U-Bahn-Anschlag: Tokioter Polizei fasst Sektenmitglied nach 17 Jahren
1995 verübte die Aum-Sekte einen Giftgasanschlag auf die U-Bahn in Tokio. Fast zwei Jahrzehnte später hat ein Hinweis die Polizei auf die Spur einer Beteiligten gebracht.
© jiji press/afp/GettyImages

Polizisten inspizieren ein Haus, in dem ein ehemaliges Mitglied der Aum-Sekte lebte.
Mehr als 17 Jahre nach dem tödlichen Giftgasanschlag auf die Tokioter U-Bahn hat die Polizei eines der beiden letzten flüchtigen Mitglieder der Aum-Sekte gefasst. Wie die örtlichen Medien berichteten, gestand die 40-Jährige an der Produktion des Kampfstoffs Sarin beteiligt gewesen zu sein. Allerdings habe sie damals nicht gewusst, um was es sich dabei gehandelt habe, sagte sie demnach weiter aus.
Durch den Anschlag im März 1995 waren 13 Menschen getötet und Tausende verletzt worden. Aufgrund eines Hinweises nahm die Polizei die Frau am Sonntag in Sagamihara westlich von Tokio fest, wo sie unter falschem Namen lebte.
Die Giftgasattacke mitten im Berufsverkehr war einer der verheerendsten Anschläge im Nachkriegsjapan. Im Zusammenhang mit dem Anschlag und einem weiteren Giftgasattentat im Juni 1994 in der zentraljapanischen Stadt Matsumoto, bei dem acht Menschen getötet worden waren, wurde bislang 189 Aum-Mitgliedern der Prozess gemacht. Sektenchef Shoko Asahara und zwölf weitere Männer wurden zum Tode verurteilt, aber noch nicht hingerichtet.






Das klingt, als sei die Hinrichtung zu einem späteren Zeitpunkt sicher.
"... bisher nicht hingerichtet" käme vielleicht dem wirklichen Informations-Stand näher.
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