Dnjepropetrowsk: Keine Anschlagsdrohung, kein Bekennerschreiben
Bislang gibt es keine Hinweise, wer die Anschläge im Osten der Ukraine verübt hat. Die Opposition sorgt sich, der Fall Timoschenko bekomme nun keine Aufmerksamkeit mehr.
Nach den Bombenanschlägen mit mindestens 29 Verletzten in der ukrainischen Stadt Dnjepropetrowsk suchen die Ermittler mit Hochdruck nach den Attentätern. "Diese Terroristen wollen Chaos anrichten, aber wir werden sie schnell finden und ihrer gerechten Strafe zuführen", kündigte Regierungschef Nikolai Asarow an. Das Innenministerium in Kiew hatte nach den vier Explosionen an verschiedenen Stellen der Industriestadt am Vortag mitgeteilt, es habe weder Anschlagsdrohungen noch ein Bekennerschreiben gegeben.
Die Staatsanwaltschaft sprach am Freitag schnell von Terrorismus – ein in der Ukraine häufig verwendeter Begriff, um einen härteren politischen Kurs zu rechtfertigen. Gründe für ihre Annahme nannten die Ermittler nicht.
Ob nicht auch kriminelle Banden hinter der Serie stecken könnten? Die Behörden äußerten sich bislang nicht dazu. Ukrainische Medien spekulierten am Freitag, dass es sich um Kriminelle genauso handeln könne wie um politische Extremisten. Unbestätigten Medienberichten zufolge ist ein Mann verhaftet worden.
Zu den Anschlägen äußern sich viele Politiker aus dem In- und Ausland, da die Ukraine einerseits Co-Gastgeberland der bald beginnenden Fußball-EM ist. Die Ukraine trägt vom 8. Juni bis 1. Juli die Fußball-EM gemeinsam mit Polen aus. Dnjepropetrowsk ist aber keiner der vier Spielorte in der Ex-Sowjetrepublik. Andererseits ist Dnjepropetrowsk die Heimatstadt der ukrainischen Politikerin Julija Timoschenko.
Sorge um Fall Timoschenko
So fürchtet der ukrainische Abgeordnete Sergej Paschinski, dass durch die Anschläge der Fall Timoschenko in der Ukraine nicht weiter im Fokus steht. "Ich bin überzeugt, dass es in den Abendnachrichten im Fernsehen nur noch Berichte aus Dnjepropetrowsk geben wird, aber die Dokumente, die beweisen, dass Timoschenko brutal verprügelt wurde, keine Rolle spielen", sagt er Medien zufolge. Die Behörden seien aber in Erklärungsnot, weil das Land bisher als Ziel von Terroristen nicht aufgefallen sei.
Dnjepropetrowsk ist die Geburtsstadt der inhaftierten Ex-Regierungschefin Timoschenko, deren Inhaftierung international Empörung auslöst. An diesem Samstag setzt die Justiz in Charkow einen zweiten Prozess gegen die 51-Jährige fort, allerdings in Abwesenheit der erkrankten Timoschenko. Der in einem ersten Prozess bereits zu sieben Jahren verurteilten Oppositionsführerin drohen wegen Steuerhinterziehung und Veruntreuung weitere zwölf Jahre Haft.
Timoschenko protestiert seit einer Woche mit einem Hungerstreik gegen ihre Behandlung in Charkow. Unter anderem sei sie beim erzwungenen Transport vom Gefängnis in eine Klinik am 20. April von Aufsehern verletzt worden, klagt die Politikerin.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte sich besorgt über die Anschlagsserie. Wie sein Sprecher am späten Freitagabend in New York mitteilte, habe Ban dem ukrainischen Volk und insbesondere den Familien der Opfer sein herzliches Mitgefühl übermittelt und den Verletzten schnelle Genesung gewünscht.






für irreführenstens und lustigstes journalistisches Ablenkungsmanöver:
"...Terrorismus – ein in der Ukraine häufig verwendeter Begriff, um einen härteren politischen Kurs zu rechtfertigen."
Terrorismus - Dieser Begriff ist in der westlichen Welt - spätestens seit 9/11 - das wohl im am meisten vom Mainstream benutzte Schlagwort, dass beim langsam fortschreitenden Abbau von Bürgerrechten und Demokratie auftaucht.
bekommt mit diesen Anschlägen nichts weiter als zusätzliche Probleme. Der Fall Timoschenko, der von den Medien seit Tagen im Vorfeld der Europameisterschaft aufgebauscht wird. Alles das lässt doch wohl eher den Schluss zu, dass irgend jemand bestrebt ist, den politischen Druck auf die Regierung zu erhöhen, um sie so zu Zugeständnissen zu zwingen, die unter normalen Voraussetzungen, so nie möglich wären.
Spekulationen, dass die Regierung von diesen Entwicklungen profitieren würde, finde ich völlig abwegig.
und Zar von Russland, Putin, will ein Großrussland. Da sind Weißrussland und die Ukraine selbstredend eingeschlossen.
Russland hat immmer Zugang zum Schwarzen Meer beansprucht.
Timoschenko ist im Würgegriff dieser sogenannten "Demokraten".
Vermutlich wurde ihr "die Orangene Revolution" mit körperlicher Züchtigung ausgetrieben. Der alte Tscheka-Offizier Putin kennt sich auf diesem Gebiet gut aus und hat seinen Kumpanen Janukowitsch gewiss einige Tipps gegeben.
Lieps
Preußischer Diplomat
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Danke. Die Redaktion/ag
Da detonieren in der Ukraine Bomben in Papierkörben, es gab 29 Verletzte. Da brauchen die Ermittler keine Gründe mehr zu nennen, das ist bereits Trerror! Terror muss nicht unbedingt von politisch motivierten Tätern durchgeführt werden, Terror können natürlich auch Banden oder Regierungen.
Die Opposition braucht sich nicht um mediale Aufmerksamkeit in Sachen Timoschenko sorgen, zumindest in der Deutschen Medienlandschaft wird Frau Timoschenko mit Aufmerksamkeit überhäuft. Und so wie das aussieht, gibt Deutschland nicht eher Ruhe, bis Frau Timoschenko hier abgeliefert wird.
Über die Hintergründe kann ich nur Vermutungen anstellen. Frau Timoschenko ist nicht die einzige Gefangene weltweit, die einer "besonderen Behandlung" ausgeliefert ist. Aber es ist die einzige Gefangene mit einem solch enormen Medienrummel.
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