EM 2012: Rassistische Ausfälle auf der Fanmeile
Volksverhetzung in der Berliner Innenstadt und Männer, die in Essen die Reichskriegsflagge schwenken. Nazis und Mitläufer missbrauchen die EM-Feierstimmung. Drei Berichte
In den vergangenen EM-Tagen haben wir viele schunkelnde Menschen in Deutschland-Trikots gesehen. Positiver Patriotismus wird das gern genannt. Stolze Eltern haben Fotos von ihren Kleinkindern mit Lätzchen in Deutschlandfarben bei Facebook gepostet. Vor Kneipen haben Deutsche, Türken, Franzosen, Spanier und Italiener zusammen gesessen und Fußball auf eigens montierten Fernsehbildschirmen geschaut. Dass jeder eine andere Mannschaft favorisierte, war kein Problem. Als ZEIT ONLINE-Autor Fabio Ghelli sich zum Halbfinale am Donnerstagabend im Italientrikot auf die Berliner Fanmeile traute, hörte er kaum abfällige Kommentare.
Doch es gab leider auch zahlreiche rassistische Ausfälle in den deutschen Innenstädten, im Internet. Am Dienstag sorgte eine Meldung der Rhein-Zeitung für Bestürzung: In Neuwied bei Koblenz sollen Ordner Dunkelhäutige nicht zu einem Fanfest gelassen haben. ZEIT ONLINE hat daraufhin einen Aufruf gestartet. Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht? Drei bestürzende Protokolle haben wir zusammengetragen.
Christoph*, Student aus Berlin
Das Spiel Deutschland gegen Griechenland: Wir schauen auf der großen Berliner Fanmeile, auf der Straße des 17. Juni. Die Feierstimmung vergeht mir und meiner Freundin schnell. Als zu Beginn des Spiels die griechische Nationalhymne ertönt, zeigen besoffene Proleten ihren Mittelfinger in Richtung Leinwand. Während des Spiels grölt eine kleine Gruppe immer wieder: "Griechenland ist ein Hurensohn", "Griechische Fotzen schmecken nach Dreck" oder "Alles außer Deutschland ist scheiße". Andere stimmen lautstark ein. Insgesamt sind es so zwanzig Leute, aber ich bezweifele, dass die sich vorher schon kannten. Ich bin bestürzt und schäme mich, vor allem weil in der Nähe auch Dunkelhäutige und Familien mit kleinen Kindern stehen. Ordner, die etwas gegen diese Ausfälle unternehmen könnten, sind nicht zu sehen. Ich schweige daher, weil mir die Stimmung so aggressiv erscheint und ich keine Probleme bekommen möchte. Meine Laune ist im Keller, beim nächsten Spiel halte ich mich von der Fanmeile fern.
Daniel Lucas, Student aus Essen
Das Viertelfinale Deutschland gegen Griechenland: Wir sind mitten in der Auszählung der Wahlen zum Essener Studierendenparlament. Kurz vor Ende des Spiels beginnen die Autokorsos. Wir schauen ihnen in einer Pause zu, beim Rauchen vor der Tür. Da fallen uns auf der gegenüberliegenden Straßenseite fünf bis sechs Personen auf, die tatsächlich die Reichskriegsflagge schwenken! Schlimmer noch: Die vorbeikommenden Autofahrer jubeln ihnen auch noch aufmunternd zu und hupen anerkennend! Einer von uns läuft rüber auf die andere Straßenseite und klaut den Typen die Fahne. Die sind mittleren Alters, so 35 bis 50, und sehen eigentlich ganz harmlos aus, wie typische dümmliche Deutschlandfans eben. Sie werfen dem Fahnendieb Flaschen hinterher, er flieht, und die Reichskriegsflagge geht verloren. Ich weiß wirklich nicht, wo sie gelandet ist. In jedem Fall kommt die Polizei, und die Typen stellen dann auch noch Anzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahls. Weil sie dann noch "Deutschland den Deutschen" und "Sieg heil" brüllen, antworten wir mit einer Anzeige wegen Volksverhetzung. Mal sehen, wie das ausgeht.





Und da ist sie wieder, die Nazikeule. Null so etwas mitbekommen, als kann man das pauschalisieren.
Und drei andere Leute haben so etwas mitbekommen.
3:1.
Nazikeule ist jetzt, wenn man Nazis, die sich wie Nazis benehmen, Nazis nennt, oder wie?
Man könnte auch sagen: Da kommt mal wieder einer mit der Nazikeulen-Keule.
Ich habe auch nichts davon mitbekommen... liegt wohl dran, dass ich im Ausland lebe. Aber würde das dagegen sprechen, dass so etwas passiert ist?
Sie drehen sich ordentlich im Kreis...
> Nazikeule ist jetzt, wenn man Nazis, die sich wie Nazis
> benehmen, Nazis nennt, oder wie?
Oder wenn man aus einer Mücke ´nen Elefanten macht und gleich auf der ersten Seite über eine Handvoll Neonazis berichten muss. Das heizt die Stimmung bestimmt nicht weniger auf, und Nazis bestätigt es nur..
Nur ein kleines Beispiel aus einem social network post "die itaker schicken wir nach hause und balotelli zurück in den zoo ins affenhaus". dieser post bekam auch noch Zustimmung. Man muss es nicht übertreiben, da die breite Maße sicher anders tickt, aber man muss solche Fälle auch nicht totschweigen, weil sie nicht ins Konzept passen, von wem auch immer.
Und um es gleich noch klarzustellen. Es gibt Rassismus in allen Ländern. Das ist einer der häufigen Gründe, warum Spieler Rußland und auch Italien den Rücken gekehrt haben.
Aber schon eine sehr interessante Argumentation von Ihnen. Ich habe zum Beispiel heute keinen Fahrradfahrer gesehen, also wird bestimmt niemand in Dtl. Fahrrad gefahren sein ;)
Man kann den Leuten ja mal genau zuhören, wie sie Spieler wie zum Beispiel Balotelli, oder sogar Boateng, früher Cacau, Özil usw. nennen. Nicht heimlich, sondern ganz offen.
Ich warte voller Vorfreude auf die nächste Relativierung, aber noch eine kurze Frage zuvor. Wie sollen wir denn Ihrer Meinung nach die Leute die Sieg Heil brüllen, die Reichskriegsflagge schwenken und das Lied Eine Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz singen nennen?http://www.publikative.org/2012/06/22/eine-u-bahn-von-lemberg-bis-nach-auschwitz/
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ag
Wer hier pauschalisiert, sind Sie. Im Artikel wird in der Einleitung die positive Seite hervorgehoben. Erst dann: "Doch es gab leider auch zahlreiche rassistische Ausfälle in den deutschen Innenstädten, im Internet."
Sie argumentieren: Ich habe so etwas nicht mitbekommen, also gabs das nicht. Das ist doch um einiges pauschaler, als der Artikeltenor! Traurig stimmt mich, dass ein solcher Kommentar dann so viel Zustimmung findet.
Weitere Beispiele gefällig?
Ich wohne in der Nähe eines Berliner PublicViewing. Nach dem Viertelfinale (wie übrigens schon bei der vergangenen WM, nicht beim Sommermärchen!) zogen hier diverse ganz besondere "Fan-Gruppen" vorbei, rund eine halbe Stunde lang, die erste Strophe des Deutschlandliedes rufend, "Sieg-Heil" und "Deutschland den Deutschen". In den engen Häuserschluchten ein grausiges Szenario!
Die Polizei? Das ist hier Wohngebiet, nur in der Nähe, nicht direkt am Rudelgucken. Ich habe angerufen - man hat NICHTS unternommen, sondern den Vorfall runtergespielt. Bei der letzten WM sind ganze Gruppen mit schwarz-rot-weißer Fahne, das Horst-Wessel-Lied und Sieg-Heil-gröhlend nach dem Spiel durch die Fußgängerzone gezogen. Nicht minder grausig beeindruckend. Auch die hat die Polizei ziehen lassen, von der Ferne zuguckend, wohl weil zu wenig Mann.
Wenn Polizei so etwas anfängt zu dulden und Bevölkerung, weil man doch feiern will, wegguckt und - wie hier - diejenigen, die berichten "downvotet", dann ist das ein ungesundes Verhältnis!
Ich habe selbst auch solche Erfahrungen gemacht, wenn auf etwas gehobenerem Niveau. In einer Kneipe war ich mit einem Tischnachbar in einem Gespräch verwickelt, der zwar nicht "Sieg heil" und "Ausländer raus" gerufen hat, aber es allen ernstes als Schande empfunden hat, dass einige Deutsche Spieler nicht die Nationalhymne singen und forderte, sie deswegen aus der Nationalmannschaft zu schmeißen. Betrunken war er sicher nicht.
Solche und ähnliche Haltungen, die tendenziell überall vorhanden sind, im Freundes- sowie Verwandtenkreis, erzeugen bei mir den leisen Verdacht, dass das deutsche Volk nach wie vor anfällig für Propaganda und negativem Nationalismus ist. Das macht mir Angst.
Der Kommentator scheint der deutschen Sprache nicht mächtig zu sein. Und wenn er mit "Null" meint, dass es so etwas während der EM nicht gegeben hat, sollte er seine Augen und Ohren öffnen.
was ihr in deutschland macht ist eure sache..solange ihr bitte nicht zu uns ins ausland kommt, bleibt bitte alle zu hause...macht urlaub in den bergen und singt euro doof-dähmlichen wanderlieder...der rest der welt kann euch sowieso nicht mehr sehen...ich meine solche wie kommentator 1-)))
... immer ein Treffer:)
Und drei andere Leute haben so etwas mitbekommen.
3:1.
Nazikeule ist jetzt, wenn man Nazis, die sich wie Nazis benehmen, Nazis nennt, oder wie?
Man könnte auch sagen: Da kommt mal wieder einer mit der Nazikeulen-Keule.
Ich habe auch nichts davon mitbekommen... liegt wohl dran, dass ich im Ausland lebe. Aber würde das dagegen sprechen, dass so etwas passiert ist?
Sie drehen sich ordentlich im Kreis...
> Nazikeule ist jetzt, wenn man Nazis, die sich wie Nazis
> benehmen, Nazis nennt, oder wie?
Oder wenn man aus einer Mücke ´nen Elefanten macht und gleich auf der ersten Seite über eine Handvoll Neonazis berichten muss. Das heizt die Stimmung bestimmt nicht weniger auf, und Nazis bestätigt es nur..
Nur ein kleines Beispiel aus einem social network post "die itaker schicken wir nach hause und balotelli zurück in den zoo ins affenhaus". dieser post bekam auch noch Zustimmung. Man muss es nicht übertreiben, da die breite Maße sicher anders tickt, aber man muss solche Fälle auch nicht totschweigen, weil sie nicht ins Konzept passen, von wem auch immer.
Und um es gleich noch klarzustellen. Es gibt Rassismus in allen Ländern. Das ist einer der häufigen Gründe, warum Spieler Rußland und auch Italien den Rücken gekehrt haben.
Aber schon eine sehr interessante Argumentation von Ihnen. Ich habe zum Beispiel heute keinen Fahrradfahrer gesehen, also wird bestimmt niemand in Dtl. Fahrrad gefahren sein ;)
Man kann den Leuten ja mal genau zuhören, wie sie Spieler wie zum Beispiel Balotelli, oder sogar Boateng, früher Cacau, Özil usw. nennen. Nicht heimlich, sondern ganz offen.
Ich warte voller Vorfreude auf die nächste Relativierung, aber noch eine kurze Frage zuvor. Wie sollen wir denn Ihrer Meinung nach die Leute die Sieg Heil brüllen, die Reichskriegsflagge schwenken und das Lied Eine Bahn von Lemberg bis nach Auschwitz singen nennen?http://www.publikative.org/2012/06/22/eine-u-bahn-von-lemberg-bis-nach-auschwitz/
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ag
Wer hier pauschalisiert, sind Sie. Im Artikel wird in der Einleitung die positive Seite hervorgehoben. Erst dann: "Doch es gab leider auch zahlreiche rassistische Ausfälle in den deutschen Innenstädten, im Internet."
Sie argumentieren: Ich habe so etwas nicht mitbekommen, also gabs das nicht. Das ist doch um einiges pauschaler, als der Artikeltenor! Traurig stimmt mich, dass ein solcher Kommentar dann so viel Zustimmung findet.
Weitere Beispiele gefällig?
Ich wohne in der Nähe eines Berliner PublicViewing. Nach dem Viertelfinale (wie übrigens schon bei der vergangenen WM, nicht beim Sommermärchen!) zogen hier diverse ganz besondere "Fan-Gruppen" vorbei, rund eine halbe Stunde lang, die erste Strophe des Deutschlandliedes rufend, "Sieg-Heil" und "Deutschland den Deutschen". In den engen Häuserschluchten ein grausiges Szenario!
Die Polizei? Das ist hier Wohngebiet, nur in der Nähe, nicht direkt am Rudelgucken. Ich habe angerufen - man hat NICHTS unternommen, sondern den Vorfall runtergespielt. Bei der letzten WM sind ganze Gruppen mit schwarz-rot-weißer Fahne, das Horst-Wessel-Lied und Sieg-Heil-gröhlend nach dem Spiel durch die Fußgängerzone gezogen. Nicht minder grausig beeindruckend. Auch die hat die Polizei ziehen lassen, von der Ferne zuguckend, wohl weil zu wenig Mann.
Wenn Polizei so etwas anfängt zu dulden und Bevölkerung, weil man doch feiern will, wegguckt und - wie hier - diejenigen, die berichten "downvotet", dann ist das ein ungesundes Verhältnis!
Ich habe selbst auch solche Erfahrungen gemacht, wenn auf etwas gehobenerem Niveau. In einer Kneipe war ich mit einem Tischnachbar in einem Gespräch verwickelt, der zwar nicht "Sieg heil" und "Ausländer raus" gerufen hat, aber es allen ernstes als Schande empfunden hat, dass einige Deutsche Spieler nicht die Nationalhymne singen und forderte, sie deswegen aus der Nationalmannschaft zu schmeißen. Betrunken war er sicher nicht.
Solche und ähnliche Haltungen, die tendenziell überall vorhanden sind, im Freundes- sowie Verwandtenkreis, erzeugen bei mir den leisen Verdacht, dass das deutsche Volk nach wie vor anfällig für Propaganda und negativem Nationalismus ist. Das macht mir Angst.
Der Kommentator scheint der deutschen Sprache nicht mächtig zu sein. Und wenn er mit "Null" meint, dass es so etwas während der EM nicht gegeben hat, sollte er seine Augen und Ohren öffnen.
was ihr in deutschland macht ist eure sache..solange ihr bitte nicht zu uns ins ausland kommt, bleibt bitte alle zu hause...macht urlaub in den bergen und singt euro doof-dähmlichen wanderlieder...der rest der welt kann euch sowieso nicht mehr sehen...ich meine solche wie kommentator 1-)))
... immer ein Treffer:)
Beim "Sommermärchen" bin ich im jubelnden Autokorso mitgefahren, und nicht nur Deutsche, auch Türken und Afrikaner und andere "Fremdstämmige" haben beim gegenseitigen Jubel mitgemacht.
Ich sehe unseren Fußball als eine Erfolgsgeschichte des Respekts und der Integration, denn Spieler wie Odonkor, Özil, Boateng und Khedira waren oder sind vollwertige Mitglieder des Teams.
Jeder "aufrechte Deutsche" sollte denjenigen die Stirn bieten, die die patriotische Stimmung für ihren Fremdenhass missbrauchen.
Für Deutschland, für all seine Bürger (egal welcher Herkunft), für den Respekt, für die Toleranz und gegen primitiven Fremdenhass!
... können unsere Nationalspieler glücklich sein.
Balotelli hat in Italien mit den dortigen Radikalen ein weniger leichtes Spiel:
http://www.sueddeutsche.d...
...während eines EM-Fußballspiels... das sagt schon alles.
Der Fußball-Patriotismus ist etwas völlig anderes wie der völkische Nationalismus, der von absoluten Randgruppen mit Reichskriegsflaggen vertreten wird. Unsere Mannschaft mit Spielern unterschiedlichster Herkunft widerlegt doch gerade die Thesen der NPD.
... können unsere Nationalspieler glücklich sein.
Balotelli hat in Italien mit den dortigen Radikalen ein weniger leichtes Spiel:
http://www.sueddeutsche.d...
...während eines EM-Fußballspiels... das sagt schon alles.
Der Fußball-Patriotismus ist etwas völlig anderes wie der völkische Nationalismus, der von absoluten Randgruppen mit Reichskriegsflaggen vertreten wird. Unsere Mannschaft mit Spielern unterschiedlichster Herkunft widerlegt doch gerade die Thesen der NPD.
Und drei andere Leute haben so etwas mitbekommen.
3:1.
Ich war bereits etwa 8 mal auf der Fanmeile. Und auch ich habe schon solches Verhalten mitbekommen.
So eine Debatte bezieht sich immer schnell auf alle Menschen auf der Fanmeile. Aber es ist eine absolute Seltenheit. Und es gibt definitiv Leute, die so etwas noch nie erlebt haben obwohl sie schon auf der Fanmeile waren.
Wenn Sie 1000 Leute im Blick haben und einmal bekommt man auch solche Parolen mit - ja, auch bei uns in Deutschland gibt es Idioten.
Eine Gruppe betrunkener Männer - es gibt nichts schlimmeres. Und Fußball ist der zünder. Aber, diese Menschen sind nicht durch den Fußball so geworden. Sie leben es durch den Fußball nur intensiver aus. Auf der anderen Seite ist es sehr schön, wenn man mal aus dem Alltag entflieht und eine wunderbare Zeit durch den Fußball intensiver auszuleben. Und hier sollten wir genauso scharf differenzieren, wie wir es auch bei rassistischen Themen fordern. Es sind die wenigsten und es wäre falsch, einem großen Teil des Volkes den Spaß zu verderben, weil ein paar Idioten es nicht lassen können. Warum freut man sich nicht, dass ein großer Teil der Mitmenschen Spaß hat...
Ich war bereits etwa 8 mal auf der Fanmeile. Und auch ich habe schon solches Verhalten mitbekommen.
So eine Debatte bezieht sich immer schnell auf alle Menschen auf der Fanmeile. Aber es ist eine absolute Seltenheit. Und es gibt definitiv Leute, die so etwas noch nie erlebt haben obwohl sie schon auf der Fanmeile waren.
Wenn Sie 1000 Leute im Blick haben und einmal bekommt man auch solche Parolen mit - ja, auch bei uns in Deutschland gibt es Idioten.
Eine Gruppe betrunkener Männer - es gibt nichts schlimmeres. Und Fußball ist der zünder. Aber, diese Menschen sind nicht durch den Fußball so geworden. Sie leben es durch den Fußball nur intensiver aus. Auf der anderen Seite ist es sehr schön, wenn man mal aus dem Alltag entflieht und eine wunderbare Zeit durch den Fußball intensiver auszuleben. Und hier sollten wir genauso scharf differenzieren, wie wir es auch bei rassistischen Themen fordern. Es sind die wenigsten und es wäre falsch, einem großen Teil des Volkes den Spaß zu verderben, weil ein paar Idioten es nicht lassen können. Warum freut man sich nicht, dass ein großer Teil der Mitmenschen Spaß hat...
"Doch dann strecken sie den rechten Arm in die Höhe und grölen "Sieg heil" und "Ausländer raus". Sie kichern und wiederholen ihre Parolen immer lauter."
und weiter:
"Passanten bleiben stehen, gucken."
Also, was sagt uns das? Ich lebe selbst in Berlin, hier gibt es auch sehr komische Leute. Ich war nicht dabei und kann es nicht so gut beurteilen - aber ... in Berlin wird es immer Menschen geben, die so etwas grölen. Jung, besoffen, euphorisch - ja, wir können es auch nicht ändern. Aber das ist doch nicht der Spiegel unserer Gesellschaft.
Aber auf der anderen Seite zeigt das auch, dass die Menschen an so etwas nicht einfach vorbei rennen. Generell geht niemand dazwischen aber warum denn... weil wir auch Angst haben - was total natürlich ist. Wir verbinden Rechts mit Gewalt. Und ich würde, wenn ich alleine bin auch nicht in eine Gruppe besoffener Rechter reingehen und die aufklären. Die Frage ist doch: Macht der Fußball aus normalen Bürgern, besoffene Rechte, die dann Sieg heil schreien? Oder ist der Akt, dass DEUTSCHLAND gegen ein andere Land spielt für die, die ohnehin rechts gesinnt sind, zu feiern - und wenn Deutschland verliert, dann werden eben auch diese Menschen aktiv.
Ich glaube nicht, dass der Fußball für solche Menschen verantwortlich ist. Beim Fußball treten - auch weil wir danach suchen - solche Menschen eben besonders in Erscheinung.
Wir müssen das Thema "Fanmeilenbesucher" viel differenzierter diskutieren.
Nazikeule ist jetzt, wenn man Nazis, die sich wie Nazis benehmen, Nazis nennt, oder wie?
... wenn man sich das Verhalten einer verschwindend geringen Minderheit herauspickt, damit sich die Masse der Deutschen schuldig fühlt, demütig ist und somit vieles in der Politik hinnehmen würde, was sie sonst nicht hinnehmen würde.
...ist das, was man benutzt, um andere pauschal zu diffamieren, indem man sie mit Nazis in einen Hut steckt.
Der Unterschied zwischen einem echten Nationalsozialisten zu einem Jugendlichen, der den deutschen Gruß zeigt, ist der, dass es Ersterer ernst meint. und der Letztere eher im Sinne eines Nachäffertums eine provokante Geste benutzt, die, da verboten, umso reizvoller ist...
Fazit im Zusammenhang mit der EM:
Mal alles etwas weniger hysterisch betrachten und auch mal Fünfe gerade sein lassen.
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ag
... wenn man sich das Verhalten einer verschwindend geringen Minderheit herauspickt, damit sich die Masse der Deutschen schuldig fühlt, demütig ist und somit vieles in der Politik hinnehmen würde, was sie sonst nicht hinnehmen würde.
...ist das, was man benutzt, um andere pauschal zu diffamieren, indem man sie mit Nazis in einen Hut steckt.
Der Unterschied zwischen einem echten Nationalsozialisten zu einem Jugendlichen, der den deutschen Gruß zeigt, ist der, dass es Ersterer ernst meint. und der Letztere eher im Sinne eines Nachäffertums eine provokante Geste benutzt, die, da verboten, umso reizvoller ist...
Fazit im Zusammenhang mit der EM:
Mal alles etwas weniger hysterisch betrachten und auch mal Fünfe gerade sein lassen.
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ag
Ich war bereits etwa 8 mal auf der Fanmeile. Und auch ich habe schon solches Verhalten mitbekommen.
So eine Debatte bezieht sich immer schnell auf alle Menschen auf der Fanmeile. Aber es ist eine absolute Seltenheit. Und es gibt definitiv Leute, die so etwas noch nie erlebt haben obwohl sie schon auf der Fanmeile waren.
Wenn Sie 1000 Leute im Blick haben und einmal bekommt man auch solche Parolen mit - ja, auch bei uns in Deutschland gibt es Idioten.
Eine Gruppe betrunkener Männer - es gibt nichts schlimmeres. Und Fußball ist der zünder. Aber, diese Menschen sind nicht durch den Fußball so geworden. Sie leben es durch den Fußball nur intensiver aus. Auf der anderen Seite ist es sehr schön, wenn man mal aus dem Alltag entflieht und eine wunderbare Zeit durch den Fußball intensiver auszuleben. Und hier sollten wir genauso scharf differenzieren, wie wir es auch bei rassistischen Themen fordern. Es sind die wenigsten und es wäre falsch, einem großen Teil des Volkes den Spaß zu verderben, weil ein paar Idioten es nicht lassen können. Warum freut man sich nicht, dass ein großer Teil der Mitmenschen Spaß hat...
Niemand, auch nicht der Artikel, hat behauptet, daß das allgemeines Verhalten deutscher Fußballfans sei.
Ich war 2010 auf der Fanmeile in Berlin, wo Deutschland gegen Serbien verloren hatte. Mitten in der Traube standen bestimmt 30 Serben, die da Halli-Galli gemacht haben, obwohl da bestimmt das x-fache an deutschen Fans vorhanden waren. Passiert ist dort nichts. Das nur als Positivbeispiel.
Eigentlich ist es schrecklich, wenn die Menschen in der Bahn sitzen und den Leuten da beim Vandalieren zuhören. Das ist wieder so ein Unterwerfen vor dem rechten autoritären Charakter. Ich hätte mich vielleicht nicht mit den Rechten angelegt, aber schon mit der Masse die da einfach nur sitzt und zuhört.
"Eine Gruppe betrunkener Männer - es gibt nichts schlimmeres."
Das ist jetzt aber wirklich sexistisch und pauschalisierend. Hier sollten SIE mal stärker differenzieren.
Und wenn Sie schon pauschalisieren wollen: Gruppen betrunkener Frauen stehen Gruppen betrunkener Männer in nichts nach.
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ag
Siehe erwähntes Beispiel im Artikel. Aber da merkt man wo bei manchen die Differenzierungen enden. Es ist schwer lieb gewonnene Klischeevorstellungen aufzugeben. Auch wenn es schwer ist, aber Frauen sind keine besseren Menschen.
Niemand, auch nicht der Artikel, hat behauptet, daß das allgemeines Verhalten deutscher Fußballfans sei.
Ich war 2010 auf der Fanmeile in Berlin, wo Deutschland gegen Serbien verloren hatte. Mitten in der Traube standen bestimmt 30 Serben, die da Halli-Galli gemacht haben, obwohl da bestimmt das x-fache an deutschen Fans vorhanden waren. Passiert ist dort nichts. Das nur als Positivbeispiel.
Eigentlich ist es schrecklich, wenn die Menschen in der Bahn sitzen und den Leuten da beim Vandalieren zuhören. Das ist wieder so ein Unterwerfen vor dem rechten autoritären Charakter. Ich hätte mich vielleicht nicht mit den Rechten angelegt, aber schon mit der Masse die da einfach nur sitzt und zuhört.
"Eine Gruppe betrunkener Männer - es gibt nichts schlimmeres."
Das ist jetzt aber wirklich sexistisch und pauschalisierend. Hier sollten SIE mal stärker differenzieren.
Und wenn Sie schon pauschalisieren wollen: Gruppen betrunkener Frauen stehen Gruppen betrunkener Männer in nichts nach.
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ag
Siehe erwähntes Beispiel im Artikel. Aber da merkt man wo bei manchen die Differenzierungen enden. Es ist schwer lieb gewonnene Klischeevorstellungen aufzugeben. Auch wenn es schwer ist, aber Frauen sind keine besseren Menschen.
Natürlich darf man niemanden anfeinden, beleidigen, diskriminieren. Außer natürlich "dümmliche Deutschlandfans".
"Natürlich darf man niemanden anfeinden, beleidigen, diskriminieren. Außer natürlich "dümmliche Deutschlandfans"."
Ihr Satz bezeichnet kurz und prägnant einen der Hauptgründe für übersteigerte (und letztlich peinliche) Ausfälle.
Wobei "dümmliche Deutschlandfans" ja noch harmlos ist.
Irgendwann kommt der Bumerang der subventionierten, gepflegten antideutschen Einstellung eben zurück. Dialektisch.
Wenn man das dann noch mit der aktuellen Studie zum Geschictswissen der Schüler vergleicht, weiss man auch, warum da keine Selbstkritik zu erwarten ist. Wie auch.
"Natürlich darf man niemanden anfeinden, beleidigen, diskriminieren. Außer natürlich "dümmliche Deutschlandfans"."
Ihr Satz bezeichnet kurz und prägnant einen der Hauptgründe für übersteigerte (und letztlich peinliche) Ausfälle.
Wobei "dümmliche Deutschlandfans" ja noch harmlos ist.
Irgendwann kommt der Bumerang der subventionierten, gepflegten antideutschen Einstellung eben zurück. Dialektisch.
Wenn man das dann noch mit der aktuellen Studie zum Geschictswissen der Schüler vergleicht, weiss man auch, warum da keine Selbstkritik zu erwarten ist. Wie auch.
Crucchi cattiva gente
Nix Neues in der ZEIT
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