Das havarierte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" im Januar © Filippo Monteforte /AFP / Getty Images

Das Wrack des vor gut drei Monaten gekenterten Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia soll von dem US-Unternehmen Titan Salvage und der italienischen Firma Micoperi geborgen werden. Wie die Reederei Costa Crociere mitteilte, werden die Bergungsarbeiten vor der Insel Giglio Anfang Mai beginnen und "vorsichtig geschätzt" ein Jahr dauern. Die endgültige Zustimmung der italienischen Behörden für den Auftrag an die beiden Unternehmen stehe noch aus.

Laut Costa Crociere ist Titan Salvage weltweit führend bei der Bergung von Schiffswracks, während Micoperi erfahren in der Ausführung von Unterwasserarbeiten sei. Sobald das Wrack der Costa Concordia geborgen sei, werde der Meeresboden gesäubert und neu bepflanzt, hieß es in der Erklärung des Unternehmens. Die Insel Giglio solle "so schnell wie möglich ihre touristische Aufgabe" wieder erfüllen können.

Die Costa Concordia hatte am 13. Januar mit mehr als 4.200 Menschen an Bord vor der Toskana-Insel Giglio einen Felsen gerammt und war gekentert. 32 Menschen starben, unter ihnen zwölf Deutsche. Wegen des Unglücks wird gegen neun Verdächtige wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, darunter der Schiffskapitän Francesco Schettino.