Marokko: Der Selbstmord von Amina Filali erschüttert Marokko
Die 16-jährige Amina wurde mit ihrem Vergewaltiger verheiratet. Nun ist sie zum Symbol einer Protestbewegung geworden. Die islamische Regierung gerät unter Druck.
© Youssef Boudlal/Reuters

Proteste nach dem Selbstmord von Amina in Rabat
An einem Sommertag im Jahr 2011 ging Amina Filali in der marokkanischen Kleinstadt Larache wie jeden Tag von der Schule nach Hause. Wie sie später sagte, näherte sich ihr ein Mann, zog ein Messer und zwang sie, ihm zu folgen. Ein Nachbar der Familie Filali beobachtete die Szene und benachrichtigte die Eltern.
Die Mutter fand ihre Tochter schließlich in einer Wohnung in einem Nachbarort, wie sie später der Wochenzeitung Maroc Hebdo erzählte. Amina stand unter Schock. Der Mann hatte sie entführt und vergewaltigt.
Der Vater stellte eine Strafanzeige gegen den Täter bei der Gendarmerie Royale. Der 26jährige Mann wurde gleich gefasst und die zwei Parteien trafen sich vor Gericht. Aminas Vater erzählte der marokkanischen Presse, dass er dort mit einer unerwarteten Bitte des Staatsanwalts konfrontiert wurde: Er solle nach Hause gehen und ein wenig nachdenken, "um einen Kompromiss zu finden".
Die Vergewaltigte hat ihre Ehre verloren
Auch Aminas Mutter machte sich Sorgen, was passieren würde, wenn die Geschichte öffentlich werden sollte. Aminas Ehre wäre dann verloren: Sie hätte keine Chance gehabt, jemals einen anständigen Mann zu finden. Die Lösung stand in Artikel 475 des marokkanischen Gesetzbuches von 1963: Ein Mann, der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt ist, kann seine Tat wieder gutmachen, indem er sein Opfer heiratet.
Amina wollte ihren Peiniger nicht heiraten, wurde aber nicht nach ihrer Meinung gefragt. Der Vater einigte sich mit der Familie des Täters und das Mädchen wurde gezwungen, die Ehe einzugehen.
In der neuen Familie wurde Amina als Schande empfunden. Sie wurde erniedrigt und geschlagen. Acht Monate stand sie das durch, bis sie ihren Ehemann bat, sie zu ihrer Mutter in Larache zu begleiten. Auf dem Weg dorthin schluckte Amina Rattengift und starb wenige Stunden später im Krankenhaus. Sie war sechzehn Jahre alt.
Aminas Tod am 15. März 2012 hat die marokkanische Gesellschaft schockiert. Nur wenige Stunden danach wurden Demonstrationen und Sit-ins organisiert. In Marrakesch, Rabat und Casablanca wurde das Foto des jungen Mädchens zur Ikone der Frauenrechtsbewegung.
Die Demonstranten fordern von der Regierung die Abschaffung des umstrittenen Artikels 475 und ein umfangreiches Rahmengesetz zum Schutz der Frauen. Für die erst seit November regierende Koalition von Islamisten, Konservativen und Post-Sozialisten ist der Fall Filali zum Stresstest geworden.





Unabhängig davon wie Selbstmord in Christentum bewertet wird, wird der Märtyrer-, aber auch der Heldentod als Tod für etwas über sich hinausweisendes gewertet, wodurch der Skandal, dass ein Mensch 'drauf' geht - für die gute Sache wie Freiheit, Nation, Revolution, Sitte, Ehre - oder Widerstansleister - von eben dieser kollektiven Wertschöpfung positiv gelobt und der Skandal des Einzelschicksales übertüncht wird.
Die Frage die sich mir stellt ist, warum die Konstellation überhaupt dergestallt ist, dass nur Tod, und möglicher Weise nicht mal der, Mitspracherecht oder die Erkämpfung von Recht oder Rechtsänderung erwirken kann, bzw. um welch hohes und wichtiges Gut es den Menschen geht, dass dafür das skandalöse Einzelschicksal lieber zu einem Heldentum verklärt wird.
Während wir (überwiegend Männer) bereit wären zu sterben, damit Freiheit, sexuelle Selbstbestimmung etc. verteidigt werden kann, und dies selbst auch als Begründung akzeptieren, dass Einzelschicksale 'drauf' gehen für die edle Sache - so sind dort die edlen Sachen eben andere.
Eine Verurteilung oder Abwertung deren 'edlen Sachen' greift prinzipiell nicht, weswegen man sich nicht auf 'seine' Moral ausschließlich Berufen kann: Das ist nur ein 'geschenkter' Ist-Zustand.
Wenn nun Rebellen draufgehen, damit (hoffentlich auch Frauenrechte) durchgesetz werden sollen, wie in Ägypten, kräht kein Hahn mehr nach dem Skandal der Einzelschicksale.
Jene die empört ausschließlich auf 'Ihre' Moral gründen, zwingen zur Gewalt.
Wenn also die Eltern auch nur auf Ihre Moral, ihren Anspruch auf sitten-selbstbestimmtes Leben, Wohl der Familie - auch zum Kindeswohl, wohlgemerkt - pochen, und nichts anderes mehr meinen anrufen, abwägen und gelten lassen zu müssen, dann ist Kampf, durch die eigene unreflektierte Haltung, vorgegeben.
Je nach Familie oder Herrscher und Gesellschaftstruktur: Ägypten - Lybien - Syrien: entscheidet sich dann, ob Kommunikation und Einigung, also das Verlassen des eigenen Moralischen Ansruchs, empört von sich gewiesen wird, tabuisiert und als Rechtsanspruch auf die eigene Selbstbestimmte Moral als edles Gut verkauft und daran uneinsichtig-unnachgiebig -und moralisch überheblich- festgehalten wird, oder ob sich zur Moral so etwas dazugesellt wie unbegründeter Rechtsanspruh des anderen, freiwillig von der eigenen Macht abgegeben, zum frei-entschiedenen(!) Wohle der Kinder/Untertanen.
Das heißt der (geäß Sittlichkeit) begründete Rechtsanspruch wird zu einem unbegründeteten geschenkten.
Warum sollte ein Tyrann dem Plebs Macht und Rechte abgeben, da es sich doch, aus seiner Sicht, gar nicht auf Rechte berufen kann? Wenn der Plebs aus dem Grund X keine Rechte hat, warum sollte er dann freiwillig seinem Volk Rechte geben?
Er fühlt sich moralisch zum Herrscher legitimiert.
Es kann m.M.n. immer nur über freiwillig(!) erteilte, aber wirklich aus der Hand gegebene Rechtsansprüche funktieren, wenn man den Weg und den Wandel ohne Gewalt sich wünscht.
Wenn also die Eltern auch nur auf Ihre Moral, ihren Anspruch auf sitten-selbstbestimmtes Leben, Wohl der Familie - auch zum Kindeswohl, wohlgemerkt - pochen, und nichts anderes mehr meinen anrufen, abwägen und gelten lassen zu müssen, dann ist Kampf, durch die eigene unreflektierte Haltung, vorgegeben.
Je nach Familie oder Herrscher und Gesellschaftstruktur: Ägypten - Lybien - Syrien: entscheidet sich dann, ob Kommunikation und Einigung, also das Verlassen des eigenen Moralischen Ansruchs, empört von sich gewiesen wird, tabuisiert und als Rechtsanspruch auf die eigene Selbstbestimmte Moral als edles Gut verkauft und daran uneinsichtig-unnachgiebig -und moralisch überheblich- festgehalten wird, oder ob sich zur Moral so etwas dazugesellt wie unbegründeter Rechtsanspruh des anderen, freiwillig von der eigenen Macht abgegeben, zum frei-entschiedenen(!) Wohle der Kinder/Untertanen.
Das heißt der (geäß Sittlichkeit) begründete Rechtsanspruch wird zu einem unbegründeteten geschenkten.
Warum sollte ein Tyrann dem Plebs Macht und Rechte abgeben, da es sich doch, aus seiner Sicht, gar nicht auf Rechte berufen kann? Wenn der Plebs aus dem Grund X keine Rechte hat, warum sollte er dann freiwillig seinem Volk Rechte geben?
Er fühlt sich moralisch zum Herrscher legitimiert.
Es kann m.M.n. immer nur über freiwillig(!) erteilte, aber wirklich aus der Hand gegebene Rechtsansprüche funktieren, wenn man den Weg und den Wandel ohne Gewalt sich wünscht.
Wenn also die Eltern auch nur auf Ihre Moral, ihren Anspruch auf sitten-selbstbestimmtes Leben, Wohl der Familie - auch zum Kindeswohl, wohlgemerkt - pochen, und nichts anderes mehr meinen anrufen, abwägen und gelten lassen zu müssen, dann ist Kampf, durch die eigene unreflektierte Haltung, vorgegeben.
Je nach Familie oder Herrscher und Gesellschaftstruktur: Ägypten - Lybien - Syrien: entscheidet sich dann, ob Kommunikation und Einigung, also das Verlassen des eigenen Moralischen Ansruchs, empört von sich gewiesen wird, tabuisiert und als Rechtsanspruch auf die eigene Selbstbestimmte Moral als edles Gut verkauft und daran uneinsichtig-unnachgiebig -und moralisch überheblich- festgehalten wird, oder ob sich zur Moral so etwas dazugesellt wie unbegründeter Rechtsanspruh des anderen, freiwillig von der eigenen Macht abgegeben, zum frei-entschiedenen(!) Wohle der Kinder/Untertanen.
Das heißt der (geäß Sittlichkeit) begründete Rechtsanspruch wird zu einem unbegründeteten geschenkten.
Warum sollte ein Tyrann dem Plebs Macht und Rechte abgeben, da es sich doch, aus seiner Sicht, gar nicht auf Rechte berufen kann? Wenn der Plebs aus dem Grund X keine Rechte hat, warum sollte er dann freiwillig seinem Volk Rechte geben?
Er fühlt sich moralisch zum Herrscher legitimiert.
Es kann m.M.n. immer nur über freiwillig(!) erteilte, aber wirklich aus der Hand gegebene Rechtsansprüche funktieren, wenn man den Weg und den Wandel ohne Gewalt sich wünscht.
Und viele die hier empört auf Frauenrechte setzen und aufgebracht sind, wie es sein kann, dass dies dort nicht gilt, würden nicht einmal das Todesschicksal jener erwähnen, noch dermaßen empört betrauern, wie etwa den Tod von Rebellen, über deren 'Leichen' man durchaus Frauenrecht einklagt und erhoffte. (Ägypten)
Einklagen und fordern ist so schön einfach vor allem dann, wenn es an die Gesellschaft gerichtet ist, denn dann braucht man nicht zu erwähnen, wer dafür sterben soll.
Genauso einfach ist es von den Eltern moralisches Format einzufordern, im Sinne die Schande auszuhalten.
Genauso gut könnte man fodern, auszuhalten, dass es keine Fraunrechte gibt. ... Oooh, Sie ahnen, welche Entrüstungswelle jetzt käme, wäre es Ernst gemeint, weil das per se gut ist und...
Die Eltern, die Gesellscahftdort brauchen und wollen Sitte und Schandfreies Leben, wie unsere Eltern das Recht abzutreiben, also Frauen, sich da sich nicht hineinreden zu lassen, oder wie Frauenquote, oder Meinungsfreiheit, Pressefreiheit etc.
Wollte man dies unserer Gesellschft moralisch vorhalten und uns auffordern da etwas wegzunehmen, was glauben Sie was da los wäre?
Aber um so einfacher ist es sich erhaben zu fühlen, und das einer anderen Gesellscahft vorzuwerfen und abzuverlangen.
Deswegen helfen solche morlaisch-empörten Vorwüfe nicht weiter, und man sollte Verständis aufbringen, dass nicht alle Eltern moralisch so ausgestattet sind, Ihre Kinder mit einem eigenen Lebens-Rechtsanspruch zu erziehen/gebären.
Und viele die hier empört auf Frauenrechte setzen und aufgebracht sind, wie es sein kann, dass dies dort nicht gilt, würden nicht einmal das Todesschicksal jener erwähnen, noch dermaßen empört betrauern, wie etwa den Tod von Rebellen, über deren 'Leichen' man durchaus Frauenrecht einklagt und erhoffte. (Ägypten)
Einklagen und fordern ist so schön einfach vor allem dann, wenn es an die Gesellschaft gerichtet ist, denn dann braucht man nicht zu erwähnen, wer dafür sterben soll.
Genauso einfach ist es von den Eltern moralisches Format einzufordern, im Sinne die Schande auszuhalten.
Genauso gut könnte man fodern, auszuhalten, dass es keine Fraunrechte gibt. ... Oooh, Sie ahnen, welche Entrüstungswelle jetzt käme, wäre es Ernst gemeint, weil das per se gut ist und...
Die Eltern, die Gesellscahftdort brauchen und wollen Sitte und Schandfreies Leben, wie unsere Eltern das Recht abzutreiben, also Frauen, sich da sich nicht hineinreden zu lassen, oder wie Frauenquote, oder Meinungsfreiheit, Pressefreiheit etc.
Wollte man dies unserer Gesellschft moralisch vorhalten und uns auffordern da etwas wegzunehmen, was glauben Sie was da los wäre?
Aber um so einfacher ist es sich erhaben zu fühlen, und das einer anderen Gesellscahft vorzuwerfen und abzuverlangen.
Deswegen helfen solche morlaisch-empörten Vorwüfe nicht weiter, und man sollte Verständis aufbringen, dass nicht alle Eltern moralisch so ausgestattet sind, Ihre Kinder mit einem eigenen Lebens-Rechtsanspruch zu erziehen/gebären.
Und viele die hier empört auf Frauenrechte setzen und aufgebracht sind, wie es sein kann, dass dies dort nicht gilt, würden nicht einmal das Todesschicksal jener erwähnen, noch dermaßen empört betrauern, wie etwa den Tod von Rebellen, über deren 'Leichen' man durchaus Frauenrecht einklagt und erhoffte. (Ägypten)
Einklagen und fordern ist so schön einfach vor allem dann, wenn es an die Gesellschaft gerichtet ist, denn dann braucht man nicht zu erwähnen, wer dafür sterben soll.
Genauso einfach ist es von den Eltern moralisches Format einzufordern, im Sinne die Schande auszuhalten.
Genauso gut könnte man fodern, auszuhalten, dass es keine Fraunrechte gibt. ... Oooh, Sie ahnen, welche Entrüstungswelle jetzt käme, wäre es Ernst gemeint, weil das per se gut ist und...
Die Eltern, die Gesellscahftdort brauchen und wollen Sitte und Schandfreies Leben, wie unsere Eltern das Recht abzutreiben, also Frauen, sich da sich nicht hineinreden zu lassen, oder wie Frauenquote, oder Meinungsfreiheit, Pressefreiheit etc.
Wollte man dies unserer Gesellschft moralisch vorhalten und uns auffordern da etwas wegzunehmen, was glauben Sie was da los wäre?
Aber um so einfacher ist es sich erhaben zu fühlen, und das einer anderen Gesellscahft vorzuwerfen und abzuverlangen.
Deswegen helfen solche morlaisch-empörten Vorwüfe nicht weiter, und man sollte Verständis aufbringen, dass nicht alle Eltern moralisch so ausgestattet sind, Ihre Kinder mit einem eigenen Lebens-Rechtsanspruch zu erziehen/gebären.
Doch, ich war sehr beeindruckt, von dem Mut der jungen Demonstranten in Tunesien und in Ägypten - habe das auch in den damaligen Blogs kundgetan und die mörderische Gegenwehr der Regime waren empörend und die Grausamkeit eines Assad unverzeihlich - ebenso wie die Niederschlagung der grünen Revolution im Iran.
Ich wollte Sie nicht kränken mit meiner Empörung - überall gibt es Misstände. Es scheint aber so zu sein, dass die "Ehre" der Frauen dort als ein so kostbares Gut angesehen wird, dass der Verlust derselben geradezu eine gesellschaftserschütternde Katastrophe darstellt. Verwunderlich für uns Europäer ist, dass sich die Nachbarn und die Gemeinde so darum kümmern - "wer mit wem"... Bei uns fiele das unter "Privatsache" und weder Verwandte, noch Freunde, noch Nachbarn interessiert es groß, mit wem ein junges Mädchen befreundet ist oder ob sie "schon vor der Ehe was miteinander hatten". Selbst ein Priester dürfte nicht danach fragen.Das war auch in Dtl. nicht immer so, sondern diese persönlichen Freiheiten wurden erkämpft - und die wollen sich die Frauen hier auch nicht mehr nehmen lassen. Aber wenn dann viele Menschen aus dem islamischen Kulturkreis zuziehen, bringen sie natürlich ihre Ehrvorstellungen mit und zwei Kulturen, die sich missverstehen, prallen unter Umständen aufeinander. Deswegen ist es wichtig, miteinander zu reden, damit man sich gegenseitig besser versteht.Was der eine unmöglich findet,ist für den anderen ganz normal und umgekehrt.
Danke für Ihre Infos.
Doch, ich war sehr beeindruckt, von dem Mut der jungen Demonstranten in Tunesien und in Ägypten - habe das auch in den damaligen Blogs kundgetan und die mörderische Gegenwehr der Regime waren empörend und die Grausamkeit eines Assad unverzeihlich - ebenso wie die Niederschlagung der grünen Revolution im Iran.
Ich wollte Sie nicht kränken mit meiner Empörung - überall gibt es Misstände. Es scheint aber so zu sein, dass die "Ehre" der Frauen dort als ein so kostbares Gut angesehen wird, dass der Verlust derselben geradezu eine gesellschaftserschütternde Katastrophe darstellt. Verwunderlich für uns Europäer ist, dass sich die Nachbarn und die Gemeinde so darum kümmern - "wer mit wem"... Bei uns fiele das unter "Privatsache" und weder Verwandte, noch Freunde, noch Nachbarn interessiert es groß, mit wem ein junges Mädchen befreundet ist oder ob sie "schon vor der Ehe was miteinander hatten". Selbst ein Priester dürfte nicht danach fragen.Das war auch in Dtl. nicht immer so, sondern diese persönlichen Freiheiten wurden erkämpft - und die wollen sich die Frauen hier auch nicht mehr nehmen lassen. Aber wenn dann viele Menschen aus dem islamischen Kulturkreis zuziehen, bringen sie natürlich ihre Ehrvorstellungen mit und zwei Kulturen, die sich missverstehen, prallen unter Umständen aufeinander. Deswegen ist es wichtig, miteinander zu reden, damit man sich gegenseitig besser versteht.Was der eine unmöglich findet,ist für den anderen ganz normal und umgekehrt.
Danke für Ihre Infos.
Doch, ich war sehr beeindruckt, von dem Mut der jungen Demonstranten in Tunesien und in Ägypten - habe das auch in den damaligen Blogs kundgetan und die mörderische Gegenwehr der Regime waren empörend und die Grausamkeit eines Assad unverzeihlich - ebenso wie die Niederschlagung der grünen Revolution im Iran.
Ich wollte Sie nicht kränken mit meiner Empörung - überall gibt es Misstände. Es scheint aber so zu sein, dass die "Ehre" der Frauen dort als ein so kostbares Gut angesehen wird, dass der Verlust derselben geradezu eine gesellschaftserschütternde Katastrophe darstellt. Verwunderlich für uns Europäer ist, dass sich die Nachbarn und die Gemeinde so darum kümmern - "wer mit wem"... Bei uns fiele das unter "Privatsache" und weder Verwandte, noch Freunde, noch Nachbarn interessiert es groß, mit wem ein junges Mädchen befreundet ist oder ob sie "schon vor der Ehe was miteinander hatten". Selbst ein Priester dürfte nicht danach fragen.Das war auch in Dtl. nicht immer so, sondern diese persönlichen Freiheiten wurden erkämpft - und die wollen sich die Frauen hier auch nicht mehr nehmen lassen. Aber wenn dann viele Menschen aus dem islamischen Kulturkreis zuziehen, bringen sie natürlich ihre Ehrvorstellungen mit und zwei Kulturen, die sich missverstehen, prallen unter Umständen aufeinander. Deswegen ist es wichtig, miteinander zu reden, damit man sich gegenseitig besser versteht.Was der eine unmöglich findet,ist für den anderen ganz normal und umgekehrt.
Danke für Ihre Infos.
Der 'Ärger sollte nicht gegen Sie gerichtet sein - Entschuldigung.
Ja, die Heilig-Haltung oder Reinheit des Frauenbildes ist ein Problem, welches als Idelabild für Sitte, oder auch hier mit der Empörung für ungescholtenes ->weibliches Leben, sehr stark die Realität an sich reißen kann.
Problem deswegen, weil es sich so schwer mit Realität begrenzen lässt, und viele Frauen über die vielen Variation, Schutzbedürftig- bis Unabhängigkeit, Unterdrückung bis Tigermutter, so stark identifiziert sein wollen, ohne zu merken, dass sie persönlich und konkret im realen Leben bei weitem nicht das Ideal erreichen, aber sich dafür halten und die anderen entsprechend fehlbar und ungenügend beurteilen - vor allem hat man ja auch handfeste Vorteile: Mitleid wie hier ist mit demselben Übermaße (im Vgl. zu männlichen Schicksalen) gegeben, wie dort die Reinheit und Sitte als Forderung.
Beides wird gern unabhäbgig gedacht; Ist es aber nicht.
Man möchte an dem Gefühl durch Identifizierung des Bildes teilhaben und alle Sonderrechte genießen, ohne zu erahnen, was eben die Kehrseite davon ist.
Letztlich sehe ich das Problem darin, dass viele konkrete und fehlbare Menschen sich nicht von dem verlockenden unfehlbaren Idelabild trennen und auf Identifizierung (smat Früchte) verzichten wollen.
Und diese gewollte Verschmelzung macht einem zum Sklaven gegenüber Sitte oder Götzenbild: Und ebenso verschlingt dieses seine Opfer samt Kinder.
Der 'Ärger sollte nicht gegen Sie gerichtet sein - Entschuldigung.
Ja, die Heilig-Haltung oder Reinheit des Frauenbildes ist ein Problem, welches als Idelabild für Sitte, oder auch hier mit der Empörung für ungescholtenes ->weibliches Leben, sehr stark die Realität an sich reißen kann.
Problem deswegen, weil es sich so schwer mit Realität begrenzen lässt, und viele Frauen über die vielen Variation, Schutzbedürftig- bis Unabhängigkeit, Unterdrückung bis Tigermutter, so stark identifiziert sein wollen, ohne zu merken, dass sie persönlich und konkret im realen Leben bei weitem nicht das Ideal erreichen, aber sich dafür halten und die anderen entsprechend fehlbar und ungenügend beurteilen - vor allem hat man ja auch handfeste Vorteile: Mitleid wie hier ist mit demselben Übermaße (im Vgl. zu männlichen Schicksalen) gegeben, wie dort die Reinheit und Sitte als Forderung.
Beides wird gern unabhäbgig gedacht; Ist es aber nicht.
Man möchte an dem Gefühl durch Identifizierung des Bildes teilhaben und alle Sonderrechte genießen, ohne zu erahnen, was eben die Kehrseite davon ist.
Letztlich sehe ich das Problem darin, dass viele konkrete und fehlbare Menschen sich nicht von dem verlockenden unfehlbaren Idelabild trennen und auf Identifizierung (smat Früchte) verzichten wollen.
Und diese gewollte Verschmelzung macht einem zum Sklaven gegenüber Sitte oder Götzenbild: Und ebenso verschlingt dieses seine Opfer samt Kinder.
Der 'Ärger sollte nicht gegen Sie gerichtet sein - Entschuldigung.
Ja, die Heilig-Haltung oder Reinheit des Frauenbildes ist ein Problem, welches als Idelabild für Sitte, oder auch hier mit der Empörung für ungescholtenes ->weibliches Leben, sehr stark die Realität an sich reißen kann.
Problem deswegen, weil es sich so schwer mit Realität begrenzen lässt, und viele Frauen über die vielen Variation, Schutzbedürftig- bis Unabhängigkeit, Unterdrückung bis Tigermutter, so stark identifiziert sein wollen, ohne zu merken, dass sie persönlich und konkret im realen Leben bei weitem nicht das Ideal erreichen, aber sich dafür halten und die anderen entsprechend fehlbar und ungenügend beurteilen - vor allem hat man ja auch handfeste Vorteile: Mitleid wie hier ist mit demselben Übermaße (im Vgl. zu männlichen Schicksalen) gegeben, wie dort die Reinheit und Sitte als Forderung.
Beides wird gern unabhäbgig gedacht; Ist es aber nicht.
Man möchte an dem Gefühl durch Identifizierung des Bildes teilhaben und alle Sonderrechte genießen, ohne zu erahnen, was eben die Kehrseite davon ist.
Letztlich sehe ich das Problem darin, dass viele konkrete und fehlbare Menschen sich nicht von dem verlockenden unfehlbaren Idelabild trennen und auf Identifizierung (smat Früchte) verzichten wollen.
Und diese gewollte Verschmelzung macht einem zum Sklaven gegenüber Sitte oder Götzenbild: Und ebenso verschlingt dieses seine Opfer samt Kinder.
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