AnschlagViele Tote bei Angriff auf Christen in Nigeria

Bei einem Bombenanschlag auf einen Gottesdienst in Nigeria sind etwa 20 christliche Studenten getötet worden. Auch in Kenia gab es einen Anschlag auf eine Kirche. von AFP und dpa

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan nach den Anschlägen auf die Zeitung "This Day"

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan nach den Anschlägen auf die Zeitung "This Day"  |  © Wole Emmanuel/AFP/Getty Images

In Nigeria sind bei einem Anschlag auf einen Gottesdienst zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Nach Augenzeugenberichten griffen Unbekannte zwei Freiluft-Gottesdienste an einer Universität in Kano im Norden des Landes an. Sie zündeten Sprengsätze und schossen auf die Flüchtenden.

Augenzeugen sagten, die Angreifer seien in einem Auto und mit Motorrädern gekommen, hätten das Feuer eröffnet und Sprengsätze geworfen. Anschließend hätten sie die fliehenden Gottesdienstbesucher verfolgt und niedergeschossen. Es soll zwischen 15 und 20 Tote gegeben haben, diese sind christliche Studenten.

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Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Die islamistische Sekte Boko Haram hatte in der Vergangenheit ähnliche Angriffe verübt. In Nigeria kämpft Boko Haram für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden des Landes und verübt regelmäßig Anschläge auf Polizei, Behörden und Kirchen.

In Kano, der größten Stadt Nord-Nigerias, kamen im Januar 185 Menschen bei einer Anschlagsserie ums Leben. Zu dieser Serie bekannte sich Boko Haram. Am vergangenen Donnerstag wurden bei Anschlägen auf Zeitungsredaktionen in der Hauptstadt Abuja und der nördlichen Stadt Kaduna neun Menschen getötet.

Granate explodiert in kenianischer Kirche

Auch in Kenia wurden unterdessen bei einem Anschlag auf eine Kirche ein Mensch getötet und 15 weitere verletzt. Nach Polizeiangaben warf ein Attentäter während der Messe eine Granate. Bereits Ende März waren bei einem Granatenangriff auf Gläubige vor einer Kirche an der kenianischen Küste ein Mensch getötet und 15 weitere verletzt worden.

Kenia hatte im vergangenen Oktober Truppen über die Grenze in das benachbarte Somalia geschickt, um gegen die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz vorzugehen , nachdem mehrere Ausländer in Kenia entführt und nach Somalia verschleppt worden waren. Die Al-Shabaab-Miliz drohte mit Vergeltung. Sie kontrolliert große Teile des Zentrums und Südens des bürgerkriegsgeplagten Somalias.

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Leserkommentare
  1. 17. derzeit

    stimmt das sogar
    das die einen sich christlich und die anderen sozialistisch nannten um finanziert zu werden ist jetzt ne weile her und kony ein fossil
    der mechanismus ist der gleiche

  2. 18. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se

  3. werden immer nur , wenn überhaupt, unter "ferner liefen" berichtet.

    Der Zusammenhang mit den Grünen erschließt sich mir nicht.

    Jahrelang hat die EKD, die sonst zu allem ihren Senf gibt, dazu geschwiegen!

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    Entfernt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema anhand sachlicher Argumente, um eine konstruktive Diskussion zu ermöglichen. Danke, die Redaktion/lv

  4. Entfernt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema anhand sachlicher Argumente, um eine konstruktive Diskussion zu ermöglichen. Danke, die Redaktion/lv

    Antwort auf "#2 Morde an Christen"
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    ...er hätte zur Verweigerung des Handschlags an Frauen und zur aufgezwungenen Koranüberreichung an Sabine Christiansen nicht geschwiegen.

    Ein Treppenwitz der evangelischen Kirchengeschichte. Oder (Zitat Huber):"Darüber müssen die Historiker urteilen."

    Ach nein, es ging ja um die SPD-Mitgliedschaft, ob sie noch bestehe oder nicht.

    Kaum werden sich Historiker damit befassen, what a pity.

  5. ...er hätte zur Verweigerung des Handschlags an Frauen und zur aufgezwungenen Koranüberreichung an Sabine Christiansen nicht geschwiegen.

    Ein Treppenwitz der evangelischen Kirchengeschichte. Oder (Zitat Huber):"Darüber müssen die Historiker urteilen."

    Ach nein, es ging ja um die SPD-Mitgliedschaft, ob sie noch bestehe oder nicht.

    Kaum werden sich Historiker damit befassen, what a pity.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
  • Schlagworte Ausländer | Anschlag | Kenia | Kirche | Messe | Motorrad
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