Ausschreitungen: Polizei löst 1. Mai-Demonstrationen auf
Gewaltbereite haben in der Nacht in Berlin und Hamburg randaliert. Die Berliner Polizei äußerte sich dennoch zufrieden – ihre Doppelstrategie sei aufgegangen.
© John MacDougall/Getty Images

Revolutionäre 1. Mai-Demo in Berlin: Ein kaputtes Fenster eines Polizeiwagens
In Berlin-Kreuzberg ist es am gestrigen Dienstagabend schon kurz nach dem Start der Demonstration unter dem Motto "Der Druck steigt — für die soziale Revolution" zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Demonstranten attackierten Polizeibeamte, Steine und Flaschen flogen gegen eine Bankfiliale, eine Tankstelle wurde ebenfalls attackiert.
Als vor dem Jüdischen Museum Steine gegen ein Wachhäuschen flogen und Beamte immer wieder angegriffen wurden, beendete die Polizei den Aufmarsch vorzeitig. Somit konnten die Teilnehmer nicht wie ursprünglich geplant bis ins Stadtzentrum ziehen, wo die Veranstaltung am Boulevard Unter den Linden enden sollte. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf etwa 10.000. Sie selbst war mit rund 7.000 Beamten im Einsatz.
Am Abend zuvor waren während der Berliner "Antikapitalistischen Walpurgisnacht" mit rund 3.000 Teilnehmern, die erstmals im alten Arbeiterbezirk Wedding stattfand, ebenfalls vereinzelt Flaschen, Steine und Böller gegen Beamte und Polizeiautos geflogen. Acht Polizisten wurden leicht verletzt. Die Polizei schritt gegen einige Vermummte ein, es gab vier Festnahmen – deutlich weniger als im Vorjahr. Die Protestaktion wurde vorzeitig beendet, nachdem etwa 200 schwarz gekleidete Demonstranten eine Menschenkette bilden wollten.
Die amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers bezeichnete den Einsatz der Beamten als sehr gelungen. Die Polizei habe sich nicht provozieren lassen, sagte sie. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) sagte, das Konzept der Polizei sei aufgegangen. Die Einsatzkräfte seien besonnen vorgegangen, hätten aber schnell und konsequent gegen Straftäter durchgegriffen.
In Hamburg wurden zwei Polizisten verletzt
Ähnliche Szenen wie in der Nacht in Berlin spielten sich auch in Hamburg ab. Während der Schlusskundgebung der sogenannten revolutionären 1. Mai-Demonstration, die unter dem Motto "Keine Alternative zur Revolution!" stand, warfen Teilnehmer Flaschen, Böller und Steine auf Beamte. Zwei Polizisten wurden verletzt, wie eine Sprecherin berichtete. Einige Demonstranten waren vermummt.
Etwa 1.400 Teilnehmer waren zuvor von den St. Pauli-Landungsbrücken über die Reeperbahn in den Stadtteil Ottensen gezogen. Schon dabei warfen einige Demonstranten Böller auf die Einsatzkräfte und zündeten bengalische Feuer. Die Ausschreitungen dauerten auch nach der Abschlusskundgebung an. Die Polizei setzte im Schanzenviertel in der Nähe des alternativen Kulturzentrums Rote Flora einen Wasserwerfer ein. Sie war mit etwa 1.000 Beamten präsent.
Im Hamburger Schanzenviertel verlief die Walpurgisnacht nahezu ohne Zwischenfälle. Der Polizei zufolge wurden lediglich einige Mülltonnen und Abfall in der Nähe des links-alternativen Kulturzentrums Rote Flora angezündet, aber schnell wieder gelöscht.





Das Motto: "Der Druck steigt — für die soziale Revolution" verheißt viel.
Ich wüsste jedoch gerne mehr über die Erwerbstätigkeit der Demonstranten. Waren sie Arbeiter, Angestellten oder Studenten? Waren sie Ärzte, Ingenieure oder Redakteure? Wer demonstriert in dieser Form für die soziale Revolution?
... interessieren, wo diese ganzen Typen herkommen. Was machen die das ganze Jahr über, wie leben diese, wo arbeiten diese?
Schön, dass jetzt wieder alle zufrieden sind, aber auch unabhängig vom entstandenden Schaden, was für ein lächerliches Bild stellen wir eigentlich im Ausland da?
Am Ende treffen die uns alle.
...was ich mir unter der "Sozialen Revolution" vorstellen darf. Ich meine, seit Jahren - nein, Jahrzehnten - macht die Berliner Linke dafür Werbung. Nur weiß ich nicht, was das am Ende sein soll...
... interessieren, wo diese ganzen Typen herkommen. Was machen die das ganze Jahr über, wie leben diese, wo arbeiten diese?
Schön, dass jetzt wieder alle zufrieden sind, aber auch unabhängig vom entstandenden Schaden, was für ein lächerliches Bild stellen wir eigentlich im Ausland da?
Am Ende treffen die uns alle.
...was ich mir unter der "Sozialen Revolution" vorstellen darf. Ich meine, seit Jahren - nein, Jahrzehnten - macht die Berliner Linke dafür Werbung. Nur weiß ich nicht, was das am Ende sein soll...
...und hatte mit den Einsätzen wenig bis nix zu tun. [...]
Gekürzt. Bitte äußern Sie sich sachlich. Danke, die Redaktion/lv
auf dem Bild sieht für mich aber nicht nach einem Polizeiauto aus.
Es handelt sich bei diesem "Polizeiwagen" um ein Wachhäuschen der Polizei.
http://www.waz-online.de/...
Es handelt sich bei diesem "Polizeiwagen" um ein Wachhäuschen der Polizei.
http://www.waz-online.de/...
sozialen Revolution scheint mir nach den TV-Bildern mittlerweile mehr einem lustigen Beisammensein zu gleichen.
Es scheint also jene Friedfertigkeit nicht der Doppelstrategie der Polizei geschuldet zu sein, sondern einer gesellschaftlichen Veränderung.
... gehört zu einem Postenhäuschen. Sowas gibt es vor Botschaften und anderen öffentlichen Einrichtungen.
Wenn ich die Berichterstattung richtig verstanden habe, demonstrierten die Sozialrevolutionäre gegen dieses Häuschen, und daraufhin löste die Polizei (mit 7.000 Mann) die Demonstration auf.
Es scheint also jene Friedfertigkeit nicht der Doppelstrategie der Polizei geschuldet zu sein, sondern einer gesellschaftlichen Veränderung.
... gehört zu einem Postenhäuschen. Sowas gibt es vor Botschaften und anderen öffentlichen Einrichtungen.
Wenn ich die Berichterstattung richtig verstanden habe, demonstrierten die Sozialrevolutionäre gegen dieses Häuschen, und daraufhin löste die Polizei (mit 7.000 Mann) die Demonstration auf.
Es scheint also jene Friedfertigkeit nicht der Doppelstrategie der Polizei geschuldet zu sein, sondern einer gesellschaftlichen Veränderung.
protestieren bzw gegen das system zu sein können sie ja auch. aber warum gewaltätig werden? das gibt nur den rechten rand wieder zündstoff (der linke terror und so ein blödsinn) und es führt zu nichts! sie isolieren sich selbst von jeder diskussionsmögichkeit und sorgen dafür das sie als hooligans darstehen. bravo! sinnlose gewalt at its best
... dass ein großer Teil dieser Leute offensichtlich nur wegen der Gewalt anreist, wie beim Fußball halt auch. Aber solange alle mit dieser Situation zufrieden sind ist ja alles schön und gut.
http://www.youtube.com/wa...
Die Mehrheit der Leute ist so oder so friedlich, warum da ein paar durchdrehen, wer weiß das schon genau, es sind so oder so Einzelfälle.
Größere Eskalation tritt ja erst ein, wenn die Polizei entsprechend, wie früher, selbst massive Gewalt anwendet, da wehren sich dann auch Menschen, die vorher nichts getan haben.
So gesehen trägt die Polizei natürlich eine Menge dazu bei, wenn sie sich einfach nur um jene kümmer, die tatsächlich gewalttätig werden.
Bei vielen Menschen herrscht einfach ein Unverständnis, wenn Neonazis geschützt werden und die Polizei gerne mal scheinbar wegsieht, während bei anderen Demonstrationen der "Schlagstock locker sitzt", bildlich gesprochen.
Und natürlich sind auch das nur die Ausnahmen bei der Polizei, nur ist diese nunmal eine Einheit, ganz im Gegensatzu zu der heterogenen Masse der Demonstranten, die sich ja nicht ohne weiteres gegenseitig kontrollieren kann.
Dass die Gewalt nichts bringt, schon gar nicht gegen die Polizei, ist selbstverständlich.
Die Antwort lässt sich doch schon aus der Internet-Adresse diese Aufrufs ablesen:
http://erstermai.nostate....
Weg mit diesem Staat, wir schaffen uns unseren eigenen revolutionären antidemokratischen anarchistischen Staat.
...einen anarchistischen Staat wird es sicher nicht geben ;)
wenn sie schon so mit politischen Ausdrücken um sich werfen, sollten sie auch deren inhaltliche Bedeutung wissen!
... dass ein großer Teil dieser Leute offensichtlich nur wegen der Gewalt anreist, wie beim Fußball halt auch. Aber solange alle mit dieser Situation zufrieden sind ist ja alles schön und gut.
http://www.youtube.com/wa...
Die Mehrheit der Leute ist so oder so friedlich, warum da ein paar durchdrehen, wer weiß das schon genau, es sind so oder so Einzelfälle.
Größere Eskalation tritt ja erst ein, wenn die Polizei entsprechend, wie früher, selbst massive Gewalt anwendet, da wehren sich dann auch Menschen, die vorher nichts getan haben.
So gesehen trägt die Polizei natürlich eine Menge dazu bei, wenn sie sich einfach nur um jene kümmer, die tatsächlich gewalttätig werden.
Bei vielen Menschen herrscht einfach ein Unverständnis, wenn Neonazis geschützt werden und die Polizei gerne mal scheinbar wegsieht, während bei anderen Demonstrationen der "Schlagstock locker sitzt", bildlich gesprochen.
Und natürlich sind auch das nur die Ausnahmen bei der Polizei, nur ist diese nunmal eine Einheit, ganz im Gegensatzu zu der heterogenen Masse der Demonstranten, die sich ja nicht ohne weiteres gegenseitig kontrollieren kann.
Dass die Gewalt nichts bringt, schon gar nicht gegen die Polizei, ist selbstverständlich.
Die Antwort lässt sich doch schon aus der Internet-Adresse diese Aufrufs ablesen:
http://erstermai.nostate....
Weg mit diesem Staat, wir schaffen uns unseren eigenen revolutionären antidemokratischen anarchistischen Staat.
...einen anarchistischen Staat wird es sicher nicht geben ;)
wenn sie schon so mit politischen Ausdrücken um sich werfen, sollten sie auch deren inhaltliche Bedeutung wissen!
Es sind zwar auch angemeldete Demos aber bei den bösen bösen anderen heisst das ja auch immer Aufmärsche.
[...]
Sehr süss wie hier etwas doch mit "ich kann es doch verstehen" umschrieben wird, was man bei anderen verachtet.
Teil entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich und differenziert. Danke, die Redaktion/lv
Huch, da hab ich mich wohl verlesen. Das ganze spielte sich ja in Deutschland ab. Es muss also dann lauten: Polizei löst 1. Mai-Demonstrationen ordnungsgemäß und zufriedenstellend auf.
nurnoch mit geladener Waffe in ihren täglichen Einsatz. Eine Maschinenpistole liegt im Einsatzfahrzeug. Zum Beispiel in der VR China unddekbar. Dort hat die Miliz nicht einmal einen Schlagstock.
nurnoch mit geladener Waffe in ihren täglichen Einsatz. Eine Maschinenpistole liegt im Einsatzfahrzeug. Zum Beispiel in der VR China unddekbar. Dort hat die Miliz nicht einmal einen Schlagstock.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren