Prozess gegen BreivikDie Opfer von Utøya wollen endlich abschließen

Mitte April startet der Prozess gegen den Massenmörder Breivik. Seine Opfer fürchten die Konfrontation, wollen aber den Rechtsstaat siegen sehen.

"Es ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht an den 22. Juli gedacht habe", sagt Eskil Pedersen. Der 28-Jährige ist Vorsitzender der Jugendorganisation AUF der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Norwegens. Es war sein Jugendlager, das Anders Behring Breivik im vergangenen Sommer überfiel und dann ein Massaker anrichtete. Pedersens Freunde wurden getötet, er konnte fliehen. "Wenn ich abends ins Bett gehe, sind die Erinnerungen da. Oder wenn ich einen lauten Knall höre oder in einer unübersichtlichen Situation lande", sagt er heute.

Von seinem Osloer Büro hat Pedersen direkte Sicht auf das Hochhaus im Regierungsbezirk, wo Breivik am 22. Juli zunächst eine selbstgebastelte Bombe gezündet hatte, bevor er sich auf nach Utøya machte, um den linken Politikernachwuchs zu vernichten. Heute ist das bombardierte Haus von einem weißen Tuch verdeckt, das wie ein Verband wirkt. Für eine Wunde, die im ganzen Land noch offen klafft.

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Der Prozess wird im ganzen Land übertragen

Ab dem 16. April wird sich Breivik vor Gericht verantworten müssen. Ihm werden 77 Morde vorgeworfen, zahlreiche weitere Mordversuche. Der 33-Jährige hält sich für psychisch gesund und nicht schuldig, er will aus Angst vor "Überfremdung" und "Islamisierung" seines Landes gehandelt haben.

564 junge Menschen hielten sich am 22. Juli auf Utøya auf, die meisten von ihnen Teenager. Sie kamen aus dem gesamten Land, wie nun auch die Überlebenden und Angehörigen der Toten. In Norwegen geht man davon aus, dass mehrere Hundert den Prozess gegen ihren Angreifer verfolgen wollen. Das Verfahren wird daher in über 17 Gerichte landesweit übertragen.

Psychologen warnen die Opfer: Sie sollen sich genau überlegen, ob sie sich das Gerichtsverfahren und die Selbstdarstellung Breiviks zumuten wollen. "Ich selbst habe nicht das Bedürfnis, die ganze Zeit dabei zu sein. Ich habe das Bedürfnis, mich als Privatperson zu schützen", sagt Pedersen. "Es wird brutal sein, zu hören, wie der Täter sein verquastes Weltbild erläutert und begründet, warum er die Parteijugend töten 'musste'. Das wird sehr schwer zu ertragen sein." Für Breiviks Aussage sind fünf Prozesstage angesetzt.

Die Opfer wollen die Aufarbeitung der grausamen Geschehnisse

Trotzdem wünscht sich der Vorsitzende der jungen Sozialdemokraten einen gründlichen und gerechten Prozess. "Dies wird die große und abschließende Auseinandersetzung mit den Geschehnissen des 22. Juli. Der Gerichtsprozess muss die Wirklichkeit widerspiegeln. Und die Wirklichkeit ist grausam."

Eine Stunde und 20 Minuten konnte Breivik auf der Insel Utøya um sich schießen, bis er von der Einsatzpolizei festgenommen wurde. Er tötete 69 Menschen auf der Insel, 56 von ihnen durch Kopfschuss. Zwei Jugendliche ertranken auf der Flucht im Meer. Breivik hat selbst erklärt, dass er die Jugendlichen ins Wasser treiben wollte, um so noch mehr Menschen umbringen zu können.

Bei dem Attentat wurden außerdem 33 Personen angeschossen und verletzt. Unter ihnen ist der 20-jährige Tarjei Jensen Bech. Er soll bei dem Prozess gegen Breivik als Zeuge aussagen. "Das wird sehr schwer. Ich werde gezwungen, alles noch einmal zu durchleben", sagt Bech. Laut Anklageschrift wurde er auf der Flucht von einer Kugel unterhalb der linken Kniescheibe getroffen und stürzte einen Abhang hinunter, 10 bis 15 Meter in die Tiefe.

Leserkommentare
    • cornus
    • 03.04.2012 um 13:24 Uhr

    "Norwegen ist ein Rechtsstaat und wir müssen den Prinzipien des Rechtsstaates folgen, selbst wenn wir zu etwas anderem Lust hätten"

    Demokratie und demokratisches Rechtsverständnis sind in Norwegen anscheinend wirklich fest verankert - leider anders als bei vielen Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland. Das kann doch nicht nur daran liegen, dass hier politisch engagierte Jugendliche zu Wort kommen, man denke nur an die Demonstrationen nach dem Attentat in Norwegen. Zum Vergleich dann an das Verhalten des Mobs nach der irrtümlichen Verhaftung eines Jugendlichen in Emden.
    WORAN LIEGT ES, DASS DIESER SELBSTVERSTÄNDLICHE UMGANG MIT DEMOKRATIE HIER SO OFT NICHT GELINGT?

    5 Leserempfehlungen
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    das "deutsche Problem" hat sicher viele Ursachen:

    - Unreflektierte "Vergangenheitsbewältigung" die Lippenbekenntnisse vor Verstehen setzt

    - Totaler Mangel an Rechtskenntnis ,mann läßt lieber 5 Jahre hinternander die Zusammensetzung des BT ausweniglernen

    - Völlige (angelernte) Ignoranz gegen die Unschuldsvermutung

    - Kein Verständins für rechtsstaatliche Verfahrenswege

    - Es bricht sich, unter einer sehr dünnen Zivilsationsdecke, leicht ein beispielloser Vernichtungswille jenseits alle Angemessenheit Bahn, wenn ein Einzelner den Eindruck hat, gerade nicht ausreichend "überwacht" zu sein.
    (Zeigt sich auch regelmäßig im Verhalten von durch Btm etwas enthemmten Individuen)

    Gewiss nicht immer und überall, aber es existieren wohl doch genügend dermaßen strukturierte Persönlichkeiten...

    MfG Karl Müller

    Vielleicht haben die Norweger noch Vertrauen in die Justiz.

    Wenigstens müssen die Opfer hier nicht befürchten, von der Justiz gesagt zu bekommen, dass sie lügen.

    Und die Opfer in Norwegen scheinen auch Hilfe zu bekommen und Rückhalt von der Gesellschaft.

    Opfer in Deutschland sind oft auch sich alleine gestellt und müssen dafür kämpfen, dass sie nicht ihrerseits als Täter gesehen werden.

    Egal ob Brevik als Täter verurteilt wird oder als unzurechnungsfähig Kranker in die Forensik gebracht wird - man wird hoffentlich nicht sagen, dass die getöteten Opfer schuld dran sind, dass Brevik sie erschossen hat, weil sie ihn mit ihrer Politik provoziert hätten.

    ...sagt der Ire.

    Das Zitat "Norwegen ist ein Rechtsstaat und wir müssen den Prinzipien des Rechtsstaates folgen, selbst wenn wir zu etwas anderem Lust hätten" stammt ja nur erst einmal von Nicoline Bjerge Schie, also einer Einzelperson. (Dazu noch Nachwuchs-Politikerin!)
    Auch unter 60-80 Mio. Deutschen werden sich wohl doch Einige finden, die sich ähnlich äußern würden, z.B. Sie selbst, darf ich Ihrem Kommentar wohl entnehmen.

    Ansonsten gäbe es auf Ihre Frage:
    "WORAN LIEGT ES, DASS DIESER SELBSTVERSTÄNDLICHE UMGANG MIT DEMOKRATIE HIER SO OFT NICHT GELINGT?"
    ...wohl nur eine Erklärung: Wir Deutschen sind eben anders? Aus geschichtlichen Gründen sind wir Deutschen eben stärker mit Polen, Tschechen oder Russen vermischt und verwandt als Norweger und andere Westeuropäer. Vielleicht erklärt das ja die Mentalitätsunterschiede?

    das "deutsche Problem" hat sicher viele Ursachen:

    - Unreflektierte "Vergangenheitsbewältigung" die Lippenbekenntnisse vor Verstehen setzt

    - Totaler Mangel an Rechtskenntnis ,mann läßt lieber 5 Jahre hinternander die Zusammensetzung des BT ausweniglernen

    - Völlige (angelernte) Ignoranz gegen die Unschuldsvermutung

    - Kein Verständins für rechtsstaatliche Verfahrenswege

    - Es bricht sich, unter einer sehr dünnen Zivilsationsdecke, leicht ein beispielloser Vernichtungswille jenseits alle Angemessenheit Bahn, wenn ein Einzelner den Eindruck hat, gerade nicht ausreichend "überwacht" zu sein.
    (Zeigt sich auch regelmäßig im Verhalten von durch Btm etwas enthemmten Individuen)

    Gewiss nicht immer und überall, aber es existieren wohl doch genügend dermaßen strukturierte Persönlichkeiten...

    MfG Karl Müller

    Vielleicht haben die Norweger noch Vertrauen in die Justiz.

    Wenigstens müssen die Opfer hier nicht befürchten, von der Justiz gesagt zu bekommen, dass sie lügen.

    Und die Opfer in Norwegen scheinen auch Hilfe zu bekommen und Rückhalt von der Gesellschaft.

    Opfer in Deutschland sind oft auch sich alleine gestellt und müssen dafür kämpfen, dass sie nicht ihrerseits als Täter gesehen werden.

    Egal ob Brevik als Täter verurteilt wird oder als unzurechnungsfähig Kranker in die Forensik gebracht wird - man wird hoffentlich nicht sagen, dass die getöteten Opfer schuld dran sind, dass Brevik sie erschossen hat, weil sie ihn mit ihrer Politik provoziert hätten.

    ...sagt der Ire.

    Das Zitat "Norwegen ist ein Rechtsstaat und wir müssen den Prinzipien des Rechtsstaates folgen, selbst wenn wir zu etwas anderem Lust hätten" stammt ja nur erst einmal von Nicoline Bjerge Schie, also einer Einzelperson. (Dazu noch Nachwuchs-Politikerin!)
    Auch unter 60-80 Mio. Deutschen werden sich wohl doch Einige finden, die sich ähnlich äußern würden, z.B. Sie selbst, darf ich Ihrem Kommentar wohl entnehmen.

    Ansonsten gäbe es auf Ihre Frage:
    "WORAN LIEGT ES, DASS DIESER SELBSTVERSTÄNDLICHE UMGANG MIT DEMOKRATIE HIER SO OFT NICHT GELINGT?"
    ...wohl nur eine Erklärung: Wir Deutschen sind eben anders? Aus geschichtlichen Gründen sind wir Deutschen eben stärker mit Polen, Tschechen oder Russen vermischt und verwandt als Norweger und andere Westeuropäer. Vielleicht erklärt das ja die Mentalitätsunterschiede?

  1. das "deutsche Problem" hat sicher viele Ursachen:

    - Unreflektierte "Vergangenheitsbewältigung" die Lippenbekenntnisse vor Verstehen setzt

    - Totaler Mangel an Rechtskenntnis ,mann läßt lieber 5 Jahre hinternander die Zusammensetzung des BT ausweniglernen

    - Völlige (angelernte) Ignoranz gegen die Unschuldsvermutung

    - Kein Verständins für rechtsstaatliche Verfahrenswege

    - Es bricht sich, unter einer sehr dünnen Zivilsationsdecke, leicht ein beispielloser Vernichtungswille jenseits alle Angemessenheit Bahn, wenn ein Einzelner den Eindruck hat, gerade nicht ausreichend "überwacht" zu sein.
    (Zeigt sich auch regelmäßig im Verhalten von durch Btm etwas enthemmten Individuen)

    Gewiss nicht immer und überall, aber es existieren wohl doch genügend dermaßen strukturierte Persönlichkeiten...

    MfG Karl Müller

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Demokratie "
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    • cornus
    • 03.04.2012 um 19:23 Uhr

    den falschen 'Knopf' gedrückt......
    falls nicht ohnehin schon ersichtlich, ist Nr.3 eine Antwort auf Nr.2

    • cornus
    • 03.04.2012 um 19:23 Uhr

    den falschen 'Knopf' gedrückt......
    falls nicht ohnehin schon ersichtlich, ist Nr.3 eine Antwort auf Nr.2

    • cornus
    • 03.04.2012 um 18:49 Uhr

    und oft ohne Verständnis für geschichtliche Zusammenhänge ist unsere "Vergangenheitsbewältigung" allerdings. Allein schon das Wort 'Bewältigung' schließt das Wort "Verstehen" erst einmal aus.
    Dieses Reduzieren deutscher Geschichte auf unselige zwölf Jahre ist so in den Köpfen, dass sie schon von Schülern des siebten Schuljahres gefragt werden, wann denn endlich Hitler dran sei. Dass dieses reduzierte Geschichtsverständnis auch auf ein beispielloses Bombardement mit diesem Thema in allen Medien zu tun hat, versteht sich von selbst, auch Politiker bedienen sich gerne aus dem unendlichen Pool der ewigen Betroffenheit.
    Ein guter Gesellschaftslehre - Politik - und Geschichtsunterricht verweist auf Entwicklungen, vergleicht politische Systeme, etc. etc. macht deutlich, welch kostbare Güter 'Demokratie' und ein geordnetes Rechtssystem sind.
    Eine interessante Stunde habe ich in diesem Sinne erlebt, als ich mit meinen Schülern über Strafen im Mittelalter und den Sinn der Gewaltenteilung diskutierte (an der Hauptschule!) und es gibt im Verlauf der Geschichte noch viele Möglichkeiten, die Errungenschaften unseres Gesellschaftssystems herauszustellen. Selbstverständlich dann auch im Vergleich mit der Barbarei des 1000Jährigen Reiches.

    Es rächt sich, wenn immer nur auf emotionale Betroffenheit gesetzt wird. Leute, die mangels Aufklärung keinerlei Vergleichsmöglichkeiten haben, entwickeln kein Demokratie- und Rechtsverständnis und sind für billige Parolen aller Art empfänglich.

    Eine Leserempfehlung
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    die Botsschaft ist angekommen.

    Und:

    "Leute, die mangels Aufklärung keinerlei Vergleichsmöglichkeiten haben, entwickeln kein Demokratie- und Rechtsverständnis und sind für billige Parolen aller Art empfänglich."

    ist eigentlich perfekt formuliert, denn genau danach sollten Menschen fragen wenn sie wieder mal irgendeinem billigen Geschwätz aufgessessen sind und später nicht verstehen können wollen "wie konnte das nur passieren?"

    Das diese Leute so blöde waren und sich mit aller Kraft beteiligt haben weil sie selbst garnicht zu Abwägung und Vergleich fähig sind, das will dann niemand verstehen.

    Schade eigentlich das die Bemerkungen Napoleons zur Dummheit dre Deutschen immer noch Gültigkeit haben.

    MfG Karl Müller

    die Botsschaft ist angekommen.

    Und:

    "Leute, die mangels Aufklärung keinerlei Vergleichsmöglichkeiten haben, entwickeln kein Demokratie- und Rechtsverständnis und sind für billige Parolen aller Art empfänglich."

    ist eigentlich perfekt formuliert, denn genau danach sollten Menschen fragen wenn sie wieder mal irgendeinem billigen Geschwätz aufgessessen sind und später nicht verstehen können wollen "wie konnte das nur passieren?"

    Das diese Leute so blöde waren und sich mit aller Kraft beteiligt haben weil sie selbst garnicht zu Abwägung und Vergleich fähig sind, das will dann niemand verstehen.

    Schade eigentlich das die Bemerkungen Napoleons zur Dummheit dre Deutschen immer noch Gültigkeit haben.

    MfG Karl Müller

    • cornus
    • 03.04.2012 um 19:23 Uhr

    den falschen 'Knopf' gedrückt......
    falls nicht ohnehin schon ersichtlich, ist Nr.3 eine Antwort auf Nr.2

    Antwort auf "Sehr geehrter cornus,"
  2. die Botsschaft ist angekommen.

    Und:

    "Leute, die mangels Aufklärung keinerlei Vergleichsmöglichkeiten haben, entwickeln kein Demokratie- und Rechtsverständnis und sind für billige Parolen aller Art empfänglich."

    ist eigentlich perfekt formuliert, denn genau danach sollten Menschen fragen wenn sie wieder mal irgendeinem billigen Geschwätz aufgessessen sind und später nicht verstehen können wollen "wie konnte das nur passieren?"

    Das diese Leute so blöde waren und sich mit aller Kraft beteiligt haben weil sie selbst garnicht zu Abwägung und Vergleich fähig sind, das will dann niemand verstehen.

    Schade eigentlich das die Bemerkungen Napoleons zur Dummheit dre Deutschen immer noch Gültigkeit haben.

    MfG Karl Müller

    Antwort auf "Unreflektiert"
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    "Schade eigentlich das die Bemerkungen Napoleons zur Dummheit dre Deutschen immer noch Gültigkeit haben." Ich zitiere statt dessen Charles de Gaulle: "Die Deutschen sind arme Schweine, man hat ihnen das Rückgrat gebrochen."

    Hier geht es um einen norwegischen politischen Massenmord, und die Kommentatoren stimmen in die übliche Selbstanklage der Vergangenheitsbewältiger ein.

    "Schade eigentlich das die Bemerkungen Napoleons zur Dummheit dre Deutschen immer noch Gültigkeit haben." Ich zitiere statt dessen Charles de Gaulle: "Die Deutschen sind arme Schweine, man hat ihnen das Rückgrat gebrochen."

    Hier geht es um einen norwegischen politischen Massenmord, und die Kommentatoren stimmen in die übliche Selbstanklage der Vergangenheitsbewältiger ein.

  3. Wer wundert es, dass die Islamhasser der rechtsradikalen Plattform "Politically incorrect" doch tatsächlich eine Pilgerfahrt nach Norwegen unternehmen, um ihrem Idol, dem Massenmörder Breivik, zu huldigen ? Das ist leider kein Witz.

    Sie pilgern zum Massenmörder Breivik, um angeblich auf die "Verislamisierung" der westlichen Welt "aufmerksam zu machen". Wer aber zu Massenmördern pilgert, hat sicherlich ganz andere Motive im Keller. "Freiheit" wird wohl kaum eines der Motive im Gepäck sein.

    Sie nennen es "counter jihad", also "Gegen-Heiliger-Krieg", und spielen dabei auf den Egoshooter "Counter Strike" an, bei dem es einzig und allein darum geht, Menschen zu töten - und zwar möglichst viele. Oben genannte Seite ist übersät von rassistischen und volksverhetzenden Artikeln und Kommentaren. Und man fragt sich: warum in aller Welt wird diese Seite denn noch immer nicht vom Verfassungsschutz beobachtet ?

    Falls Sie das eben überlesen haben und sich später rausreden wollen, hier noch einmal deutlich: WO ? BLEIBT ? DER ? VERFASSUNGSSCHUTZ ?

    Später werden uns unsere Enkel vielleicht einmal fragen: habt ihr wirklich nicht gewusst, was diese Leute dort treiben, was für Brandstifter sie sind ? Wiederholt sich die Geschichte ? Gestern die Juden, heute die Moslems ?

  4. Vielleicht haben die Norweger noch Vertrauen in die Justiz.

    Wenigstens müssen die Opfer hier nicht befürchten, von der Justiz gesagt zu bekommen, dass sie lügen.

    Und die Opfer in Norwegen scheinen auch Hilfe zu bekommen und Rückhalt von der Gesellschaft.

    Opfer in Deutschland sind oft auch sich alleine gestellt und müssen dafür kämpfen, dass sie nicht ihrerseits als Täter gesehen werden.

    Egal ob Brevik als Täter verurteilt wird oder als unzurechnungsfähig Kranker in die Forensik gebracht wird - man wird hoffentlich nicht sagen, dass die getöteten Opfer schuld dran sind, dass Brevik sie erschossen hat, weil sie ihn mit ihrer Politik provoziert hätten.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Demokratie "
  5. "Schade eigentlich das die Bemerkungen Napoleons zur Dummheit dre Deutschen immer noch Gültigkeit haben." Ich zitiere statt dessen Charles de Gaulle: "Die Deutschen sind arme Schweine, man hat ihnen das Rückgrat gebrochen."

    Hier geht es um einen norwegischen politischen Massenmord, und die Kommentatoren stimmen in die übliche Selbstanklage der Vergangenheitsbewältiger ein.

    Antwort auf "Sehr geehrter cornus,"
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    wie sich Ihnen selbst erschließen sollte, liegen zwischen einer Zustandbeschreibung und "mea culpa" doch Welten.

    Wollen Sie etwa den Verdacht wecken, Sie möchten umbedingt in die Gruppe der dermaßen kritisierten Mitmenschen fallen?

    Schließlich geht es doch um den beeinducken abgeklärten Umgang mit einer Großschadenlage, der so in Deutschland weder auf der menschlichen noch auf der rationalen Ebene möglich scheint, und Sie bemühen sich gleich das auch noch zu unterstreichen. Respekt.

    MfG Karl Müller

    wie sich Ihnen selbst erschließen sollte, liegen zwischen einer Zustandbeschreibung und "mea culpa" doch Welten.

    Wollen Sie etwa den Verdacht wecken, Sie möchten umbedingt in die Gruppe der dermaßen kritisierten Mitmenschen fallen?

    Schließlich geht es doch um den beeinducken abgeklärten Umgang mit einer Großschadenlage, der so in Deutschland weder auf der menschlichen noch auf der rationalen Ebene möglich scheint, und Sie bemühen sich gleich das auch noch zu unterstreichen. Respekt.

    MfG Karl Müller

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