Drogenkrieg Mexiko Killer werfen Dutzende verstümmelte Leichen in Straßengraben

Revierkämpfe von Drogenbossen haben in Mexiko zum dritten Massaker in neun Tagen geführt: Sicherheitskräfte haben 49 verstümmelte Leichen am Straßenrand entdeckt.

Anwohner stehen in der mexikanischen Stadt Monterrey vor den Schuhen von Vermissten.

Anwohner stehen in der mexikanischen Stadt Monterrey vor den Schuhen von Vermissten.

In Mexiko nimmt der Drogenkrieg immer grausamere Züge an. Am Sonntag wurden an einer Schnellstraße bei Monterrey im Norden des Landes 49 enthauptete Leichen gefunden. Sie wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft unbekleidet in einen Straßengraben geworfen.

Den 43 Männern und sechs Frauen wurden nach Angaben der Behörden auch Hände und Füße abgeschnitten. Das Drogenkartell Zetas habe sich zu dem Massaker bekannt, sagte ein Sprecher für öffentliche Sicherheit im Bundesstaat Nuevo Leon.

Wie die Zeitung La Jornada berichtete, war ein Großteil der Leichen derart zerstückelt, dass eine Identifizierung "bestenfalls durch DNA-Abgleich" möglich sei. Unterdessen wurden Behördenangaben zufolge im Bundesstaat Sinaloa in drei verschiedenen Ortschaften sechs Tote gefunden.

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Drei Massaker in neuen Tagen

Es ist das dritte Massaker im Norden des Landes innerhalb von neun Tagen. Erst Anfang Mai wurden in Nuevo Laredo an der US-Grenze 23 Männer und Frauen getötet. Wenige Tage später fand die Polizei im Bundesstaat Jalisco 18 Leichen.

Die Bluttaten haben nach Meinung der Polizei mit einer Verschärfung der Revierkämpfe der Drogenkartelle zu tun. Die Zetas kämpfen in einem blutigen Krieg mit den rivalisierenden Banden um die Kontrolle der Schmuggelrouten. Es wird davon ausgegangen, dass es sich beim jüngsten Massaker um einen Rache-Akt für Nuevo Laredo handelte.

Regierung will nicht nachgeben

Die mexikanische Regierung versprach, im Kampf gegen die Drogenbanden nicht nachzugeben. In ihrem Drogenkrieg hätten die Banden "irrationale Taten von unmenschlicher und unzulässiger Gewalt begangen", erklärte das Innenministerium.

Im mexikanischen Drogenkrieg wurden seit Ende 2006 mehr als 50.000 Menschen getötet. Damals hatte Präsident Felipe Calderón einen Militäreinsatz gegen die Drogenbanden gestartet und Zehntausende Polizisten sowie Soldaten in die Grenzregion zu den USA versetzt.
 

 
Leser-Kommentare
  1. Den gleichen Misst wie in Mexiko haben wir dann sonst in ein paar Jahren auch hier in der EU.

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    • Munolf
    • 14.05.2012 um 8:16 Uhr

    Der Mist wird mit einer Leagalisierung vorgebeugt. Ist ähnlich wie bei der Prohibition. Und lassen sie sich durch Kampagnen und Illegalisierungen nicht emotional konditionieren.

    Der Bürgerkrieg in Mexiko ist nämlich nur deshalb möglich, eben weil Drogen in Mexiko illegal sind. Würden in Mexiko Anbau, Verarbeitung und Handel vollständig legalisiert, würde den Gangs mit einem Schlag eine wesentliche Geschäftsgrundlage entzogen. Mal abgesehen davon, daß der mexikanische Staat dann Steuern erheben könnte, Arbeitsplätze entstehen würden, glaubhafte Prävention möglich wäre etc. Aber dies wird vermutlich auch wegen des massiven Drucks, den die USA in dieser Frage ausüben, nicht geschehen. Immerhin wollen die Staaten weiterhin ihren unseligen "War on Drugs" führen und lukrative Waffengeschäfte tätigen...

    ... haben Sie offenbar nicht. Die geschehen nicht, weil Drogen legal wären, sondern, weil sie es nicht sind.

    Nur so sind die Profite möglich, für die gemordet wird. Es spricht alles dafür, Drogen zu legalisieren, wenn das einzige Ziel tatsächlich die Abschaffung der kriminellen Strukturen und das Wohl der Konsumenten ist. Ist es das?

    Ich gebe zu bedenken, dass die Kriminalisierung und "Außerhalbstellung" der Drogen auch einen Sekundärnutzen hat, in politischer Hinsicht, und für diejenigen, denen der Kampf gegen Drogen Lohn und Brot sichert, und von denen sich die meisten einen anderen Job suchen könnten, wenn Drogen morgen legal wären.

    Es gibt also auch gewichtige Interessen gegen eine Legalisierung, obwohl sie vernünftig im Sinne der Kriminalitätsbekämpfung und der Abhängigen wäre.

    "Jetzt komme mir bloß keiner mit "Drogen legalisieren"!
    Den gleichen Misst wie in Mexiko haben wir dann sonst in ein paar Jahren auch hier in der EU."

    Klingt für mich nicht sehr fundiert.

    Könnte ich bitte von Ihnen erfahren, was gegen eine Legalisierung spricht ?

    • Munolf
    • 14.05.2012 um 8:16 Uhr

    Der Mist wird mit einer Leagalisierung vorgebeugt. Ist ähnlich wie bei der Prohibition. Und lassen sie sich durch Kampagnen und Illegalisierungen nicht emotional konditionieren.

    Der Bürgerkrieg in Mexiko ist nämlich nur deshalb möglich, eben weil Drogen in Mexiko illegal sind. Würden in Mexiko Anbau, Verarbeitung und Handel vollständig legalisiert, würde den Gangs mit einem Schlag eine wesentliche Geschäftsgrundlage entzogen. Mal abgesehen davon, daß der mexikanische Staat dann Steuern erheben könnte, Arbeitsplätze entstehen würden, glaubhafte Prävention möglich wäre etc. Aber dies wird vermutlich auch wegen des massiven Drucks, den die USA in dieser Frage ausüben, nicht geschehen. Immerhin wollen die Staaten weiterhin ihren unseligen "War on Drugs" führen und lukrative Waffengeschäfte tätigen...

    ... haben Sie offenbar nicht. Die geschehen nicht, weil Drogen legal wären, sondern, weil sie es nicht sind.

    Nur so sind die Profite möglich, für die gemordet wird. Es spricht alles dafür, Drogen zu legalisieren, wenn das einzige Ziel tatsächlich die Abschaffung der kriminellen Strukturen und das Wohl der Konsumenten ist. Ist es das?

    Ich gebe zu bedenken, dass die Kriminalisierung und "Außerhalbstellung" der Drogen auch einen Sekundärnutzen hat, in politischer Hinsicht, und für diejenigen, denen der Kampf gegen Drogen Lohn und Brot sichert, und von denen sich die meisten einen anderen Job suchen könnten, wenn Drogen morgen legal wären.

    Es gibt also auch gewichtige Interessen gegen eine Legalisierung, obwohl sie vernünftig im Sinne der Kriminalitätsbekämpfung und der Abhängigen wäre.

    "Jetzt komme mir bloß keiner mit "Drogen legalisieren"!
    Den gleichen Misst wie in Mexiko haben wir dann sonst in ein paar Jahren auch hier in der EU."

    Klingt für mich nicht sehr fundiert.

    Könnte ich bitte von Ihnen erfahren, was gegen eine Legalisierung spricht ?

  2. Ich bin es ehrlich gesagt leid, immer diese schlechte News über Mexiko zu hören. Und dann wird in jedem Beitrag auch immer noch die magische Zahl 50.000 Tote verwendet, um dem Leser alles zu verdeutlichen, was einfach unnötig ist. Es gibt eine Menge Arbeit, aber ich wünsche mir mehr konstruktive Beiträge, beispielsweise kulturelle Analyse, Hintergründe, Lösungsvorschläge etc.

    Mexiko ist ein wunderschönes Land, doch leider erfährt in Deutschland kein Mensch etwas darüber. Alle werden einfach nur abgeschreckt und vermeiden es dann, Mexiko zu bereisen. Doch finden die Drogenkriege meist nur innerhalb der Banden statt, und die Zivilgesellschaft führt genauso ein anständiges Leben wir jeder andere auch. Man tut dem Land einfach unrecht, so vorschnell zu urteilen!!!

    Bitte liebe Landsleute, schenkt diesen News nicht allzuviel Aufmerksamkeit, und schaut euch das Land einfach mal an...

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    so ist es leider nicht.
    drogen und kriminalität sind keine randerscheinung und können von touristen auch deutlich wahrgenommen werden, sei es durch strassensperren mit bis an die zähne bewaffnete psoten oder sicherheitseinweisungen durch veranstalter.

    das problem ist aber die ethnische säuberung die hier stattfindet. die opfer sind weitestgehend indios, also die soziale randgruppe.
    je länger destso weniger möchte man sagen und wird mißtrauisch ob der politischen hintergründe dieses drogenkrieges.

    Also ich finde es unverantwortlich, wie du Leute ermutigst, in ein "Kriegsgebiet" zum Urlaub machen zu gehen. Sicher, ein wunderschönes Land! Aber zu behaupten, die Bevölkerung und Touristen würden nichts von den Unruhen mitbekommen, ist ziemlich ignorant; zwei Freunde von mir waren kürzlich unabhängig voneinander für wenige Wochen dort: Der Eine ist auf offener Strasse in eine Schiesserei geraten und der andere wurde von Los Zetas entführt (!!), musste einige Stunden um sein Leben bangen und ist dann wieder freigelassen worden.
    Ich halte auch nichts davon, Länder in Not als Reiseziel zu verteufeln und stattdessen den sicheren Cluburlaub zu wählen. Aber ich will nur verhindern, dass hier jemand deinen Kommentar liest und dann ohne Bedenken den nächsten Familienurlaub nach Mexico bucht.

    Dann kann ich also in meinem Touri-Ausflugsbus beruhigt an den mit Leichen gefüllten Straßengräben vorbeifahren, ohne mir die Urlaubsstimmung verderben zu lassen. Und wenn ich mal ein paar Schüsse höre drehe ich einfach die Musik etwas lauter auf. Doch, das klingt ganz nach angenehmem Urlaub.

    so ist es leider nicht.
    drogen und kriminalität sind keine randerscheinung und können von touristen auch deutlich wahrgenommen werden, sei es durch strassensperren mit bis an die zähne bewaffnete psoten oder sicherheitseinweisungen durch veranstalter.

    das problem ist aber die ethnische säuberung die hier stattfindet. die opfer sind weitestgehend indios, also die soziale randgruppe.
    je länger destso weniger möchte man sagen und wird mißtrauisch ob der politischen hintergründe dieses drogenkrieges.

    Also ich finde es unverantwortlich, wie du Leute ermutigst, in ein "Kriegsgebiet" zum Urlaub machen zu gehen. Sicher, ein wunderschönes Land! Aber zu behaupten, die Bevölkerung und Touristen würden nichts von den Unruhen mitbekommen, ist ziemlich ignorant; zwei Freunde von mir waren kürzlich unabhängig voneinander für wenige Wochen dort: Der Eine ist auf offener Strasse in eine Schiesserei geraten und der andere wurde von Los Zetas entführt (!!), musste einige Stunden um sein Leben bangen und ist dann wieder freigelassen worden.
    Ich halte auch nichts davon, Länder in Not als Reiseziel zu verteufeln und stattdessen den sicheren Cluburlaub zu wählen. Aber ich will nur verhindern, dass hier jemand deinen Kommentar liest und dann ohne Bedenken den nächsten Familienurlaub nach Mexico bucht.

    Dann kann ich also in meinem Touri-Ausflugsbus beruhigt an den mit Leichen gefüllten Straßengräben vorbeifahren, ohne mir die Urlaubsstimmung verderben zu lassen. Und wenn ich mal ein paar Schüsse höre drehe ich einfach die Musik etwas lauter auf. Doch, das klingt ganz nach angenehmem Urlaub.

  3. Doppelpost. Die Redaktion/se

    • Munolf
    • 14.05.2012 um 8:16 Uhr

    Der Mist wird mit einer Leagalisierung vorgebeugt. Ist ähnlich wie bei der Prohibition. Und lassen sie sich durch Kampagnen und Illegalisierungen nicht emotional konditionieren.

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  4. Der Bürgerkrieg in Mexiko ist nämlich nur deshalb möglich, eben weil Drogen in Mexiko illegal sind. Würden in Mexiko Anbau, Verarbeitung und Handel vollständig legalisiert, würde den Gangs mit einem Schlag eine wesentliche Geschäftsgrundlage entzogen. Mal abgesehen davon, daß der mexikanische Staat dann Steuern erheben könnte, Arbeitsplätze entstehen würden, glaubhafte Prävention möglich wäre etc. Aber dies wird vermutlich auch wegen des massiven Drucks, den die USA in dieser Frage ausüben, nicht geschehen. Immerhin wollen die Staaten weiterhin ihren unseligen "War on Drugs" führen und lukrative Waffengeschäfte tätigen...

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    ...In Irland waren für eine Zeit lang Headshops vollkommen legal, was zur Folge hatte das die Drogen Mafia fast ihre gesammten Einnahmen einbüsste.
    Als "Reaktion" darauf haben sie die Headshops in Brand gesteckt und sogar eine Lagerhalle - es gab sogar zwei Tote wenn ich mich richtig erinnere.
    Erst als Headshops verboten wurden war wieder Ruhe.
    Was glauben Sie was die Mafia in Mexiko machen würde deren Gewaltbereitschaft wesentlich(!) niedriger liegt als die der Irischen? Hier geht es um sehr, sehr viel Geld.
    Natürlich sind Headshops nicht das gleiche wie das legalisieren von Drogen aber so einfach wie Sie sich das vorstellen wäre das bestimmt nicht.

    ...In Irland waren für eine Zeit lang Headshops vollkommen legal, was zur Folge hatte das die Drogen Mafia fast ihre gesammten Einnahmen einbüsste.
    Als "Reaktion" darauf haben sie die Headshops in Brand gesteckt und sogar eine Lagerhalle - es gab sogar zwei Tote wenn ich mich richtig erinnere.
    Erst als Headshops verboten wurden war wieder Ruhe.
    Was glauben Sie was die Mafia in Mexiko machen würde deren Gewaltbereitschaft wesentlich(!) niedriger liegt als die der Irischen? Hier geht es um sehr, sehr viel Geld.
    Natürlich sind Headshops nicht das gleiche wie das legalisieren von Drogen aber so einfach wie Sie sich das vorstellen wäre das bestimmt nicht.

  5. 6. na ja

    so ist es leider nicht.
    drogen und kriminalität sind keine randerscheinung und können von touristen auch deutlich wahrgenommen werden, sei es durch strassensperren mit bis an die zähne bewaffnete psoten oder sicherheitseinweisungen durch veranstalter.

    das problem ist aber die ethnische säuberung die hier stattfindet. die opfer sind weitestgehend indios, also die soziale randgruppe.
    je länger destso weniger möchte man sagen und wird mißtrauisch ob der politischen hintergründe dieses drogenkrieges.

    3 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Viva la México!"
  6. ...In Irland waren für eine Zeit lang Headshops vollkommen legal, was zur Folge hatte das die Drogen Mafia fast ihre gesammten Einnahmen einbüsste.
    Als "Reaktion" darauf haben sie die Headshops in Brand gesteckt und sogar eine Lagerhalle - es gab sogar zwei Tote wenn ich mich richtig erinnere.
    Erst als Headshops verboten wurden war wieder Ruhe.
    Was glauben Sie was die Mafia in Mexiko machen würde deren Gewaltbereitschaft wesentlich(!) niedriger liegt als die der Irischen? Hier geht es um sehr, sehr viel Geld.
    Natürlich sind Headshops nicht das gleiche wie das legalisieren von Drogen aber so einfach wie Sie sich das vorstellen wäre das bestimmt nicht.

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    "...deren Gewaltbereitschaft wesentlich(!) HÖHER liegt als..."
    sollte es heissen ;-)

    ...die soziale Situation in Mexiko aus?

    Ich meine Menschen ihre Lebensgrundlage zu entziehen, selbst wenn sie illegal ist, ist nie so eine besonders gute Idee und führt fast zwangsweise zu Gewalt.

    Ob in Mexiko Drogen legalisiert werden, dürfte den Kartellen relativ egal sein. Mexiko ist als Transitland nach Nordamerika von Bedeutung und nicht als Absatzmarkt.
    Die großen Absätzmarkte sind die USA und Europa.

    Klar besteht die Gefahr, dass diese Gruppen auch hier Anschläge verüben, um eine Rücknahme der Legalisierung zu erzwingen, sollte sie jemals kommen. Aber wenn man danach geht, müsste man ja mit der Bekämpfung des organisierten Verbrechens generell aufhören.

    ... und ums Überleben kämpft, muss man es ja nicht ertrinken lassen. D.h. nur weil die Drogenmafia wegen dummen Politikern, denen es nur um ihre Wdeerwahl geht und nicht um das Wohl der Mitbürger, aufgeblüht ist, kann man wohl kaum die HÄnde in den Schoss legen und sagen: Na dann müssen wir halte weiter beim alten System bleiben. Drogen sollten in Mexico legalisiert werden, auch wenn das natürlich eine gewaltige Konfrontation mit den Drogenkartellen zurfolge hätte. Aber besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende, finde ich.

    Das eigentliche Problem hinter dem Drogenkrieg in Mexico ist aber ja nicht der Drogenkonsum in Mexico, sondern in Nordamerika und in Europa. Das Problem ist, dass die lieben Nordamerikaner und Europäer von ihren Religionen und Moralvorstellungen (zumindestens in der Öffentlichkeit) so verblendet sind, dass sie nicht merken, was die Illegalisierung von Drogen in ihrem und vor allem in anderen Ländern anrichtet.

    Wie froh wäre ich wenn eine Partei in Deutschland fest zur Legalisierung der Drogen stehen würde und mit der Hypokrisie aufhören würde. Von den Grünen ist da wohl nichts zu erwarten, außer einem Mythos von Hanflegalisierung, der wohl niemals wahr wird.
    Vielleicht verpflichten sich die Piraten ja diesbezüglich, allein das wäre mir schon meine Stimme wert.

    the_cat

    ... gegen eine Legalisierung ist. Wenn diese Legalisierung auf breiter Front, also in den Herstellungsländern und auch den Hauptabsatzländern, erfolgen würde, bräche die Basis des kriminellen Geschäfts weg.

    Die Süchtigen in Berlin oder London könnten sich mit sauberen Drogen aus der Apotheke versorgen, das kriminelle Geschäftsmodell wäre hinfällig. Und die Kartelle töten ja nicht grundlos, und dumm sind sie vermutlich auch nicht.

    "...deren Gewaltbereitschaft wesentlich(!) HÖHER liegt als..."
    sollte es heissen ;-)

    ...die soziale Situation in Mexiko aus?

    Ich meine Menschen ihre Lebensgrundlage zu entziehen, selbst wenn sie illegal ist, ist nie so eine besonders gute Idee und führt fast zwangsweise zu Gewalt.

    Ob in Mexiko Drogen legalisiert werden, dürfte den Kartellen relativ egal sein. Mexiko ist als Transitland nach Nordamerika von Bedeutung und nicht als Absatzmarkt.
    Die großen Absätzmarkte sind die USA und Europa.

    Klar besteht die Gefahr, dass diese Gruppen auch hier Anschläge verüben, um eine Rücknahme der Legalisierung zu erzwingen, sollte sie jemals kommen. Aber wenn man danach geht, müsste man ja mit der Bekämpfung des organisierten Verbrechens generell aufhören.

    ... und ums Überleben kämpft, muss man es ja nicht ertrinken lassen. D.h. nur weil die Drogenmafia wegen dummen Politikern, denen es nur um ihre Wdeerwahl geht und nicht um das Wohl der Mitbürger, aufgeblüht ist, kann man wohl kaum die HÄnde in den Schoss legen und sagen: Na dann müssen wir halte weiter beim alten System bleiben. Drogen sollten in Mexico legalisiert werden, auch wenn das natürlich eine gewaltige Konfrontation mit den Drogenkartellen zurfolge hätte. Aber besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende, finde ich.

    Das eigentliche Problem hinter dem Drogenkrieg in Mexico ist aber ja nicht der Drogenkonsum in Mexico, sondern in Nordamerika und in Europa. Das Problem ist, dass die lieben Nordamerikaner und Europäer von ihren Religionen und Moralvorstellungen (zumindestens in der Öffentlichkeit) so verblendet sind, dass sie nicht merken, was die Illegalisierung von Drogen in ihrem und vor allem in anderen Ländern anrichtet.

    Wie froh wäre ich wenn eine Partei in Deutschland fest zur Legalisierung der Drogen stehen würde und mit der Hypokrisie aufhören würde. Von den Grünen ist da wohl nichts zu erwarten, außer einem Mythos von Hanflegalisierung, der wohl niemals wahr wird.
    Vielleicht verpflichten sich die Piraten ja diesbezüglich, allein das wäre mir schon meine Stimme wert.

    the_cat

    ... gegen eine Legalisierung ist. Wenn diese Legalisierung auf breiter Front, also in den Herstellungsländern und auch den Hauptabsatzländern, erfolgen würde, bräche die Basis des kriminellen Geschäfts weg.

    Die Süchtigen in Berlin oder London könnten sich mit sauberen Drogen aus der Apotheke versorgen, das kriminelle Geschäftsmodell wäre hinfällig. Und die Kartelle töten ja nicht grundlos, und dumm sind sie vermutlich auch nicht.

  7. "...deren Gewaltbereitschaft wesentlich(!) HÖHER liegt als..."
    sollte es heissen ;-)

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