überschritten.

    MfG Karl Müller

    • deDude
    • 30.03.2012 um 15:06 Uhr

    Den Bezug der Narren zu ihren Waffen? Ich glaube das ist mir sehr wohl aufgefallen, insbesondere die Schenkung eines Gewehres bei zur Eröffnung eines Bankkontos (gleich testbar in der "Riflerange" der Bank) und den anschließenden Kauf der Munition im nächsten Supermarkt erübrigt jedwede Diskussion über die Gründe solcher Taten.

    Waffen zu legalisieren ist für mich gleichzusetzen mit dem Ansporn sie auch einzusetzen.

    klingt nicht danach das Sie den Film von Moore wirklich geshen, oder inhaltlich nachvollzogen haben?

    Zudem sei daran erinnert: "Lokale" Polizeiaufgaben sind nicht Sache der Bundesstaaten, sondern der Gemeinden!

    Da liegt der konturlose Übergang zur Bürgerwehr leider allzu nah, aber auch als Mitglied einer solchen hat der Verdächtige seine Kompetenzen nach bestehendem Recht möglicherweise überschritten.

    MfG Karl Müller

    • deDude
    • 30.03.2012 um 15:06 Uhr

    Den Bezug der Narren zu ihren Waffen? Ich glaube das ist mir sehr wohl aufgefallen, insbesondere die Schenkung eines Gewehres bei zur Eröffnung eines Bankkontos (gleich testbar in der "Riflerange" der Bank) und den anschließenden Kauf der Munition im nächsten Supermarkt erübrigt jedwede Diskussion über die Gründe solcher Taten.

    Waffen zu legalisieren ist für mich gleichzusetzen mit dem Ansporn sie auch einzusetzen.

  4. klingt nicht danach das Sie den Film von Moore wirklich geshen, oder inhaltlich nachvollzogen haben?

    Zudem sei daran erinnert: "Lokale" Polizeiaufgaben sind nicht Sache der Bundesstaaten, sondern der Gemeinden!

    Da liegt der konturlose Übergang zur Bürgerwehr leider allzu nah, aber auch als Mitglied einer solchen hat der Verdächtige seine Kompetenzen nach bestehendem Recht möglicherweise überschritten.

    MfG Karl Müller

    Antwort auf "das..."
    • TDU
    • 30.03.2012 um 13:57 Uhr

    Das ist Mode. Mein Sohn und manche seiner Freunde tragen das auch. Vielleicht ne Art pubertären Versteckens. Ich hoffe nicht, dass einer von ihnen deswegen erschossen wird.

    Was für mich bleibt ist die Frage, wieso ein Jugendlicher einem erwachsenen Mann mit Pistole so nahe kommt, dass dieser von ihm geschlagen werden kann. Hat er den Jungen provoziert, in dem er absichtlich ganz nah an ihm vorbeigegangen ist?

    Wenn ich eine Waffe tragen würde, um mich zu verteidigen, würde ich den Verteidigungsfall gearde nicht provozieren. Denn eigentlich kann ich mich doch sicher fühlen. Ein wenig ungereimt ist das schon, was der Mann von sich gibt.

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    Antwort auf "Wie soll ichs sagen,"

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