Rodney King ist tot. Das wohl berühmteste Opfer von Polizeigewalt in den USA starb am Sonntag im Alter von 47 Jahren. Seine Leiche sei in einem Pool im kalifornischen Rialto entdeckt worden, teilte die Polizei laut CNN mit . Auf den ersten Blick weise nichts auf ein Verbrechen hin, sagte ein Polizeisprecher. Eine Autopsie solle nun die genaue Todesursache klären.

Der Afroamerikaner war 1991 von vier Polizeibeamten verprügelt worden. Er war damals zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, fuhr alkoholisiert und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, bis die Beamten ihn einholten und dann brutal auf ihn einschlugen.

Die Prügelszene wurde gefilmt, das Video bald darauf veröffentlicht. Die Beamten wurden freigesprochen , in der Folge gab es schwere Unruhen im Süden von Los Angeles , weil wütende Bürger ein rassistisch motiviertes Urteil vermuteten. Die Straßenschlachten dauerten drei Tage. 55 Menschen starben dabei.

In einem zweiten Verfahren wurden dann schließlich doch noch zwei Polizisten zu je 30 Monaten Haft verurteilt. King erhielt von der Stadt Schadenersatz in Höhe von 3,8 Millionen Dollar.

King geriet weiter in Konflikt mit der Polizei

Auch nach der Prügelattacke der Polizisten geriet King mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt, insbesondere im Zusammenhang mit Drogen im Straßenverkehr sowie häuslicher Gewalt.

Er nahm in der 2. Staffel der Reality-TV-Show Celebrity Rehab with Dr. Drew teil und ließ sich während eines Drogenentzuges begleiten. Kurz vor seinem Tod, im April 2012, zum 20. Jahrestag der Unruhen, veröffentlichte King sein Buch The Riot Within: My Journey from Rebellion to Redemption .