Prozess gegen Ahmad S.: Sechs Jahre Haft wegen Al-Kaida-Mitgliedschaft
Das Oberlandesgericht Koblenz hat den Deutsch-Afghanen Ahmad S. zu sechs Jahren Haft verurteilt – wegen Beteiligung an Terrornetzwerken. Er sollte sie in Europa aufbauen.
© Thomas Frey/dpa

Ahmad S. sitzt im Gerichtssaal des Koblenzer Oberlandesgerichts auf der Anklagebank.
Wegen Mitgliedschaft in Terrornetzwerken hat das Koblenzer Oberlandesgericht einen 37-Jährigen zu sechs Jahren Haft verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Deutsch-Afghane Ahmad S. sich zwischen 2009 und 2010 aktiv im Ausland bei Al-Kaida und der Islamischen Bewegung Usbekistan – kurz IBU – beteiligte.
"Der Angeklagte wollte am Heiligen Krieg, am Dschihad, teilnehmen", sagte die Vorsitzende Richterin. Er soll den Auftrag gehabt haben, ein Netzwerk in Europa mit aufzubauen. Die Vorwürfe hatte er weitgehend gestanden und eingeräumt, in einem Ausbildungslager in Pakistan gewesen zu sein.
Ahmad S. war im Juli 2010 in Kabul aufgegriffen und in US-Gewahrsam genommen worden. Im April 2011 wurde er nach Deutschland ausgeliefert und saß seither in Untersuchungshaft.
Die Bundesanwaltschaft hatte für Ahmad S. siebeneinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung vier Jahre.





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