Rassismus-VorwurfEx-NPD-Chef muss wegen WM-Planer erneut vor Gericht

Ex-NPD-Chef Voigt muss sich wegen des WM-Planers 2006 erneut wegen Volksverhetzung verantworten. Die Freisprüche des Berufungsverfahrens wurden aufgehoben. von dpa

Der frühere NPD-Vorsitzende Udo Voigt und zwei weitere NPD-Funktionäre müssen sich wegen eines womöglich rassistisch motivierten Planers zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erneut vor Gericht verantworten. Die Freisprüche des Landgerichts Berlin vom Vorwurf der Volksverhetzung und Beleidigung hob das Kammergericht auf.

Der sogenannte WM-Planer war von der rechtsextremen Partei anlässlich der Fußball-WM in Deutschland herausgegeben worden. Auf einem Bild des Kalenders war ein Trikot mit der Nummer 25 abgebildet, das damals der dunkelhäutige deutsche Nationalspieler Patrick Owomoyela in der Nationalmannschaft trug. Dazu stand geschrieben: "Weiß – Nicht nur eine Trikot-Farbe! Für eine echte NATIONALMannschaft."

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In erster Instanz waren Voigt und zwei weitere Funktionäre im April 2009 noch zu Bewährungsstrafen verurteilt worden . Im Berufungsverfahren hob das Landgericht Berlin die Strafen mit der Begründung auf, der WM-Planer sei mehrdeutig und habe keine rassistisch diffamierende Wirkung.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hob nun das Kammergericht den Freispruch wegen Fehlern bei der Beweiswürdigung auf. Es verwies den Fall an eine andere Kammer des Landgerichts zurück.
 

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Leserkommentare
  1. auch versteckter Rassismus ist Rassismus. [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/ls

    3 Leserempfehlungen
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    • joG
    • 27. März 2012 20:08 Uhr

    .... Sportler eine Stadt oder ein Land nur sollten vertreten dürfen, wenn sie Bürger der Stadt oder des Landes auch sind. Das ist aber wohl nicht gewünscht. Und so ist es eine eher finanzielle Frage, welche Mannschaft gut ist.

  2. ist scheint's überall in unserer Gesellschaft zu finden. Die Dienstaufsicht sollte sich die entsprechend beteiligten Richter einmal genauer ansehen - Nachhilfeunterricht wäre nicht schlecht.

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  3. ...auch übertreiben.

    Dieser lächerliche WM-Planer von anno dazumal sollte nun wirklich mal eingestampft werden auch als Anklagethema. Gell...

    • joG
    • 27. März 2012 20:08 Uhr

    .... Sportler eine Stadt oder ein Land nur sollten vertreten dürfen, wenn sie Bürger der Stadt oder des Landes auch sind. Das ist aber wohl nicht gewünscht. Und so ist es eine eher finanzielle Frage, welche Mannschaft gut ist.

    Antwort auf "Rassismus"
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    ist deutscher Staatsbürger und verfügt deshalb über einen deutschen Pass. Da darf er in der Nationalmannschaft mitspielen, wenn der Bundestrainer ihn in den Kader beruft.

    Der ist IMHO gebürtiger Hamburger.

    • joG
    • 27. März 2012 22:59 Uhr

    ...noch diesen Spieler. Ich ging lediglich dem für mich komischen Gedanken nach, ein Bayer könne in Dortmund spielen und dort Stolz in den Herzen der lokalen Fans der ortlichen mannschaft mit einem Tor erzeugen (oder ein Pole o Ami in Bayern). Mir scheint das eine emotionale Verwirrung und das Zitat erinnerte mich daran.

  4. ist deutscher Staatsbürger und verfügt deshalb über einen deutschen Pass. Da darf er in der Nationalmannschaft mitspielen, wenn der Bundestrainer ihn in den Kader beruft.

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  5. Der ist IMHO gebürtiger Hamburger.

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    • joG
    • 27. März 2012 22:59 Uhr

    ...noch diesen Spieler. Ich ging lediglich dem für mich komischen Gedanken nach, ein Bayer könne in Dortmund spielen und dort Stolz in den Herzen der lokalen Fans der ortlichen mannschaft mit einem Tor erzeugen (oder ein Pole o Ami in Bayern). Mir scheint das eine emotionale Verwirrung und das Zitat erinnerte mich daran.

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    • Suryo
    • 28. März 2012 12:23 Uhr

    In der Nationalmannschaft - und um die ging's ja wohl beim "WM-Planer" - spielen naturgemäß nur Deutsche. Was soll daran verwirren?

    • Suryo
    • 28. März 2012 12:23 Uhr

    In der Nationalmannschaft - und um die ging's ja wohl beim "WM-Planer" - spielen naturgemäß nur Deutsche. Was soll daran verwirren?

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    • joG
    • 28. März 2012 14:01 Uhr

    ....kenne ich mich bei Sport kaum aus. Ich dachte es sei da überall gleich. Ein Bekannter hat seinen Sohn in die Olympia Mannschaft eines kleineren Landes hinein gebracht, weil die Konkurrenz in seinem Land zu groß war. Ob der da seine Nationalität änderte oder nicht, weiß ich nicht.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Gericht | Udo Voigt | Bewährungsstrafe | Fußball-WM | Landgericht | Nationalmannschaft
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