Britische Jubiläumsfeiern : Elizabeth rules the waves

Eine Schiffsparade auf der Themse war der Höhepunkt der Feiern zum Thronjubiläum der Queen. Trotz des Regens säumten viele Tausende den Fluss. Wir zeigen die Bilder.

Nicht mit Prominenten und Adligen, sondern mit dem Volk wollte Königin Elizabeth II. den Höhepunkt ihres Jubiläums feiern, in Form eines Schiffskorsos aus 1.000 Booten über die Themse im Herzen Londons. Am Ufer begingen Zehntausende den Tag mit ihr; manche Quellen sprachen von Hunderttausenden. Einige kamen gar nicht bis zur Themse, weil die Sicherheitsleute sie aus Angst vor Überfüllung zurückwiesen. Überall flatterten Union Jacks; auch die Boote waren feierlich geschmückt. An der Tower Bridge endete die Parade.

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Kommentare

14 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Schöne Bilder, die Briten haben die Demokratie eben begriffen. Was unsere Autonomen wohl machen würden?. Vieleicht ein paar Freudenfeuer zum Jubiläum.

Man darf feiern, auch wenns nicht gut geht. Man durfte und darf "nach Auschwitz wieder Gedichte schreiben". Denn über sich nachdenken tun die Briten auch. Da sind wir nicht die einzigen, aber vielleicht, aber nicht nur wegen der Vergangenheit, ein wenig verkniffener.

alors..........

Die Queen und die Königliche Familie, die Grafen, der Erzbischof von Canterbury, das ist einfach Britain, eine Identität, genauso wie Schrulligkeit, eine desaströse Politik und ein Glaube das es immer irgendwie weitergeht.England ist einfach a wenig mehr cool und zen als der Rest Europas, fast so pleite wie Greece...........

Wir wollen unseren Kaiser wieder haben!

Angesichts solcher Bilder kann man als Deutscher nur vor Neid platzen. Eine stolze Nation, die mit sich selbst im Frieden ist, ein Volk, das die positive Rückbindung an die eigene Jahrhunderte alte Geschichte durch die Institution der überparteilichen Monarchie nicht verloren hat. Freilich bleibt noch abzuwarten, ob sich Schottland demnächst nicht für die Unabhängikeit entscheiden wird.

Doch was haben wir im laut beliebten Eigenlob besten deutschen Staat aller Zeiten? Eine verstaubte Republik von einer latent volksfeindlichen Parteien- und Medienelite beherrscht, von Selbstzweifeln und -hass zerfressen, die den ultimativen Staatszweck in der Auslöschung der eigenen souveränen Nation in einem bundesstaatlichen EU-Imperium erblickt. Republik sein ist nicht nur ein wenig fad, sondern womoglich sogar gefährlich.

Deutsche Unfähigkeit zur Selbstobjektivierung

Diese Dummheit beging 1914 nicht nur Deutschland in Bezug auf Österreich-Ungarn, sondern ebenso Russland in Bezug auf Serbien, Frankreich in Bezug auf Russland und Großbritannien in Bezug auf Frankreich und Russland. Überdies ersetzt ein Monarch (Staatsoberhaupt) keinen Kanzler (Regierungschef), sondern einen Präsidenten (Staatsoberhaupt).

In Ihrem schaurig einseitigen Kommentar kommt die deutsche Unfähigkeit zur Selbstobjektivierung perfekt zum Ausdruck. Wir kritisieren bereitwillig uns selbst für alles Mögliche, ignorieren jedoch die Fehler der anderen, ja betrachten sie mit einer rosa-roten Brille und drücken bei ihnen alle Augen samt Hühneraugen zu. Wir bewundern die Briten für ihre Monarchie und ihren nationalstaatlichen Souveränismus, bestaunen eine französische Militärparade, begrüßen vielleicht sogar die französische Atomwaffenstrategie, beglückwünschen die Schweizer zu ihrer direkten Demokratie, loben all' das und würden uns selbiges im eigenen Land dennoch nie zugestehen.

so so

danke für die aufklärung. es ist jedoch nicht so, dass das staatsoberhaupt per se auch die staatsdoktrin bzw. -räson bestimmt. in deutschland ist es eben die bundesregierung, respektive der bundeskanzler, wenn ich recht informiert bin. wenn ihr kaiser also nichts zu sagen haben soll, kann man ihn sich auch sparen und das geld in kindergartenplätze stecken.

und zu ihrer beeindruckenden geschichts-lektion: der kleine unterschied all der genannten allianzen zur deutschen war, dass sie keine dummheiten waren, sondern kluges kalkül. oder wie erklären sie sich das zustandekommen der bis dahin undenkbaren verbindung der erzfeinde russland, england und frankreich?

ich bin schon mal einer

als gilt das wir...

ich finds auch immer wieder schön, wie die linke parole vom "rückfall in den nationalistischen kleingeist" rausgehauen wird, so ein schwachsinn! nebenbei bemerkt, wie schon angemerkt: ein monarch hat nichts mit demokratie oder militär zu tun(in der heutigen zeit), sondern mit repräsentieren...
ein monarch wäre mir weit aus sympathischer als ein bundespräsident, auch wenn das in deutschland nicht mehr möglich ist...
billiger wär's wohl auch