Frankreich: Anklage gegen Bruder des Toulouse-Attentäters
Der Bruder des Serienmörders von Toulouse ist wegen Mithilfe angeklagt worden. Er weist jedoch alle Vorwürfe zurück und bestreitet von den Anschlägen gewusst zu haben.
Die französische Justiz hat am Sonntagabend Anklage gegen den Bruder des Serienattentäters von Toulouse erhoben. Ihm wird Beihilfe zum Mord und Verschwörung zur Vorbereitung von Terrorakten vorgeworfen. Der Mann weist die Vorwürfe zurück. Er verurteile die Taten und hoffe, "nicht zum Sündenbock für das zu werden, was sein Bruder getan hat", sagte seine Pflichtverteidigerin.
Der 29-Jährige wurde einem Anti-Terror-Richter vorgeführt und anschließend in einen Hochsicherheitstrakt gebracht. Die Polizei habe "ernsthafte und übereinstimmende Erkenntnisse", wonach er wahrscheinlich Komplize und Teil einer "terroristischen Unternehmung" gewesen sei, hieß es. Er war am Mittwoch zusammen mit seiner Lebensgefährtin festgenommen worden und befand sich seitdem in Polizeigewahrsam. Am Sonntagmorgen lief die bei Terrorfällen gültige 96-stündige Frist ab, nach der Verdächtige angeklagt oder freigelassen werden müssen. Die Lebensgefährtin wurde aus der Haft entlassen.
Laut einem Bericht der Zeitung Le Parisien spricht unter anderem gegen den Angeklagten, dass sein Mobiltelefon in der Nähe der jüdischen Schule gefunden wurde, wo der sechs Jahre jüngere Mohammed Merah einen Lehrer und drei Schüler erschossen hatte.
Polizei prüft Verbindung zu Al Kaida
Die beiden Brüder hätten sich am Vorabend des Attentats getroffen und gemeinsam zu Abend gegessen. Er habe nichts von den Attentatsplänen gewusst, behauptete der Bruder zuletzt. Er gab aber zu, bei dem Diebstahl des Rollers dabei gewesen zu sein. Mit dem Fahrzeug hatte sein Bruder die Verbrechen begangen.
Die Polizei prüft derzeit, ob Mohammed Merah – wie er selbst behauptet hatte – Kontakte zur Terrororganisation Al Kaida hatte und an Terror-Trainingscamps in Pakistan teilnahm.
Am Wochenende fanden in mehreren Regionen Frankreichs Trauermärsche statt. An einem Schweigemarsch in Paris beteiligten sich 5.000 Menschen. Politiker nahmen den Wahlkampf für die Präsidentenwahl im April wieder auf, in dem sich die Attentate zu einem zentralen Thema entwickeln.







Immer suchen wir nach einem Sündenbock statt der Ursache.
Wir sind doch alle mitverantwortlich, da wir unseren Kindern, alle physischen Möglichkeiten ihren Frust oder ihre Schüchternheit zu bewältigen kategorisch wegnehmen, ihnen aber gleichzeitig die Möglichkeit geschaffen haben, sich in eine virtuelle Welt zu flüchten und sich dort auszutoben und dabei die natürlichen Hemmschwellen zu überschreiten und abstumpfen, denn in der virtuellen Welt gibt es keinen Schmerz zu spüren und auch kein Blut, oder Mitgefühl das zur Einsicht führen könnte von physischer Aggression abzulassen und die überschüssige Energie in andere nützliche Kanäle umzuleiten.
Kinder lernen doch durch Spiele und Rangeleien mit Geschwistern und Freunden untereinander sich zu behaupten und in die Gesellschaft einzufügen. Dabei musste man nur darauf achten, dass es nicht zu brutal wird. Das physische Spielfeld von Geschwistern, und Freunden haben wir unseren Kindern entzogen und als Ersatz ein für andere uneinsichtbares virtuelles Spielfeld geboten, das nach Belieben und relativ einfach, jedoch mit verheerenden Folgen auch in die reale Welt verlegt werden kann.
Kinder spielen nie nur einfach so, sondern verfeinern und spezialisieren dabei immer unbewusst aber beobachtbar ihre Fähigkeiten. Diese Beobachtbarkeit in der realen Welt zur Korrektion oder Aufmunterung ist dem Mitmenschen in der virtuellen Welt genommen und damit auch die Möglichekeit etwas Schlimmes zu verhindern!
ich glaube ihm das nicht. Er war beim Besorgen des Fluchtfahzeugs dabei, sein Handy lag beim Tatort, er hat spontan die Mordtaten als Heldentat gefeiert - ich glaube, er ist tief verwickelt.
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