Schleswig-Holstein: DNA-Spur soll Mordverdacht im Fall Barschel erhärten
Mord oder Selbstmord? Die Ermittler im Fall des Todes von Schleswig-Holsteins Ex-Ministerpräsident Uwe Barschel haben eine neue Spur. Sie könnte auf Mord hindeuten.
© dpa

Der frühere Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel (CDU), bei einer Pressekonferenz (Archiv)
Knapp 25 Jahre nach dem Tod des CDU-Politikers Uwe Barschel in Genf gibt es eine neue Spur. Spezialisten des Kieler Landeskriminalamts haben DNA-Rückstände eines Unbekannten an Kleidungsstücken entdeckt, die der frühere Ministerpräsident von Schleswig-Holstein in der Nacht seines Todes trug. Das bestätigte die Lübecker Staatsanwaltschaft in der Welt am Sonntag.
Der genetische Fingerabdruck des Unbekannten fand sich demnach auf der Strickjacke, den Socken und der Krawatte des Toten sowie auf dem Handtuch des Hotelzimmers. Laut dem früheren schleswig-holsteinischen Abgeordneten Werner Kalinka (CDU) wurde der Verdacht, Barschel sei ermordet worden, durch die Spuren erhärtet. Die DNA-Untersuchungen waren auf Antrag Kalinkas zustande gekommen.
Auch für den früheren Chef-Ermittler im Fall Barschel, Heinrich Wille, wurde der Mord-Verdacht durch die neue Spur erhärtet. Schon im Oktober 1987, als Barschel tot in der Badewanne seines Hotelzimmers gefunden wurde, sei er zu dem Schluss gekommen, dass Barschel in der Todesnacht nicht allein im Zimmer war.
Wille: Staatsanwaltschaft soll neu ermitteln
Wille forderte die Lübecker Staatsanwaltschaft auf, die neuen Erkenntnisse mit der Datenbank für genetische Fingerabdrücke des Bundeskriminalamtes (BKA) abzugleichen. "Das ist einen Versuch wert, zumal sich für mich der Anfangsverdacht auf Mord im Laufe der Ermittlungen erhärtet hat. Das bedeutet, dass das Verfahren wieder aufgenommen werden muss, wenn es neue Erkenntnisse gibt", sagte der mittlerweile pensionierte Staatsanwalt.
Barschel starb laut Obduktion an einer Medikamentenvergiftung. Bis heute rätseln Ermittler, ob er sich wenige Wochen nach seinem Rücktritt als Kieler Regierungschef in der sogenannten Waterkant-Affäre selbst umbrachte oder ermordet wurde.






Ich habe nie an die Selbstmord-These geglaubt. Bei aller Korruption und verbrecherischen Aktivitaeten, die ich in der deutschen Politik der letzten 20 Jahre gesehen habe - und wobei das, was wir wissen, wohl nur die Spitze des Eisbergs ist - Dr. Dr. Uwe Barschel war in Genf, um Beweise fuer seine Unschuld zu sammeln. Und meiner Meinung nach war unser schleswig-holsteinischer Landesvater unschuldig.
Moegen die Taeter und ihre Auftraggeber vor Angst bibbern. Wir kriegen Euch naemlich!
Dass Barschel die beispiellose Schmutzkampagne gegen den politischen Gegner -> https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Barschel-Affäre#Ablauf zumindest billigend in Kauf genommen hat, dürfte wohl unbestreitbar sein. Von Unschuld zu sprechen erscheint angesichts dessen wohl ziemlich kühn.
Barschel nahm 4x2,5mg Lorazepam pro Tag !
Wer sich mit dem Medikament und vor allem der extremen Dosierung auskennt, weiß dass Barschel psychisch EXTREM labil gewesen sein muss.
Das im Kombination mit dem politischen Druck/Stress und natürlich der Barschel-Pfeiffer-Affäre.. der Selbstmord ist schon sehr wahrscheinlich.
Dass Barschel die beispiellose Schmutzkampagne gegen den politischen Gegner -> https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Barschel-Affäre#Ablauf zumindest billigend in Kauf genommen hat, dürfte wohl unbestreitbar sein. Von Unschuld zu sprechen erscheint angesichts dessen wohl ziemlich kühn.
Barschel nahm 4x2,5mg Lorazepam pro Tag !
Wer sich mit dem Medikament und vor allem der extremen Dosierung auskennt, weiß dass Barschel psychisch EXTREM labil gewesen sein muss.
Das im Kombination mit dem politischen Druck/Stress und natürlich der Barschel-Pfeiffer-Affäre.. der Selbstmord ist schon sehr wahrscheinlich.
Offenbahr kann man sich mancherorts immer noch nicht damit abfinden, dass der "Ehrenwörtler" Barschel freiwillig aus dem Leben geschieden ist, weil er den Gesichtsverlust fürchtete.
Was die DNA angeht, so gehe ich davon aus, dass diese von einer Angestellten Barschels oder einem Angestellten eines Hotels, in dem Barschel übernachtete und Wäsche waschen ließ, stammt. In den Kreisen, in denen Barschel verkehrte ist es nämlich nicht üblich, dass man seine Wäsche selbst wäscht und hinterher selbst zusammen legt. Dafür hat man dort Haus-Personal.
die Staatsanwaltschaft zeigt sich da offensichtlich nicht ganz so überzeugt und vergleicht die Spuren mit der DNA von Tatverdächtigen. Der Name Werner Mauss lässt sich z.B. immer wieder im Zusammenhang mit Barschels Tod lesen.
"... **Gähn**
Offenbahr kann man sich mancherorts immer noch nicht damit abfinden, dass der "Ehrenwörtler" Barschel freiwillig aus dem Leben geschieden ist, weil er den Gesichtsverlust fürchtete...."
... aber für die Mordtheorie spielt die damalige politische Provinzposse um seinen Rücktritt nur eine eher untergeordnete Rolle. Da geht es angeblich um ganz andere Dinge: es tauchen Schlagworte wie Iran, Israel, Iran-Irakkrieg, Mossad u.ä. auf. Bis heute hat man sich bspw. beharrlich geweigert, den ehemaligen Mossad-Mann Victor Ostrovsky zu hören, der in seinem Buch recht freimütig von einer Mossad-Verwicklung schreibt.
die Staatsanwaltschaft zeigt sich da offensichtlich nicht ganz so überzeugt und vergleicht die Spuren mit der DNA von Tatverdächtigen. Der Name Werner Mauss lässt sich z.B. immer wieder im Zusammenhang mit Barschels Tod lesen.
"... **Gähn**
Offenbahr kann man sich mancherorts immer noch nicht damit abfinden, dass der "Ehrenwörtler" Barschel freiwillig aus dem Leben geschieden ist, weil er den Gesichtsverlust fürchtete...."
... aber für die Mordtheorie spielt die damalige politische Provinzposse um seinen Rücktritt nur eine eher untergeordnete Rolle. Da geht es angeblich um ganz andere Dinge: es tauchen Schlagworte wie Iran, Israel, Iran-Irakkrieg, Mossad u.ä. auf. Bis heute hat man sich bspw. beharrlich geweigert, den ehemaligen Mossad-Mann Victor Ostrovsky zu hören, der in seinem Buch recht freimütig von einer Mossad-Verwicklung schreibt.
An den Selbstmord von Uwe Barschel glaubt im Land nur eine Minderheit und dass ein politischer Mord in Deutschland verschleiert werden kann, wird schulterzuckend hingenommen. Unter 25-jährige wissen häufig noch nicht einmal wer Uwe Barschel war... Auch nach einem Vierteljahrhundert erzeugt der Fall Barschel bei mir Fassungslosigkeit.
Er war in undurchsichtige Geschäfte verwickelt, verschwand immer wieder ohne jegliche Begleitung in der DDR, ohne jemals offenzulegen was er eigentlich dort trieb und gab dann auch noch öffentlich sein "Ehrenwort".
Der Mann war ein eiskalter Karrierist und hat zu hoch gepokert. Der einsame Tod in der Wanne war die Quittung.
Waffengeschäfte, Erpressungen, Installation von Abhöranlagen, vermutliche Kontakte zur Stasi, CIA, Mossad, Agenten, die sich zufällig in Nachbarhotels in Genf aufhalten. Menschen, die zu dem Fall etwas sagen könnten, begehen plötzlich gemeinsam mit der Freundin Selbstmord oder versterben an Herzversagen. Andere, wie der Pilot des Flugzeuges, schweigen, weil sie bedroht werden.
Ein fremdes Haar, das in dem Zimmer gefunden worden ist, verschwindet zufällig zu dem Zeitpunkt, wo man die technischen Möglichkeiten der DNA-Analyse hat.
Wenn eine toxische Substanz rektal verabreicht worden ist, wird das wohl geschehen sein, weil aufgrund der zuvor oral verabreichten sedierenden Medikamente der Schluckreflex nicht mehr vorhanden war.
Ein Staatsanwalt, der keine Genehmigung zur "Nebentätigkeit", nämlich der Veröffentlichung eines Buches über die Ermittlungen zum Fall Barschel bekommt, das sind alles zu viele Zufälle.
Ich glaube auch nicht an einen Selbstmord.
http://de.wikipedia.org/w...
Waffengeschäfte, Erpressungen, Installation von Abhöranlagen, vermutliche Kontakte zur Stasi, CIA, Mossad, Agenten, die sich zufällig in Nachbarhotels in Genf aufhalten. Menschen, die zu dem Fall etwas sagen könnten, begehen plötzlich gemeinsam mit der Freundin Selbstmord oder versterben an Herzversagen. Andere, wie der Pilot des Flugzeuges, schweigen, weil sie bedroht werden.
Ein fremdes Haar, das in dem Zimmer gefunden worden ist, verschwindet zufällig zu dem Zeitpunkt, wo man die technischen Möglichkeiten der DNA-Analyse hat.
Wenn eine toxische Substanz rektal verabreicht worden ist, wird das wohl geschehen sein, weil aufgrund der zuvor oral verabreichten sedierenden Medikamente der Schluckreflex nicht mehr vorhanden war.
Ein Staatsanwalt, der keine Genehmigung zur "Nebentätigkeit", nämlich der Veröffentlichung eines Buches über die Ermittlungen zum Fall Barschel bekommt, das sind alles zu viele Zufälle.
Ich glaube auch nicht an einen Selbstmord.
http://de.wikipedia.org/w...
hat eigentlich nur Verlierer hervorgebracht - bis hin zum Rücktritt von Björn Engholm ("Schubladen - Affäre").
Die jetzt gefundenen DNA-Spuren belegen, dass die Kleidung von Uwe Barschel von einer anderen Person angefasst worden ist. Wann und warum dies geschah, bleibt zunächst einmal offen. Die Frage ob Barschel die bewussten Medikamente willentlich oder einvernehmlich eingenommen hat, oder ob dies gegen seinen Willen geschah, wird sich damit alleine auch nach 25 Jahren nicht klären lassen.
Die Vorgänge rund um Uwe Barschel sind mehr ein Lehrstück dafür, wo die Grenzen der politischen Auseinandersetzung in unserer Demokratie liegen. Wie gesagt, die Folgen waren für die Beteiligten eindeutig kontraproduktiv.
Diese Republik hat sich mit der Wiedervereinigung deutlich verändert, dies hatte politisch, wirtschaftlich und sozial Folgen, welche bis heute nachwirken. Daraus resultiert ganz direkt ein Bedarf an politischen Handeln, welches rasch, pragmatisch und flexibel auf Probleme reagiert. Für Akteure, die mehr mit sich selbst beschäftigt sind, ist heute noch weniger Bedarf als damals gegeben.
die Staatsanwaltschaft zeigt sich da offensichtlich nicht ganz so überzeugt und vergleicht die Spuren mit der DNA von Tatverdächtigen. Der Name Werner Mauss lässt sich z.B. immer wieder im Zusammenhang mit Barschels Tod lesen.
... kommt wieder Bewegung in die Sache. Möge das Rätsel um den Mord an Barschel bald endlich aufgeklärt werden.
" Bis heute rätseln Ermittler, ob er sich wenige Wochen nach seinem Rücktritt als Kieler Regierungschef in der sogenannten Waterkant-Affäre selbst umbrachte oder ermordet wurde. "
Das stimmt allerdings nicht so ganz: Auch wenn man wie ich von Verschwörungstheorien nichts hält, kann man bei Betrachtung der Todesumstände nur zum Schluss kommen "Wie soll das bitteschön ein Selbstmord gewesen sein?"
Barschel nahm die tödliche Dosis Cyclobarbital ein, als er bereits durch die vorher eingenommenen Beruhigungsmittel narkotisiert und handlungsunfähig war?
Vom vermutlichen Selbstmord Barschels redet doch nur noch Staatsanwalt Rex, sonst niemand mehr und wenn man sich die Erklärungen von Rex durchliest, wie er alles, was für Mord spricht versucht, irgendwie umzudeuten (Fremder Fußabdruck an der Badewanne stammt eben vom tollpatschigen Reporter nach dem Tod, den Hemdknopf hat Barschel sich selbst abgerissen und auch alles andere Merkwürdige wie der eine Schuh gebunden im Flur, der andere geöffnet und nass bei der Badewanne oder das Handtuch mit Dimethylsulfoxid wird alles dem zugeschrieben, dass Selbstmödrder irrational handeln), wenn man sich das und noch mehr durchliest, merkt man, dass man viel mehr Verschröwungstheorie braucht, um an einen perfide geplanten Selbstmord mit vielen gelegten falschen Spuren zu glauben als an einen Mord.
Möge der bald aufgeklärt sein!
Schleierhaft ist mir nur, warum nie der These von Victor Ostrovsky nachgegangen wurde. Er ist schließlich Insider. Und schlüssig klingen sowohl die Gründe für Barschels mutmaßlicher Ermordung als auch deren Durchführung.
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