Vorurteile: Als Ausländerin in den Medien
Sie wird beschimpft, bedroht, beleidigt, weil ihre Eltern aus einem muslimischen Land kommen. Aber auch Migranten begegnen der "taz"-Redakteurin Cigdem Akyol mit Vorurteilen.
© Thomas Peter/Reuters

Lichtinstallation am Berliner Festival of Lights im Oktober 2011
Es war ein Tag wie jeder andere. Ich ging in die Redaktion, ich saß an meinem Schreibtisch, mein Telefon klingelte. Die Nummer wurde nicht angezeigt, ein Fremder hatte sich zu mir durchstellen lassen und sagte nur einen Satz: "Sind sie eigentlich die Nachfolgerin des Kinderfickers Mohammed?" Ich lachte, verneinte, wünschte alles Gute und legte auf. Und schon wieder war jemand mit mangelnder Selbstkontrolle zu mir durchgedrungen und wollte mir mal so richtig die Meinung sagen. Mir war eigentlich überhaupt nicht zum Lachen.
Wie meinem Namen und meinem Aussehen zu entnehmen ist, kommen meine Eltern aus einem muslimischen, fernen Land. Es ist die klassische Geschichte: Eigentlich wollten sie nur einige Jahre in Deutschland arbeiten. Daraus wurde ein ganzes Leben unter Tage und am Fließband. Dass wir "anders" sind, haben wir natürlich des Öfteren zu spüren bekommen. Rassistische Beschimpfungen im Speziellen und Fremdenfeindlichkeit im Allgemeinen sind mir vertraut. Doch wirklich zum Ausländer wurde ich erst gemacht, als ich mich für den Journalismus entschied. Ich studierte an der Uni Köln Völkerrecht und Russisch und war eine von Tausenden. In dem Massenbetrieb interessiert sich kaum jemand für einen. An der Journalistenschule dann wurde mein Hintergrund regelmäßig abgeklopft, doch mehr aus Neugier als aus Voyeurismus.
Aus meinem Namen wird ein Weltbild abgeleitet
Als ich dann 2005 als Redakteurin bei der taz anfing, fühlte ich mich plötzlich wie ein seltenes Tier in einem Zoo. Eine dunkle Frau, die sich mit Satzbau und Zeichensetzung auskennt, ist sehr selten in den hiesigen Redaktionen, noch dazu ein Arbeiterkind. Erst wenige Tage im Inlandsressort bekam ich einen Anruf einer ZDF-Redakteurin. Ob ich mich nicht zum Kopftuch äußern wolle. "Na ja", druckste ich herum. Ich stand gerade an der Supermarktkasse und hatte mir zuvor nicht viele Gedanken um dieses Stück Stoff gemacht. In meiner Lebenswelt ist es vorhanden und es hat mich nie gestört. Doch das reichte der Kollegin nicht. Ich müsse doch eine ausschweifende Meinung zu dem Thema haben, meinte sie. Ja, ich müsste doch kritisch sein. Ich konnte ihr nicht bieten, was sie wollte. Sie hatte nur meinen Namen und einen Artikel von mir gelesen und daraus ein Weltbild abgeleitet – aber so einfach ist es halt nicht.
Seitdem werde ich wahlweise beschimpft, beleidigt, bedroht. Manche versuchen auch, mich zu instrumentalisieren oder mich als Sprachrohr anzuwerben. Der Ablauf ist überraschend überraschungsfrei, komponiert nach einem recht simplen Prinzip: Schreibe ich etwas Kritisches über Migranten, werde ich in Onlineforen gelobt als "Türkin, die endlich ihren Verstand benutzt hat". Wenn nicht, ziehen die Horden über mich her. Vulgäres ("Taz-Türkin wäscht sich untenrum nicht") wird in der Mittagspause rasch gemailt, Muslimbashing ("Cigdem Akyol soll sich endlich von ihrem Glauben abkehren") zwischen der Hauptspeise und dem Nachtisch.





"Sie wird beschimpft, bedroht, beleidigt, weil ihre Eltern aus einem muslimischen Land kommen. Aber auch Migranten begegnen der "taz"-Redakteurin Cigdem Akyol mit Vorurteilen."
Als Artikelverfasserin wird Cidgem Akyol angeführt. Schreibt Sie hier in der 3. Form Einzahl?
"Ich bin keine Berufsausländerin."
Sie schreibt aber genau so, so wie sie sich als das türkische Daueropfer eines generellen Rassismus produziert, sowohl des deutschen als auch, wie man liest, seitens von Migranten. Dieses Bild ist angesichts der täglich zu beobachtenden Realität wirklichkeitsfern, lebensfremd und nicht dazu angetan, das Verhältnis zwischen einheimischen Deutschen und Zugewanderten türkischer Abstammung zu verbessern.
"Eine dunkle Frau, die sich mit Satzbau und Zeichensetzung auskennt, ist sehr selten in den hiesigen Redaktionen, noch dazu ein Arbeiterkind."
Eine glatte Lüge angesichts der vielen in einheimischen Redaktionen tätigen Leuten mit nichtdeutscher Abstammung.
"Sie schreibt aber genau so, so wie sie sich als das türkische Daueropfer eines generellen Rassismus produziert.."
Genau darum geht's im artikel doch. Frau Akyol IST ständig Opfer von Anfeindungen. Aber klar, das macht sie dann wieder zur türkischen dauerbeleigten Heulsuse, nicht wahr? Ihrer Meinung nach sollte sie wahrscheinlich einfach nur den Mund halten.
Komisch, im Kommentarbereich zum Artikel über die Artamanen waren Sie, Herr Barama, doch noch ganz der aufrechte Kämpfer für Meinungs- und Redefreiheit. Was denn nun bitte?
"...Eine glatte Lüge angesichts der vielen in einheimischen Redaktionen tätigen Leuten mit nichtdeutscher Abstammung."
Haben sie Zahlen, anhand der Sie Ihre Diffamierung von frau Akyol als Lügnerin belegen können?
dass Sie die im Artikel geäußerten Ansichten so schön bestätigen.
'"Sie wird beschimpft, bedroht, beleidigt, weil ihre Eltern aus einem muslimischen Land kommen. Aber auch Migranten begegnen der "taz"-Redakteurin Cigdem Akyol mit Vorurteilen."
Als Artikelverfasserin wird Cidgem Akyol angeführt. Schreibt Sie hier in der 3. Form Einzahl?'
Um Ihnen Minimalkenntnis zu Onlinemedien zu vermitteln: Titel, Anreißer und Bildunterschriften sind in der Regel nicht vom Journalisten selbst, sondern von der Online-Redaktion. Insofern ist die 3. Person zwar etwas irritierend, nicht aber Cigdem Akyol anzulasten.
Zu Ihrem Nichtverständnis ihres Artikels hat suryo Ihnen bereits in #3 etwas Passendes geschrieben.
Zur Wahrnehmung von Journalisten nichtdeutscher Familienherkunft auf die Schnelle zwei Artikel, nämlich Kue Pham 'Der Fleiß und sein Preis' http://www.zeit.de/2010/3... und Selim Özdogan 'Unser Vibrationshintergrund' http://www.zeit.de/online...
Falls Ihnen das als noch nicht ausreichend erscheint, empfehle ich Lektüre der Artikel nebst der Kommentare im Rahmen der Serie '50 Jahre Einwanderung' http://www.zeit.de/serie/... wo Özlem Topcu und Deniz Baspinar regelmäßig des parteilichen Journalismus bezichtigt wurden, Bernd Ulrich, Michael Thumann, Jonas Leppin aber nicht.
Sie bestätigen genau das was die Frau Akyol schildert. Sie haben absolut Recht, willkommen in der Realität!
Verzeihung, aber mir fällt es zunehmend schwer mit diesem Rassismus-Beißreflex umzugehen. Klar wäre es schöner, wenn niemand sich über seine Herkunft Gedanken machen müsste, weil es keine Rolle spielt, aber es spielt de facto eine Rolle, wie ihr Kommentar eindrucksvoll und mit Schmerzen in meiner Magengegend beweißt.
"Sie schreibt aber genau so, so wie sie sich als das türkische Daueropfer eines generellen Rassismus produziert.."
Genau darum geht's im artikel doch. Frau Akyol IST ständig Opfer von Anfeindungen. Aber klar, das macht sie dann wieder zur türkischen dauerbeleigten Heulsuse, nicht wahr? Ihrer Meinung nach sollte sie wahrscheinlich einfach nur den Mund halten.
Komisch, im Kommentarbereich zum Artikel über die Artamanen waren Sie, Herr Barama, doch noch ganz der aufrechte Kämpfer für Meinungs- und Redefreiheit. Was denn nun bitte?
"...Eine glatte Lüge angesichts der vielen in einheimischen Redaktionen tätigen Leuten mit nichtdeutscher Abstammung."
Haben sie Zahlen, anhand der Sie Ihre Diffamierung von frau Akyol als Lügnerin belegen können?
dass Sie die im Artikel geäußerten Ansichten so schön bestätigen.
'"Sie wird beschimpft, bedroht, beleidigt, weil ihre Eltern aus einem muslimischen Land kommen. Aber auch Migranten begegnen der "taz"-Redakteurin Cigdem Akyol mit Vorurteilen."
Als Artikelverfasserin wird Cidgem Akyol angeführt. Schreibt Sie hier in der 3. Form Einzahl?'
Um Ihnen Minimalkenntnis zu Onlinemedien zu vermitteln: Titel, Anreißer und Bildunterschriften sind in der Regel nicht vom Journalisten selbst, sondern von der Online-Redaktion. Insofern ist die 3. Person zwar etwas irritierend, nicht aber Cigdem Akyol anzulasten.
Zu Ihrem Nichtverständnis ihres Artikels hat suryo Ihnen bereits in #3 etwas Passendes geschrieben.
Zur Wahrnehmung von Journalisten nichtdeutscher Familienherkunft auf die Schnelle zwei Artikel, nämlich Kue Pham 'Der Fleiß und sein Preis' http://www.zeit.de/2010/3... und Selim Özdogan 'Unser Vibrationshintergrund' http://www.zeit.de/online...
Falls Ihnen das als noch nicht ausreichend erscheint, empfehle ich Lektüre der Artikel nebst der Kommentare im Rahmen der Serie '50 Jahre Einwanderung' http://www.zeit.de/serie/... wo Özlem Topcu und Deniz Baspinar regelmäßig des parteilichen Journalismus bezichtigt wurden, Bernd Ulrich, Michael Thumann, Jonas Leppin aber nicht.
Sie bestätigen genau das was die Frau Akyol schildert. Sie haben absolut Recht, willkommen in der Realität!
Verzeihung, aber mir fällt es zunehmend schwer mit diesem Rassismus-Beißreflex umzugehen. Klar wäre es schöner, wenn niemand sich über seine Herkunft Gedanken machen müsste, weil es keine Rolle spielt, aber es spielt de facto eine Rolle, wie ihr Kommentar eindrucksvoll und mit Schmerzen in meiner Magengegend beweißt.
Liebe Cigdem Akyol, hoffentlich darf ich das schreiben, es ist so wie Sie schreiben. Es ist das Unwissen gepaart mit Unsicherheit, seltsamen Mythen, Geruechten und Knoblauch. Ich komme aus so einem kleinem Staat der immer ein Thema ist. Ich wurde schon gefragt, 42 Jahre jung habt ihr Jesus ans Kreuz geschlagen? In USA ist auch gut, kennen sie Hitler, haben sie den getroffen. Globalismus ist kein privat Ding. Die Welt endet an der Tuerschwelle LOL
Entfernt. Verzichten Sie auf diffamierende Äußerungen. Die Redaktion/mak
Entfernt. Verzichten Sie auf diffamierende Äußerungen. Die Redaktion/mak
"Sie schreibt aber genau so, so wie sie sich als das türkische Daueropfer eines generellen Rassismus produziert.."
Genau darum geht's im artikel doch. Frau Akyol IST ständig Opfer von Anfeindungen. Aber klar, das macht sie dann wieder zur türkischen dauerbeleigten Heulsuse, nicht wahr? Ihrer Meinung nach sollte sie wahrscheinlich einfach nur den Mund halten.
Komisch, im Kommentarbereich zum Artikel über die Artamanen waren Sie, Herr Barama, doch noch ganz der aufrechte Kämpfer für Meinungs- und Redefreiheit. Was denn nun bitte?
"...Eine glatte Lüge angesichts der vielen in einheimischen Redaktionen tätigen Leuten mit nichtdeutscher Abstammung."
Haben sie Zahlen, anhand der Sie Ihre Diffamierung von frau Akyol als Lügnerin belegen können?
Kühl reflektierende Journalistinnen haben wir zuwenig in diesem Land.
Einer meiner Freunde ist Deutscher mit "marrokkanischem Migrationshintergrund" (wie man so schön sagt), und ich habe auch den Eindruck, daß es ihm gehörig auf den Senkel geht, daß er von vielen anderen Deutschen zuerst als Kategorie und Projektionsfläche für Stereotypen, und zuletzt als Person und Individuum gesehen wird.
Wann wird man Endlich Leute aus Einwanderfamilein als Personen wie alle anderen auch betrachten?
Wenn nur diese Probleme bei zu Ende gehenden Partnerschaften nicht wären. Als Mann können sie das locker sehen, aber wenn sie eine Frau und mit ihm liiert wären? Und dann würden sie ihm erklären, sich von ihm zu trennen? [...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls
"Einer meiner Freunde ist Deutscher mit "marrokkanischem Migrationshintergrund" (wie man so schön sagt), und ich habe auch den Eindruck, daß es ihm gehörig auf den Senkel geht, daß er von vielen anderen Deutschen zuerst als Kategorie und Projektionsfläche für Stereotypen, und zuletzt als Person und Individuum gesehen wird."
Wer ist es, daß Deutsche mit MiHiGru, die auch äußerlich als solche zu erkennen sind, zur "Projektionsfläche für Stereotypen" macht? Die einheimischen, chronisch rassistischen und ausländerfeindlichen Deutschen? Oder doch eher diejenigen, die nicht müde werden, durch die Betonung des Migrationshintergrundes der- oder desjenigen und durch Behauptungen eines angeblichen deutschen Rassismus diesen Leuten einen Sonder- oder Opferstatus zu verleihen und sie als unmündiges, schützenswertes Klientel darstellt, anstatt als erwachsene, mündige Menschen, die nicht schlechter und nicht besser anzusehen und zu behandeln sind als Einheimische auch?
"Wann wird man Endlich Leute aus Einwanderfamilein als Personen wie alle anderen auch betrachten?"
Sobald man sie genauso kritisieren und mit ihnen umgehen kann wie mit Einheimischen auch, ohne deswegen öffentlich als Ausländerfeind und Rassist beschimpft zu werden.
Diese Anfeindungen werden dann aufhoeren, wenn es keine Kategorien (Einheimisch, Migrant, Tuerke, tuerkischer Kurde, tuerkischer alewitischer Kurde, tuerkische alewitische Kurdin, die mit einem Deutschen verheiratet ist und Atheistin geworden ist) mehr gibt, weil alle irgendwie einer anderen, gleich bewerteten Kategorie angehoeren. Beispiel: wenn wir genau 200 Einwanderer aus genau 200 Laendern haetten, waeren Anfeindungen unter den Einwanderern unwahrscheinlich. Aber schon wenn aus jedem Land je 100 kommen, wird es weit wahrscheinlicher, dass sich Gruppen bilden, die sich gegenseitig anfeinden. Je groesser und klar definierter die Gruppen, umso groesser das Anfeindungspotential
Da diese Situation (komplette Vermischung und Aufhebung der Kategoreien) nie vollstaendig eintreten wird, werden auch die Anfeindungen nicht aufhoeren.
Dazu benoetigt es noch nicht einmal Mehrheiten: Die Minderheit der tuerkischen Kurden wird ja auch gerne von der Minderheit der nichttuerkischen Kurden angefeindet.
Und andersrum.
Ich denke, das ist die Welt, da muss frau durch, das wird sich nicht aendern, aber frau darf natuerlich auch, wie Cigdem Akyol das tut, ihren Unmut darueber aussern.
Das können Sie von den Deutschen nicht erwarten. Daher ist es in diesem land auch nicht nur meteorologisch fast immer kalt.
Shoppen, arbeitenbisderarztkommt, Herabblicken auf Arme, auf Ausländer, darin verstehen sich die Deutschen aber immer noch sehr gut.
Trotz aller Lippenbekenntnisse gegen rechts.
Wenn nur diese Probleme bei zu Ende gehenden Partnerschaften nicht wären. Als Mann können sie das locker sehen, aber wenn sie eine Frau und mit ihm liiert wären? Und dann würden sie ihm erklären, sich von ihm zu trennen? [...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls
"Einer meiner Freunde ist Deutscher mit "marrokkanischem Migrationshintergrund" (wie man so schön sagt), und ich habe auch den Eindruck, daß es ihm gehörig auf den Senkel geht, daß er von vielen anderen Deutschen zuerst als Kategorie und Projektionsfläche für Stereotypen, und zuletzt als Person und Individuum gesehen wird."
Wer ist es, daß Deutsche mit MiHiGru, die auch äußerlich als solche zu erkennen sind, zur "Projektionsfläche für Stereotypen" macht? Die einheimischen, chronisch rassistischen und ausländerfeindlichen Deutschen? Oder doch eher diejenigen, die nicht müde werden, durch die Betonung des Migrationshintergrundes der- oder desjenigen und durch Behauptungen eines angeblichen deutschen Rassismus diesen Leuten einen Sonder- oder Opferstatus zu verleihen und sie als unmündiges, schützenswertes Klientel darstellt, anstatt als erwachsene, mündige Menschen, die nicht schlechter und nicht besser anzusehen und zu behandeln sind als Einheimische auch?
"Wann wird man Endlich Leute aus Einwanderfamilein als Personen wie alle anderen auch betrachten?"
Sobald man sie genauso kritisieren und mit ihnen umgehen kann wie mit Einheimischen auch, ohne deswegen öffentlich als Ausländerfeind und Rassist beschimpft zu werden.
Diese Anfeindungen werden dann aufhoeren, wenn es keine Kategorien (Einheimisch, Migrant, Tuerke, tuerkischer Kurde, tuerkischer alewitischer Kurde, tuerkische alewitische Kurdin, die mit einem Deutschen verheiratet ist und Atheistin geworden ist) mehr gibt, weil alle irgendwie einer anderen, gleich bewerteten Kategorie angehoeren. Beispiel: wenn wir genau 200 Einwanderer aus genau 200 Laendern haetten, waeren Anfeindungen unter den Einwanderern unwahrscheinlich. Aber schon wenn aus jedem Land je 100 kommen, wird es weit wahrscheinlicher, dass sich Gruppen bilden, die sich gegenseitig anfeinden. Je groesser und klar definierter die Gruppen, umso groesser das Anfeindungspotential
Da diese Situation (komplette Vermischung und Aufhebung der Kategoreien) nie vollstaendig eintreten wird, werden auch die Anfeindungen nicht aufhoeren.
Dazu benoetigt es noch nicht einmal Mehrheiten: Die Minderheit der tuerkischen Kurden wird ja auch gerne von der Minderheit der nichttuerkischen Kurden angefeindet.
Und andersrum.
Ich denke, das ist die Welt, da muss frau durch, das wird sich nicht aendern, aber frau darf natuerlich auch, wie Cigdem Akyol das tut, ihren Unmut darueber aussern.
Das können Sie von den Deutschen nicht erwarten. Daher ist es in diesem land auch nicht nur meteorologisch fast immer kalt.
Shoppen, arbeitenbisderarztkommt, Herabblicken auf Arme, auf Ausländer, darin verstehen sich die Deutschen aber immer noch sehr gut.
Trotz aller Lippenbekenntnisse gegen rechts.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie lästig die Anfeindungen von beiden Seiten sein können. Aber für mich persönlich wäre eine softe Diskriminierung durch den Arbeitgeber deutlich schlimmer. Ich wäre richtig sauer, wenn nach einem jahrelangen Studium der Verlag mich zwingen würde mono-thematisch nur über Ausländer-Themen Artikel zu verfassen, nur weil ich einen Migrationshintergrund hätte. Das wäre für mich unerträglich.
Da Sie nicht, wie andere´´Neudeutschen´´unter einer dunklen Hautfarbe leiden gibt es doch eine einfache Lösung : verdeutschen Sie Ihren Namen und schwupps weiss niemand, dass Ihre Eltern aus der Türkei kommen.
Stellen Sie sich bitte vor, Ihre Eltern kämen aus Afrika, dann hätten Sie eine schwarze Hautfarbe und dann nützt Ihnen nicht einmal der schönste Urdeutsche Name und Slang, Sie werden Ihr Leben lang als Ausländerin angesehen, fragen Sie dazu Ivy Quainoo, die sich dazu bewundernswert stellt und nicht rumjammert. Dann unterhält man sich mit Ihnen auf Englisch, weil man annimmt, Sie verstehen kein Deutsch.
Die Frage nach Ihrer Religion wird nichtmal gestellt, da man annimmt Sie praktizieren Vodoo.
In den USA ist es üblich seinen Namen zu anglizieren, ist dies bei uns sooo schlimm ?
... deutsche Nachname aus dem Nachbardorf stammt? Dann gibt es wieder was zu meckern.
Oder als "Alois" in Hamburg?
Wer mosern und sich aufregen möchte findet schon einen Grund. Da kann die Autorin Nichts dafür.
Die Anglizierung von Namen in den USA geschah meist wegen massiver Vorurteile gegenüber Einwanderergruppierungen - inklusive deutscher Einwanderer. Daher halte ich es für äußerst bedenklich, so etwas von Einwanderern in Deutschland zu verlangen - ganz abgesehen davon, daß ich es als ziemlich unverschämt finde, von jemanden zu verlangen, daß er oder sie den Namen ändert, den die eignenen Eltern einem gegeben haben.
So wie die Herren de Maizière, Lafontaine, Kubicki, MacAllister?
Ach, stimmt ja, "echter" "Ausländer" ist man ja nur als Muslim.
Muss man sich jetzt 'tarnen', um ernst genommen zu werden?
P.S.: Grammatisch richtig wäre übrigens "wie andere 'Neudeutsche'".
Sie machen das Opfer zum Täter.
Was empfehlen Sie als Nächstes? Schwule sollen sich nicht outen? Muslime sollen zum Christentum übertreten? Und wenn sie das alles nicht tun wollen, weil diese Mitmenschen es nicht schlimm finden, anders zu sein als andere - dann sollen sie gefälligst nicht jammern und den Mund halten, wenn sie gesellschaftlich diskriminiert werden?
Und wieso maßen Sie sich eigentlich an, der "liebe(n) Cigdem" ungefragt Ratschläge zu geben? Merken Sie gar nicht, wie herablassend und chauvinistisch Sie sich benehmen?
... deutsche Nachname aus dem Nachbardorf stammt? Dann gibt es wieder was zu meckern.
Oder als "Alois" in Hamburg?
Wer mosern und sich aufregen möchte findet schon einen Grund. Da kann die Autorin Nichts dafür.
Die Anglizierung von Namen in den USA geschah meist wegen massiver Vorurteile gegenüber Einwanderergruppierungen - inklusive deutscher Einwanderer. Daher halte ich es für äußerst bedenklich, so etwas von Einwanderern in Deutschland zu verlangen - ganz abgesehen davon, daß ich es als ziemlich unverschämt finde, von jemanden zu verlangen, daß er oder sie den Namen ändert, den die eignenen Eltern einem gegeben haben.
So wie die Herren de Maizière, Lafontaine, Kubicki, MacAllister?
Ach, stimmt ja, "echter" "Ausländer" ist man ja nur als Muslim.
Muss man sich jetzt 'tarnen', um ernst genommen zu werden?
P.S.: Grammatisch richtig wäre übrigens "wie andere 'Neudeutsche'".
Sie machen das Opfer zum Täter.
Was empfehlen Sie als Nächstes? Schwule sollen sich nicht outen? Muslime sollen zum Christentum übertreten? Und wenn sie das alles nicht tun wollen, weil diese Mitmenschen es nicht schlimm finden, anders zu sein als andere - dann sollen sie gefälligst nicht jammern und den Mund halten, wenn sie gesellschaftlich diskriminiert werden?
Und wieso maßen Sie sich eigentlich an, der "liebe(n) Cigdem" ungefragt Ratschläge zu geben? Merken Sie gar nicht, wie herablassend und chauvinistisch Sie sich benehmen?
dass Sie die im Artikel geäußerten Ansichten so schön bestätigen.
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