Bei einer Kundgebung zum sechsmonatigen Jubiläum der Occupy-Bewegung in New York hat die Polizei mindestens ein Dutzend Aktivisten festgenommen. Zudem wurden mehrere der etwa 600 Teilnehmer des Protests verletzt. Die Demonstranten hatten sich im Zuccotti Park nahe der Wall Street am Abend versammelt, gesungen, getrommelt und sich friedlich verhalten.

Als die Polizei jedoch mit einem Großaufgebot aufwartete, um den Park zu räumen, kam es zu chaotischen Szenen. Polizisten scheuchten und trugen Demonstranten aus dem Park. In mehreren Krankenwagen wurden Verletzte versorgt. Bis zum Morgen war die Anlage menschenleer. Die Sicherheitskräfte sperrten den Park mit Metallzäunen ab und bewachten ihn weiter.

Die Occupy-Bewegung hatte am 17. September 2011 in New York ihren Anfang genommen . Die Kritiker der Finanzbranche errichteten damals im Zuccotti Park ein Zeltlager. Ausgehend davon dehnten sich die Proteste auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder aus. Die Aktivisten prangerten dabei die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an.

Nach der Räumung des New Yorker Parks im November 2011 war es ruhiger um die Bewegung geworden . Nach wie vor findet sie jedoch prominente Unterstützer . Am Samstagabend schaute der Filmemacher Michael Moore im Zuccotti Park vorbei. "Ich denke, es ist großartig, dass diese Bewegung weiter wächst", sagte Moore. "Die Leute haben Angst, dass sie die Kontrolle über ihre Leben verlieren."