ToulouseElitepolizisten erschießen Mohamed M.
Seite 2/2:

Familienmitglieder festgenommen

Polizeieinsatz im Viertel Coté Pavée in Toulouse

Polizeieinsatz im Viertel Coté Pavée in Toulouse

Die Gespräche mit Mohamed M. waren schon am Mittwoch zwischendurch mehrfach abgebrochen. Am Mittwochmittag hatte er laut Innenminister Guéant angekündigt, aufgeben zu wollen, was er dann nicht tat. Zuvor hatte M. gesagt, Al-Kaida nahe zu stehen. Die Information, er sei 2008 aus einem afghanischen Gefängnis ausgebrochen, stellte sich als Fehlinformation heraus.

Auf die Spur gekommen war die Polizei dem Verdächtigen durch den von ihm genutzten Computer, über den er mit einem seiner späteren Mordopfer ein Treffen vereinbarte.

Mehrere Personen aus seinem Umfeld wurden festgenommen, darunter waren die beiden Schwestern und Brüder sowie die Mutter des Mannes. Guéant sagte, ein Bruder sympathisiere mit Salafisten, die Mutter habe seit Längerem wegen ihrer Nähe zu radikalen Salafisten unter Beobachtung gestanden. Er betonte jedoch, dass der Verdächtige allein gehandelt habe. Der französische Geheimdienst habe ihn schon länger beobachtet.

 
Leserkommentare
  1. polizeiliche SE dienen gundsätzlich der Gefahrenabwehr und

    sollten, wenns geht, einen mutmaßlichen Täter lebend ergreifen. Das ist kein Häuserkampf und solls auch nicht werden.

    Solange die Lageentwickung es zulässt, darf durchaus auf einen für den Zugriff geeigneten Zeitpunkt gewartet werden.

    MfG Karl Müller

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Und in dem Ausgangsposting sprach ich ausdrücklich davon, dass der Täter möglichst lebend ergriffen werden sollte.
    Wenn jedoch das Leben der Beamten bei der Erstürmung in Gefahr ist, dann sollten sie die Konsequenzen daraus ziehen und so handeln, dass diese Gefahr minimiert wird.
    Wie ich sehe, liegen wir eigentlich auf einer Linie in unseren Ansichten zu diesem Thema.

    Und in dem Ausgangsposting sprach ich ausdrücklich davon, dass der Täter möglichst lebend ergriffen werden sollte.
    Wenn jedoch das Leben der Beamten bei der Erstürmung in Gefahr ist, dann sollten sie die Konsequenzen daraus ziehen und so handeln, dass diese Gefahr minimiert wird.
    Wie ich sehe, liegen wir eigentlich auf einer Linie in unseren Ansichten zu diesem Thema.

  2. Und in dem Ausgangsposting sprach ich ausdrücklich davon, dass der Täter möglichst lebend ergriffen werden sollte.
    Wenn jedoch das Leben der Beamten bei der Erstürmung in Gefahr ist, dann sollten sie die Konsequenzen daraus ziehen und so handeln, dass diese Gefahr minimiert wird.
    Wie ich sehe, liegen wir eigentlich auf einer Linie in unseren Ansichten zu diesem Thema.

  3. Das ist doch gar nicht nötig. Wozu Verwundungen oder Schlimmeres bei den Polizisten riskieren? Der Bursche sitzt in der Falle und hat weder Wasser noch Strom. Auch seine Munition dürfte begrenzt sein. Einfach aushungern. Oder Tränengas einleiten.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Etwas, das ihm einen noch relativ großen Abgang ermöglicht.

    Dann wird man sich noch ärgern, dass nicht gestürmt wurde. Irgendwie scheint er ja trotz aussichtssloser Lage auf Zeit gespielt zu haben, mit seinen gebrochenen Versprechungen, demnächst aufzugeben.

    Etwas, das ihm einen noch relativ großen Abgang ermöglicht.

    Dann wird man sich noch ärgern, dass nicht gestürmt wurde. Irgendwie scheint er ja trotz aussichtssloser Lage auf Zeit gespielt zu haben, mit seinen gebrochenen Versprechungen, demnächst aufzugeben.

  4. 36. [...]

    Der Kommentar, auf den Sie kritisch Bezug nehmen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/au.

    Antwort auf "Meinen Sie vielleicht"
  5. Der Attentäter hatte auch einen Motorroller, der auch in Frankreich zugelassen werden muss und ein Nummernschild hat.

    Wenn ein Bösewicht ein bisschen mitdenkt, klaut er sich einen Motorroller und das Händie, mit dem er evtl. Kontakt aufnimmt.

    Dann hilft nur noch jede Straßenkreuzung mit Kameras auszustatten bzw. noch zuverlässiger, alle Menschen mit RF-IDs zu taggen und an Straßenecken zu registrieren. Wer seinen implantierten RF-IDs zerstört, wird sowieso verhaftet.

    Schöne neue, computerkontrollierte Welt.

    Aber das ist noch nicht das Ende. Computer interpretieren Bewegungsmuster und leiten dadurch zukünftige Kriminalität ab. Das ist der Eintritt ins Precrime-Zeitalter. Die Forschungen dazu laufen schon seit einigen Jahren unter anderem beim Fraunhofer-Institut unter dem Titel "Technologien und Konzepte für die präventive Sicherheit".

    Präventive Sicherheit! Ich frage Sie: Was können wir noch mehr wollen?

    Eine Leserempfehlung
  6. Es wird gezeigt, wie eine Antwort auf die Frage, was der Westen totalitären Denksystemen entgegenzusetzen hat, lauten könnte. Ein solches Vorgehen wäre auch im Falle BinLadins die richtige gewesen insofern auf die Art die Methoden der Terroristen eindeutig als das zu entlarven sind, was sie darstellen: menschenverachtende Gewalt, die ihre eigenen evtl. vorhanden hehren Motive selbst vernichtend diskreditiert.
    Die von Ihnen vorgeschlagene Reaktion bestätigt die Richtigkeit der Methoden der Terroristen. Eine Steilvorlage für deren Absichten.

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    zu 100% zu.

    Ansonsten zieht Ihre Argumentation in meinen Augen jedoch nur bedingt, da "der Westen" im Falle der Occupy-Bewegung die Möglichkeit hatte, zu zeigen, dass er autoritären Regimen soviel weiter voraus ist. Gerade die USA und in weiten Teilen auch das UK haben hier ihre Chance in meinen Augen vertan.
    Zudem scheinen hier viele zu vergessen, dass es sich bei dem Täter um einen Einzelnen, der aus blankem Hassmotiv mehrere Menschen ihres Lebens beraubt hat, handelt.
    Die Nachsicht und Ablehnung ggü. auch für den demokratischen Westen völlig legitimer Mittel, erscheint mit zumindest in Teilen sehr fragwürdig.

    zu 100% zu.

    Ansonsten zieht Ihre Argumentation in meinen Augen jedoch nur bedingt, da "der Westen" im Falle der Occupy-Bewegung die Möglichkeit hatte, zu zeigen, dass er autoritären Regimen soviel weiter voraus ist. Gerade die USA und in weiten Teilen auch das UK haben hier ihre Chance in meinen Augen vertan.
    Zudem scheinen hier viele zu vergessen, dass es sich bei dem Täter um einen Einzelnen, der aus blankem Hassmotiv mehrere Menschen ihres Lebens beraubt hat, handelt.
    Die Nachsicht und Ablehnung ggü. auch für den demokratischen Westen völlig legitimer Mittel, erscheint mit zumindest in Teilen sehr fragwürdig.

  7. Im Moment sind alle Informationen, die man über den Tatverdächtigen erfährt, gegensätzlich: Was die Bekannten von ihm erzählen passt nicht zur Version eines Djihadisten. Er sei zwei Mal in Afghanistan gewesen und auch von antiteroristischen Behörden im November darüber befragt worden. Er sei dort in einem Trainingscamp gewesen, sagte er, aber gleichzeitig alleine, ohne Hilfe nach Afghanistan geflogen. Das passt zu einem 23 Jährigen nicht. So auch nicht, dass er anscheinend keine strenge religiöse Praxis hatte.
    Zu viele Informationen auf einmal, aus denen man also keine Schlüsse ziehen kann. Und sollte.
    Abwarten.

    Eine Leserempfehlung
  8. zu 100% zu.

    Ansonsten zieht Ihre Argumentation in meinen Augen jedoch nur bedingt, da "der Westen" im Falle der Occupy-Bewegung die Möglichkeit hatte, zu zeigen, dass er autoritären Regimen soviel weiter voraus ist. Gerade die USA und in weiten Teilen auch das UK haben hier ihre Chance in meinen Augen vertan.
    Zudem scheinen hier viele zu vergessen, dass es sich bei dem Täter um einen Einzelnen, der aus blankem Hassmotiv mehrere Menschen ihres Lebens beraubt hat, handelt.
    Die Nachsicht und Ablehnung ggü. auch für den demokratischen Westen völlig legitimer Mittel, erscheint mit zumindest in Teilen sehr fragwürdig.

    Antwort auf "# 23 exterminans"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service