Großbrand: Feuerwehr sucht in Coburg noch immer nach Glutnestern
Sechs historische Häuser wurden in der Nacht in Coburg durch einen Brand zerstört. Das Feuer ist unter Kontrolle, vollständig gelöscht ist es nicht.
© copterflug.com/Stefan Thomas/dpa

Luftaufnahme der in Coburg zerstörten Häuser
Um 1.18 Uhr in der Nacht zum Sonntag hatte die Rettungsleitstelle in Coburg der Anruf erreicht, dass es in der Innenstadt brenne. Die mittelalterliche Innenstadt ist eng bebaut, viele Häuser sind aus Holz. Die Leitstelle gab Großalarm. Nachdem die ersten Feuerwehrleute das Ausmaß des Brandes gesehen hätten, sei dann der Katastrophenfall ausgerufen worden, zitiert die Coburger Neue Presse den Stadtsprecher Michael Selzer.
Vor dem Rathaus bauten die Rettungskräfte anschließend ihre Zentrale auf. 300 Helfer der Feuerwehr, der Polizei, des Technischen Hilfswerks (THW) und der Rettungsdienste waren im Einsatz. Mit Hilfe der Bereitschaftspolizei wurden die Häuser zwischen Herrngasse, Steingasse und Rückertstraße evakuiert und 80 Anwohner in Sicherheit gebracht. Trotzdem wurden insgesamt 13 Menschen durch den Rauch verletzt.
Dass die Polizisten so schnell zur Stelle waren, verdanken die Geretteten einem Zufall. Die Bereitschaftspolizei befand sich in der Innenstadt, da Demonstrationen erwartet worden waren. Normalerweise steht Coburg über Pfingsten ganz im Zeichen des Pfingstkongresses des Coburger Convents, dem Dachverband von 96 Studentenverbindungen in Deutschland und Österreich.
Suche mit Wärmebildkamera
An den Convent denkt derzeit niemand mehr, das Feuer bestimmt die Gespräche. "Im Mittelalter wäre da eine ganze Stadt abgebrannt", sagt Rudolf Klotz. Der Coburger ist mit seiner Frau Ilse unterwegs zum Gottesdienst in die Morizkirche. "Heute hat man zum Glück ganz andere technische Möglichkeiten."
Doch auch trotz dieser Möglichkeiten ist das Löschen nicht leicht. Denn es brannte in einem eng bebauten und schwer zugänglichen Hinterhof. Nur mit Drehleitern konnten die Feuerwehrleute an die Flammen herankommen.
THW-Leute auf dem Turm der Morizkirche beobachteten Brandnester genau wie Polizisten an Bord eines Hubschraubers. Mit einer Wärmebildkamera suchten sie nach heißen Stellen.
Am Sonntagnachmittag galt das Feuer zwar als nahezu gelöscht, doch noch immer suchte die Feuerwehr Glutnester und trug dazu die Ziegel der Dächer ab. Möglicherweise werde die Suche noch Tage dauern, sagte ein Sprecher.





Bitte äußern Sie sich sachlich. Danke, die Redaktion/fk.
Das ist wirklich schrecklich! Diese schönen alten Häuser- und nun sind sie zerstört. Es ist wirklich sehr schade.
Ich hoffe, die Ursache kann bald gefunden werden und der Schaden hält sich in Grenzen, aufdass bald Reparaturarbiten beginnen können.
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