Muslime: Friedensrichter, die Bestrafung verhindern
Wenn die Familienehre in Gefahr ist, verhindern sie oft Gewalt: Sogenannte Friedensrichter schlichten zwischen Muslimen – allerdings vorbei an der deutschen Justiz.
Wer Hassan Allouche trifft, der tritt ein in eine Parallelgesellschaft. Der füllige Libanese sitzt mit schusssicherer Weste im Hinterzimmer eines türkischen Restaurants in Berlin-Neukölln. Es ist dunkel, Spielautomaten blinken, neben dem 57-Jährigen wacht seine Tochter und nimmt das Interview auf. Nach wenigen Minuten klingelt Allouches Handy, er redet aufgeregt Arabisch.
Eine junge Türkin ist mit einem Araber durchgebrannt, die Familienehre in Gefahr, Allouche muss sofort los und "Schlimmes verhindern". Was das bedeutet? "Schon mal was von Ehrenmord gehört?", fragt er zurück und zündet sich die nächste Zigarette an.
Allouche nennt sich seit 1990 "Arabischer Friedensrichter", eine Bezeichnung, die auf seinen Visitenkarten steht und mit der er sich am Telefon meldet. Doch "Friedensrichter" ist ein irreführender Begriff, denn Allouche ist kein Richter. Er regelt die Probleme jenseits der deutschen Justiz, eine juristische Ausbildung hat er nicht. Nur bei Rauschgift und Terror halte er sich raus. Er sieht sich als "Diener für Allah und für Deutschland".
Friedensrichter verhindern Bestrafung der Täter
Die selbst ernannten Friedensrichter schalten sich zwischen den Betroffenen und den Behörden ein. Sie reden mit den Tätern und Opfern, bewegen sie manchmal zu Falschaussagen. Zwar wird eine Eskalation meist vermieden, eine Bestrafung der Täter aber auch. "Hat sich in ein Ermittlungsverfahren erst einmal der Friedensrichter eingeschaltet, sind weitere Aussagen der streitenden Parteien bei der Polizei nicht mehr zu erwarten", hieß es schon 2004 in einem Bericht der Kommission Organisierte Kriminalität für die Innenministerkonferenz.
Für die Justiz ist es frustrierend, wenn Einigungen außerhalb des Rechts getroffen werden. "Kriminalisten und Robenträger ärgern sich im Stillen, wenn sorgfältig geknüpfte Beweisketten plötzlich reißen", sagt der ehemalige ARD-Journalist Joachim Wagner. Er hat ein Buch über das Phänomen der Friedensrichter geschrieben, darüber, wie "islamische Paralleljustiz unseren Rechtsstaat gefährdet". Manche dieser Friedensstifter arbeiteten legal, doch die meisten seien im kriminellen Milieu tätig, glaubt Wagner.
"Von einer islamischen Paralleljustiz kann nicht die Rede sein"
Was Wagner kritisiert, ist in anderen Ländern Normalität. In muslimischen Gesellschaften ist der Einsatz von Friedensrichtern üblich. Nur Männer dürfen als solche handeln, sie werden gerufen, wenn es zu Konflikten kommt, wenn sich Familien streiten oder sich jemand bei einem Kauf betrogen fühlt. Einige von ihnen haben diese Tradition mitgebracht, als sie nach Deutschland kamen. So sei in Einwanderervierteln eine islamische Parallelordnung entstanden, die eine höhere Akzeptanz genieße als deutsche Gesetze, sagt Wagner. Ist also der deutsche Rechtsstaat in Gefahr?
"Von einer islamischen Paralleljustiz in Deutschland durch Friedensrichter kann keine Rede sein", entgegnet Peter Scholz, Vizepräsident des Berliner Amtsgerichts Tiergarten. Die Diskussion werde lediglich durch "einzelne spektakuläre Fälle am Leben erhalten", so Scholz. Und tatsächlich: Wagners Thesen beruhen größtenteils auf seinen Aktenstudien, es ist ihm nicht gelungen, intensiv in das von ihm beschriebene Milieu einzutauchen.
Zur Arbeit von Friedensrichtern gibt es keine Statistiken und Wagners zusammengetragene Fakten liefern nur dünnes Beweismaterial für seine Bedrohungstheorie. Der Autor porträtiert oberflächlich einige Friedensrichter und schließt von ihnen auf eine allgemeine Gefahr. Da nicht vermutet werden kann, dass in jedem türkischen Restaurant kriminelle Streitschlichter sitzen, scheinen Wagners Worte jedoch weit hergeholt. Natürlich gibt es Männer wie Allouche, doch sollte deren Wirkungskreis nicht überschätzt werden. Allouche betont übrigens immer wieder, dass er immer mit den Behörden zusammenarbeite, die aber viel zu nachsichtig seien. Kriminelle Migranten würden die Polizei "verarschen". Deswegen müsse man durchgreifen und diese abschieben.





man hätte sich ja auch sehr gewundert...
für eine Frauen Quote. Für den Anfang, wir sollten da niemanden überrumpeln, reichen, sagen wir 10 Prozent?
für eine Frauen Quote. Für den Anfang, wir sollten da niemanden überrumpeln, reichen, sagen wir 10 Prozent?
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemisierende Vergleiche. Danke. Die Redaktion/ds
Kritik an der Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Die Richtlinien der Moderation entnehmen Sie bitte der Netiquette. Danke, die Redaktion/mo.
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Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Die Redaktion/ds
für eine Frauen Quote. Für den Anfang, wir sollten da niemanden überrumpeln, reichen, sagen wir 10 Prozent?
und schon ist das Konzept nicht mehr so fremd.
Eine Institutionalisierung (über Schulung/Ausbildung und Lizensierung) könnte helfen, diese Mediatoren aus den Hinterzimmern zu holen, die Zusammenarbeit mit den Behörden zu verbessern und den Umgang mit Offizialdelikten rechtlich einwandfrei zu gestalten.
k.
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und vermeiden Sie polemische Äußerungen. Danke. Die Redaktion/ds
verhindern, dass vor Gericht ausgesagt wird, dann ist das keine Mediation mehr, sondern Vertuschung einer Tat.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Verallgemeinerungen. Die Redaktion/ds
Wozu Friedensrichter, die Leute brauchen Bildung! Wo leben wir, das Friedensrichter Gewalt verhindern sollen. Um gewalt zu verhindert frag ich keinen Friedensrichter sondern schalte meinen Kopf an.
so weltfremd kann man doch eigentlich gar nicht mehr sein.
Empfehle mal ein eintauchen in die Muslimegesellschaft sei es in D oder vielleicht mal direkt vor Ort, dann werden sie erkennen wie weltfremd ihr GM Kommentar ist.
Sich dabei gleich mal mit dem Ahkam ahl adh-dhimma auseinanderzusetzen, dann werden sie sehen worauf es hinausläuft.
@Thema
Spannend wie lapidar hier mit der Entwicklung in der final nun auch von der ZEIT anerkannten Parallelgesellschaft der Muslime umgegangen wird. Rechtsbeugung wird gut geheissen und bagatellisiert.
Würde die dt. Nationalen so etwas machen der Aufschrei der wäre groß.
Man kann D nur Glück wünschen und hoffen, dass es noch irgendwann wieder zur Besinnung kommt.
Bin froh das hier in Canada diesem Treiben Einhalt geboten wurde (http://www.canadianlawsit...).
Aber hier kniet ja auch kein Parlament oder Staatsoberhaupt vor den Muslimen nieder, wie es in D passiert. Und politische Wochenzeitungen profilieren sich nicht als Sprachrohr des Islam.
"rechtlich einwandfrei" gestalten, ohne in massive Konflikte mit Grundprinzipien unserer Rechtsordnung zu geraten?
Da ich Pragmatiker bin, kann ich eine zeitweilige "Duldung" solcher Praktiken "um des lieben Friedens willen" vorstellen, wenn Polizei und Justiz meinen, sie müßten kapitulieren. So wie in den Niederlanden alles mögliche "gedogen" ist, von Abtreibung über "Coffeshops" bis zur Tötung auf Verlangen.
Aber doch keine Institutionalisierung!
Langsam reicht es! Dieses Land ist immer noch Deutschland, und das heisst, dass hier deutsches, vom Parlament beschlossenes Recht gilt. Wer das nicht mag, weil er/sie aus dem Ausland kommt, dem/der stehen immer noch mehr als 100 andere Länder auf der Welt zur Verfügung.
Oder wollen wir jetzt nach dem Prinzip der Gleichbehandlung auch Parallel-Recht für Lutheraner, Katholiken, Scientologen und Marxisten-Leninisten aber auch z.B. für Rechtsradikale in sog. "national befreiten Zonen" zulassen?
Die "Redaktions-Empfehlung" ist mir völlig unverständlich - ich kann sie mir nur durch eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber den Grundwerten unserer Gesellschaft erklären.
Und sogar eine Redaktionsempfehlung! Ich hoffe das Forum wird für die Nachwelt archiviert...
Warum werden denn Feuerwehrmänner beim Einsatz behindert, warum nimmt die Gewalt gegen Polizisten und Sanitäter zu, woher kommen denn die meisten Intensivtäter?
Da steht anscheinend etwas über der europäischen Rechtsprechung, die schließlich aus unserer Wertkultur resultiert...
Immerhin weiß ich jetzt bescheid und werde mich bei zukünftigen Konflikten auf das ALTE Testament oder germanische Stämmesrituale berufen.
Vielleicht sollte man in Fußgängerzonen lieber das Grundgesetz an Freizeitrichter verteilen: "Da! Lies das!"
Ursprünglich stand im Titel der Autorin: Pseudo-Richter!
Dieser Beitrag erhält eine Redaktionsempfehlung und 17 Zustimmungen. Ich kann einem Foristen nur zustimmen:
Sollte man nicht besser das GG verteilen?
Ein Mediator, der sich als "Diener Allahs" versteht, da sollte alle Alarmglocken aufblinken. Dann kommt jemand, der als Mediator von "Odin" oder "Thor" oder "Ischtar" auftreten will, was ist dann ?.
Wenn Mediatoren auftreten sollen, dann nur vom deutschen Staat Ausgebildete ohne Bezugnahme auf eine Religion oder eine spezielle Gruppe.
Eine andere Sprachregelung also, und schon passt es.
Es ist diese Fixierung unserer "Sprachingenieure" auf Wortschöpfungen, mit denen Sie glauben, Probleme ganz elegant aus der Welt schaffen zu können, und wobei sie vergessen, dass Probleme, wenn Sie denn da, nicht einfach wegdefiniert werden können.
(Aber so sind sie, unsere "Weichwissenschaftler". :-))
Herzlichst Crest
- "Nennen wir sie Mediatoren und nicht Friedensrichter und schon ist das Konzept nicht mehr so fremd." -
Schön, dass dieser Kommentar der Redaktion eine Empfehlung wert war. Schade nur, dass dabei offensichtlich übersehen wird, dass Mediatoren in einem Rechtsstaat keine Rolle haben bei (Gewalt) Straftaten.
Es geht hier nicht um den Apfelbaum, der bei den Meyers über den Zaun hängt. Es geht hier u.a. um schwere Körperverletzungen, Vergewaltigung, Entführungen, Ehren- und andere Morde. Wenn sich einzelne Bevölkerungsgruppen dabei der Justiz entziehen, dann gefährdet das selbstverständlich den Rechtsstaat. Warum Paralleljustiz für Muslime? Wenn irgendwo die Integration beginnen sollte, dann doch wohl hier.
Entfernt. Verzichten Sie auf polemische und diskriminierende Äußerungen. Die Redaktion/mak
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und vermeiden Sie polemische Äußerungen. Danke. Die Redaktion/ds
verhindern, dass vor Gericht ausgesagt wird, dann ist das keine Mediation mehr, sondern Vertuschung einer Tat.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Verallgemeinerungen. Die Redaktion/ds
Wozu Friedensrichter, die Leute brauchen Bildung! Wo leben wir, das Friedensrichter Gewalt verhindern sollen. Um gewalt zu verhindert frag ich keinen Friedensrichter sondern schalte meinen Kopf an.
so weltfremd kann man doch eigentlich gar nicht mehr sein.
Empfehle mal ein eintauchen in die Muslimegesellschaft sei es in D oder vielleicht mal direkt vor Ort, dann werden sie erkennen wie weltfremd ihr GM Kommentar ist.
Sich dabei gleich mal mit dem Ahkam ahl adh-dhimma auseinanderzusetzen, dann werden sie sehen worauf es hinausläuft.
@Thema
Spannend wie lapidar hier mit der Entwicklung in der final nun auch von der ZEIT anerkannten Parallelgesellschaft der Muslime umgegangen wird. Rechtsbeugung wird gut geheissen und bagatellisiert.
Würde die dt. Nationalen so etwas machen der Aufschrei der wäre groß.
Man kann D nur Glück wünschen und hoffen, dass es noch irgendwann wieder zur Besinnung kommt.
Bin froh das hier in Canada diesem Treiben Einhalt geboten wurde (http://www.canadianlawsit...).
Aber hier kniet ja auch kein Parlament oder Staatsoberhaupt vor den Muslimen nieder, wie es in D passiert. Und politische Wochenzeitungen profilieren sich nicht als Sprachrohr des Islam.
"rechtlich einwandfrei" gestalten, ohne in massive Konflikte mit Grundprinzipien unserer Rechtsordnung zu geraten?
Da ich Pragmatiker bin, kann ich eine zeitweilige "Duldung" solcher Praktiken "um des lieben Friedens willen" vorstellen, wenn Polizei und Justiz meinen, sie müßten kapitulieren. So wie in den Niederlanden alles mögliche "gedogen" ist, von Abtreibung über "Coffeshops" bis zur Tötung auf Verlangen.
Aber doch keine Institutionalisierung!
Langsam reicht es! Dieses Land ist immer noch Deutschland, und das heisst, dass hier deutsches, vom Parlament beschlossenes Recht gilt. Wer das nicht mag, weil er/sie aus dem Ausland kommt, dem/der stehen immer noch mehr als 100 andere Länder auf der Welt zur Verfügung.
Oder wollen wir jetzt nach dem Prinzip der Gleichbehandlung auch Parallel-Recht für Lutheraner, Katholiken, Scientologen und Marxisten-Leninisten aber auch z.B. für Rechtsradikale in sog. "national befreiten Zonen" zulassen?
Die "Redaktions-Empfehlung" ist mir völlig unverständlich - ich kann sie mir nur durch eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber den Grundwerten unserer Gesellschaft erklären.
Und sogar eine Redaktionsempfehlung! Ich hoffe das Forum wird für die Nachwelt archiviert...
Warum werden denn Feuerwehrmänner beim Einsatz behindert, warum nimmt die Gewalt gegen Polizisten und Sanitäter zu, woher kommen denn die meisten Intensivtäter?
Da steht anscheinend etwas über der europäischen Rechtsprechung, die schließlich aus unserer Wertkultur resultiert...
Immerhin weiß ich jetzt bescheid und werde mich bei zukünftigen Konflikten auf das ALTE Testament oder germanische Stämmesrituale berufen.
Vielleicht sollte man in Fußgängerzonen lieber das Grundgesetz an Freizeitrichter verteilen: "Da! Lies das!"
Ursprünglich stand im Titel der Autorin: Pseudo-Richter!
Dieser Beitrag erhält eine Redaktionsempfehlung und 17 Zustimmungen. Ich kann einem Foristen nur zustimmen:
Sollte man nicht besser das GG verteilen?
Ein Mediator, der sich als "Diener Allahs" versteht, da sollte alle Alarmglocken aufblinken. Dann kommt jemand, der als Mediator von "Odin" oder "Thor" oder "Ischtar" auftreten will, was ist dann ?.
Wenn Mediatoren auftreten sollen, dann nur vom deutschen Staat Ausgebildete ohne Bezugnahme auf eine Religion oder eine spezielle Gruppe.
Eine andere Sprachregelung also, und schon passt es.
Es ist diese Fixierung unserer "Sprachingenieure" auf Wortschöpfungen, mit denen Sie glauben, Probleme ganz elegant aus der Welt schaffen zu können, und wobei sie vergessen, dass Probleme, wenn Sie denn da, nicht einfach wegdefiniert werden können.
(Aber so sind sie, unsere "Weichwissenschaftler". :-))
Herzlichst Crest
- "Nennen wir sie Mediatoren und nicht Friedensrichter und schon ist das Konzept nicht mehr so fremd." -
Schön, dass dieser Kommentar der Redaktion eine Empfehlung wert war. Schade nur, dass dabei offensichtlich übersehen wird, dass Mediatoren in einem Rechtsstaat keine Rolle haben bei (Gewalt) Straftaten.
Es geht hier nicht um den Apfelbaum, der bei den Meyers über den Zaun hängt. Es geht hier u.a. um schwere Körperverletzungen, Vergewaltigung, Entführungen, Ehren- und andere Morde. Wenn sich einzelne Bevölkerungsgruppen dabei der Justiz entziehen, dann gefährdet das selbstverständlich den Rechtsstaat. Warum Paralleljustiz für Muslime? Wenn irgendwo die Integration beginnen sollte, dann doch wohl hier.
Entfernt. Verzichten Sie auf polemische und diskriminierende Äußerungen. Die Redaktion/mak
Differenziert betrachtet muss man der Sache ambivalent gegenüberstehen: ganz grundsätzlich halte ich private Mediatoren, die bei Lappalien wie Nachbarschafts- und Familienstreitigkeiten vermitteln und dadurch die Gerichte entlasten, für sehr sinnvoll. Auch in Bezug auf das konkrete Artikelthema ist es mir lieber, wenn streitende Clans neben der Justiz agierende Friedensrichter um Rat fragen anstatt sich gegenseitig totzuschlagen. Dennoch ist es nicht zu tolerieren, dass Nichtbagatelldelikte wie Körperverletzung hierdurch der deutschen Rechtssprechung entzogen werden. Weiterhin tragen natürlich auch die Friedensrichter zur Abschottung des Milieus bei und zementieren dort gewisse ideologische Grundsätze, die mit dem deutschen Rechtssystem bisweilen inkompatibel sind.
Eine grundsätzliche Kriminalisierung der Friedensrichter halte ich aber dennoch für momentan kontraproduktiv. Der deutsche Staat bzw. die deutsche Justiz sollte eher versuchen, mit einigen von ihnen zusammenzuarbeiten - dadurch wäre es für die deutsche Rechtssprechung vielleicht sogar möglich einen Fuß in die Tür zu bekommen.
Die "deutsche Rechtsprechung" sollte "versuchen", "in Deutschland einen Fuss in die Tuer zu bekommen". Wirklich cool!
Im Grunde ist es mir egal, wie irgendwelche "Clans" ihre Streitigkeiten schlichten. Ich moechte nicht in einer Clan-Gesellschaft leben, Punkt. Das waere ein zivilisatorischer Rueckschritt, der mit Demokratie und individuellen Freiheitsrechten nicht zu vereinbaren ist. Deswegen ist jeglicher Auspraegung von Clan-Strukturen konsequent entgegenzutreten und sind bestehende Clan-Strukturen aufzuloesen, da unvereinbar mit dem Grundgesetz.
Die "deutsche Rechtsprechung" sollte "versuchen", "in Deutschland einen Fuss in die Tuer zu bekommen". Wirklich cool!
Im Grunde ist es mir egal, wie irgendwelche "Clans" ihre Streitigkeiten schlichten. Ich moechte nicht in einer Clan-Gesellschaft leben, Punkt. Das waere ein zivilisatorischer Rueckschritt, der mit Demokratie und individuellen Freiheitsrechten nicht zu vereinbaren ist. Deswegen ist jeglicher Auspraegung von Clan-Strukturen konsequent entgegenzutreten und sind bestehende Clan-Strukturen aufzuloesen, da unvereinbar mit dem Grundgesetz.
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und vermeiden Sie polemische Äußerungen. Danke. Die Redaktion/ds
Mm... ich kann nicht erkennen, was an dieser Art des bürgerschaftlichen Engagenementes bedrohlich oder parallel zur Gesellschaft sein soll. Der beklagte Sexismus, wenn es denn so heißen soll, gibt es in diesem Bereich übrigens auch in Deutschland: Der Großteil von Mediationen wird hier von Frauen geleitet.
Und: Sind die zahlreichen in Sportvereinen, der Jugendgerichtshilfe, Wohngemeinschaften bezahlt oder ehrenamtlich tätigen Friedensrichter, Schieds- und Ombudsmänner(sic!) nicht auch alle "an der Justiz vorbei"? Alles Parallelgesellschaften, oder?
Zu Ihren Beispielen: Wenn sich ein Sportverein oder eine Wohngemeinschaft so weit von unserem Rechtsstaat entfernt, dass die gerichtliche Aufarbeitung von Gewalttaten behindert wird, weil man sich irgendwie privat geeinigt hat, dann handelt es sich auch dort um gefährliche Züge von Parallelgesellschaften.
Ganz allgemein spricht nichts gegen ehrenamtliche Schiedsleute, solange diese von Betroffenen zur Bürokratievermeidung und Kosteneinsparung in privaten Streitigkeiten (also wo keine Offizialdelikte vorliegen) bemüht werden. Hilft das nicht weiter, können die Beteiligten immernoch vor ein ordentliches Gericht ziehen.
Es ist niemand gezwungen, einem Sportverein beizutreten und sich der Entscheidung von Schiedsrichtern zu unterwerfen.
Die Jugendgerichtshilfe ist gesetzlich geregelt. Mit der hat man gewöhnlich auch nicht viel zu tun, wenn man auf seinen Umgang achtet.
Schiedsgerichte und dergleichen sind sogar in der ZPO vorgesehen, also überhaupt nicht „an der Justiz vorbei“.
Relativierung bis zum Umfallen ohne Kenntnis der Einzelheiten führt in die Irre. Nur weil Diebstahl in Deutschland bestraft wird, bedeutet das noch lange nicht, dass man deshalb nix gegen die Steinigung sagen dürfte.
... steht es Männern offen, Mediator zu werden. Frauen aber offensichtlich nicht, "Friedensrichter" zu werden. Das ist der Unterschied.
Zu Ihren Beispielen: Wenn sich ein Sportverein oder eine Wohngemeinschaft so weit von unserem Rechtsstaat entfernt, dass die gerichtliche Aufarbeitung von Gewalttaten behindert wird, weil man sich irgendwie privat geeinigt hat, dann handelt es sich auch dort um gefährliche Züge von Parallelgesellschaften.
Ganz allgemein spricht nichts gegen ehrenamtliche Schiedsleute, solange diese von Betroffenen zur Bürokratievermeidung und Kosteneinsparung in privaten Streitigkeiten (also wo keine Offizialdelikte vorliegen) bemüht werden. Hilft das nicht weiter, können die Beteiligten immernoch vor ein ordentliches Gericht ziehen.
Es ist niemand gezwungen, einem Sportverein beizutreten und sich der Entscheidung von Schiedsrichtern zu unterwerfen.
Die Jugendgerichtshilfe ist gesetzlich geregelt. Mit der hat man gewöhnlich auch nicht viel zu tun, wenn man auf seinen Umgang achtet.
Schiedsgerichte und dergleichen sind sogar in der ZPO vorgesehen, also überhaupt nicht „an der Justiz vorbei“.
Relativierung bis zum Umfallen ohne Kenntnis der Einzelheiten führt in die Irre. Nur weil Diebstahl in Deutschland bestraft wird, bedeutet das noch lange nicht, dass man deshalb nix gegen die Steinigung sagen dürfte.
... steht es Männern offen, Mediator zu werden. Frauen aber offensichtlich nicht, "Friedensrichter" zu werden. Das ist der Unterschied.
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