Rechtsextreme Eltern: Vati ist ein guter Nazi
Die Generation der Nachwende-Neonazis wird zur Elterngeneration – und erzieht ihren Nachwuchs von klein auf nach völkisch-nationalem Programm.
© Getty Images

Eine wie ein Soldat aussehende Zielscheibe steht auf einem Spielplatz auf einem Hof in Jamel in der Nähe von Wismar. In dem Dorf sollen viele rechtsextreme Familien leben.
Der kleine Siegbert kam immer schon in merkwürdiger Kleidung in die Kindertagesstätte: immer diese gewalkte Naturwolle, immer ein wenig müffelig, immer ein wenig zu dünn, vor allem im Winter. Seine Eltern ließen ihn nicht am regulären Kitaessen teilnehmen, er musste die eigens zubereiteten Körnerflocken essen. Erkältungen dauerten bei ihm besonders lange, denn zum Arzt zu gehen oder gar Medikamente zu verabreichen, das kam für Siegberts Eltern nicht infrage: Der Junge müsse abhärten, gaben sie Doreen Krüger zu verstehen, seiner Erzieherin.
Das Lied, das er gelegentlich vor sich her sang, eine rechtsextreme Version von Der Mond ist aufgegangen, war für Doreen Krüger dann nicht mehr zu ertragen: Ein Vierjähriger, der Hetzlieder singt, dafür ist in ihrer Kindertagesstätte kein Platz. Doreen Krüger ist froh, dass der kleine Siegbert nicht mehr in ihrer Krippe ist. "Ich habe vor Erleichterung geweint, als er nicht mehr kam." Andererseits weiß sie: Damit ist auch der letzte Funken normaler, bunter Welt aus Siegberts Leben verschwunden.
Siegbert heißt nicht Siegbert, und Doreen Krüger heißt auch nicht wirklich so. Das war ihre Bedingung dafür, dass sie überhaupt mit dem Reporter redet, denn sie fürchtet sich vor Menschen wie Siegberts Eltern. Dass Krüger in einer Kita zwischen Rostock und Schwerin arbeitet, in einer Gegend, in der sich Dutzende rechtsextreme Familien angesiedelt haben, die dort versuchen, Schulen, Kindertagesstätten und sonstige Einrichtungen mit ihrem Gedankengut zu unterwandern – das allerdings kann man sagen.
- Neue deutsche Nazis
-
Deutschland hat ein Neonaziproblem. In den vergangenen zwanzig Jahren sind Zonen entstanden, in denen sie faktisch das Sagen haben. Und sie dringen zunehmend in soziale Milieus der Mitte ein, zu denen sie früher kaum Zugang hatten.
Dies ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer Strategie. ZEIT ONLINE zeigt in der Serie "Neue deutsche Nazis", wie moderner Rechtsextremismus funktioniert und wo die Grenzen zwischen Demokratie und Rechtsextremismus aufweichen. Wir zeigen, wie jene Angst-Räume entstehen, in denen auch die Zwickauer Terroristen zu ihren brutalen Entschlüssen gelangten.
Die moderne deutsche Neonazi-Szene ist dynamisch, vernetzt, vielfältig und einflussreich. Wir sind sicher: Das Problem Rechtsextremismus wird sich nicht von selbst lösen.
- Die Serie
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Bisher erschienen:
Neue deutsche Nazis: Wie Rechtsextreme mit Geschick und Geduld neue Milieus und Regionen erobern.
No-Go-Area im Landtag: Wie die NPD das sächsische Parlament nutzt.
Frauensache Volksgemeinschaft: Frauen spielen in der rechtsextremen Szene eine Schlüsselrolle.
Flashmobs gegen die Demokratie: Wie Neonazis neue Medien und linke Symbole nutzen.
Wie Neonazis ihre Gegner bedrohen: Rechtsextreme schüchtern Demokratie-Aktivisten ein – professionell und präzise.
Warum es Neonazis nach Dortmund zieht: Dortmund ist ein Hot-Spot der Szene. Wie kam es dazu?
Spuren der Dortmunder Neonazis: Eine Fotostrecke aus der westdeutschen Rechtsextremismus-Hochburg
Vati ist ein guter Nazi: Die Generation der Nachwende-Neonazis wird zur Elterngeneration.
Spiel nicht mit den Ausländerkindern: Was die rechtsextreme Erziehung bei Kindern anrichtet.
Der Extreme unter den Rechtsextremen: Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern kämpft NPD-Fraktionschef Pastörs gegen die Verweichlichung seiner Partei.
Lieber nicht über Neonazis schreiben: Warum Angst, Kostendruck oder Desinteresse lokale Berichterstattung verhindern.
Gute Mitte, böse Nazis: Warum es nicht reicht, nur auf die Rechtsextremisten zu schauen.
Kein Kampf gegen Neonazis ohne die Mitte: Eine Bilanz der Rechtsextremismus-Serie
Ein niedliches Backsteinkirchlein, ein verwunschener Dorfteich, hin und wieder ein Fischreiher in der Luft: So sieht es aus in der Mecklenburgischen Schweiz, Fontaneland. Allein hier, in diesem Idyll, schätzen Experten der evangelischen Kirche, wachsen Kinder in rund 60 Familien so auf wie Siegbert. Sie heißen Arwin, Thore, Hildegund oder Freya, sie reden nicht von Pizza, sondern von Gemüsetorte, und sie feiern nicht Weihnachten, sondern das Julfest. Und häufig wissen die Buben schon als Vierjährige, wie man jemandem den Arm umdreht, und dass Arier besser sind als die Menschen aus "minderwertigen Völkern".
Engagierte Eltern mit menschenverachtender Ideologie
Ihre Eltern sehen sich als Artamanen, eine völkisch-nationale Aussteiger-Sekte, die es schon in Weimarer Zeiten gab und später in der Hitlerjugend aufging. Einige von ihnen sind in enger Verbindung mit der NPD oder anderen rechtsextremen Organisationen, einige stammen aus der neonazistischen Wiking-Jugend, der Schlesischen Jugend oder der inzwischen verbotenen Heimattreuen Jugend (HDJ). Jetzt wollen sie in der Idylle der Mecklenburgischen Schweiz, wo es außer guter Luft und günstigem Grund nicht viel gibt, ihre Kinder in ihrem Geist aufziehen.
"Der 'Wald- und Wiesen-Nazi' mit Glatze stirbt aus – die Braunen werden immer klüger, die kommen in Schlips und Nadelstreifen oder in Öko-Klamotten daher", sagt eine Verantwortliche für mehrere Kitas in der Gegend, die auch nicht namentlich genannt werden will.
Der Vater, der sich in den Elternbeirat wählen lassen will; die Mutter, die die Kinder mit Selbstgebackenem am Wandertag begleitet; die Eltern, die vorschlagen, man könne doch gemeinsam mal die Kindergartenwände neu streichen: Es sind häufig die besonders engagierten, die aktiven Eltern, die aus dem extrem rechten Umfeld kommen, sagt die Kita-Frau. Die auch nicht gleich von der Holocaust-Lüge schwadronieren oder gegen Ausländer hetzen, sondern erst Vertrauen aufbauen zum Kita-Personal, zu den anderen Eltern.





Seit wann ist Ausländerhass und Fanatismus denn was neues? Gabs schon immer und wirds auch leider immer geben. Nicht nur in irgendwelchen "Germanischen Sekten", sondern mitten unter uns im "Mainstream".
Wissenschaftliche Belege gibts dafür reichlich.
mfg henry
darüber nicht immer mal wieder zu berichten. Wettervorhersage gibts auch jeden Tag.
darüber nicht immer mal wieder zu berichten. Wettervorhersage gibts auch jeden Tag.
dass Teile der Bevölkerung an den Rändern des gesellschaftlichen Spektrums leben. Und es gibt viel Rand, in jeder Richtung.
Allerdings, bei der Beschreibung des Kindes (homespun, Körnerfutter, Verweigerung moderner Medizin) habe ich erstmal an einen ganz anderen Rand gedacht.
Vielleicht wird der extreme rechte Rand ja von der Mitte gefördert? Die Verkaufszahlen für Sarrazins Buch sprechen dafür. Googeln sie doch mal den Begriff Extremismus der Mitte!
... schließt sich "der Kreis" eben wieder. Ich denke da nimmt sich keine der extremen Positionen irgendetwas. ;-)
schauen sie sich die Gründungsväter der Grünen, des BUND, Nabu etc mal an. Da das waren teilweise stramme Nazi die selbst dem Führer treue geschoren haben. Gab dazu eine schöne Reportage im Fokus vor zwei Wochen.
@Thema
Na und die erziehen ihre Knder halt so; wie es ihnen passt auvh wenn es den achso PC GM nicht passt.
Und das die Erkankungen länger dauert haben, ist auch kein Problem. Wieviel der Bekannten der Autorin haben Kinder mit irgendwelchen Allergien oder Verhaltensstörungen.
In einem freihetlichen Staat, sollte alles erlaubt sein, ob es den Angepassten gefällt oder nicht, solange es sich im Rahmen der Gesetze bewegt.
Was mich als Dt. mehr befremden sollte, ist der massive Bekehrungsversuch der Salafisten (in jedem Hasuhalt ein Koran und aktive Werbung an und vor Schulen), leide geht das Thema anscheinend an der ZEIT aus bekannten Gründen vorbei.
Und wenn man hiwer auch den Kommentarbereich liest, besonders wenn es um Juden oder Israel geht, ist ein Großteil der Leserschaft wohl nicht allzuweit von den Eltern von Siegbert entfernt.
Muss sagen bin froh jetzt in einem Land zu leben, in dem jeder nach seinem Kusto leben kann und man nach dem Motto Leben und Leben lassen lebt. Würde vielen Dt. udn auch den Medien manchmal gut tun, denn das Land hat größere Problem als Siegbart und seine Eltern.
Vielleicht wird der extreme rechte Rand ja von der Mitte gefördert? Die Verkaufszahlen für Sarrazins Buch sprechen dafür. Googeln sie doch mal den Begriff Extremismus der Mitte!
... schließt sich "der Kreis" eben wieder. Ich denke da nimmt sich keine der extremen Positionen irgendetwas. ;-)
schauen sie sich die Gründungsväter der Grünen, des BUND, Nabu etc mal an. Da das waren teilweise stramme Nazi die selbst dem Führer treue geschoren haben. Gab dazu eine schöne Reportage im Fokus vor zwei Wochen.
@Thema
Na und die erziehen ihre Knder halt so; wie es ihnen passt auvh wenn es den achso PC GM nicht passt.
Und das die Erkankungen länger dauert haben, ist auch kein Problem. Wieviel der Bekannten der Autorin haben Kinder mit irgendwelchen Allergien oder Verhaltensstörungen.
In einem freihetlichen Staat, sollte alles erlaubt sein, ob es den Angepassten gefällt oder nicht, solange es sich im Rahmen der Gesetze bewegt.
Was mich als Dt. mehr befremden sollte, ist der massive Bekehrungsversuch der Salafisten (in jedem Hasuhalt ein Koran und aktive Werbung an und vor Schulen), leide geht das Thema anscheinend an der ZEIT aus bekannten Gründen vorbei.
Und wenn man hiwer auch den Kommentarbereich liest, besonders wenn es um Juden oder Israel geht, ist ein Großteil der Leserschaft wohl nicht allzuweit von den Eltern von Siegbert entfernt.
Muss sagen bin froh jetzt in einem Land zu leben, in dem jeder nach seinem Kusto leben kann und man nach dem Motto Leben und Leben lassen lebt. Würde vielen Dt. udn auch den Medien manchmal gut tun, denn das Land hat größere Problem als Siegbart und seine Eltern.
""Der 'Wald- und Wiesen-Nazi' mit Glatze stirbt aus – die Braunen werden immer klüger, die kommen in Schlips und Nadelstreifen oder in Öko-Klamotten daher", sagt eine Verantwortliche für mehrere Kitas in der Gegend, die auch nicht namentlich genannt werden will."
Nicht wenige "Entscheider" in der Finanzindustrie werden diese Entwicklung mit Wohlwollen sehen: solche Leute stellen das Eigentum nicht infrage, mit solchen Leuten kann man "gute Geschäfte" machen und vielleicht sogar auf der Basis der Chicago-School ein in engen Grenzen libertäres Wirtschaftssystem durchsetzen. Hat schon in Chile unter Pinochet oder unter den Generalen in Argentinien bestens geklappt. Oder unter dem Diktator Stroessner in Paraguay. Und zur Not jagt man sie davon und sperrt sie ein - wie man es mit den NATO-Generalen in Griechenland 1973/74 tat, als diese größenwahnsinnig geworden sind. Der Befehl zum Putsch 1967 kam von der NATO - und genau wegen der Ausführung dieses Befehls landeten sie im Knast.
Nein, so lange der NAZI immer noch als das "kleinere Übel" gilt, werden wir uns mit ihm herumärgern müssen.
Diese dauernde Abwiegelei und Relativierung/Verharmlosung muß endlich aufhören!
Die Nazis (neue wie alte) sind das größte vorstellbare Übel, was unserem Land jemals geschehen ist! (das soll niemanden von uns als Unschuldslamm dastehen lassen oder irgendwie "reinwaschen") Durch keine andere Gruppe von Menschen hat unser Land (von den anderen Ländern mal ganz abgesehen) einen so großen Schaden erlitten, auch nicht durch alle Generäle und Soldaten des 30-jährigen Krieges zusammengenommen!
Da müsste es doch zu einem breiten Konsens der Leute reichen, die bereit sind, sich zu unserer Bundesrepublik als dem besten "deutschen" Einheitsstaat zu bekennen, der jemals existiert hat. Man muß doch die grundsätzliche Gefährlichkeit und Andersartigkeit dieses politischen Feindes erkennen, der sich über die Naivität der Bürgerlichen bestimmt köstlich amusiert!
Ich bin übrigens kein "Bürger" oder mononational geprägter Mensch.
Diese bornierte Gleichgültigkeit muss ein Ende haben!
wird von Nazis sehr wohl in Frage gestellt. Sprechen Sie mal mit den Nachfahren der jüdischen Deutschen, die in den 30er Jahren enteignet wurden. Das Hinbiegen des Berichts in Richtung Bankenkrise usw. ist abenteuerlich und absurd.
Diese dauernde Abwiegelei und Relativierung/Verharmlosung muß endlich aufhören!
Die Nazis (neue wie alte) sind das größte vorstellbare Übel, was unserem Land jemals geschehen ist! (das soll niemanden von uns als Unschuldslamm dastehen lassen oder irgendwie "reinwaschen") Durch keine andere Gruppe von Menschen hat unser Land (von den anderen Ländern mal ganz abgesehen) einen so großen Schaden erlitten, auch nicht durch alle Generäle und Soldaten des 30-jährigen Krieges zusammengenommen!
Da müsste es doch zu einem breiten Konsens der Leute reichen, die bereit sind, sich zu unserer Bundesrepublik als dem besten "deutschen" Einheitsstaat zu bekennen, der jemals existiert hat. Man muß doch die grundsätzliche Gefährlichkeit und Andersartigkeit dieses politischen Feindes erkennen, der sich über die Naivität der Bürgerlichen bestimmt köstlich amusiert!
Ich bin übrigens kein "Bürger" oder mononational geprägter Mensch.
Diese bornierte Gleichgültigkeit muss ein Ende haben!
wird von Nazis sehr wohl in Frage gestellt. Sprechen Sie mal mit den Nachfahren der jüdischen Deutschen, die in den 30er Jahren enteignet wurden. Das Hinbiegen des Berichts in Richtung Bankenkrise usw. ist abenteuerlich und absurd.
als Waffe?
Entfernt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/lv
>>"Je netter die sind, desto anschlussfähiger und damit gefährlicher sind sie", sagt die Kita-Verantwortliche.>>
Verstehe. Der Klassenfeind tarnt sich immer mit besonders perfiden Mitteln. Wenn er freundlich ist, engagiert und absolut nicht in das selbstverbreitete Bild des zähnefletschenden Monsters passen will, ist das nur ein neuer schlagender Beweis für dessen Bösartigkeit und Verschlagenheit.
"Sie ist eine politische Frau, eine Kämpferin, sie will sich nicht abfinden mit der Mischung aus Gleichgültigkeit, Angst, Resignation und Blindheit, die sie bei vielen Eltern und auch eigenen Mitarbeitern feststellt. Immerhin hat sie jetzt in ihren Kitas die geheime Elternbeiratswahl abschaffen lassen, und ihre Mitarbeiterinnen bekommen Schulungen in Demokratie und Pluralismus."
Ganz interessant: Man schützt die Demokratie, indem man sie abschafft, wie z.B. die geheimen Wahlen.
Dieser Kampf gegen Rechts nimmt langsam bedrohliche Ausmaße an. Wann tauchen die ersten Forderungen nach besondere Läden und Kindergärten für die Kinder dieser Schlipsnazis auf? Oder wäre es doch besser, man nimmt denen die Kinder ganz weg und erzieht sie in staatlichen Heimen in der gewünschten Gesinnung?
Geheime Wahlen abzuschaffen finde ich deomkratischer, als sie einzuführen: Oder fällt es Ihnen etwa schwer öffentlich Position zu beziehen? Wissen Sie selbst um die Anfälligkeit Ihrer Argumente und wollen sich deshalb um die Diskussion mit anderen (Andersdenkenden) entziehen?
Geheime Wahlen sind ein Schlupfloch für Mitläufer und Intriganten. Siehe 1933.
PS: Ich weiß um den erweiterten Sinn geheimer Wahlen, nämlich in gewisser Weise vor Diskriminierung zu schützen. Aber ich bewerte die Offenlegung von Argumenten einfach höher, als das latente Risiko einer Diskriminierung.
"Verstehe. Der Klassenfeind tarnt sich immer mit besonders perfiden Mitteln. Wenn er freundlich ist, engagiert und absolut nicht in das selbstverbreitete Bild des zähnefletschenden Monsters passen will, ist das nur ein neuer schlagender Beweis für dessen Bösartigkeit und Verschlagenheit."
Ja. Das kann man nennen: Trojanisches Pferd, Wolf im Schafspelz, Nazi im Anzug, Umarme deinen Feind, von hinten durch die kalte Küche...
Natürlich ist das brandgefährlich! Da können Sie polemisch werden wie Sie möchten. Sie würden sich wahrscheinlich auch nicht mit dem Gesicht in der Zeitung abdrucken lassen samt Ihrem ... merkwürdig anmutenden Kommentar.
"Geheime Wahlen abzuschaffen finde ich deomkratischer, als sie einzuführen: Oder fällt es Ihnen etwa schwer öffentlich Position zu beziehen?"
"Geheime Wahlen sind ein Schlupfloch für Mitläufer und Intriganten."
Solche Kommentare machen mir mehr Sorgen, als der angebliche Rechtsruck, den wir in Deutschland erleben. Wir sind längst schon so weit, dass bestimmte Meinung, die nicht das Wohlwollen der Gesellschaft unterliegen, unterdrückt werden und man gar negative Konsequenzen befürchten muss, wenn man die "falsche" Meinung hat.
In einer freien Gesellschaft, die auch abweichende Meinungen toleriert, da würde es nicht schwer fallen "öffentlich Position" zu beziehen. Aber auf diesem Niveau bewegt sich unsere Gesellschaft schon seit einiger Zeit leider nicht mehr. Hier wird schon diffamiert und diskreditiert was das Zeug hält. Da kann man verstehen, wenn viele Menschen sich nicht mehr trauen ihre Meinung, die in den 80er als "konservativ", heute aber mal eben aus der Hüfte als "rechtsextrem" bezeichnet wird, zu äußern.
um die Gefahr dahin zu ordnen, wo man sie ändern kann, nämlich nur bei einem selbst.
Geheime Wahlen abzuschaffen finde ich deomkratischer, als sie einzuführen: Oder fällt es Ihnen etwa schwer öffentlich Position zu beziehen? Wissen Sie selbst um die Anfälligkeit Ihrer Argumente und wollen sich deshalb um die Diskussion mit anderen (Andersdenkenden) entziehen?
Geheime Wahlen sind ein Schlupfloch für Mitläufer und Intriganten. Siehe 1933.
PS: Ich weiß um den erweiterten Sinn geheimer Wahlen, nämlich in gewisser Weise vor Diskriminierung zu schützen. Aber ich bewerte die Offenlegung von Argumenten einfach höher, als das latente Risiko einer Diskriminierung.
"Verstehe. Der Klassenfeind tarnt sich immer mit besonders perfiden Mitteln. Wenn er freundlich ist, engagiert und absolut nicht in das selbstverbreitete Bild des zähnefletschenden Monsters passen will, ist das nur ein neuer schlagender Beweis für dessen Bösartigkeit und Verschlagenheit."
Ja. Das kann man nennen: Trojanisches Pferd, Wolf im Schafspelz, Nazi im Anzug, Umarme deinen Feind, von hinten durch die kalte Küche...
Natürlich ist das brandgefährlich! Da können Sie polemisch werden wie Sie möchten. Sie würden sich wahrscheinlich auch nicht mit dem Gesicht in der Zeitung abdrucken lassen samt Ihrem ... merkwürdig anmutenden Kommentar.
"Geheime Wahlen abzuschaffen finde ich deomkratischer, als sie einzuführen: Oder fällt es Ihnen etwa schwer öffentlich Position zu beziehen?"
"Geheime Wahlen sind ein Schlupfloch für Mitläufer und Intriganten."
Solche Kommentare machen mir mehr Sorgen, als der angebliche Rechtsruck, den wir in Deutschland erleben. Wir sind längst schon so weit, dass bestimmte Meinung, die nicht das Wohlwollen der Gesellschaft unterliegen, unterdrückt werden und man gar negative Konsequenzen befürchten muss, wenn man die "falsche" Meinung hat.
In einer freien Gesellschaft, die auch abweichende Meinungen toleriert, da würde es nicht schwer fallen "öffentlich Position" zu beziehen. Aber auf diesem Niveau bewegt sich unsere Gesellschaft schon seit einiger Zeit leider nicht mehr. Hier wird schon diffamiert und diskreditiert was das Zeug hält. Da kann man verstehen, wenn viele Menschen sich nicht mehr trauen ihre Meinung, die in den 80er als "konservativ", heute aber mal eben aus der Hüfte als "rechtsextrem" bezeichnet wird, zu äußern.
um die Gefahr dahin zu ordnen, wo man sie ändern kann, nämlich nur bei einem selbst.
Ich möchte diesen Artikel stark kritisieren, denn diese Erkenntnisse beruhen auf Verallgemeinerungen und stellen leider nicht viel mehr als Stammtisch- / Thekenintelligenz dar. Wo hat denn dieser Verfasser des Artikels bspw. sein Abitur gemacht? Sicherlich nicht in Dessau, Zwickau, Rostock od. Magdeburg. Das Wort Nachwende-Vati kann man doch nicht ernsthaft nutzen! Es impliziert a.) die größte Anzahl an solchen Vatis stammt aus Ostdeutschland (Gibt es eine Untersuchung dafür, die so etwas berechtigt?) b.) Warum machen sie nicht noch einen Witz daraus und schreiben den Artikel auf sächsisch? In diesem Artikel liegt versteckt der Irrglaube es gäbe viele Nazis in Ostdeutschland. Es ist traurig das in Zeiten von Solarenergieforschung (Sachsen ist Vorreiter), von einem sehr guten Abschneiden von neuen Bundesländern in der PISA- Studie solche Behauptungen Platz finden. Was meinen Sie wenn ich behaupte NRW, Niedersachsen und Hessen (sozusagen die Versager von PISA) sollten in die neuen Länder gehen, sich Tipps aus Sachsen (u. Bayern/BW/TH) holen und diese umsetzen, um dem dortigen Analphabetentum (viele Kinder können dort nicht lesen, wohlgemerkt in einem hochentw. Industriestaat!) vorzubeugen? Nach über 20 Jahren ist der Ostdeutsche anscheinend arbeitslos, Nationalsozialistisch gesinnt, gewalttätig, dumm und spricht sächsisch. Mein Lebensgefährte ist Schweizer und sagte einst: Wann begreift ihr Deutschen denn das endlich, ihr seit nun eine vereinigte Nation.
Hallo Susefurt,
danke für die kritische Anmerkung.
Dazu ein paar Antworten: Zunächst: Das Wort Wende-Vati kommt in dem Stück überhaupt nicht vor. Und es ist keineswegs so, dass wir Rechtsextremismus als ostdeutsches Problem darstellen. Wenn Sie sich die Serie genau ansehen, stellen Sie fest, dass wir in der vergangenen Woche mehrere Stücke Dortmund als westdeutsche Neonazi-Hochburg gewidmet haben. (http://www.zeit.de/serie/...) Und auch sonst achten wir stark darauf, den modernen Rechtsextremismus ausgewogen darzustellen. Dass in diesem Stück vor allem Beispiele aus Ostdeutschland genannt werden, hat damit zu tun, dass hier vor allem Siedlungsversuche unternommen werden und aus diesen Regionen Beispiele bekannt geworden sind. Es heißt aber nicht, dass es rechtsextreme Familien nicht genauso auch in Westdeutschland gibt. Im Gegenteil - gerade hier sind Sippen bekannt, die braunen Nachwuchs mittlerweile in 4. Generation heranziehen.
Und: Wir diskutieren hier in der Redaktion sehr intensiv darüber, ob und wie sich Rechtsextremismus in Ost und West unterscheidet. Im übrigen wird die Serie von ost- und westdeutschen Journalisten gemacht, die äußerst sensibel damit umgehen.
mit freundlichen Grüßen,
Tina Groll
... was genau sie an dem Artikel stört. Natürlich kann durch die Beschreibung eines solchen "Einzelfalles" der Eindruck entstehen, der Rechtsextremismus in Ostdeutschland stärker als in Westdeutschland (und das ist er doch auch, oder?). Aber ich finde, aus dem Artikel wird durchaus deutlich, dass es hier eben beispielhaft um eine Region zwischen Rostock und Schwerin geht!
Und ich weiß nicht, was an der Beschreibung von Tatsachen verallgemeinernd ist?
An den Autor: Ein interessanter Artikel, der ruhig noch etwas umfassender hätte sein können. Z.B. würde mich eine genauere Beschreibung der Zusammenhänge mit der gesamten Rechtsextremen Szene & die Verbreitung dieser Gruppe sowie ihre sonstige "Alltagspraxis" etc. noch etwas mehr im Detail interessieren. Da hätte man ruhig noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen können.
"Was meinen Sie wenn ich behaupte NRW, Niedersachsen und Hessen (sozusagen die Versager von PISA) sollten in die neuen Länder gehen, sich Tipps aus Sachsen (u. Bayern/BW/TH) holen und diese umsetzen, um dem dortigen Analphabetentum (viele Kinder können dort nicht lesen, wohlgemerkt in einem hochentw. Industriestaat!) vorzubeugen?"
Dass Kinder nicht lesen und schreiben können, kommt den Leuten aus den Finanzkonzernen sowie aus UNION und FDP ganz zu pass: politischer Rechts-Konservativismus gedeiht bei ungebildeten Menschen am allerbesten. Und wer nicht lesen und schreiben kann, stellt auch keine "dummen" Fragen und ist als Arbeitskraft so richtig schön billig - ein Standortvorteil.
Liebe Suserfurt,
so sehr ich Ihren Ärger im Prinzip verstehen möchte, so problematisch finde ich Ihre Haltung. Auch ich finde eine stereotypisierte Darstellung von einem rechtextremen Osten als schädlich, ja sogar eher hinderlich für eine fruchtbare Lösungs unseres Naziproblems in Deutschland. Immmer wieder treffe ich Menschen aus dem Osten, die sich bei Erwähnung des Themas sofort genötigt sehen, sich zu rechtfertigen, oder anders Abwehrhaltung einzunehmen. Das betrifft aber nicht nur uns Bürger, sondern auch die politische Klasse, wenn aus Angst vor Blamage das Problem kleingeredet oder ignoriert wird. Ich könnte mir vorstellen, dass so eine Haltung sogar eher förderlich auf Phänomene wie die national befreite Zone wirkt. Was wir wie so oft brauchen ist eine differenzierte Darstellung im Diskurs. Aber dazu zählt dann auch, dass wir den vermeintlichen Angriff auf unsere (zurecht) geliebte Heimat nicht ins Gegenteil verkehren. Wenn Sie sagen, "In diesem Artikel liegt versteckt der Irrglaube es gäbe viele Nazis in Ostdeutschland.", dann liegen Sie – so sehr ich Ihren Zorn nachfühlen kann – einfach nur schrecklich daneben.
Mein Lebensgefährte ist Schweizer und sagte einst: Wann begreift ihr Deutschen denn das endlich, ihr seit nun eine vereinigte Nation.
In 2-3 Generationen?
P.S. Wir können hier tatsächlich auch lesen und schreiben - und es gibt sogar Theater und Museen wo die Menschen hingehen.
Grüße aus dem "Pott", wo es gar nicht mehr schwarz ist.
Hallo Susefurt,
danke für die kritische Anmerkung.
Dazu ein paar Antworten: Zunächst: Das Wort Wende-Vati kommt in dem Stück überhaupt nicht vor. Und es ist keineswegs so, dass wir Rechtsextremismus als ostdeutsches Problem darstellen. Wenn Sie sich die Serie genau ansehen, stellen Sie fest, dass wir in der vergangenen Woche mehrere Stücke Dortmund als westdeutsche Neonazi-Hochburg gewidmet haben. (http://www.zeit.de/serie/...) Und auch sonst achten wir stark darauf, den modernen Rechtsextremismus ausgewogen darzustellen. Dass in diesem Stück vor allem Beispiele aus Ostdeutschland genannt werden, hat damit zu tun, dass hier vor allem Siedlungsversuche unternommen werden und aus diesen Regionen Beispiele bekannt geworden sind. Es heißt aber nicht, dass es rechtsextreme Familien nicht genauso auch in Westdeutschland gibt. Im Gegenteil - gerade hier sind Sippen bekannt, die braunen Nachwuchs mittlerweile in 4. Generation heranziehen.
Und: Wir diskutieren hier in der Redaktion sehr intensiv darüber, ob und wie sich Rechtsextremismus in Ost und West unterscheidet. Im übrigen wird die Serie von ost- und westdeutschen Journalisten gemacht, die äußerst sensibel damit umgehen.
mit freundlichen Grüßen,
Tina Groll
... was genau sie an dem Artikel stört. Natürlich kann durch die Beschreibung eines solchen "Einzelfalles" der Eindruck entstehen, der Rechtsextremismus in Ostdeutschland stärker als in Westdeutschland (und das ist er doch auch, oder?). Aber ich finde, aus dem Artikel wird durchaus deutlich, dass es hier eben beispielhaft um eine Region zwischen Rostock und Schwerin geht!
Und ich weiß nicht, was an der Beschreibung von Tatsachen verallgemeinernd ist?
An den Autor: Ein interessanter Artikel, der ruhig noch etwas umfassender hätte sein können. Z.B. würde mich eine genauere Beschreibung der Zusammenhänge mit der gesamten Rechtsextremen Szene & die Verbreitung dieser Gruppe sowie ihre sonstige "Alltagspraxis" etc. noch etwas mehr im Detail interessieren. Da hätte man ruhig noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen können.
"Was meinen Sie wenn ich behaupte NRW, Niedersachsen und Hessen (sozusagen die Versager von PISA) sollten in die neuen Länder gehen, sich Tipps aus Sachsen (u. Bayern/BW/TH) holen und diese umsetzen, um dem dortigen Analphabetentum (viele Kinder können dort nicht lesen, wohlgemerkt in einem hochentw. Industriestaat!) vorzubeugen?"
Dass Kinder nicht lesen und schreiben können, kommt den Leuten aus den Finanzkonzernen sowie aus UNION und FDP ganz zu pass: politischer Rechts-Konservativismus gedeiht bei ungebildeten Menschen am allerbesten. Und wer nicht lesen und schreiben kann, stellt auch keine "dummen" Fragen und ist als Arbeitskraft so richtig schön billig - ein Standortvorteil.
Liebe Suserfurt,
so sehr ich Ihren Ärger im Prinzip verstehen möchte, so problematisch finde ich Ihre Haltung. Auch ich finde eine stereotypisierte Darstellung von einem rechtextremen Osten als schädlich, ja sogar eher hinderlich für eine fruchtbare Lösungs unseres Naziproblems in Deutschland. Immmer wieder treffe ich Menschen aus dem Osten, die sich bei Erwähnung des Themas sofort genötigt sehen, sich zu rechtfertigen, oder anders Abwehrhaltung einzunehmen. Das betrifft aber nicht nur uns Bürger, sondern auch die politische Klasse, wenn aus Angst vor Blamage das Problem kleingeredet oder ignoriert wird. Ich könnte mir vorstellen, dass so eine Haltung sogar eher förderlich auf Phänomene wie die national befreite Zone wirkt. Was wir wie so oft brauchen ist eine differenzierte Darstellung im Diskurs. Aber dazu zählt dann auch, dass wir den vermeintlichen Angriff auf unsere (zurecht) geliebte Heimat nicht ins Gegenteil verkehren. Wenn Sie sagen, "In diesem Artikel liegt versteckt der Irrglaube es gäbe viele Nazis in Ostdeutschland.", dann liegen Sie – so sehr ich Ihren Zorn nachfühlen kann – einfach nur schrecklich daneben.
Mein Lebensgefährte ist Schweizer und sagte einst: Wann begreift ihr Deutschen denn das endlich, ihr seit nun eine vereinigte Nation.
In 2-3 Generationen?
P.S. Wir können hier tatsächlich auch lesen und schreiben - und es gibt sogar Theater und Museen wo die Menschen hingehen.
Grüße aus dem "Pott", wo es gar nicht mehr schwarz ist.
Hallo Susefurt,
danke für die kritische Anmerkung.
Dazu ein paar Antworten: Zunächst: Das Wort Wende-Vati kommt in dem Stück überhaupt nicht vor. Und es ist keineswegs so, dass wir Rechtsextremismus als ostdeutsches Problem darstellen. Wenn Sie sich die Serie genau ansehen, stellen Sie fest, dass wir in der vergangenen Woche mehrere Stücke Dortmund als westdeutsche Neonazi-Hochburg gewidmet haben. (http://www.zeit.de/serie/...) Und auch sonst achten wir stark darauf, den modernen Rechtsextremismus ausgewogen darzustellen. Dass in diesem Stück vor allem Beispiele aus Ostdeutschland genannt werden, hat damit zu tun, dass hier vor allem Siedlungsversuche unternommen werden und aus diesen Regionen Beispiele bekannt geworden sind. Es heißt aber nicht, dass es rechtsextreme Familien nicht genauso auch in Westdeutschland gibt. Im Gegenteil - gerade hier sind Sippen bekannt, die braunen Nachwuchs mittlerweile in 4. Generation heranziehen.
Und: Wir diskutieren hier in der Redaktion sehr intensiv darüber, ob und wie sich Rechtsextremismus in Ost und West unterscheidet. Im übrigen wird die Serie von ost- und westdeutschen Journalisten gemacht, die äußerst sensibel damit umgehen.
mit freundlichen Grüßen,
Tina Groll
Steht wortwörlich im Teaser auf der Titelseite.
Danke trotzdem für den Artikel und dafür das Sie in der Redaktion das Problem so intensiv beleuchten.
Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke, die Redaktion/lv
Die Geschichte der Bundesrepublik ist doch von der Einstellung "Vati war ein guter NAZI" geprägt. Ein sehr großer Teil der "Leistungsträger" in Wirtschaft und Politik im Nachkriegs-Westdeutschland waren aktive NAZIS oder NAZI- und Kriegsprofiteure.
Da durfte nicht alles schlecht gewesen sein.
Massenarbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit waren bereits einmal ein guter Nährboden für die braune Brut.
Da wird dann nach einem starken "Führer" gesucht, der im Ergebnis die Hoffnungslosen dem Mißbrauch für Expansionsgelüste der Finanz- und Kriegsindustrie zuführt. Die Vertreter dieser Industrie agieren dezent im Hintergrund, verdienen am Krieg und dürfen immer wieder aus ihren Löchern herauskommen. Egal, was passiert ist.
Deutschland ist übrigens wieder drittgrößter Rüstungsexporteur der Welt, beteiligt sich an Kriegen außerhalb des eigenen Territoriums und bereitet sich darauf vor, wirtschaftliche Interessen militärisch im Ausland durchzusetzen. Wie unser vorletzter Bundespräsident versehentlich ausgeplaudert hat.
Wem nützt es?
Steht wortwörlich im Teaser auf der Titelseite.
Danke trotzdem für den Artikel und dafür das Sie in der Redaktion das Problem so intensiv beleuchten.
Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke, die Redaktion/lv
Die Geschichte der Bundesrepublik ist doch von der Einstellung "Vati war ein guter NAZI" geprägt. Ein sehr großer Teil der "Leistungsträger" in Wirtschaft und Politik im Nachkriegs-Westdeutschland waren aktive NAZIS oder NAZI- und Kriegsprofiteure.
Da durfte nicht alles schlecht gewesen sein.
Massenarbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit waren bereits einmal ein guter Nährboden für die braune Brut.
Da wird dann nach einem starken "Führer" gesucht, der im Ergebnis die Hoffnungslosen dem Mißbrauch für Expansionsgelüste der Finanz- und Kriegsindustrie zuführt. Die Vertreter dieser Industrie agieren dezent im Hintergrund, verdienen am Krieg und dürfen immer wieder aus ihren Löchern herauskommen. Egal, was passiert ist.
Deutschland ist übrigens wieder drittgrößter Rüstungsexporteur der Welt, beteiligt sich an Kriegen außerhalb des eigenen Territoriums und bereitet sich darauf vor, wirtschaftliche Interessen militärisch im Ausland durchzusetzen. Wie unser vorletzter Bundespräsident versehentlich ausgeplaudert hat.
Wem nützt es?
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