Homosexualität : Eine unauffällige Lesbe bekommt keine Probleme

Weil Homosexuelle im Iran verfolgt werden, floh Samira nach Deutschland. Asyl bekam sie nicht: In der Heimat könne sie sich doch einfach zurückhalten. Von Anna Gauto
Mitglieder einer Homosexuellen-Organisation demonstrieren vor der Iranischen Botschaft gegen die Verfolgung Homosexueller in Iran (Archivbild von 2009) © Susana Vera/Reuters

Samira Ghorbani Danesh hat Angst. Deshalb will sie nicht selbst über ihr Schicksal sprechen, schon gar nicht mit Journalisten. Samira fürchtet, dass die deutschen Behörden sie dann vielleicht doch in den nächsten Flieger nach Teheran setzen. Dort warten auf Frauen wie sie Peitschenhiebe oder ein qualvoller Tod durch Steinigung. In Deutschland ist Samira jetzt sicher vor den Bassidji, den Schergen der iranischen Geheimpolizei. Erst einmal.

Seit vergangener Woche besitzt Samira eine Aufenthaltserlaubnis. Fast hätte die 24-Jährige das Papier nicht bekommen. Vor zwei Jahren floh die Architekturstudentin über die Türkei nach Deutschland. Eine Party in Teheran, auf der sie mit ihrer Freundin und anderen Homosexuellen gefeiert hatte, war von der Polizei gestürmt worden . Sie konnte sich verstecken und ist seither auf der Flucht. Im Oktober 2010 beantragte sie beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Asyl, aber ihr Antrag wurde abgewiesen. Man glaubte ihr zwar, dass sie lesbisch ist. Nicht aber die Geschichte von der Party und dass sie ins Visier der Bassidji geraten ist. Da es aus Sicht der Asylwächter keine konkrete Verfolgungssituation gab, war Samira auch nicht schutzbedürftig.

"Die Veranlagung ist im Iran nicht strafbar"

Im Gottesstaat Iran steht auf homosexuelle Handlungen die Todesstrafe. Zwischen 1979 und 2009 wurden mehr als 4.000 Homosexuelle hingerichtet, zumeist gesteinigt . 2005 wurden zwei Teenager wegen "Lavat", der sexuellen Handlung zwischen Männern, aufgehängt. Vor der Vollstreckung peitschte sie ihr Henker vor einer johlenden Menschenmenge aus . Dass Samira allein wegen der Rechtslage im Iran "konkret" gefährdet sein könnte, leuchtete dem Amt nicht ein. Denn "die Veranlagung als solche ist im Iran in keiner Weise strafbar oder illegal", wie es im Bescheid des BAMF heißt. Solange sich Samira beim Lesbisch-Sein nicht erwischen lässt, passiert ihr auch nichts.

Ähnlich argumentierte das Verwaltungsgericht Bayreuth , das Samiras Klage gegen den abgelehnten Asylbescheid im März 2012 zurückwies. Für die zuständige Richterin gibt es "keine Hinweise darauf, dass die iranischen Behörden aggressiv gegen Homosexuelle vorgehen". Bei einer Rückkehr in den Iran habe Samira "bei entsprechend zurückhaltendem Lebenswandel, den alle Homosexuellen im Iran praktizieren, die unbehelligt leben wollen, keine Verfolgungsmaßnahmen zu befürchten ." Eine Gerichtssprecherin verteidigte die Begründung auf Nachfrage. Samira habe ihre Homosexualität schließlich seit dem 15. Lebensjahr problemlos leben können.

Lesbische Frauen müssen einen Mann heiraten

Samiras Anwältin, Gisela Seidler, nennt das Urteil hingegen "vollkommen absurd". Auch der engste Bereich des Privatlebens ist für gleichgeschlechtlich Liebende im Iran nicht sicher. Selbst bei größter Vorsicht könne die verbotene Liebe auffliegen. Homosexualität gilt als gefährliche Krankheit, vor der auch die Familie nicht erfahren darf. Junge Frauen wie Samira müssen einen Mann heiraten, um gesellschaftlich akzeptiert zu sein, "was zu einem Zustand permanenter Vergewaltigung führt" sagt Seidler.

Nicht nur im Iran, in 76 Ländern der Welt werden Homosexuelle verfolgt. Auch wenn viele von ihnen versuchen, möglichst unauffällig zu leben: Unter Druck kann selbst der eigene Partner zum Verräter werden. Um sich selbst zu schützen, erklärte ein Verfolgter in Nigeria , er sei von seinem Freund verhext worden. Dieser wurde daraufhin von einem Mob gelyncht. In Uganda eröffnete die Zeitung Rolling Stone zur Jagd auf Homosexuelle. Sie bildete die "Top-100-Homos" des Landes ab – mit Namen, Wohnort und der Aufforderung "Hang them". Wenig später wurde der Schwulenaktivist David Kato in seinem Haus bei Kampala mit einem Hammer erschlagen. Andere Geoutete erhielten Morddrohungen .

Trotzdem haben es homosexuelle Asylbewerber in Deutschland nach wie vor besonders schwer. Sie müssen nicht nur glaubhaft machen, dass sie Menschen des eigenen Geschlechts lieben, wofür sich viele schämen. Sie sollen das BAMF auch davon überzeugen, dass sie unmittelbar bedroht sind, selbst dann, wenn in ihrer Heimat Homosexualität unter drakonischer Strafe steht. Ohne einen schriftlichen Haftbefehl im Koffer oder einer Fatwa, die die Verfolgung belegt, lautet das Urteil unter dem Asylantrag hierzulande schnell "unglaubwürdig".

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Kommentare

171 Kommentare Seite 1 von 16 Kommentieren

Traurig, aber wahr

Mir tut es wirklich Leid für die Frau, dass sie in ihrer Heimat nicht ihre Sexualität offen leben kann und sich frei zeigen, wie bei uns.

Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat und ihr auch keine Todesstrafe oder ähnliches droht.

[...]

Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Diskriminierungen. Danke, die Redaktion/mk

Diskriminierung?

Liebe Redaktion,

ich habe mit sehr viel Vorsicht meinen Kommentar geschrieben und kann ihre Zensur leider nicht nachvollziehen. Als freiheitlicher Demokrat lehne ich jede Diskriminierung eines Menschen ab, aber wir leben nicht in einer Traumwelt. Daher ist es notwendig abzuwägen und Entscheidungen zu treffen.

Ich habe in dem von ihnen gestrichenen Absatz lediglich geschrieben, dass es schlimmere und hilfsbedürftigere Schicksale gibt und wir kapazitätsbedingt Selektieren müssen.

Ich kann bei bestem Willen nicht verstehen, was an einer Abwägung von Asylgründen diskriminierend sein soll. Zumal ich nicht mit einer einzigen Silbe die Verfolgung von Homosexuellen befürwortet habe! Als Bruder einer Homosexuellen Schwester kann ich das, glaube ich, sehr gut beurteilen.

Danke

Ihr persönliches Outing?

"Mir tut es wirklich Leid für die Frau, dass sie in ihrer Heimat nicht ihre Sexualität offen leben kann und sich frei zeigen, wie bei uns."

...wo Homosexuelle abseits der Großstädte in der Öffentlichkeit immer noch so bestaunt werden, wie "die Frau ohne Unterleib" oder "Elefantenmenschen". Aber einmal im Jahr dürfen sie sich im Homo-Karneval "Christopher Street Day" als Exoten bestaunen und auslachen lassen...

"Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat und ihr auch keine Todesstrafe oder ähnliches droht."

In Diktaturen, wie dem Iran reicht ein Denunziant und die Frau ist tot. Wenn ich mal davon ausgehe, dass Sie kein abgrundtief dummer Mensch sind, sondern schon wissen, was Sie sagen, ist Ihre Denke bezüglich "durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten" im übrigen hoch verräterisch...

Was ist zumutbar?

Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat und ihr auch keine Todesstrafe oder ähnliches droht.

Natürlich nicht. Das ist aber kein Argument: Gesetzt der Fall, eine Frau wird überfallen, wehrt sich und wird ermordet. Auch in diesem Fall kann man mit Recht sagen, dass die Frau vermutlich noch am Leben wäre, wenn sie dem Räuber seine Beute überlassen hätte oder die Vergewaltigung über sich hätte ergehen lassen.
Frau Danesh könnte ebenso unbehelligt leben, wenn sie einen Mann heiraten und das Leben einer Heterosexuellen führen würde, aber das wäre permanente Selbstvergewaltigung. Halten Sie das für zumutbar? Ich nicht.
Vom warmen Sessel aus sollte man das auf keinen Fall für zumutbar erklären.

Man kann nicht jeden aufnehmen

Gemeint habe ich, dass wir nicht alle Asylbewerber aufnehmen können und daher genau aussuchen müssen, wen wir tatsächlich aufnehmen und daher den Schweregrad des Asylgrundes bewerten.

So nehme ich lieber jemanden auf, der an Hunger leidet und in seiner Heimat einfach an Unterernährung sterben wird, als jemand der sich politisch verfolgt sieht.

Ich nehme auch eher jemanden auf, der aufgrund seiner Ethnie erschossen wird, als einen Homosexuellen.

Denn der ethisch Verfolgte und der Unterernährte wird wohl sterben und kann daran nichts ändern. Die anderen beiden haben zumindest die Möglichkeit sich anzupassen.
Dass das nicht gut ist, weiß ich selber und gefallen tut mir das auch nicht. Da wir, aber einfach nicht jeden aufnehmen können, haben wir die Pflicht nur die schwersten Fälle anzunehmen.

Ein Homosexueller kann sich eben "zurückhalten" und dann passiert ihm nichts und verzichtet dafür auf einen Teil seiner Persönlichkeit. Wenn ich aber hingerichtet werde, weil meine Eltern vom falschen Stamm sind, dann kann ich daran eben nichts ändern.

Nochmal: Ich bin absolut gegen die Verfolgung von Homosexuellen, aber wir können in Deutschland nur nach unseren Möglichkeiten handeln.

Denken Sie mal kurz nach...

"Als freiheitlicher Demokrat..."

Danke für die Steilvorlage.

Lehnen Sie sich bitte kurz zurück und überlegen einmal: Würde Ihr Ex-Parteivorsitzender, Herr Westerwelle, mit seiner "Neigung" ein arabisches Land außerhalb seines Amtes besuchen, bekäme er dort ggf. ernsthafte Schwierigkeiten. Viele derjenigen, die ihm heute offiziell die Hände schütteln und ihn dabei für's Protokoll anlächeln würden ihm normalerweise - käme er aus ihrem Land - die Hand abhacken und ins Gesicht spucken.

"Ich kann bei bestem Willen nicht verstehen, was an einer Abwägung von Asylgründen diskriminierend sein soll."

Nein, weil die "freiheitlichen Demokraten" sich nicht vorstellen können, dass es Menschenrechte auch jenseits des wirtschaftlichen Werts einer Person gibt.

Kurz erläutert

An meine beiden Vorposter:

Ich habe schon befürchtet, dass solch eine Antwort kommt, also möchte ich nochmal kurz meine Meinung vertreten.

Wiederholt gesagt bin ich in der eigenen Familie mit Homosexualität vertraut und bin gegen jegliche Diskriminierung! Seine Homosexualität nicht zeigen zu können macht unglücklich und behindert das freie Leben. Ich bin froh, dass das bei uns nicht so ist.

Worum es mir bei dem Urteil ging, ist aber dass diese Dame zumindest einen Ausweg hat und zwar den der Anpassung. Da wir nur begrenzt Asylbewerber aufnehmen können, müssen wir also entscheiden.
Ich erkläre ihnen hiermit meine Begründung mit kurzer Stichworten.

Wir haben 2 Asylbewerber und 1 Platz übrig.

Kandidat 1: Die Dame aus dem Artikel
Kandidat 2: Ein Mitglied einer verfolgten Ethnie.

Die Dame aus dem Artikel kann sich durch Anpassung und Zurückhaltung ihres Lebens sicher sein und hat keine Verfolgung zu befürchten. Dies ist kein schönes und freies Leben, aber es ist eins.

Kandidat 2 wird aber an seiner Ethnie nichts ändern können und wird zu Hause von dem verfeindeten Stamm einfach erschossen. Daran kann er nichts ändern.

Ich entscheide daher im Zweifel für Kandidat 2.

Das bedeutet aber absolut gar nicht, dass ich der Meinung bin, die Dame aus dem Artikel "soll sich nicht so anstellen" o.ä.

Homosexualität

ist nicht nur ein "Teil der Persönlicheit".
Das macht das ganze Wesen eines Menschen aus.

Drehen wir es doch mal um:
Ich nehme an, Sie sind ein Mann. Jetzt zwinge ich Sie dazu, dass Sie einen Mann heiraten und das beinhaltet auch regelmäßig Sex mit Ihm.
Fänden Sie das ok? Nur, damit Sie nicht auffallen?
Wären Sie nicht tot unglücklich? Würden Sie so leben wollen?

Ganz ehrlich: ich nicht!

Und besonders für Frauen scheint es im Iran sehr schwer zu sein. Da reicht es (hab ich gelesen), dass 2 Männer aussagen, sie hätte Ehebruch begangen (was schon bei einem falschen Blick anfangen kann) und schon wird sie zum Tod durch Steinigung verurteilt.

D.h. also, dass Sie es niemandem je erzählen darf, weil Sie nicht weiß, ob derjenige ihr Geheimnis auch bewahrt.

So ein Leben stelle ich mir absolut schrecklich vor!

Meta-Kommentarbereich

Können Sie – außer auf emotionaler Ebene durch Ihr Mitgefühl – auch noch weitere Schlussfolgerungen aus diesem Artikel ziehen? Oder erschöpft sich die Problematisierung hiermit für Sie?

Sie fassen die Fakten noch einmal zusammen: Homosexualität selbst ist nicht strafbar, ihre Ausübung dagegen schon. Richtig, so steht‘s im Artikel. Erst daran müssten nun aber eigene, weiterführende Gedanken anschließen und eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgen (etwa indem nach dem Recht und Wert freier Persönlichkeitsentfaltung gefragt wird o.ä.).

Ihre Betroffenheit bringt hier jedenfalls nicht weiter. Man könnte höchstens eine Position erahnen, wenn Sie schreiben „Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat“. Demnach halten Sie individuelle Angepasstheit an religiöse Staatsideologien offenbar für eine akzeptable Lebensform, richtig?

Was für eine Manschen verachtende Denkweise...

"Gemeint habe ich, dass wir nicht alle Asylbewerber aufnehmen können und daher genau aussuchen müssen, wen wir tatsächlich aufnehmen und daher den Schweregrad des Asylgrundes bewerten."

Eine drohende Todesstrafe ist für Sie kein besonders hoher "Schweregrad des Asylgrundes"? Was wäre das denn für einen "freiheitlichen Demokraten", wie Sie? Etwa die Androhung einer Steuerprüfung?

Der Rest Ihres Statements ist mir einfach zu blöd zum Kommentieren.

Freiheitlicher Demokrat

Also wenn man als freiheitlicher Demokrat automatisch der FDP zugewiesen wird, dann such ich mir besser eine neue Bezeichnung. Wobei die FDP mit Freiheit nicht wirklich viel zu tun hat. Aber darum gehts ja auch nicht.

Sie schrieben:

"Nein, weil die "freiheitlichen Demokraten" sich nicht vorstellen können, dass es Menschenrechte auch jenseits des wirtschaftlichen Werts einer Person gibt."

Leider habe ich nicht verstanden was sie damit meinen. Dass wir alle aufnehmen sollen? Bitte nochmal um Erklärung

Nicht menschenverachtend sondern die Wahrheit

Das hat nichts mit menschenverachtend zu tun, was ich sage. Wenn ich es mir raussuchen könnte, dann gäbe es überhaupt keinen Grund auf dieser Welt für Asylgesuche.

Aber verdammt wir wohnen nicht auf dem Ponyhof und wir können in unserem 80 Millionen Land nicht alle Verfolgten dieser Welt aufnehmen. Das ist nun mal die Tatsache und da bringt mir keine politische Korrektheit etwas, sondern das nüchterne Betrachten von Fakten. Menschenverachtend wäre jedes System, dass nicht den Schweregrad des Asylgesuches berücksichtigt oder sich nicht mit der Realität aussetzen will.

Wir leben im Vergleich zum Rest der Welt auf der Insel der Glückseeligen, aber wir können schon aus Platzgründen nicht jeden aufnehmen der es verdient hätte.

Das ist ein Schlag ins Gesicht

für mindestens 80% der Weltbevölkerung.
"wir können in Deutschland nur nach unseren Möglichkeiten handeln."
Wir sind eine der Nationen auf der Welt mit dem größten Wohlstand, und keiner will es sehen oder ist sich nur im Ansatz im klaren darüber wie Reich wir sind!
Ich würde Wetten der Staat und die Bürger hätten genug Geld um mit sofortiger Wirkung die halbe Welt vom Hunger zu erlösen - ich riskiere sogar einen Blick auf die Zahlen:
hungernde Bevölkerung: 1Mrd (Wiki /BBC 2009)
Gesamtvermögen Deutscher Bürger (2007/Wiki) 7200Mrd
...Würde also locker reichen, sogar für die ganze (macht dann ca. 40Tonnen Weizen pro Kopf)...

Wir könnten eigentlich jeden aufnehmen der kommt, dass ist die bittere Wahrheit. Wir haben Angst keine Sicherheit mehr in der Rückhand zu halten während wir die Rente kassieren; oder kein Geld mehr für Urlaub oder ein Auto zu haben.

Jede Abweisung ist unmenschlich und arrogant gegenüber dem Rest der Welt. Eine schlechter Witz in Anbetracht oben genannter Tatsachen...

Höchst traurig sogar

Es wird Sie überraschen, aber ich stimme Ihrem Kommentar voll und ganz zu.

Jeder Mensch hat selbstverständlich das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung und auch auf eine Sexualität. Seine Neigung zu leugnen und sich sein ganzes Leben zu verstellen ist selbstverständlich ein Verbrechen an einem Menschen und niemand sollte sich in dieser Frage der Obigkeit des Staates unterwerfen.

Was ich mit der Anpassung gemeint hab, ist vielleicht etwas falsch rübergekommen. Natürlich ist es in Teheran nicht möglich, dass man als schwules oder lesbisches Päärchen öffentliche Zuneigung zeigt oder heiratet. Allerdings gibt es gerade in so Ländern (erinnere mich da an eine Reportage vom Spiegel) eine gut organisierte Szene von Homosexuellen, die eine äusserliche gemeinsame Hetero-Ehe führen und quasi im Verborgenen jeweils ihre Homosexualität erleben.

Mit Zurückhaltung meinte ich also ausschließlich das öffentliche Leben. Das ist natürlich keine optimale Lösung, aber es ist zumindest ein Ansatz und so zu Leben ist wohl besser, als zu verhungern

Begriff bereits besetzt

Wie sie so schön gesagt haben ist der Begriff bereits besetzt. Und zwar mit freiheitlichen Ideen aus der Epoche der Erhebung des Bürgertums.

Nur weil die FDP und die FPÖ sich als liberal bezeichnen, sind sie es noch lange nicht.

Und die (zumindest bei mir so angekommene) Unterstellung eines latenten Rechtsextremismus weise ich ebenso zurück, denn Extremismus beider Seiten ist mit einem freiheitlichen Gedankengut nicht vereinbar. Was wiederum meine Meinung stützt, dass der Begriff oft missbraucht wird.

Um es zu differenzieren, würde ich das Wort sozialliberal vielleicht bevorzugen.

Wie einfach aber auch

Ihre Kommentare wundern mich (leider) nicht. Sie sagen, man kann als Homosexueller seine Neigung öffentlich verstecken und dadurch überleben? Klar kann man das, sehen sie sich nur mal die Bundesliga bzw. die Fußballligen weltweit an. Kein einziger Homosexueller. Meines Wissens nach, hat sich bisher nur ein aktiver Spieler in Großbritannien mal geoutet.....und sich später erhängt, weil er mit den Anfeindungen nicht mehr leben konnte.

Schön, nicht wahr? Kann man eigentlich auch im Iran bleiben [Damit wir uns richtig verstehen: Das war Sarkasmus]

Es ist leider bezeichnend, dass unsere Gesellschaft immernoch Problem mit Homosexualität hat. Allerdings ist mir völlig schleierhaft warum das der Fall ist.

Da haben Sie recht...

"In Diktaturen, wie dem Iran reicht ein Denunziant und die Frau ist tot."

Da haben Sie wahrscheinlich recht. Siehe auch diesen Artikel hier "http://blog.zeit.de/joerg...".

Andererseits reicht da dann auch ein Denunziant, wenn die Frau überhaupt *nichts* gemacht hat. Das bedeutet zu Ende gedacht, dass wir das Asylrecht genausogut dahingehend ändern können, eine Liste von Ländern aufzustellen, in denen grundsätzlich mal jeder politisch verfolgt ist.

Zusammenhang?

Ich stimme Ihnen doch völlig zu, dass es, mit Verlaub, beschissen ist, heute in vielen Gesellschaften noch Homophobie zu erleben.

Aber ich kann aus Ihrem Kommentar jetzt keinen Zusammenhang zu meiner Meinung sehen, dass man bei Asylbewerbern differenzieren muss.

Es ist ein Verbrechen einen Menschen in seiner Freiheit zu behindern und die BRD hat die Pflicht diese Zustände zu ändern. Ob aber das Umgehen des Problems durch die Aufnahme von Asylanten der richtige Weg ist, sei mal dahin gestellt. In Libyen wurde militärisch gegen den Staatsterror eingegriffen und bei Hungerkatastrophen werden Hilfslieferungen geschickt. Daher sollte man auch im Bereich der Homophobie sich auf politischem Wege für eine Verbesserung einsetzen. Wer nachweislich im Falle von politischer Verfolgung, Hunger oder Homosexualität in seinem Leben bedroht ist, dem ist selbstverständlich Asyl zu gewähren.

Aber pauschal alle Homosexuelle aus islamischen Ländern auf die EU zu verteilen ist doch bitte keine Lösung des Problems.

Um das auf ihr Fußballbeispiel zu übertragen müsste ja dann der DFB alle Homosexuellen Fußballer auf Volleyball umschulen, aber Aufklärung und Kampagnen zur Verhinderung der Homophobie ist viel wichtiger, so dass auch Schwule beim FC Bayern spielen können.

Das Ignorieren der Zustände macht diese doch nicht besser.

Pseudoehe - aka Vergewaltigungsehe

Hat Frau Gauto denn nicht klar genug gesagt, warum es keine Option für Homosexuelle darstellt, in Scheinehen zu leben?! Oder meinen Sie, dass Homosexuelle verschiedenen Geschlechts heiraten sollen?!
Und es mag sein, dass homosexuelle gut organisierte Gruppen gebildet haben. Aber eben nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Polizei, auf welchem Weg auch immer, etwas davon erfährt, Partys stürmt und alle hingerichtet werden o__O

Ich halte die

hier aufgemachte Dichotomie für absolut unangebracht und realitätfremd. Zunächst einmal die Frage, wer hier mit 'wir' gemeint sein soll? "Wir Deutschen"? In meinem Haus ist viel Platz, und ich verbitte mir, unter dieses hier so unverbrämt aufgemachte 'wir' zu fallen.
Zweitens, die Zahlen anerkannter Asylanträge gehen von Jahr zu Jahr zurück. Nicht wegen vermeintlicher 'Kapazitäten' der deutschen Nation - wie auch immer die aussehen sollen, sondern aufgrund solch polemischer Politik, und aufgrund einer Menschenwürde zweiter Klasse, die soeben erst gerichtlich ausgehebelt werden musste, nach all den Jahren.

weiterhin

Drittens: Wer entscheidet, und das meine ich im wörtlichen Sinne, Wer? - soll entscheiden, welche Menschen Asyl 'mehr' verdient haben, nötig haben als Andere? Ich verweise dabei auf die politischen Einstellungen der deutschen Richter_innen, ihre möglichen Vorurteile und ihre intentionale Übergehung der im Asylrecht kaum mehr als Firnis zu bezeichnenden Augenbinde Justitias. Die durch die Fremd- und Selbstzuschreibungen der Jurisdiktion unterwandert ist.
Und dann frage ich mal den Kollegen Pseudonormo, warum eigentlich Du über anderer Menschen Leben und Freiheit zu entscheiden müssen meinst. Weil Du glaubst, dem machtvollen "deutschen Wir" anzugehören und für dieses sprechen zu können?

und nicht zuletzt

Viertens. Platz ist, wie gesagt, vorhanden. Es geht hier um rechtliche und institutionelle Diskriminierung und Hierarchisierung der vermeintlichen "Wertigkeit" und "Berechtigung" völlig verschiedener Menschen. Eine Verfolgung aus sog. ethnischen Gründen hat auch nicht grade die besten Chancen auf einen anerkannten Asylantrag in D, eben weil einfach niemand gute Chancen hat. Die ethnische Verfolgung jener aufgrund der sexuellen Identität gegenüberzustellen ist eine absurde Hierarchisierung von nicht miteinander zu vergleichenden Lebenswelten völlig unterschiedlicher Identitäten und Lebenswelten. Mal ganz davon abgesehen, dass diese sich auch gut und gerne überschneiden können.
Und zuletzt erachte ich den eigenen Kontext als keine besonders gute Argumentationsgrundlage hinsichtlich der eigenen Toleranz. Ich habe einen schwarzen Bruder, und eine weiße Schwester, eine lesbische Schwester und einen heterosexuellen Bruder. Eine behinderte Cousine, und einen gesunden Cousin. Einen Vater, der Tutsi ist, und meine Freundin ist eine Transsexuelle. Bewahrt mich das vor Vorurteilen? Ich denke nicht. Denn wir sind immer auch beeinflusst von der Gesellschaft in der wir leben. Und die ist nunmal institutionell leider immer noch stark diskriminatorisch veranlagt. Und denkt und funktioniert immernoch innerhalb solcher eigentlich völlig überholten Zuordnungsschemata - - -

und nicht zuletzt

Viertens. Platz ist, wie gesagt, vorhanden. Es geht hier um rechtliche und institutionelle Diskriminierung und Hierarchisierung der vermeintlichen "Wertigkeit" und "Berechtigung" völlig verschiedener Menschen. Eine Verfolgung aus sog. ethnischen Gründen hat auch nicht grade die besten Chancen auf einen anerkannten Asylantrag in D, eben weil einfach niemand gute Chancen hat. Die ethnische Verfolgung jener aufgrund der sexuellen Identität gegenüberzustellen ist eine absurde Hierarchisierung von nicht miteinander zu vergleichenden Lebenswelten völlig unterschiedlicher Identitäten und Lebenswelten. Mal ganz davon abgesehen, dass diese sich auch gut und gerne überschneiden können.
Und zuletzt erachte ich den eigenen Kontext als keine besonders gute Argumentationsgrundlage hinsichtlich der eigenen Toleranz. Ich habe einen schwarzen Bruder, und eine weiße Schwester, eine lesbische Schwester und einen heterosexuellen Bruder. Eine behinderte Cousine, und einen gesunden Cousin. Einen Vater, der Tutsi ist, und meine Freundin ist eine Transsexuelle. Bewahrt mich das vor Vorurteilen? Ich denke nicht. Denn wir sind immer auch beeinflusst von der Gesellschaft in der wir leben. Und die ist nunmal institutionell leider immer noch stark diskriminatorisch veranlagt. Und denkt und funktioniert immernoch innerhalb solcher eigentlich völlig überholten Zuordnungsschemata - - -

Sehen wir es realistisch

"Ich würde Wetten der Staat und die Bürger hätten genug Geld um mit sofortiger Wirkung die halbe Welt vom Hunger zu erlösen -..."

Das mag sein. Aber dann ist unser Wohlstand weg. Und da - das gebe ich ehrlich zu - ist mir mein Wohlstand wichtiger als ein Mensch irgend wo auf einem anderen Kontinent.

"Wir haben Angst keine Sicherheit mehr in der Rückhand zu halten während wir die Rente kassieren; oder kein Geld mehr für Urlaub oder ein Auto zu haben."

Richtig. Und dazu stehe ich. Und die Mehrheit der Bevölkerung ist auch dieser Meinung, traut sich das blos nicht zu sagen. "Gehe hin, verkaufe was Du hast und gib's den Armen". Das ist ein sonntägliches Lippenbekenntnis. Aber mit der realen Einstellung der Bundesbürger (und der restlichen europäischen Bevölkerung) hat das nichts zu tun.

Ja, Menschen werden auf dieser Welt verhungern, sie sterben an Seuchen, in Bürgerkriegen, auch um Dinge wie Land und Wasser. Das war immer schon der Lauf der Welt und wird es bleiben. Und das wird auch so bleiben. Warum? Weil der Mensch im Grunde egoistisch ist. Insbesondere wenn der Hilfsbedürftige anonym und weit weg ist, sogar noch einer anderen Ethnie und Kultur angehört. Da ist mehr als eine Spende für Brot für die Welt nicht drin...

Ich wollte nicht sagen

wir sollen jetzt alle den Welthunger bekämpfen, sondern ich wollte mit diesem Eindrücklichen Beispiel deutlich machen wie unglaublich Reich wir sind und wie pervers Hoch unser Lebensstandart ist. Dies habe ich aber nur deshalb verglichen um zu zeigen wie leicht wir solche Menschen aufnehmen können, und wie groß unsere Möglichkeiten eigentlich sind.
Der Punkt, dass ein Hartz4 Satz 2 Tonnen Weizen entspricht, und damit vermutlich in anderen Ländern statt einem 100 Mäuler stopfen könnte sollte man aber sicherlich an anderer Stelle debattieren und was davon zu halten ist, wenn einem egal ist ob woanders Menschen verhungern, während man sein WC mit Trinkwasser spült möchte ich lieber nicht durchdenken...

traurig aber wahr.

Ich finde, das hört sich sehr vernünftig und rational an, wie Sie das jetzt erklärt haben (die vorige Version kannte ich nicht). Vermutlich einfach zu vernünftig - selbst für Zeitzensoren. Es tut mir leid, dass sie für eine durchdachte und differenzierte Meinung so viel negatives Feedback bekommen haben.

Es ist irgendwie Teil des Zeitgeistes in der westlichen Gesellschaft, dass man unschöne Realitäten verleugnet und wegredet (z.B. dass man sich manchmal zwischen unschönen Dingen für eines entscheiden muss). Leute verstehen auch selten, dass es andere Kontexte gibt, als den eigenen.

Ich habe auch nichts gegen Homosexuelle (wie traurig, dass man das überhaupt schreiben muss) und habe auch schon mit welchen zusammengelebt.

Falsche Denkweise...

Es tut mir Leid, aber dem kann ich absolut nicht zustimmen.
Was wollen Sie denn daudurch bezwecken? Eine ganze Völkerwanderung? Das ist vielleicht eine oberflächliche Problemlösung, bekämpft aber nicht die Ursache. Das Problem bleibt weiterhin das Regime im Iran. Öffnet man nun jedes Mal "Tür & Tor", spielt man auch nur den dortigen Regiemen in die Hände. Aber das ist natürlich nur eine Seite der Medallie. Natürlich muss sorgfältig abgewogen werden.

Es reicht eben nicht aus, dass ein Verstoß gegen die Menschenrechte vorliegt. Es muss weiterhin die sog. Flüchtlingseigenschaft gegeben sein: http://de.wikipedia.org/w...

Problem könnte hier z.B. sein, dass die junge Dame über die Türkei eingereist ist.

Auch was den "Wohlstand" angeht kann ich Ihnnen nur zum Teil rechtgeben. Abgesehen davon, dass sie 82 Mio. Bundesbürger enteignen wollen um die Probleme der Welt zu lösen, frage ich mich was mit den Bürgern ist, die verschuldet sind & nicht wissen wie sie ihre Raten für den nächsten Monat aufbringen sollen. Sollen die etwa auch für diese 7200 Mrd. gerade stehen? Und wie viel sind diese 7200 Mrd. in 10 Jahren noch wert? o_O

Wir können nicht alle retten Reloaded,

...stellen wir uns mal kurz vor Deutschland hätte ihren Antrag auf Asyl angenommen. Ständen wir dann am Abgrund? Sicher nicht. Wenn 1000 Samiras jedes Jahr kommen würde, ständen wir dann am Abgrund? Sicher nicht! Hängen sie meinetwegen noch eine 0 an diese Zahl. Die Antwort bleibt die selbe.

Warum ich das behaupte? Ihre Argumentation stützt sich auf einer Annahme die ich nicht teile. Sie gehen nämlich von folgender Gleichung aus. Asylbewerber + Einwanderer = kosten intensive Sozialfälle.
Ich gehe davon aus, das bei einer vernünftigen Intigration Asylbewerber + Einwandere wirtschaftliche Vorteile bringen können. Sie stärken eine Volkswirtschaft, bringen dem Land Kulturelle vielfalt und schwung.

Dafür braucht es nur eine vernünftige Intigrationspolitik in diesem Land. Diese scheitert aber an unserem latenten Rassismus, denn Asylbewerber und Einwanderer sind ja eh alle nur ewige sozil Fälle und belasten den guten, ehrlichen, deutschen Steuerzahler.

Ihr Argument ist nicht durchdacht. Es ist kurzfristig praktisch und bequem.

MfG

genau

Es geben einfach alle ihr Vermögen her, auch die, die hier gemessen an den Wohlhabenden wenig haben (den selbst ein HartzIVer hat noch mehr zur Verfügung als jemand in Burkina Faso), dann geht es ganz kurzzeitig allen gut und dann geht es allen schlecht, weil in in den vorher reichen Ländern die Wirtschaft zusammenbricht, wenn man alles Geld gleichmäßig verteilt oder ALLE aufnimmt, die hierherkommen. Aber dann sind wir wenigstens weltweit auf dem gleichen Niveau, es gibt keine reichen Länder mehr, nur noch arme, und dann sterben alle einen solidaren Tod. Was für eine wunderbare Vorstellung.
*Ironie off*
Darf ich mal fragen, ob Sie ihr gesamtes Vermögen bereits weggegeben haben? Oder warten Sie darauf, dass das die anderen machen, weil die mehr haben als Sie? Wenn Ihnen Ihr eigener Lebensstandard oder sogar ihr eigenes Leben wirklich nicht so wichtig sind wie Sie hier meinen, dann Respekt. Das anderen aufzwingen zu wollen ist aber auch nicht gerade sehr tolerant, sondern eher dikatorisch.

Ich sagte nicht, wir sollen allesamt unser Geld verschenken,

ich sagte wir könnten es uns leisten die Grenzen offen zu halten... zum einen haben wir sowieso Bevölkerungsrückgang und brauchen Leute, die mal für die Renten arbeiten, und zum anderen ist Dtld. auch schon ein Weilchen nicht mehr gerade das Milch und Honig Land wo alle hinwollen.

Es zeugt schon von einer gewissen (würde fast sagen nationalen) Arroganz, wie bei solchen Debatten immer sofort davon ausgegangen wird, dass wir mit offenen Grenzen auf einmal 7Mrd Einwanderer aufnehmen müssen. Es war hier bei der Zeit letztins erst ein netter Artikel, wie Angola Schwarzarbeiter aus der EU mit gefälschten Visa ausweist, von daher gleicht sich das sowieso aus.
Mommentan haben wir noch wichtige Konzerne, ein funktionierendes Sozialsystem, Infrastruktur, Bildungssystem usw. und umso mehr Leute wir da reinstecken, desto mehr Wohlstand kommt in ein zwei Generationen hinten raus. Einwanderer sollten immer willkommen sein - wenn es ein Problem gibt, so besteht es höchstens darin, dass die Politik nicht Wirtschaftsfreundlich genug ist, und somit Arbeitsplätze verschwinden/nicht neu entstehen. Und auch das wäre schnell gelöst.

Mein eigentlicher Punkt war nur, dass wir nichts zu befürchten haben...

In den USA erst seit 2003 weitgehend straffrei

Noch bis vor wenigen Jahren war weitgehend in den USA die Homosexualität mit den Praktiken strafbar.

http://de.wikipedia.org/w...

Strafbarkeit für Angehörige der Streitkräfte ist erst seit Ende 2011 entfallen.

http://www.spiegel.de/pol...

Man möge fast meinen, so weit liegen dann einige westlichen Staaten nicht vom Iran entfernt. Wenn man sich einmal genauer damit beschäftigt denkt man nicht, dass einige freiheitliche Staaten so sehr in der Steinzeit leben.

Diese Relativierungen können Sie doch nicht ernst meinen!?

Meinen Sie ernsthaft, es gäbe keine relevanten Unterschied zwischen dem Iran, wo, wie im Artikel beschrieben, junge Männer ausgepeitscht und dann aufgehängt werden, und den USA, wo zwar noch entsprechende diskriminierende Strafgesetze bis vor kurzem existierten, aber zuletzt kaum je angewandt wurden, oder einem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes in der Armee (dort war Homosexualität nämlich nicht "strafbar", wie Sie schrieben, sondern führte "nur" zur Entlassung, sofern es öffentlich wurde)?