PapstbesuchKuba bereinigt Papst-Reiseroute von Oppositionellen

Kein Kritiker soll das Bild stören: Vor Benedikts Besuch in Kuba lässt die Regierung Dutzende festnehmen, um die Kontrolle zu behalten, wenn die Welt auf Kuba sieht.

In Kuba haben Beamte des staatlichen Sicherheitsapparates vor dem Besuch von Papst Benedikt XVI. Dutzende Regierungskritiker festgenommen. Nach Angaben des Kubanischen Komitees für Menschenrechte und Nationale Versöhnung in Santiago de Kuba, wo der Papst heute seinen Besuch beginnt, sind in den vergangenen Tagen mindestens 70 Oppositionelle inhaftiert worden.

"Das Castro-Regime verstärkt seine Repression und Einschüchterung gegen friedliche Dissidenten, vor allem in der Provinz Santiago und in der Umgebung", sagte der Präsident des Komitees Elizardo Sánchez. Der frühere politische Häftling José Daniel Ferrer sagte, die kubanische Regierung wolle eine "totale Kontrolle" der Umgebung der Orte, an denen der Papst Messen feiern werde. Es solle jeder Oppositionsprotest unterbunden werden.

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Benedikt XVI. war am Sonntag in Mexiko gewesen, wo er mit Hunderttausenden Gläubigen eine Messe feierte. Er beklagte dabei Armut, Korruption und den Drogenhandel und rief seine Zuhörer zum Verzicht auf Rache, Hass und Gewalt auf.

Der Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein in der zentralmexikanischen Stadt Léon war der bisherige Höhepunkt der Lateinamerika-Reise des Papstes. Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf mehr als 600.000. Forderungen, er möge sich mit den Opfern sexueller Gewalt in der Kirche treffen, kam der Papst in Mexiko nicht nach.

In Kuba ist ein Treffen mit Präsident Raúl Castro geplant, eine Begegnung mit dessen Bruder Fidel möglich. Auch Venezuelas Präsident Hugo Chávez ist in Kuba.

 
Leserkommentare
  1. 1. event

    Und wieder ein katholisches Event, eine Fanshow. Je größer, umso heiliger...Machtdemonstration.
    Worum geht es hier eigentlich?
    Wie viel kostet es diesmal? Und wer bezahlt? Wie vielen Notleidenden könnte damit geholfen werden?
    Was wird es in Mexico ändern?
    Inspiritation durch Besuch und Nähe - das wäre die Intention,der Wunsch.
    Die Realität sieht anders aus.

    4 Leserempfehlungen
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    Die katholische Kirche hat in Ihrer Geschichte immer mit den Machthabern zusammengearbeitet, zu ihren Gunsten.
    Warum sollte es jetzt anders sein?
    Vielleicht springt ja ein Konkordat dabei heraus, dann sind alle Unterstützungsmassnahmen für das Castro Tegime gesegnet.

    • outis
    • 26.03.2012 um 11:56 Uhr

    "Je größer, desto heiliger"-nein. "Machdemonstration." Nein, wenn zehntausende zu einem open Air Festival strömen, spricht man auch nicht von Machtdemonstration.
    "Was es kostet" keine Ahnung, kann den Beteiligten auch egalsein, erst recht Ihnen. "Wievielen Hilfsbedürftigen hätte davon geholfen werden können" Was Europäer jährlich für Speiseeis ausgeben würde halb Afrika mit Trinkwasser versorgen. Fragen Sie also Eisesser das Gleiche? Warum also die Kirche, die nachweislich eine der größten Hilfsorganisationen weltweit ist- kann man nicht von jedem Eisesser behaupten. Essen Sie Eis?
    "Was wird sich in Mexiko ändern" Vermutlich nur sehr wenig, so lange der Papst sich auf's appelieren beschränkt. Er müsste eine Doppelstrategie fahren: tagsüber müsste er den Bischofsstab gegen ne Pumpgun tauschen und Drogenkartelle bekämpfen. Nachts müsste er nordamerikanische Teenager am kiffen und koksen hindern, um den Markt auszutrocknen. Aber es ist wie immer: er predigt nur, der Heuchler!

    Die katholische Kirche hat in Ihrer Geschichte immer mit den Machthabern zusammengearbeitet, zu ihren Gunsten.
    Warum sollte es jetzt anders sein?
    Vielleicht springt ja ein Konkordat dabei heraus, dann sind alle Unterstützungsmassnahmen für das Castro Tegime gesegnet.

    • outis
    • 26.03.2012 um 11:56 Uhr

    "Je größer, desto heiliger"-nein. "Machdemonstration." Nein, wenn zehntausende zu einem open Air Festival strömen, spricht man auch nicht von Machtdemonstration.
    "Was es kostet" keine Ahnung, kann den Beteiligten auch egalsein, erst recht Ihnen. "Wievielen Hilfsbedürftigen hätte davon geholfen werden können" Was Europäer jährlich für Speiseeis ausgeben würde halb Afrika mit Trinkwasser versorgen. Fragen Sie also Eisesser das Gleiche? Warum also die Kirche, die nachweislich eine der größten Hilfsorganisationen weltweit ist- kann man nicht von jedem Eisesser behaupten. Essen Sie Eis?
    "Was wird sich in Mexiko ändern" Vermutlich nur sehr wenig, so lange der Papst sich auf's appelieren beschränkt. Er müsste eine Doppelstrategie fahren: tagsüber müsste er den Bischofsstab gegen ne Pumpgun tauschen und Drogenkartelle bekämpfen. Nachts müsste er nordamerikanische Teenager am kiffen und koksen hindern, um den Markt auszutrocknen. Aber es ist wie immer: er predigt nur, der Heuchler!

  2. Die katholische Kirche hat in Ihrer Geschichte immer mit den Machthabern zusammengearbeitet, zu ihren Gunsten.
    Warum sollte es jetzt anders sein?
    Vielleicht springt ja ein Konkordat dabei heraus, dann sind alle Unterstützungsmassnahmen für das Castro Tegime gesegnet.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "event"
  3. ...tatsächlich "Dissidenten" sind, also Menschen, die nach einer Veränderung des kubanischen Systems streben - und wie viele davon einfach nur von der CIA gekauft und bezahlt sind. Kuba ist immer noch ein Stachel in einer tiefen Wunde der USA.

    4 Leserempfehlungen
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    • TDU
    • 26.03.2012 um 14:11 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Behauptungen und Spekulationen. Danke. Die Redaktion/kvk

    • TDU
    • 26.03.2012 um 14:11 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Behauptungen und Spekulationen. Danke. Die Redaktion/kvk

  4. bei uns wären es potenzielle Terroristen.[...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

  5. ...warum erlauben diese bösen Kommunisten dann überhaupt,dass der Papst das kubanische Volk mit seinen geistigen Ergüssen überfluten darf?

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    dann hin. Am Wetter kann es nicht liegen. Und den ersten Eindruck bekommen Sie am Airport in Havanna. Genießen sie die klerikale Freiheit Kubas. Sie sind wirklich frei, frei von allem.

    dann hin. Am Wetter kann es nicht liegen. Und den ersten Eindruck bekommen Sie am Airport in Havanna. Genießen sie die klerikale Freiheit Kubas. Sie sind wirklich frei, frei von allem.

    • outis
    • 26.03.2012 um 11:56 Uhr

    "Je größer, desto heiliger"-nein. "Machdemonstration." Nein, wenn zehntausende zu einem open Air Festival strömen, spricht man auch nicht von Machtdemonstration.
    "Was es kostet" keine Ahnung, kann den Beteiligten auch egalsein, erst recht Ihnen. "Wievielen Hilfsbedürftigen hätte davon geholfen werden können" Was Europäer jährlich für Speiseeis ausgeben würde halb Afrika mit Trinkwasser versorgen. Fragen Sie also Eisesser das Gleiche? Warum also die Kirche, die nachweislich eine der größten Hilfsorganisationen weltweit ist- kann man nicht von jedem Eisesser behaupten. Essen Sie Eis?
    "Was wird sich in Mexiko ändern" Vermutlich nur sehr wenig, so lange der Papst sich auf's appelieren beschränkt. Er müsste eine Doppelstrategie fahren: tagsüber müsste er den Bischofsstab gegen ne Pumpgun tauschen und Drogenkartelle bekämpfen. Nachts müsste er nordamerikanische Teenager am kiffen und koksen hindern, um den Markt auszutrocknen. Aber es ist wie immer: er predigt nur, der Heuchler!

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "event"
  6. Graf Pjotemkin lässt grüssen ! Von Russen lernen heißt
    (immer noch) in Kuba, siegen lernen !

  7. Kuba ähnelt der DDR auch in der Hinsicht, daß das Verlassen
    des Landes (der Insel) strafbar ist !
    Die Menschen werden gezwungen im Paradies zu bleiben, wie
    damals auch bei Honecker und Margot !

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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  • Schlagworte Kuba | Hugo Chávez | Armut | Dissident | Drogenhandel | Gewalt
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