Lokaljournalisten : Lieber nicht über Neonazis schreiben

Lokaljournalisten haben mehr mit Rechtsextremisten zu tun als andere. Doch Angst, Kostendruck oder Desinteresse können gute Berichterstattung verhindern.
Ein Medienvertreter wird während einer NPD-Demonstration von Rechtsextremisten angegriffen (Archivbild, 1.5.2008, Hamburg) © Roland Geisheimer/attenzione

Der Redaktionsleiter meldet sich telefonisch, er will das Treffen nicht in der Redaktion, sondern auf dem Marktplatz von Anklam, direkt nebenan. Nach wenigen Minuten erscheint Jürgen Mladek, Leiter der Regionalausgabe Südvorpommern des Nordkuriers . "Lassen Sie uns ein paar Schritte gehen." Mladek – Jeans, Anglerweste, Dreitagebart – beginnt, über den Rechtsextremismus in seiner Stadt zu reden. Über das Warum. Und über das Ob.

Anklam, eine ostvorpommerische Kleinstadt nahe der polnischen Grenze: Marktplatz, Kirche, Rathaus, 13.000 Einwohner, letzte Station vor Usedom . Die Stadt gehört zu einem Biotop für Rechtsextreme, wie es bundesweit nur wenige gibt. Hier können Neonazis eine "nationale Bibliothek" im Stadtzentrum errichten , hier bezeichnet mehr als ein Drittel der Bürger die NPD als eine ganz normale Partei . In Anklam droht kein Neonazi-Umsturz, auch hier gibt es Initiativen und Engagierte gegen den Rechtsextremismus. Doch sie stehen einer äußerst gut organisierten Szene gegenüber.

Er teile den Pessimismus der "hauptamtlichen Demokratievermittler"nicht, sagt Mladek. Es sei nur eine Minderheit, die den Rechtsextremen anhänge. Er schaut sich in der menschenarmen Straße um: "Haben Sie hier irgendwo Neonazis gesehen?", fragt er. Als könnte man die noch am Äußeren erkennen.  

Kleinstädte bedeutend für Neonazis

Journalisten in Kleinstädten haben mehr mit Neonazis zu tun als die meisten anderen. Kleinstädte und Dörfer – besonders in strukturschwachen Regionen – sind die vielleicht entscheidenden Orte der rechtsextremen Bedrohung. Hier, nicht in den Großstädten, versuchen sie zuerst, sich in die gesellschaftliche Mitte einzuschleichen.

Manchmal gelingt es ihnen. In Dessau organisierten Neonazis einen Marsch gegen Gewalt, an dem auch viele Normalbürger teilnahmen . Im Stendaler Ortsteil Insel schlossen sie sich den Protesten gegen zwei ehemalige Sexualstraftäter an und wurden geduldet . Oft stehen dann die Bürgermeister in der Kritik, auch Polizei und Gerichte müssen sich häufig Gleichmut oder Ignoranz vorwerfen lassen. Selten aber fragt jemand nach der Rolle des Lokalblattes, das die Bürger jeden Tag begleitet. Das Maß und Mitte einer Stadt mitdefiniert. Oder auch nicht.

Christian Bangel

Christian Bangel ist Chef vom Dienst bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Mehrmals schon waren Lokalzeitungen an rechtsextremen Brennpunkten überfordert. Die Torgauer Zeitung etwa druckte vor Jahren eine NPD-Pressemitteilung unverändert ab . In Magdeburg wussten zunächst nur Augenzeugen von den rechtsextremen Randalen nach dem WM-Halbfinale Deutschland gegen Spanien . Die Lokalausgabe der Mitteldeutschen Zeitung deutete einen Aufmarsch unter rechtsextremer Beteiligung als Demonstration friedlicher Bürger . Nicht messbar ist die Berichterstattung, die deswegen keinen Anstoß erregt, weil sie fehlt.

Anklams Kränkungen

Lokaljournalisten sprechen nicht gern über das Thema. Ein Redakteur, der sonst über Planfeststellungsbeschlüsse oder Haushaltsberatungen im Stadtrat berichtet, ist auch nicht immer Experte für die Pläne einer halbkonspirativen, bundesweit vernetzten Bewegung.

Mladek aber redet. Der westdeutsche Journalist – zuvor war er beim Boulevardblatt Berliner Kurier – spricht viel über das Befinden in der Stadt: Der Verfall seit der Wende sei eine Kränkung für die Anklamer gewesen. Auch das habe den Rechtsextremismus hier möglich gemacht. Eine neue Kränkung wäre es, den Bürgern nun pauschal Sympathie für Neonazis vorzuwerfen.

Das Problem der Provinz

Lokalredakteure haben ein Problem, das andere nicht haben. Sie leben mit den Objekten ihrer Berichterstattung Tür an Tür. Es ist einfach, Angela Merkel wegen ihrer Europapolitik zu kritisieren. Viel komplizierter ist es, den Bürgermeister einer Kleinstadt anzugreifen, weil er zu wenig gegen den Rechtsextremismus tut. Wem vorgeworfen wird, er vergraule Investoren mit Gruselgeschichten, der steht gerade in den Problemzonen des Ostens schnell im Abseits. Oft heißt es dann, er werte die Neonazis mit Berichten auf.

Mladek sagt so etwas nicht. Er sagt: Wir müssen über die rechtsextreme Minderheit berichten, ohne die Mehrheit damit zu nerven. Und: Demokratielehrer zu sein ist nicht unsere Aufgabe.

Der Nestbeschmutzer-Vorwurf gegen Journalisten tauche inzwischen seltener auf als früher, sagt Hubertus Buchstein, Rechtsextremismusexperte an der Uni Greifswald. Ostdeutsche Lokaleliten, Bürgermeister und Unternehmer wehrten sich mittlerweile gegen die NPD. "Viele Honoratioren nehmen den Ernst der Lage inzwischen wahr", sagt auch Benjamin Fischer, der das Thema als Redakteur für die Ostseezeitung begleitet. Er erwähnt auch Anklams Bürgermeister Michael Galander, dessen anfängliches Desinteresse an dem Thema im Amt in Engagement umgeschlagen sei.

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Kommentare

219 Kommentare Seite 1 von 15
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Christian Bangel:

"Anklam, eine ostvorpommerische Kleinstadt nahe der polnischen Grenze: Marktplatz, Kirche, Rathaus, 13.000 Einwohner, letzte Station vor Usedom. Die Stadt gehört zu einem Biotop für Rechtsextreme, wie es bundesweit nur wenige gibt. Hier können Neonazis eine "nationale Bibliothek" im Stadtzentrum errichten, hier bezeichnet mehr als ein Drittel der Bürger die NPD als eine ganz normale Partei. In Anklam droht kein Neonazi-Umsturz, auch hier gibt es Initiativen und Engagierte gegen den Rechtsextremismus. Doch sie stehen einer äußerst gut organisierten Szene gegenüber.

Er teile den Pessimismus der "hauptamtlichen Demokratievermittler" nicht, sagt Mladek. Es sei nur eine Minderheit, die den Rechtsextremen anhänge. Er schaut sich in der menschenarmen Straße um: "Haben Sie hier irgendwo Neonazis gesehen?", fragt er."

Warum können Sie nicht einfach die Realität zur Kenntnis nehmen, die Ihnen Leute vor Ort beschreiben wie Mladek, die das am besten wissen müßten, Herr Bangel? Oder geht es Ihnen gegen den Strich, daß die Wirklichkeit so gar nicht zum Szenario einer rechtsextremen Bedrohung passen will, die Sie gern imaginieren und das zur Rechtfertigung dieses permanenten Ausnahmezustandes namens Kampf-gegen-Rechts herhalten muß?

"Als könnte man die noch am Äußeren erkennen."

Verstehe. Die haben sich inzwischen verkappt und hinter der Maske des Normalbürgers getarnt. Natürlich ist gerade das der schlagende Beweis für die besondere Gefährlichkeit der Neonazis in Deutschland.

Christian Bangel:

"wissen Sie denn, ob Herr Mladek richtig liegt? Leben Sie in Anklam? Kennen Sie die Stadt?"

Ich lebe in Ostdeutschland und bin dort aufgewachsen (habe nebenbei auch Freunde und Bekannte in der Gegend). Die Situation in Anklam dürfte sich also von der, wie ich sie in meiner Umgebung erlebe, nur graduell unterscheiden. Und deren Augenschein berechtigt in keinster Weise zum Imaginieren einer rechtsextremen Bedrohung. Tut mir leid für Sie, Herr Bangel, auch wenn Sie das gern anders darstellen.

"Ich habe mich eine Weile mit Ihr beschäftigt."

Ich habe mich eine ganze Weile damit beschäftigt, von der Sitation vor der Mauer über die Vorgänge während bis hin zu denen nach dem Fall der Mauer. Da dürfen Sie mir einige Kenntnis zubilligen.

"Und dass wissenschaftliche Studien genauso wie der Chefredakteur des Nordkurier das Thema für sehr wichtig halten, hat mich in meinem Eindruck bestärkt."

Seit wann ist die Behauptung einer Tatsache gleichbedeutend mit deren Richtigkeit? Wenn die Berichterstatter vor Ort wie auch die Honoratioren der Stadt der Meinung sind, es gabe kein erkennbares Rechtsextremismusproblem, und sie erst von außen aufgefordert werden müssen, eines zu sehen, weil man das dort so wünscht: Was soll ich dann von der Richtigkeit Ihrer Thesen halten? Welche Studien meinen Sie?

"Anders herum: Was bringt Sie zu der Ansicht, alle Akteure in diesem Text außer Mladek lägen falsch?"

Fragen Sie die Leute selbst, und bitte nicht nur diejenigen, die Ihrer Meinung sind.

Jeder ist Nazi.

"Als könnte man die noch am Äußeren erkennen."
Genau hier habe ich aufgehört weiterzulesen. Hätten sie auch tun sollen.
Mittlerweile werden ja sogar Linke als Nazis Diffamiert.^^

Das ist genau wie vor ein paar Wochen mit, Nazis bringen ihren Kindern kranke ideale bei.
Zitat: "Einigkeit herrscht fast durchweg darüber, dass Kinder frühzeitig Gehorsam und Pflichtbewusstsein lernen sollen."
Skandal. Da sollte der Staat einschreiten!!!

Ich weis das es viele förmlich genießen sich der Angst hinzugeben die solche Artikel erzeugen. Alle Schreinen nach Verbot, Strafen, Entmündigung.
Das man diesen Leuten so nicht beikommt will keiner hören. Und wenn doch. Ja dann haben sie gewonnen denn in einem Demokratischen Rechtsstaat geht das nicht.

Weltfremd oder die Wahrheit schönredend?

"Verstehe. Die haben sich inzwischen verkappt und hinter der Maske des Normalbürgers getarnt."

Nein natürlich nicht. Jedes Kind weiß, dass Neo-Nazis immer Springerstiefel und Bomberjacken tragen, außerdem kahlrasiert sind. Wie die NPD-Leute in den diversen Landtagen zum Beispiel. Da erkennt man doch auf einen Blick, woran man ist, nicht wahr?

Schön wärs doch, wenn man im echten Leben, wie im Film, die Gesinnung gleich am Äußeren erkennen würde - da könnten wir uns so manche Fehleinschätzung eines Menschen sparen. Würde man Sie als weltfremd bezeichnen, so wäre das noch das positivere Urteil. Aber ich fürchte, die anderen Kommentatoren, die sich diesbezüglich geäußert haben, liegen dichter dran...

Diskussionsbedarf

User "Oback_Barama" tut sich darin hervor, Rechtsextremismus systematisch zu verharmlosen und Rechtsextremes Gedankengut zu verbreiten - man sehe sich mal seine Beiträge an.

Warum gibt die Zeit solchen Leuten immer wieder ein Forum?

Sicher gibt es keine Patentrezepte - aber der Autor des Artikels scheint selbst nicht zu erkennen, mit wem er es hier zu tun hat - so harmlos wie er den "Lieben" Kerl anspricht.

Warum wird von Seiten der Redaktionen die Forderung aus der Leserschaft nicht aufgegriffen, über die Propagandatricks der Rechten in Ihren (!) Foren zu recherchieren; sie regelmäßig offen zu legen (denn sie werden immer neu "justiert" - je nachdem, wohin die Empörungswellen im Internet gerade schwappen, hängt man sich da ran, selbstredend anonym.
Es geht auch darum, die journalistischen und Leser- Strategien zur Diskussion zu stellen, mit diesen Leuten umzugehen!

Äußern Sie sich doch nur EIN Mal sachlich

"....Genau der, der hier versucht wird. Frei nach dem Motto: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!" Wer also nicht mit Ihrer Meinung übereinstimmt, daß in Anklam und anderswo eine rechtsextreme Bedrohung herrscht, muß demzufolge ein Unterstützer der Rechtsextremen sein. Das ist in meinen Augen schon eher typisch für Demokratiefeinde."

Das hat Herr bangel nicht geschrieben, er hat Ihnen vielmehr erklärt, daß Begriffe wie von Ihnen verwendete ("Gesinnugsterror"), eindeutig Neonazijargon sind. Das könnten Sie ja mal sachlich entkräften. Aber seitdem ich Sie in einem anderen Kommentarbereich mit Fakten widerlegt habe, antworten Sie ja nicht mal mehr meinen bescheidenen Einwürfen...schade, wo Sie doch so für Demokratie, Meinungsfreiheit und gesittete, tolerante Diskussionskultur einstehen.

Tatsachen, Meinungen und Verwirrung

Entschuldigung, aber was Sie am wenigsten für sich in Anspruch nehmen können, ist der Versuch, eine Meinung mit Hilfe von Tatsachen verwirrt zu haben.

Sie habe bisher nämlich noch keine Tatsachen präsentiert, sondern nur Ihre Meinung.

Insofern scheint es eher so zu sein, dass Sie die Tatsachen durch ihre Meinung ersetzen wollen.

Dieser Versuch ist bisher aber leider noch immer gescheitert. Nicht nur in Ihrem Fall.

Richtig

Seit einigen Jahren ist es die Strategie der Rechtsradikalen, in der Mitte der Gesellschaft anzukommen. Man hängt sich an aktuelle Aufreger-Themen, mit dem Ziel, chauvinistischen Nationalismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus salonfähig zu machen. Und wer es wagt, Nazis auszugrenzen, dem wird halt "Meinungsterror" unterstellt.

Eine leicht durchschaubare Strategie, die es gilt, immer wieder offen zu legen.

Schon sehr bemerkenswert,

was hier für ein brauner, stinkender und überaus ekelerregender Wind aus Richtung einiger leicht erkennbarer Kommentatoren durch das Forum weht. Doch lasst Euch gesagt sein, braunes Pack, daß Ihr unter sorgsamer Beobachtung einer großen wachsamen Öffentlichkeit steht und in diesem Land nie wieder mehr sein werdet als Spinner, Halb- und Ganzverrückte und ordinäre Kriminelle.

105 F. M.:

"was hier für ein brauner, stinkender und überaus ekelerregender Wind aus Richtung einiger leicht erkennbarer Kommentatoren durch das Forum weht. Doch lasst Euch gesagt sein, braunes Pack, daß Ihr unter sorgsamer Beobachtung einer großen wachsamen Öffentlichkeit steht und in diesem Land nie wieder mehr sein werdet als Spinner, Halb- und Ganzverrückte und ordinäre Kriminelle."

Die verwendete Fäkalsprache wie auch der Duktus dieses Beitrags sagen sehr viel mehr über Sie und Ihre eigene Gesinnung aus als über diejenigen, gegen die Sie hier polemisieren.

Bin überrascht...

...das es wirklich jemanden gibt den das interessiert.

Wenn man den Leuten nicht beweist, das sie falsch liegen, sondern sie immer weiter in die Ecke drängt wo sie ihren Mythos der letzten Aufrechten weiter ausbauen können, bringt das überhaupt nichts.

Integriert sie. Redet mit ihnen. Zwingt sie im "Feind" das Menschliche zu sehen. Lasst sie ihre Meinung vertreten und wiederlegt sie. Bietet ihnen Alternativen.
Bisher werden in Aktionen gegen Rechts nur die Feindbilder geschürt. Immer wir gegen die.
Das macht man jetzt seid Gründung der BRD und der Erfolg hält sich in Grenzen.
Oder ist es so gefährlich mit diesen Menschen offen umzugehen weil Gefahr besteht das sie recht haben könnten??

Hervorragende Antwort

"Wie die anderen Kommentatoren schon angemerkt haben, spricht es nicht für Sie, dass Sie von Meinungs- und Gesinnungsterror sprechen. Nicht nur, weil genau diese Formulierung feinstes NPD-Vokabular ist, sondern weil sie zeigt, dass sie nicht wirklich planen, sich von ihrer Meinung abbringen zu lassen, dass es in Anklam keine Nazis gibt. Obwohl Sie nie in Anklam waren."

Herrlich! Auf den Punkt gebracht. Dem ist einfach nichts mehr hinzuzufügen.

Auf dem rechten Auge blind?

Und wer sind Sie nochmal, jemandem das Recht auf Äußerung einer - durchaus realen, ja nachvollziehbaren - Befindlichkeit abzusprechen?

Schön für Sie, wenn Sie keine Bedrohung erkennen können. Müssen Sie auch nicht, darf ja jeder die Augen verschliessen, vor was er gerne möchte.
Und der Geert und die Marie - im übrigen - sind genau das, nämlich Rechtspopulisten. Da können Sie noch so viele Anführungszeichen setzen...

Mit Leugnen fing es vor 33 an

Sie bedrohen vielleicht nicht unsere demokratische Ordnung, aber Menschen. Es mögen nicht so viele sein, wie oft glauben gemacht wird, aber es gibt sie. Nicht mehr nur mit Glatze, Bomber und Springern. Die meisten würden und das unterstelle ich Ihnen, SIE garantiert nicht erkennen. Sind Sie schonmal Opfer geworden, von rechtsradikaler Gewalt? Was ist der Unterschied zwischen stolz national, stark konservativ, rechts, rechtsradikal, rechtsextrem? Schmale Grenzen und man sollte sehr sehr vorsichtig sein, sie nicht alle über einen Kamm zu scheren. Aber nochmal zu Ihnen. Wurden Sie schonmal verprügelt, überfallen, Sachen nach Ihnen geworfen, Ihre Familie aufs übelste beschimpft, bespuckt etc.? Sicher nicht, sonst würden Sie nicht permanent leugnen und das Leugnen eines Sachverhaltes und Erfahrungswerte ist der 1. Schritt zur Unterstützung.
Bei Ihren Kommentaren zu diesem Thema fragt man sich manchmal, ob Sie nicht selbst ...

33 lxththf:

"Mit Leugnen fing es vor 33 an."

Kurt Tucholsky hat nach 1933 geschrieben, daß die Linke den aufkommenden Faschismus deswegen nicht gesehen hat, weil sie jeden Tag einen gesehen hat, und zwar jedesmal einen neuen.

"Sie bedrohen vielleicht nicht unsere demokratische Ordnung, aber Menschen. Es mögen nicht so viele sein, wie oft glauben gemacht wird, aber es gibt sie."

Könnte es sein, daß diese Rechtsextremen, ebenso übrigens wie die Linksextremen, marginale Gruppen sind, die sich vor allem über die Bekämpfung der Leute auf der anderen Seite des politischen Spektrums definieren, deren Banner und Parolen im Grunde austauschbar sind und die mit Rechtsstaat und Demokratie beide nichts am Hut haben?

Die Statistiken besagen jedenfalls, daß die Gewalt- und sonstigen Straftaten im Bereich politischer Hintergrund Rechts bzw. Links, verglichen mit den Zahlen der unpolitischen Kriminalität, sich im Promille-Bereich bewegen und daß übrigens - schlecht für das Szenario rechtsextreme Bedrohung - die Zahlen Hintergrund rechts seit einiger Zeit rückläufig sind, im Unterschied zum Hintergrund links? Beides allerdings kein Bedrohungsszenario für die FDGO. Die Berichterstattung darüber allerdings schon eher.

61 Suryo:

"Und wenn ich es tausendmal posten muß:"

Genau das tun sie doch.

"182 Tote seit 1990."

Erstens veröffentlicht die Bundesregierung dazu andere, wesentlich geringere Zahlen. Da spricht man mittlerweile von 58 Toten. Man kann jetzt freilich auch die Bundesregierung der Sympathie mit dem Rechtsextremismus zeihen, wenn man will. Die Frage ist nur, wie glaubhaft das ist:

http://www.tagesspiegel.d...

"Daß es immer schlimmer geht, ist überhaupt kein Argument, das wissen Sie auch. Schließlich halten Sie die Tatsache, daß es ca 1000 gewaltbereite Islamisten gibt, ja laut eigener Aussage auch für sehr bedrohlich, obwohl es 5600 gewaltbereite Rechtsextremisten gibt."

Ich würde sagen, die Zahl der gewaltbereiten Islamisten wird in D auf über 36.000 geschätzt.

http://www.welt.de/politi...

Mal ein kleiner Vergleich des Risikos, in D Opfer eines fremdenfeindlichen, rechtsextremistischen Anschlages zu werden, im Vergleich zur Wahrscheinlichkeit, als Einheimischer Opfer eines Anschlages durch Leute mit MiHiGru zu werden, hier diesen interessanten Artikel, der sich auf die veröffentlichten Kriminalstatistiken stützt:

http://eulenfurz.wordpres...

Da erkennen Sie, daß die Wahrscheinlichkeit, je nach verwendeter Zahl, zwischen 1 : 40 und 1 : 100 steht. Dies zum Thema Gefahrenszenario.

Gähhhn....

"Ich würde sagen, die Zahl der gewaltbereiten Islamisten wird in D auf über 36.000 geschätzt."

58, ach so, naja, dann...das ist ja wirklich nicht so dramatisch, das kann ja jedem politischen milieu mal passieren.

36.000? Falsch, das soll die Zahl der radikalen Muslime sein, wobei "radikal" ausdrücklich NICHT "gewaltbereit" heißt. Meine Zahlen sind vom Verfassungsschutz. Mal abgesehen davon, wären Sie als Ostdeutscher ja super geschützt, mangels Muslimen kann Ihnen kaum etwas passieren. Ist also eigentlich gar nicht Ihr Thema und sie können sich auch nicht kompetent dazu äußern - so argumentieren Sie schließlich auch. Gleich Ihr erster beitrag sollte den Autor ja als arroganten Wessi ohne Ahnung vom osten implizieren.

"Anschlag" von leuten mit "MiGriHu"? So ein Blödsinn. Als ob jede Gewalttat gleich ein Anschlag wäre. Wenn Sie so rechnen, dann müßte auch nach Ihrer Methode die größte Gefahr von Deutschen ausgehen.

Im übrigen schweifen sie ja nur ab. Also, was ist denn nun ein "Todesurteil" im Briefkasten für Sie?

82 ClausMuc:

"Sie vergleichen die Zahlen von Opfern politisch motivierter Gewalt mit den Zahlen von Gewaltakten, die durch Mitbürger mit Migrantenhintergrund verursacht wurden. Genauso gut hätten sie auch die Mitbürger als Vergleich heranziehen können, die Vegetarier, BMW-Fahrer oder Männer sind.

Sie vergleichen also Äpfel mit Birnen und verraten damit Ihre Absicht."

Der nächste, der mir mit der Nazikeule und der angedichteten Nazinähe Vergleiche verbieten will.

1. Glauben Sie, es ist ein süßerer oder irgendwie beserer Tod für jemanden, wenn er nicht Opfer eines Rechtsextremen, sondern von jemandem mit Migrationshintergrund geworden ist?

2. Angesichts des hier behaupteten Szenarios einer allgemeinen rechtsextremen Bedrohung sind diese Zahlen äußerst aufschlußreich, denn sie stützen dieses Szenario in keiner Weise. Dies zum Thema der geforderten Zahlen, Fakten und Belege.

Argumentativ totaler Quatsch

"...Opfer eines Rechtsextremen, sondern von jemandem mit Migrationshintergrund geworden ist?"

Sie schnallen schon noch, daß es da einen Unterschied im Motiv gibt, oder?

Wenn ich Opfer eines Raubes werde, ist mir die Nationalität der Täter egal, und ich weiß, daß ich auch nicht wegen Hautfarbe, Kleidung oder Gesinnung als Opfer gewählt wurde. Werde ich von Nazis angegriffen, dann deswegen, weil ich als PERSON den Tätern nicht gepaßt habe.

Sie können nicht einfach ein unveränderliches Merkmal wie "Migrationshintergrund" mit der politischen Gesinnung gleichsetzen.

Ginge das, dann könnte ich auch sagen, das Risiko, von Menschen männlichen Geschlechtes ermordet zu werden, sei viel höher als das Risiko, von Rechtsextremisten gekillt zu werden, und deswegen seien Männer gefährlicher als Rechtsextreme. Absurd!

Leider der argumentative Quatsch,auf den nicht wenige reinfallen

@Suryo, schön formuliert!
Diese Argumentationsversuche sind leider nicht immer so schnell durchschaubar und erfreuen sich daher größerer Resonanz.

Ich finde es gut, dass die meisten Kommentatoren sich hier recht sachlich äußern. Das ist in meinen Augen ohnehin der einzige Weg,viele der hier meist haltlosen Kommentare zu entkräften.

@Oback_Barama:
Ich will hier jetzt nicht mit Einzeilern die "Nazikeule" schwingen,aber worauf wollen sie denn wirklich hinaus? Ihre Argumentation ist sehr einseitig,sie relativieren die von Neonazis verübten Gealtverbrechen,sie können nicht auf schlaghaltige,sie widerlegende Argumente kontern,sie fühlen sich unsachlich behandelt,obwohl die meisten Kommentatoren hier den sachlichen Diskurs mit ihnen suchen.

Jetzt mal meine Sicht der Dinge als Sachse,der schon weit im Osten rumgekommen ist: zu meiner Schulzeit(2000) wohnte ich im Randgebiet von Chemnitz,wo es alljährlich ganze Naziversammlungen unter Jugendlichen und Erwachsenen zu besonderen Ereignissen gab,wo ohne Polizeipräsenz eine kleine Reichsprogromnacht auf dem Sportplatz abgehalten werden konnte,wo ausländische Mitspieler im Fußballverein verbal und auch tätlich angegriffen wurden.Mittlerweie hat sich das bei uns zwar ziemlich gelegt,ist jedoch immer noch keine Seltenheit in vielen Dörfern.Glücklicherweise berichtet die Freie Presse hier bei uns recht gut auch über Rechts. Ich könnte noch dutzende Ereignisse aufzählen,bei denen ich selbst Zeuge war.Daher darf man sehr wohl Angst bekommen!

Fortsetzung

@Oback_Barama: ich empfehle ihnen für einen kleinen Einblick,wie human und aufgeklärt es in einigen Landstrichen in Deutschland zugeht, diesen Link:

http://www.ndr.de/kultur/...

Und auch Günter Wallraffs Dokumentation als getarnter Afrikaner durch Deutschland ist,wenn auch methodisch nicht immer professionell und durchaus hier und da angreifbar, zu empfehlen!

Zu Morddrohungen der Neonazis:
Ich kenne hier in Chemnitz selbst mindestens 4 Lokale (darunter ein jüdisches),welche manchmal fast wöchentlich bedroht und eingeschüchtert werden. Die Schmierereien sind dabei noch das Harmloseste.

Mir kann hier niemand erzählen, dass wir eine große Gefahr von Islamisten hätten, von Neonazis aber nicht! Leider schaffen es nicht selten auch Politiker, selbst nach der NSU-Mordserie immer noch völlig ohne Taktverständnis, die Gefahr eindeutig von Links und vom Islam zu sehen.
Peinlich, als dann gerade in Berlin wieder leider völlig untergegangen herauskam, dass die Autobrandserie in größten Teilen rein gar nichts mit linker Gesinnung zu tun hatte, sondern lediglich auf ein typisches Selbstdarstellungssyndrom eines Einzelnen zurückzuführen war.

Es gibt da eine schöne Statistik einer europäischen

Strafverfolgungsbehörde für das Jahr 2010.

Dort werden europaweit Terroranschläge erfasst.
Die Islamisten liegen dort weit abgeschlagen hinten mit 2.
Insgesammt gab es in dem Jahr knapp 500 solcher Taten.

Solche Informationen wären mit Sicherheit auch nützlich, werden uns aber von unseren "Qualitätsmedien" vorenthalten.

Es lohnt sich, für jeden Besuch hier 2 weiter bei den NDS, dem Spiegelfechter, Spreeblick, Heise oder anderen, die nicht ganz so dem Mainstream hinterherjagen einzulegen.

Witzigerweise funktioniert es bei den von mir genannten auch wesentlich besser mit den Quellenangaben.

Was auch immer die Probleme im Land sind, Zeitungen wie Bild, Spiegel und Die Zeit sind mit Sicherheit mindestens so sehr Teil der Probleme wie die Lokalblätter.

Nachdenken und dann schimpfen.

Was würden sie tun wenn alles was sie für richtig halten verurteilt wird. Zum Beispiel: Sie mögen keine Weißen Bürger aber Schwarze das genügt schon verfolgt zu werden wegen Diskriminierung angezeigt zu werden. Ein Beispiel wie Absurd das ganze Demokratische Gelüge Blüten treibt. Ich werde es mir nie und nimmer nehmen lassen zu Mohrenköpfen, Mohrenköpfe zu sagen das aber steht im Index der Verbote ebenso Negerküsse ist eine Diskriminierung. Ich könnte ihnen Dutzende beispiele geben, und das ist einer der Gründe das ich kein Nazi bin sondern ein Rechter und so wie es aussieht könnte ich bald ein Nazi werden.

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