BergsteigenJapanerin ist älteste Frau auf dem Mount Everest

Zehn Jahre hielt sie den Rekord, nun hat sie ihn selbst gebrochen. Die 73 Jahre alte Tamae Watanabe hat als älteste Frau den Mount Everest erklommen. von afp und dpa

Tamae Watanabe (Archivbild)

Tamae Watanabe (Archivbild)  |  © Devendra M. Singh/AFP/Getty Images

Im Alter von 73 Jahren hat die Japanerin Tamae Watanabe den Mount Everest bezwungen. Sie erreichte den mit 8.848 Metern höchsten Berg der Welt am Samstagmorgen. Dies berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Organisatoren der Expedition.

Watanabe verbesserte damit ihren eigenen Rekord: Am 16. Mai 2002 hatte sie den Everest bereits über die Südostroute in Nepal als damals älteste Frau im Alter von 63 Jahren bestiegen und diesen Rekordtitel ein Jahrzehnt lang gehalten.

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Bisher 3.000 Menschen auf dem Gipfel

Diesmal hatte sie die Nordroute gewählt, die in Tibet beginnt. Watanabe war mit vier Begleitern unterwegs. Junko Tabei, die 1975 als erste Frau der Welt überhaupt den Gipfel des höchsten Berges erreichte, war es ebenfalls eine Japanerin.

Seit Edmund Hillary und Tenzing Norgay 1953 erstmals den Mount Everest bestiegen, schafften es bisher rund 3.000 Menschen auf den Gipfel. Mehrere Hundert weitere starben bei dem Versuch durch Höhenkrankheit oder stürzten in die Tiefe.

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Leserkommentare
  1. Mit 73 auf den Everest. Bei diesen Leuten scheint jede Demut abhanden gekommen zu sein. Wer den Gipfel nicht aus eigener Kraft schaffen kann, hat dort nichts zu suchen. Der Himalaya hat viele schöne Aspekte, auch für ältere Menschen, zu bieten. Wandern (Trekking) in wunderschönen Landschaften und wunderbare Leute dort. So hab ich es mal erlebt. Und in einem buddhistischen Kloster dort etwas mehr Demut gelernt. Gipfel können auch im Geiste erklommen werden.

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    Haben Sie überhaupt den Artikel gelesen? Diese Frau HAT den Everest erklommen und zwar schon zum zweiten Mal aus eigener Kraft.
    Ich finde nicht, dass man etwas lassen sollte, wenn man sich dazu in der Lage fühlt. Es ist toll, dass Frau Watanabe es geschafft und somit der Welt zeigen kann, dass ältere Menschen auch noch etwas leisten können, wozu manch jüngere nicht in der Lage sind!
    Solange man sich selbst richtig einschätzen kann, sollte man sich Ziele stecken und versuchen sie zu erreichen.

  2. Haben Sie überhaupt den Artikel gelesen? Diese Frau HAT den Everest erklommen und zwar schon zum zweiten Mal aus eigener Kraft.
    Ich finde nicht, dass man etwas lassen sollte, wenn man sich dazu in der Lage fühlt. Es ist toll, dass Frau Watanabe es geschafft und somit der Welt zeigen kann, dass ältere Menschen auch noch etwas leisten können, wozu manch jüngere nicht in der Lage sind!
    Solange man sich selbst richtig einschätzen kann, sollte man sich Ziele stecken und versuchen sie zu erreichen.

    8 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Was soll das?"
  3. 3. nee...

    ...erzählen Sie mir bitte nicht, dass ein 73-jähriger Mensch den Everest alleine erklimmen kann. Ich tippe mal, da haben mindestens 2 Sherpas geholfen. Plus Sauerstoffgerät. Sie waren wohl noch nie in solch luftigen Höhen. Ich hab es wenigstens dort mal auf 6000 Meter geschafft, aus eigener Kraft, in Ladakh, Indien. Und mein Nachtschlaf danach, auf 4800 Meter war nicht sehr erholsam. Und ich bin noch lange keine 73

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    Bloß weil Sie der Fraktion "mit künstlichem Sauerstoff klettern ist kein Klettern" angehören, sollen alle, die es anders sehen auf das Klettern verzichten? Hillary war demnach auch gar nicht auf dem Everest wie?

    Was soll überhaupt dieser "allein" Fetisch? Mit einer Gruppe eine tolle Leistung erbringen, etwas tolles Erleben hat auch einen Wert.

    • SYD07
    • 19. Mai 2012 17:20 Uhr

    Es befremdet mich ein wenig, dass sich in dem Vokabular ihrer bissigen Kommentare das doch eher leben-lassende Wort 'Demut' findet.

    Auch ohne Aufenthalt in einem buddhistischen Kloster erlaube ich mir mal die Idee, dass die Mönche dort keine so abwertenden Worte für die Freuden Anderer gefunden hätten.
    Ich möchte spontan auch daran glauben, dass diese gelassenen Menschen nichts gegen 'Hilfe' einzuwenden haben..

    Na dann mal ab in den Hobbyraum mit den selbstgeknipsten Kletterfotos an der Wand und 'No Mercy' auf volle Pulle drehen ; )

    Lieber Layer8,

    man soll nie von sich selbst auf andere schließen. Dass Sie auf 6000 Metern ein bisschen schlapp waren, ist wirklich kein Grund anzunehmen, dass jemand anders nicht vielleicht doch noch höher kommt. Sie sind halt - mit Verlaub - kein Achttausenderbezwinger.

    Ausgerechnet das Höhenbergsteigen ist eine Disziplin, die - natürlich nicht von jedem - bis in ein relativ fortgeschrittenes Alter betrieben werden kann. Der älteste Mann auf dem Everset war übrigens knapp 77 Jahre alt und Menschen im Rentenalter sind auf den höchsten Gipfeln der Welt längst keine Sensation mehr. Die Höhenkrankheit kann auch blutjunge Anwärter in die Knie zwingen und eine der wichtigsten Voraussetzungen ist immer noch: Erfahrung.

    Herzlichst Ihr

    Krakauer (persönlicher Höhenrekord 5.600 m, in Sachen Kondition momentan leider ohne größere Hoffnung, in 35 Jahren noch mit rüstigen Rentnerinnen vom Schlag einer Tamae Watanabe gleichziehen zu können)

  4. Bloß weil Sie der Fraktion "mit künstlichem Sauerstoff klettern ist kein Klettern" angehören, sollen alle, die es anders sehen auf das Klettern verzichten? Hillary war demnach auch gar nicht auf dem Everest wie?

    Was soll überhaupt dieser "allein" Fetisch? Mit einer Gruppe eine tolle Leistung erbringen, etwas tolles Erleben hat auch einen Wert.

    6 Leserempfehlungen
    Antwort auf "nee..."
    • SYD07
    • 19. Mai 2012 17:20 Uhr

    Es befremdet mich ein wenig, dass sich in dem Vokabular ihrer bissigen Kommentare das doch eher leben-lassende Wort 'Demut' findet.

    Auch ohne Aufenthalt in einem buddhistischen Kloster erlaube ich mir mal die Idee, dass die Mönche dort keine so abwertenden Worte für die Freuden Anderer gefunden hätten.
    Ich möchte spontan auch daran glauben, dass diese gelassenen Menschen nichts gegen 'Hilfe' einzuwenden haben..

    Na dann mal ab in den Hobbyraum mit den selbstgeknipsten Kletterfotos an der Wand und 'No Mercy' auf volle Pulle drehen ; )

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  5. Lieber Layer8,

    man soll nie von sich selbst auf andere schließen. Dass Sie auf 6000 Metern ein bisschen schlapp waren, ist wirklich kein Grund anzunehmen, dass jemand anders nicht vielleicht doch noch höher kommt. Sie sind halt - mit Verlaub - kein Achttausenderbezwinger.

    Ausgerechnet das Höhenbergsteigen ist eine Disziplin, die - natürlich nicht von jedem - bis in ein relativ fortgeschrittenes Alter betrieben werden kann. Der älteste Mann auf dem Everset war übrigens knapp 77 Jahre alt und Menschen im Rentenalter sind auf den höchsten Gipfeln der Welt längst keine Sensation mehr. Die Höhenkrankheit kann auch blutjunge Anwärter in die Knie zwingen und eine der wichtigsten Voraussetzungen ist immer noch: Erfahrung.

    Herzlichst Ihr

    Krakauer (persönlicher Höhenrekord 5.600 m, in Sachen Kondition momentan leider ohne größere Hoffnung, in 35 Jahren noch mit rüstigen Rentnerinnen vom Schlag einer Tamae Watanabe gleichziehen zu können)

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    Antwort auf "nee..."
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    ...nur, ich bin mal mit meiner Mutter (71) mit dem Zug auf nen Berg raufgefahren. In der Schweiz. Auf die Jungfrau, lol. 3500 Meter. Sie, meine Mutter, hat sich ganz gut gehalten dabei und für mich war das eher eine Himalaya-Talstation.

    Sie haben ja Recht. Höhe kann man nicht trainieren, aber Kondition. Und ich kenne den Everest jetzt nicht persönlich, aber trotzdem zweifle ich am Klettervermögen einer 73-jährigen Dame

  6. Michael Neunmüller, der die Zugspitze erklommen hat - und zwar mehrfach in meinem jeweiligen Alter.

  7. ...nur, ich bin mal mit meiner Mutter (71) mit dem Zug auf nen Berg raufgefahren. In der Schweiz. Auf die Jungfrau, lol. 3500 Meter. Sie, meine Mutter, hat sich ganz gut gehalten dabei und für mich war das eher eine Himalaya-Talstation.

    Sie haben ja Recht. Höhe kann man nicht trainieren, aber Kondition. Und ich kenne den Everest jetzt nicht persönlich, aber trotzdem zweifle ich am Klettervermögen einer 73-jährigen Dame

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    aber auch wenn Sie Frau Watanabe mit ihrer Mutter vergleichen, schließen Sie wieder von einer Person auf eine andere.
    Erkennen Sie doch einfach diese enorme Leistung dieser Frau an.
    Auch wenn Frau Watanabe sehr wahrscheinlich Sherpas und Sauerstoff und was weiß ich noch gebraucht hat: Sie ist sicherlich alleine gelaufen. Denn einen Mensch trägt man nicht einfach mal so auf den höchsten Gipfel unserer Erde.

    In Indien werden Menschen auf die Berge getragen. Auf Sänften. Zu bestimmten Pilgerorten. Ich sage nur "Armanath". Kostet natürlich Geld

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
  • Schlagworte Medien | Alter | Berg | Rekord | Nepal | Tibet
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