Die Auseinandersetzung um Proteste von Kapitalismusgegnern in Frankfurt am Main spitzt sich zu. Nachdem die Stadt mehrere für das Himmelfahrtswochenende angekündigte Kundgebungen verboten und die vorübergehende Räumung des Occupy-Camps vor der Europäischen Zentralbank (EZB) angeordnet hat, rufen die Aktivisten nun zum Widerstand auf.

Kleinere Protestaktionen seien unabhängig vom Demonstrationsverbot und würden auf jeden Fall stattfinden, sagten Vertreter des Bündnisses. Die Stadt hatte das Verbot mit einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung begründet. Das Verwaltungsgericht Frankfurt muss noch entscheiden, ob das Demonstrationsverbot Bestand hat. Zunächst war noch unklar, wann der Beschluss bekannt gegeben wird.

Auch eine mögliche Räumung des Occupy-Camps will die Bewegung nicht hinnehmen. Die Aktivisten kündigten Sitzblockaden an und appellierten an Unterstützer, bereits am Dienstagabend mit Zelten und Schlafsäcken in das Camp zu kommen, um eine Räumung zu erschweren. Die Polizei hatte die Zone zum Schutzraum erklärt, weil die EZB zentraler Angriffspunkt der geplanten Proteste am Wochenende sei.

Zum Blockupy-Bündnis gehören verschiedene Organisationen aus dem linken politischen Spektrum, darunter die Linkspartei und das globalisierungskritische Netzwerk Attac . Occupy ist eine weltweite Bewegung , die zentrale Plätze besetzt und damit Kritik am Kapitalismus übt.