Leben mit Rassismus : Orte, an denen Grausames geschah

Sabine Schründer hat in Berlin dort fotografiert, wo Menschen von Rechtsradikalen überfallen worden sind. Wer von diesen Taten weiß, spürt die Bedrohlichkeit dieser Orte.

Straßenecken, Unterführungen und Parks: Die Beratungsstelle Reachout hat auf einer Karte von Berlin die Orte markiert, an denen Menschen Opfer rassistischer Überfälle geworden sind. Was dort geschehen ist und wann, steht in Zeitungs- oder Polizeiberichten. Sabine Schründer hat an diesen Tatorten fotografiert – zu der Tageszeit, an der die Angriffe stattfanden. Was auf den ersten Blick banal scheint, wird zu einem bedrohlichen Raum.

Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Hier testen

Kommentare

70 Kommentare Seite 1 von 11 Kommentieren

Überflüssige Bilder

Ich habe selten eine so unnötige Bilderserie gesehen. Klar, die Fälle dahinter darf man nicht unter den Teppich kehren, allerdings kann jeder dämliche Markplatz, jede U-Bahn-Station und vermutlich auch jede Parkbank in Deutschland Schauplatz rassistischer (und sonstiger) Verbrechen werden, und von davon brauche ich keine Bilder.

Was ich allerdings begrüßen würde wäre ein längerer Beitrag zum zweiten Fall, da steht die Polizei ja in einem sehr zweifelhaften Licht, man könnte auch sagen sie ist auf dem rechten Auge blind.
Schade finde ich auch, dass nur an einer Stelle (Nr. 12) auch mal Passanten dem Opfer zur Hilfe eilen. Sicher gibt es hier nun zu wenige Informationen um zu beurteilen ob das in den anderen Situationen möglich gewesen wäre, aber es passt zum üblichen Bild, dass es mit der Zivilcourage in Deutschland immer noch übel aussieht.

völlig überlüssig

Doch das nenne ich pragmatisch! Wer braucht schon Kunst? Oder den Versuch, anders als über Worte und logische Aussagen zu verstehen? Wo es doch nur um Fakten geht. Fakten mit denen man jeden ideologisch Verblendeten sicher "umerziehen" kann, wenn sie nur rational und logisch genug vorgetragen werden. Anders Behring Breivik, der so genannte NSU und alle möglichen anderen Fanatiker werden sich doch auf Dauer vernünftigen Argumenten nicht verschließen.
Vor allem die Idee, dass man Marktplätze, U-Bahnstationen und was es sonst an dämlichen, öffentlichen Einrichtungen geben mag auch so gestalten könnte, dass sie die Menschen eher friedlich und offen füreinander machen. Das man mit der Gestaltung der Städte Einfluss auf die Psyche nehmen kann. -Alles Quatsch und den Hirnen irgendwelcher Menschen entsprungen die sich mit völlig überflüssigem Zeugs auseinander setzen.

Nichtssagende Bilder....

Tut mir leid, Frau Schründer....
Aus wenn Sie versuchen durch eine Kurzbeschreibung der Taten die Bilder mit "Leben" zu füllen.
Mit diesen Kurzmeldungen kann ich in der Regel nicht viel mit anfangen, betrifft aber alle Zeitungen und Statistiken. Hinter jeder dieser Taten steckt leider eine Geschichte, wenn ich Gesichter - Opfer und Täter - dazu sehe, die Hintergünde kenne, etwas über das Umfeld erfahre, kann ich mir ein Bild dazu machen und das entsprechend verurteilen und beurteilen.
Beklemmung bekomme ich so nicht, an diesen Orten hätten auch über die Jahre ganz andere Geschichten passieren können. Auch schöne ...
Es sei denn Sie hätten z.B. Bilder der Täter daneben gestellt, wenn da z.B. ein Glatzkopf gewesen wäre, also ein nach aussen sichtbarer "Rassist", hätte ich weniger Angst als wenn dort Bilder von Tätern, die Aussehen wie Du und ich, gewesen wären.
Ansonsten bleibe ich beim Betrachten dieser schönen Orte bei meiner These, das wir hier über soziale Probleme reden, die leider oft genug die Grundlage für diese Auswüchse bilden.

Übrigens, ich war vor kurzem selbst in Berlin und bin fleissig S- und U-Bahn gefahren. Ich habe viel Multi-Kulti gesehen, man verzeiche mir den Ausdruck, aber keinen sichtbaren Rassist. Wohl aber sozial "schwache" Gegenden, wo mit wir wieder beim Problem sind.