Fundamentalismus: Nordrhein-Westfalen kündigt nach Salafisten-Gewalt Konsequenzen an
NRW-Innenminister Ralf Jäger hat vor der Mobilisierung gewaltbereiter Salafisten gewarnt. Mohammed-Karikaturen im Wahlkampf verbietet das Ministerium fortan.
Nach der Eskalation einer Anti-Salafisten-Demonstration mit zwei schwerverletzten Polizisten und über 100 Festnahmen hat Nordrhein-Westfalen harte Konsequenzen angekündigt. Innenminister Ralf Jäger (SPD) sprach von einer neuen Dimension der Gewalt und einer gezielten, bundesweiten Mobilisierung gewaltbereiter Salafisten. Er kündigte an, dass alle Gewalttäter identifiziert und zur Rechenschaft gezogen würden. So könne künftig auch früher und besser gegen gewaltbereite Salafisten vorgegangen werden. "Es handelt sich um eine Gefahr, die weit über unsere Landesgrenzen hinausgeht."
Mehrere Hundert Salafisten waren am Samstag in Bonn auf deutlich weniger Pro-NRW-Demonstranten losgegangen, die von Polizisten geschützt werden mussten. Die Situation eskalierte, als Anhänger von Pro NRW wieder islamfeindliche Karikaturen zeigten. Nach massiven Attacken und Steinwürfen wurde die Veranstaltung nach rund 45 Minuten beendet. Insgesamt wurden der Polizei zufolge 29 Beamte verletzt, zwei davon erlitten durch Messerstiche schwere Verletzungen. Eine Mordkommission hat Jäger zufolge Ermittlungen gegen einen 25-Jährigen aufgenommen. Pro NRW hatte bereits in den vergangenen Wochen gezielt vor Moscheen gegen den Islam demonstriert.
Die Angriffe waren nicht spontan
Jäger kündigte an, bei künftigen Pro-NRW-Kundgebungen im Wahlkampf das Zeigen von Mohammed-Karikaturen zu untersagen. In NRW finden am nächsten Sonntag vorgezogene Landtagswahlen statt. Jäger sagte, die Provokationen rechtfertigten jedoch in keiner Weise die Ausschreitungen. Dem Minister nach handelte sich nicht um spontane Angriffe, "denn die Salafisten hatten zuvor intensiv bundesweit für ihre Aktion mobilisiert." Den Rechtsextremen von Pro NRW warf Jäger vor, gezielt Hass gegen vier Millionen Muslime zu schüren, die friedlich in Deutschland lebten und die sich von Salafisten distanzierten. "Pro NRW ist gefährlich für unsere Demokratie."
Auch in Berlin kam es zu Rangeleien zwischen Salafisten und Anhängern der rechtspopulistischen Partei Pro Deutschland, als die radikalen Muslime Korane verteilten. Die Polizei erteilte nach eigenen Angaben mehrere Platzverweise. Anders als zunächst mitgeteilt wurde, gab es aber keine Verletzten.
Karikaturen des Propheten Mohammed sind für Muslime eine Provokation, weil jegliche bildliche Darstellung Mohammeds im Islam verboten ist. Die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in Dänemark hatte bereits 2005 zu teils gewalttätigen Protesten von Muslimen in aller Welt geführt. Salafisten sind eine besonders strenggläubige Gruppe von Muslimen, die auch als Sammlungsort für gewaltbereite Islamisten gelten. Sie vertreten einen rückwärtsgewandten Ur-Islam und lehnen jede theologische Modernisierung ab.





Das Verwaltungsgericht Minden hat heute Jägers "Karrikaturenzeigeverbot" in der Luft zerrissen.
Ein Innenminister, der nun schon zum dritten Mal binnen weniger Tage, Recht gebeugt hat sollte bitteschön schleunigst aus seinem Amt entfernt werden.
Auch, wenn man es nicht gleich merkt: Salafisten sind auch Menschen. Es kann nicht sein, dass in unserem Vielvölkerstaat irgendwelche heidnischen Rituale untersagt werden. Sie dürfen bloss niemanden ausserhalb dieses Stammes treffen.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und argumentieren Sie sachlich. Danke, die Redaktion/lv
Nützliche Idioten
Mir ist nicht ganz klar was sie erreichen wollen.
Salafisten sollen Pro NRW abstechen oder umgekehrt.
Sind jetzt die Salafisten die nützlichen Idioten oder Pro NRW.
Vielleicht sind ja auch Sie der nützliche Idiot weil sie mit ihrem verdrehten Gedankengang eine Entschuldigung für Straftaten liefern.
MFG
Bitte achten Sie auf einen sachlichen Diskussionston. Danke, die Redaktion/lv
Jetzt dröseln Sie es sich aber sehr arg zurecht. Sie haben durchaus Recht, dass der letztendlich mit dem Mord "Beauftragte" gelegentlich auch von Motiven wie der Angst vor Ansehensverlust geleitet ist. Das nimmt der ursprünglichen Mord-Motivation jedoch absolut nichts von seiner Ungeheuerlichkeit. Letztendlich bleibt es ein fast perfekter Mord, denn er ist geplant und argumentativ fest gestützt.
Darüber hinaus ist das Prinzip "Ehre" so, wie es beim Ehrenmord aufgefasst wird, absolut unverträglich mit den Grundwerten unseres Landes.
Und es gibt noch viele weitere Gründe, weshalb ein Ehrenmord sich von einem Familiendrama stark unterscheidet.
Ja, und?
Ja, und?
mich würde eigentlich mal interessieren, worin sich der Glaube eines Salafisten von einem ´´normalo´´Muslim unterscheidet.
auch habe ich genügend Bilder von moslemischen Herrschern , auch vom Propheten , gesehen um das absolute Bilderverbot doch anzuzweifeln.
Ich bedanke mich für diese Frage.
Wahabiten/Salafisten werden aufgrund ihrer Radikalität (!) nicht von den anderen islamischen Rechtsschulen anerkannt.
1.) Sie erlauben Zwangsheirat, sunnitische und shiitische Rechtsschulen lehnen das ab
2.) Jeder, der nicht Muslime ist, ist ein Ungläubiger in deren Augen - Ein Widerspruch, denn im Koran sind nur Menschen die polytheistisch oder atheistisch sind Ungläubige, ersteres "Kafir"
3.) Sie erfinden Regeln die es zu Zeiten des Propheten nicht gab und nennen sich "Urislamisch" (Beispiel: Autofahrverbot für Frauen)
4.) Sie erlauben das Töten von Nichtmuslimen
5.) Interislamische Widersprüche, beispielsweise der Betvorgang
Ich bedanke mich für diese Frage.
Wahabiten/Salafisten werden aufgrund ihrer Radikalität (!) nicht von den anderen islamischen Rechtsschulen anerkannt.
1.) Sie erlauben Zwangsheirat, sunnitische und shiitische Rechtsschulen lehnen das ab
2.) Jeder, der nicht Muslime ist, ist ein Ungläubiger in deren Augen - Ein Widerspruch, denn im Koran sind nur Menschen die polytheistisch oder atheistisch sind Ungläubige, ersteres "Kafir"
3.) Sie erfinden Regeln die es zu Zeiten des Propheten nicht gab und nennen sich "Urislamisch" (Beispiel: Autofahrverbot für Frauen)
4.) Sie erlauben das Töten von Nichtmuslimen
5.) Interislamische Widersprüche, beispielsweise der Betvorgang
Es gibt Untersuchungen zu Ehrenmorden und auch zu "Familiendramen". Der Sachverhalt ist recht eindeutig. Natürlich gibt es das Familiendrama auch als lang geplanten Mord, die Zahl der Tötungen im Affekt (oft auch mit anschließendem Suizid - anders als in der bewussten Kaschierung der Tat beim Ehrenmord) überwiegt allerdings deutlich.
Wir sollen Ihrer Meinung nach den Muslimen die Karikatur Mohammeds absichtlich unter die Nase halten, da sie es nicht sehen wollen?
Wir können ja jeden, der Horrorfilme nicht sehen kann, zwingen sich Saw III anzusehen. Oder wie soll ich es verstehen?
Warum will man den "Muselmanen" denn reizen? Muss das sein? Und nein, ich sehe nicht Sonderrechte der Moslems. Man sollte niemanden verunglimpfen, denn die Würde des Menschen ist unantastbar. Und religiöse Menschen, ob Muslime, Christ oder Hindu, definieren ihre Würde über ihre Religion.
Als Atheist ist sowas ja einfach zu sagen, denn ihn kann man nicht reizen. Zumindest nicht mit religiösen Motiven oder Provokationen.
Ich sag es mal so: Einer der Millionen auf der Bank hat wählt ja auch keine sozialistische Partei.
Ich hoffe, ich kann das Missverständnis aufklären:
Sie schreiben "Wir sollen Ihrer Meinung nach den Muslimen die Karikatur Mohammeds absichtlich unter die Nase halten, da sie es nicht sehen wollen?"
Nein, es geht mir nicht darum, Leuten etwas vorzuhalten, nur weil sie es nicht sehen wollen. Wenn dieses "nicht sehen wollen" z.B. darin besteht, dass jemand sagt "das stört mich und mir wäre es lieber, du ließest es sein", ist das kein Grund, mit Provokationen dagegenzuhalten.
Wenn aber, wie 2005 geschehen, Druck auf einer Zeitung lastet, etwas nicht abzubilden, ist das was anderes. Hier haben nicht (was legitim wäre) empörte Moslems ihr Abo gekündigt, weil sie in einer Zeitung etwas nicht sehen wollten. Es ging darum, ob ANDERE Menschen etwas betrachten und verbreiten dürfen.
Wenn irgendwelche Kräfte (ob politische, religiöse oder sonstwelche Gruppen) bestimmte Inhalte ganz allgemein verschwinden lassen wollen (nicht bloß persönlich nicht konsumieren), ist durchaus eine gewisse Solidarisierung angebracht. Im Zweifel ist es mir lieber, etwas wird im öffentlichen Raum unnötig breitgetreten als dass es verschwindet, bloß weil manche Leute ihn nicht dulden wollen.
Zu "Man sollte niemanden verunglimpfen [...] Und religiöse Menschen, ob Muslime, Christ oder Hindu, definieren ihre Würde über ihre Religion.":
Darf man politische Gegner dann auch nicht mehr hart angehen, weil sie sich vielleicht über ihre politische Meinung definieren?
Ich hoffe, ich kann das Missverständnis aufklären:
Sie schreiben "Wir sollen Ihrer Meinung nach den Muslimen die Karikatur Mohammeds absichtlich unter die Nase halten, da sie es nicht sehen wollen?"
Nein, es geht mir nicht darum, Leuten etwas vorzuhalten, nur weil sie es nicht sehen wollen. Wenn dieses "nicht sehen wollen" z.B. darin besteht, dass jemand sagt "das stört mich und mir wäre es lieber, du ließest es sein", ist das kein Grund, mit Provokationen dagegenzuhalten.
Wenn aber, wie 2005 geschehen, Druck auf einer Zeitung lastet, etwas nicht abzubilden, ist das was anderes. Hier haben nicht (was legitim wäre) empörte Moslems ihr Abo gekündigt, weil sie in einer Zeitung etwas nicht sehen wollten. Es ging darum, ob ANDERE Menschen etwas betrachten und verbreiten dürfen.
Wenn irgendwelche Kräfte (ob politische, religiöse oder sonstwelche Gruppen) bestimmte Inhalte ganz allgemein verschwinden lassen wollen (nicht bloß persönlich nicht konsumieren), ist durchaus eine gewisse Solidarisierung angebracht. Im Zweifel ist es mir lieber, etwas wird im öffentlichen Raum unnötig breitgetreten als dass es verschwindet, bloß weil manche Leute ihn nicht dulden wollen.
Zu "Man sollte niemanden verunglimpfen [...] Und religiöse Menschen, ob Muslime, Christ oder Hindu, definieren ihre Würde über ihre Religion.":
Darf man politische Gegner dann auch nicht mehr hart angehen, weil sie sich vielleicht über ihre politische Meinung definieren?
Bezgl. der wahre Islam habe ich eine kleine Anekdote für Sie:
Es gab mal mehrere Muftis(Höchste Gelehrte) aus Saudi Arabien, die aus dem Koran herausgelesen haben, dass Frauen sich verschleiern müssen. Gut und schön, das wissen wir alle, nichts neues.
Die gleichen Typen haben aus dem Koran auch herausgelesen, dass halbnackte tanzende Bauchtänzerinnen korankonform sei.
Was stimmt jetzt? was steht drin? Wir haben hier viele "Koranexperten". Wie ist das zu interpretieren? Bauchtänzerinnen ist im Orient Gang und Gebe.
Soviel zu Ihrer Aussage "unveränderliches und endgültiges Wort"
MFG
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