RassismusDeutschland ohne Ausländer

"Ausländer raus!" steht an mancher Häuserwand. Was würde die Umsetzung dieser Hetzparole konkret bedeuten? Zwei Autoren haben das Szenario – nicht ganz – zu Ende gedacht. von Deniz Baspinar

"Deutschland ohne Ausländer" ist im Redline Verlag erschienen.

"Deutschland ohne Ausländer" ist im Redline Verlag erschienen.  |  © Redline Verlag

Die Journalisten Pitt von Bebenburg und Matthias Thieme haben in ihrem Buch Deutschland ohne Ausländer – Ein Szenario folgendes Planspiel entworfen: Was würde es für den Arbeitsmarkt bedeuten, die Wirtschaft, für die Steuereinnahmen und Sozialsysteme, für die Familien, für das Bildungssystem, für das Verhältnis Deutschlands zur internationalen Gemeinschaft, wenn alle sieben Millionen Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ausgewiesen würden?



"Ausländer raus" sagen vielleicht nur wenige laut. Meinungsforscher stellen aber fest, dass sehr viele Menschen, etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung, der pauschalen Aussage zustimmen, es gäbe zu viele Ausländer in Deutschland .

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Deshalb kamen Bebenburg und Thieme auf die Idee, eine fiktive rechtspopulistische Regierung ins Amt zu setzen, die alle Menschen mit ausländischem Pass radikal des Landes verweist – auch alle EU-Bürger und alle Menschen, die mit deutschen Partnern verheiratet sind. Die Autoren befragten dazu Experten und beschreiben die katastrophalen Folgen für alle möglichen Lebensbereiche sehr anschaulich. Und doch wird das Buch keinen Rassisten zur Vernunft bringen.



Zusammenbruch im Arbeitsleben

Das Autorenteam beschreibt, wie zunächst einmal das Arbeitsleben in vielen Bereichen zusammenbrechen würde: in Pflegeeinrichtungen , an Flughäfen, in der Gastronomie, im Reinigungsservice, in der Automobilindustrie – also überall dort, wo überdurchschnittlich viele Ausländer arbeiten.



Ohne Migranten müssten Pflegeheime und ambulante Pflegedienste beispielsweise die Versorgung der Alten und Pflegebedürftigen auf ein Minimum reduzieren. Viele Menschen, die jetzt ambulant versorgt werden, würden in Pflegeeinrichtungen überwiesen werden. Da aber auch in den Heimen das Personal wegbrechen würde, könnten die Pflegebedürftigen gar nicht aufgenommen werden. Also müssten Verwandte einspringen und ihre Berufstätigkeit aufgeben oder erheblich reduzieren.



Ein weiteres Beispiel wäre die Bankwirtschaft, die international agiert und im mittleren und oberen Management besonders viele Ausländer beschäftigt. Eine Ausweisung von Ausländern hätte zur Folge, dass ganze Geschäftsbereiche in Deutschland aufgegeben werden müssten. Ausländische Banken würden ihre Filialen ganz schließen. All dies hätte enorme Auswirkungen auf die Kreditversorgung der deutschen Wirtschaft.
 Die wiederum ist gar nicht so rein deutsch wie man denkt. Aktiengesellschaften wie Daimler, Bayer oder E.On gehören mehrheitlich ausländischen Anlegern. Diese würden in einem solchen Szenario ihr Kapital zurückziehen, was einen Börsencrash zur Folge hätte.



Zu wenige Steuern und Sozialabgaben



Den Haushalten von Bund, Ländern und Gemeinden würden Steuereinnahmen von 50 Milliarden Euro entgehen und die Bruttoinlandsproduktion würde jährlich um 150 bis 200 Milliarden Euro schrumpfen. Die Folge wären höhere Steuern und Sozialabgaben und ein höheres Renteneintrittsalter für die verbleibende Bevölkerung. 

Spätestens hier merkt der Leser, welche tief greifenden Konsequenzen die leichtfertige Vertreibung aller vordergründig Fremden hätte.



Leserkommentare
  1. Niemand fordert 'Ausländer raus' (außer vielleicht ein paar hirnlose Deppen). Zuerst eine nicht-existierende-Forderung zu behaupten um sie anschließend wortreich zu 'widerlegen' ist die typische linke eristische Dialektik, die genau gar nichts zur Diskussion beiträgt.

    Das eigentliche Problem wird mal wieder verschwiegen. Wer hat was gegen die katholische Pflegekraft aus Polen, die mit Mann und zwei Kinder hier ihr Leben aufbauen will? Ich behaupte 'Niemand" - weil spätestens ihr Kinder hier ganz normale Deutsche sein werden. Problem: Null!

    Wer hat Probleme mit Japanern in Düsseldorf, Vietnamesen in Augsburg, Chinesen in Dresden? Ich behaupte: (Fast) Niemand - weil das fleißige Leute sind, die vorwärts kommen wollen und ihre Kinder machen zu 80% Abitur und keinen Ärger und in einer Generation sind die perfekt integriert.

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/ag

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    • Nero11
    • 30. Mai 2012 11:02 Uhr

    sondern weil sie von allen Einwanderern am zahlreichsten sind und dazu einen niedrigen sozialen Status mitbringen. Daraus ergeben sich die Probleme. Wären die Moslems in der Minderzahl, würden sie genauso wenig auffallen, wie heute die Polen oder die Russen.

    Zu
    theodor groppe
    30.05.2012 um 10:52 Uhr

    Mehr ist nicht zu sagen.

    Ich sehe meine Spanischen und Polnischen Freunde NICHT als Ausländer an. Konnten wir diesen Schritt nicht erst festigen aber in einer Ochlokratie ist das eben nicht möglich. Tschau

    PS
    http://de.wikipedia.org/w...
    Schon Platon und Sokrates wussten Bescheid

    streben Sie ebenfalls an, nämlich hier: "Zuerst eine nicht-existierende-Forderung zu behaupten um sie anschließend wortreich zu 'widerlegen' ist die typische linke eristische Dialektik" Wieso sollte eine eristische Dialektik "typisch links" sein. Haben Sie schonmal den Namen Thilo Sarrazin gehört?

    Zu den Moslems in Deutschland: Man fordert gerne ihre Integration, die deutsche Sprache sollen sie lernen, das Kopftuch abnehmen, Bier trinken, Schweinefleisch essen, in den Schützenverein eintreten und sonnabends in die Badewanne steigen.
    Und wenn sie es denn tun? Ich kenne so einen Fall. Eine türkische Familie wohnt in der Siedlung meiner Eltern. Der Mann ist selbstständig (kein Dönerladen, Metalbau!), er schafft Arbeitsplätze. Sie sprechen perfekt deutsch, tragen kein Kopftuch, grillen im Garten und die Kinder spielen auf der Straße mit den Nachbarskindern. Die Sache hat nur einen Schönheitsfehler: Der gemeine deutsche Siedlungsbürger schreit zwar danach, der Ausländer möge sich integrieren, wenn er es denn aber tut, ist auch nicht genehm. Was bilden sich diese Türken ein, in "unsere" Siedlung zu ziehen? Hier ein Haus zu keufen?
    Wie es ein Moslem in Deutschland auch macht, er macht es falsch.

    Wenn rechtspopulistische/neonazistische Agitatoren ihren Rassismus und Chauvinismus tarnen wollen, greifen sie immer gern zu plumpen Vergleichen oder Heuchelei wie "Wir sind pro Israel", um nicht als Neonazis enttarnt zu werden oder "Niemand hat etwas gegen Ausländer aus der EU".

    Wie dünn solche Camouflagen sind, sieht man dann sehr leicht am Beispiel Griechenland oder an Reaktionen der Rechten, wenn sich der ZdJ gegen den antimuslimischen Rassismus stellt.

    Es geht den widerwärtigen "PI"-Horden, die das Internet fluten, letztendlich immer nur um eins: Um das Säen ihres Hasses.
    Die Methoden sind die gleichen wie zur NS-Zeit:
    http://hassmenschen.blogs...

    "alle Menschen mit ausländischem Pass radikal des Landes" zu verweisen – "auch alle EU-Bürger und alle Menschen, die mit deutschen Partnern verheiratet sind" ?
    Dieses Szenario ist völlig belanglos, da völlig aus der Luft gegriffen. Viel interessanter wäre gewesen, tatsächlich vorgebrachte Forderungen einmal durchzuspielen.

    • AndreD
    • 30. Mai 2012 14:54 Uhr

    dass all die Pakistanis, Türken und sonstigen anderen nicht fleißig sind.

    Na gut, sie haben ja nur Gemüseläden, die sie in einem 15-Stundentag als Familienbetrieb führen. Oder die Dönerläden, in denen sie von 12 - 02 Uhr stehen.
    Natürlich erwähnen sie nicht all die "Türken" und "sonstige Ausländer", die inzwischen ihr Abitur machen und studieren.

    Als im Osten lebender kann ich ihnen eines sagen: Hier im Osten sind diejenigen, die das "unangenehme" Potential haben lauter Deutsche. Woran liegt das?

    Vielleicht am Bildungsgrad? An der sozialen Schicht?

    Denn fast alle Ausländer haben hier entweder einen Job,studieren, machen ihr eigenes Geschäft auf oder sie verlassen Dresden gen Westen, wo es leichter ist an eine geregelte Arbeit zu kommen.

    Manchmal frage ich mich schon, wo sie ihre Augen haben...

    Der Schaden dadurch, dass er leider redaktionell "entkernt" wurde, konnte zum Glück unabsichtlich durch die Antwortkommentare begrenzt werden.

    Der Vergleich zwischen Miroslav Klose und Mesmut Özil ist zwar zunächst ein Einzelfall, eignet sich jedoch gut dazu, bei der Beschreibung eines gesellschaftlichen Problems die Pointe zu setzen.

  2. würden auch 8,6 Mio eingebürgerte Ausländer für die Faschisten kein Hindernis darstellen. Schließlich haben die Nazis Deutsche jüdischen Glaubens ermordet.

    Tatsächlich wird dieses Buch wohl nicht den faschistischen Tendenzen, die in der deutschen Gesellschaft herrschen, Einhalt gebieten. Es muss stärker thematisiert werden, dass um die 50% dieser Gesellschaft mehr oder weniger offen, derartige Ideen vertritt. Sarrazin mit seinen debilen Thesen ist ja nur ein Leuchtturm dieser Leute und ihrer kruden Weltanschauungen.

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    "Es muss stärker thematisiert werden, dass um die 50% dieser Gesellschaft mehr oder weniger offen, derartige Ideen vertritt."

    Wo haben Sie den diesen Nonsens her ? Man sollte ja ein Thema wirklich nicht verharmlosen aber in einem solchen Maße übertreiben ? Herje.

    Nichts für ungut, aber diesen Abwehrmechanismus muss man sich leisten können.

    Schaut man sich die Zahlen an, muss man anderes konstatieren.

    Ich habe selbst eine Schule mit hohem Anteil türkischer und arabischer Schüler besucht. Es war kein Zuckerschlecken.

    Ich bin hauptsächlich mit Akademikern oder Menschen mit guter Ausbildung befreundet. Wenn wir weggehen, machen wir um Schuppen mit vielen Türken einen großen Bogen, auch sonst geht man ihnen aus dem Weg.

    Konfessionelle Schulen (katholische und evangelische) haben mittlerweile teilweise 6-7 Mal so viele Bewerbungen wie Plätze. Ob das an der zunehmenden Gläubigkeit liegt? Vermutlich nicht. Vor kurzem beklagte der Paderborner Erzbischof, dass die katholischen Schulen immer mehr Eltern auffangen müssten, die mit ihren Kindern vor islamischen Schülern flüchten.
    In Berlin fangen Eltern in MultiKulti-Vierteln an, nach konfessionellen Schulen zu rufen. Warum wohl?

    Sind das alles Rassisten?
    Ich kann jedem nur raten, seine Kinder selbst auf die Schulen mit einem hohen anteil dieser Gruppen zu schicken. Beim eigenen Kind hört der Spaß meist auf.

    So ehrlich sollte man schon sein. Alles andere können sich nur die leisten, die hübsch nett in ihren abgeschirmten Vierteln leben und das eigene Kind auf nette homogene Gymnasien schicken können. Der rest erlebt die Realität.

    Warum wohl gehen nur noch etwas mehr als die Hälfte der Bürger wählen? Bei den 18-35 jährigen sind es sogar weniger als die Hälfte! Ist DAS nicht schlimm?

    "Es muss stärker thematisiert werden, dass um die 50% dieser Gesellschaft mehr oder weniger offen, derartige Ideen vertritt. "
    -----------------------------
    Sie sollten Ihr Umfeld wechseln, solche Dörfer kenne ich auch.

    • Nero11
    • 30. Mai 2012 11:02 Uhr

    sondern weil sie von allen Einwanderern am zahlreichsten sind und dazu einen niedrigen sozialen Status mitbringen. Daraus ergeben sich die Probleme. Wären die Moslems in der Minderzahl, würden sie genauso wenig auffallen, wie heute die Polen oder die Russen.

    Antwort auf "Eristische Dialektik"
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    • FE-92
    • 30. Mai 2012 11:45 Uhr

    Die größte Gruppe an Einwanderern machen die sogenannten Aussiedler aus, d.h. Menschen aus der früheren Sowjetunion. Sie fallen aber weniger auf, da sie geringere Ansprüche haben, sich kulturell nicht so stark von den Deutschen unterscheiden und häufig eine bessere Ausbildung besitzen.

    Insgesamt wandern (bedingt durch die EU-Regelungen) deutlich weniger Moslems (aus der Türkei, dem Nahen Osten usw.) als Nichtmoslems (aus den EU-27, ehem. SU) ein.

    • Eipi
    • 30. Mai 2012 14:13 Uhr

    Ich erzähle Ihnen mal was über die Spätaussiedler. Sie sind ab den neunziger Jahren gekommen und wurden mit Deutschen Pässen begrüßt. Obwohl die meisten kein Wort Deutsch konnten und Deutschland nur von Erzählungen der Großeltern kannten. Was muss ein Türke machen um einen Deutschen Pass zu bekommen? Wissen Sie das?
    Zur gleichten Zeit hat man den Türken, die seit 30 Jahren hier lebten und hier geboren wurden und das Land und die Wirtschaft mit aufgebaut haben, in allen Lebensbereichen zu erkennen gegeben, dass Sie unerwünscht sind. Vom Bundeskanzler über die Grundschullehrein, dem Vermieter und dem Nachbarn. Alle haben mitgewirkt.

    Aber die Deutschen Pässe waren nicht genug. Die Aussiedler haben nicht nur pässe bekommen, sondern auch Geld. Dann hat man Ihnen Kredite zum Nulltarif hinterher getragen, mit denen Sie Häuser in den Vorstädten gebaut haben. Während die Türken nach 50 Jahren immer noch in den Ghettos leben dürfen.

    Und, von wegen die Russen seien integriert. Die realität sieht ganz anderes aus. Wahrscheinlich kennen Sie keine.

    • russe1
    • 04. Juni 2012 16:39 Uhr

    Es gibt 4 (vier) Mio Russischsprachige in Deutschland

  3. 4. ein...

    ... echter Rechter würde jetzt anmerken: Nein, nur die ohne Krawatte wollen wir loswerden.

    Und ich befürchte dass ziemlich viele Menschen eine gute Portion dieser Konsequenzen in Kauf nehmen würden. Nicht weil Sie Rassisten sind, sondern weil Sie einfach ihre Ruhe haben wollen. Verständnis für abweichende Kulturen ist ja so anstrengen. Wir leisten uns ja auch eine Antipatie gegen Technik, .... in einem Land das vom Maschinenbau lebt!

    Da geistert diese Fantasiewelt wie Sie in Heimatfilmen verklärt durch die Köpfe. Man baut sich entsprechend ein Haus im Grünen, mit grossem Garten, egal wie sehr sich die Kinder auf dem Land langweilen (und dann zu Computerspielen greifen um die Einöde zu ertragen). Und in diesen Garten, dieses Wolkenkuckucksheim, lädt man keine Moslems ein. Viel zu anstrengend. Das ist kein Rassismus, Das hat eher Etwas von... fehlender Lebensfreude und Neugier.

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    "Man baut sich entsprechend ein Haus im Grünen, mit grossem Garten, egal wie sehr sich die Kinder auf dem Land langweilen (und dann zu Computerspielen greifen um die Einöde zu ertragen)."

    Herrgott noch mal, woher haben Sie denn diesen Mist? Alles Dumme, die auf dem land leben -oder halt Rassisten...

    Irgenwie fasse ich solch krude Ideen nicht.

    wenn sich nicht immer alles um Moslems dreht, dann ist das "fehlende Lebensfreude und Neugier."
    Wenn man ein "Haus im Grünen mit grossem Garten" auf dem Land hat, dann müssen sich die Kinder zwangsläufig langweilen und zu Computerspielen greifen.
    Da fragt man sich, ob das nun handfeste Vorurteile, beleidigende Unterstellung oder nur infantiles Geplärre ist.

  4. Zu
    theodor groppe
    30.05.2012 um 10:52 Uhr

    Mehr ist nicht zu sagen.

    Ich sehe meine Spanischen und Polnischen Freunde NICHT als Ausländer an. Konnten wir diesen Schritt nicht erst festigen aber in einer Ochlokratie ist das eben nicht möglich. Tschau

    PS
    http://de.wikipedia.org/w...
    Schon Platon und Sokrates wussten Bescheid

    Antwort auf "Eristische Dialektik"
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    hallihallo, sie wissenschaftler von eigenen gnaden.

    die herrschaft des pöbels, des plebs, des lumpenproletariats einfach mal so mit der anwesenheit von ausländern im 21. jahrhundert gleichzusetzen, ist - ich erlaube mir zu sagen: wochenschaureif. solche tiefschwarzen liederlichkeiten mögen vielleicht mal durch die unachtsame zeit-zensur schlüpfen aber wenn sie gern leuten was vormachen, die in höhlen gröhlen dann gehen sie doch bitte auf die einschlägigen seiten, die sie sicher kennen. zweigroschenwissen braucht die zivilisierte zeit nicht.

  5. "Es muss stärker thematisiert werden, dass um die 50% dieser Gesellschaft mehr oder weniger offen, derartige Ideen vertritt."

    Wo haben Sie den diesen Nonsens her ? Man sollte ja ein Thema wirklich nicht verharmlosen aber in einem solchen Maße übertreiben ? Herje.

  6. "Ein weiteres Beispiel wäre die Bankwirtschaft, die international agiert und im mittleren und oberen Management besonders viele Ausländer beschäftigt."

    "Aktiengesellschaften wie Daimler, Bayer oder E.On gehören mehrheitlich ausländischen Anlegern."

    Wenn man diese Stellen ließt, könnte man meinen, hier wird in linken Kreisen für "Ausländer raus" bewusst geworben.

    Ich persönlich glaube, dass bei einer solchen Argumentation Rassismus eher geschürt wird.

  7. Viele Länder, wie die Türkei, der Iran oder die Philippinen, prosperieren auch ohne Zuwanderung.

    Deutschland und Europa braucht Zuwanderung und erreicht dennoch kaum Wirtschaftswachstum.

    Das eigentliche Problem sind nicht die Zuwanderer, die im Gegenteil zur Linderung des eigentlichen Problems beitragen, sondern die fehlenden Kinder!

    Und das ist, nebenbei bemerkt, ein Problem aller in Deutschland lebenden, denn alle zusammen, Neudeutsche wie Altdeutsche, erreichen derzeit nur eine Fertilitätsrate von 1.4, so dass ein ständiger Zustrom von weiteren Immigranten erhalten bleiben muss, wenn hier nicht, wie im Buch beschrieben, alles zusammenberechen soll.

    Vielleicht schreiben die Autoren ja das nächste Mal ein Buch "Deutschland ohne Kinder"

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Suryo
    • 30. Mai 2012 11:37 Uhr

    Iran und Philippinen? Meinen sie das ernst?

    Verwechseln Sie doch bitte nicht Wachstumsraten mit absoluter Prosperität. Die Philippinen "prosperieren" im übrigen gerade deswegen, weil die Filipinos in großer Zahl INS AUSLAND GEHEN und von dort Geld überweisen!

    Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt mit einem extrem hohen Lebensstandard, und das selbstverständlich auch dank der Zuwanderung bzw dank den hier lebenden und arbeitenden Ausländern.

    • riciru
    • 30. Mai 2012 11:53 Uhr

    Entfernt. Bitte verfassen Sie argumentative und sachliche Beiträge. Danke, die Redaktion/se

    Würden alle Ausländer heute ausgewiesen werden, müsste so manches deutsche Kind in Deutschland ohne Mama oder Papa aufwachsen. Viele würden Onkel, Tante, Opa oder Oma verlieren.

    Auch in meiner Familie.

    ...dann? Kriegen Deutsche eben keine Kinder mehr. Wir haben genug Menschen und vor allem auch Kinder in der Welt, dieses Manko auszugleichen. Und weil hierarchisch zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft wegen ebendieser kein Unterschied gemacht werden darf, ist es genausowenig wünschenswert, dass eine bestimmte Rasse (im neutralst gemeinten Sinne) überlebt, wie es wünschenswert ist, dass sie nicht überlebt. Wenn also diejenigen, die über so und so viele Generationen hinweg deutsch sind, keine weitere Generation gebären, die das weiterträgt, ist das in beinahe jeder Hinsicht so was von egal. Wenn kein Deutscher mehr Kinder bekommt, ist Platz für mehr von außen, die adoptiert werden können oder gleich mit ihren Eltern zusammen einwandern und den Staat, man nenne ihn, wie man wolle, weiterführen. Und ich glaube nicht, dass Deutsche besser dazu in der Lage sind, einen Staat zu führen, als andere - auch, wenn ich persönlich relativ stolz auf die Demokratie, die wir formal betrachtet haben, bin. Das liegt sicher nicht in den Genen, sondern an den Umständen, unter denen der Staat, in dem wir leben, sich entwickelt hat und z.T. auch entwickeln musste. Anders ausgedrückt: Kein Mensch ist von Grund auf für unfähig zu halten - und jeder ist dazu verpflichtet -, ein anständiges Staatssystem zu errichten und zu erhalten. Deshalb ist es ganz egal, wo derjenige, der es tut, in erster, zweiter oder x-ter Linie herkommt, wichtig ist, dass er es tut.

    Entfernt. Verzichten Sie auf polemische und indifferente Äußerungen. Die Redaktion/mak

    Tja das ist der deutsche wohlstandskranke individualistische Geist. Dummerweise lernen nämlich gerade die ganzen angeblichen Multikulti-Versteher weitaus weniger von unseren Mitbürgern mit ausländischen Wurzeln als man animmt. Ich selbst schaue mit Neid auf türkische Familien, deren Großeltern nicht ins Altersheim abgeschoben werden, weil sie im Kreise immernoch größerer Familien alt werden dürfen. Der Wert der Familie (mag idealisiert klingen) bzw. die Kinderliebe ist in einigen Migrantenfamilien definitiv ausgeprägter.

    Die Argumentation von Pappendeckel zeigt wieviel Lebenserfahrungen und Wissen einige besitzen. Es ist ein dumpfer Idealismus davon auszugehen, man könne eine Gesellschaft nach belieben mit Einwanderung und unterschiedlichen Kulturen "revitalisieren". Das ist reine Utopie, da die Konflikte zw. Kulturen/Ethnien und die "Kosten" logischerweise für Gesellschaft und Migranten potentiell zunehmen. Ich verweise hier auf Konflikte die erst durch die Zuwanderung zunehmen, zum einen a) ethnische Stellvertreter"konflikte" wie etwa Kurden/Türken, Balkan etc.; b) sieht man in Berlin mit der Zuwanderung von Sinti und Roma wie sich Stadtteile entwickeln und welche Folgen das auf die Sozialleistungen hat; c) ist vor allem im Bildungsbereich nach 50 Jahren Zuwanderung von Gastarbeitern noch nichteinmal ansatzweise das autochtone Niveau erreicht; No-Go-Areas in Stadtteilen für Polizei, weil dort deutsches Recht teilweise nicht anerkannt wird etc.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik und Unterstellungen. Die Redaktion/ag

    dass die Fertilitätsrate von 1,4 sich eben nicht nur auf Deutsche bezieht. Bei Menschen andere Herkunft, die in Deutschland leben, ist sie teilweise um ein vielfaches höher!

    "8. Was macht den Unterschied?
    Viele Länder, wie die Türkei, der Iran oder die Philippinen, prosperieren auch ohne Zuwanderung."

    Sind Sie schon mal im Iran gewesen? Dass es da keine Zuwanderung gibt, existiert nur in Ihrer Vorstellung. Ich habe haufenweise afghanische Arbeiter und Familien gesehen (Afghanistan hat eine gemeinsame Grenze mit IR).
    Und die Philippinen scheinen Sie auch nicht zu kennen. Die prosperieren wegen der Auswanderung (bzw. der zeitweisen Arbeit im Ausland: Golfstaaten, Seefahrt).

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