Homosexualität: Eine unauffällige Lesbe bekommt keine Probleme
Weil Homosexuelle im Iran verfolgt werden, floh Samira nach Deutschland. Asyl bekam sie nicht: In der Heimat könne sie sich doch einfach zurückhalten. Von Anna Gauto
© Susana Vera/Reuters

Mitglieder einer Homosexuellen-Organisation demonstrieren vor der Iranischen Botschaft gegen die Verfolgung Homosexueller in Iran (Archivbild von 2009)
Samira Ghorbani Danesh hat Angst. Deshalb will sie nicht selbst über ihr Schicksal sprechen, schon gar nicht mit Journalisten. Samira fürchtet, dass die deutschen Behörden sie dann vielleicht doch in den nächsten Flieger nach Teheran setzen. Dort warten auf Frauen wie sie Peitschenhiebe oder ein qualvoller Tod durch Steinigung. In Deutschland ist Samira jetzt sicher vor den Bassidji, den Schergen der iranischen Geheimpolizei. Erst einmal.
Seit vergangener Woche besitzt Samira eine Aufenthaltserlaubnis. Fast hätte die 24-Jährige das Papier nicht bekommen. Vor zwei Jahren floh die Architekturstudentin über die Türkei nach Deutschland. Eine Party in Teheran, auf der sie mit ihrer Freundin und anderen Homosexuellen gefeiert hatte, war von der Polizei gestürmt worden. Sie konnte sich verstecken und ist seither auf der Flucht. Im Oktober 2010 beantragte sie beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Asyl, aber ihr Antrag wurde abgewiesen. Man glaubte ihr zwar, dass sie lesbisch ist. Nicht aber die Geschichte von der Party und dass sie ins Visier der Bassidji geraten ist. Da es aus Sicht der Asylwächter keine konkrete Verfolgungssituation gab, war Samira auch nicht schutzbedürftig.
"Die Veranlagung ist im Iran nicht strafbar"
Im Gottesstaat Iran steht auf homosexuelle Handlungen die Todesstrafe. Zwischen 1979 und 2009 wurden mehr als 4.000 Homosexuelle hingerichtet, zumeist gesteinigt. 2005 wurden zwei Teenager wegen "Lavat", der sexuellen Handlung zwischen Männern, aufgehängt. Vor der Vollstreckung peitschte sie ihr Henker vor einer johlenden Menschenmenge aus. Dass Samira allein wegen der Rechtslage im Iran "konkret" gefährdet sein könnte, leuchtete dem Amt nicht ein. Denn "die Veranlagung als solche ist im Iran in keiner Weise strafbar oder illegal", wie es im Bescheid des BAMF heißt. Solange sich Samira beim Lesbisch-Sein nicht erwischen lässt, passiert ihr auch nichts.
Ähnlich argumentierte das Verwaltungsgericht Bayreuth, das Samiras Klage gegen den abgelehnten Asylbescheid im März 2012 zurückwies. Für die zuständige Richterin gibt es "keine Hinweise darauf, dass die iranischen Behörden aggressiv gegen Homosexuelle vorgehen". Bei einer Rückkehr in den Iran habe Samira "bei entsprechend zurückhaltendem Lebenswandel, den alle Homosexuellen im Iran praktizieren, die unbehelligt leben wollen, keine Verfolgungsmaßnahmen zu befürchten." Eine Gerichtssprecherin verteidigte die Begründung auf Nachfrage. Samira habe ihre Homosexualität schließlich seit dem 15. Lebensjahr problemlos leben können.
Lesbische Frauen müssen einen Mann heiraten
Samiras Anwältin, Gisela Seidler, nennt das Urteil hingegen "vollkommen absurd". Auch der engste Bereich des Privatlebens ist für gleichgeschlechtlich Liebende im Iran nicht sicher. Selbst bei größter Vorsicht könne die verbotene Liebe auffliegen. Homosexualität gilt als gefährliche Krankheit, vor der auch die Familie nicht erfahren darf. Junge Frauen wie Samira müssen einen Mann heiraten, um gesellschaftlich akzeptiert zu sein, "was zu einem Zustand permanenter Vergewaltigung führt" sagt Seidler.
Nicht nur im Iran, in 76 Ländern der Welt werden Homosexuelle verfolgt. Auch wenn viele von ihnen versuchen, möglichst unauffällig zu leben: Unter Druck kann selbst der eigene Partner zum Verräter werden. Um sich selbst zu schützen, erklärte ein Verfolgter in Nigeria, er sei von seinem Freund verhext worden. Dieser wurde daraufhin von einem Mob gelyncht. In Uganda eröffnete die Zeitung Rolling Stone zur Jagd auf Homosexuelle. Sie bildete die "Top-100-Homos" des Landes ab – mit Namen, Wohnort und der Aufforderung "Hang them". Wenig später wurde der Schwulenaktivist David Kato in seinem Haus bei Kampala mit einem Hammer erschlagen. Andere Geoutete erhielten Morddrohungen.
Trotzdem haben es homosexuelle Asylbewerber in Deutschland nach wie vor besonders schwer. Sie müssen nicht nur glaubhaft machen, dass sie Menschen des eigenen Geschlechts lieben, wofür sich viele schämen. Sie sollen das BAMF auch davon überzeugen, dass sie unmittelbar bedroht sind, selbst dann, wenn in ihrer Heimat Homosexualität unter drakonischer Strafe steht. Ohne einen schriftlichen Haftbefehl im Koffer oder einer Fatwa, die die Verfolgung belegt, lautet das Urteil unter dem Asylantrag hierzulande schnell "unglaubwürdig".





Entfernt. Kein konstruktiver Beitrag. Die Redaktion/mk
...aber oft werden Homosexuelle im Iran auch zu einer Geschlechtsumwandlung gedrängt, damit ihre Neigung wieder "richtig" ist.
...aber oft werden Homosexuelle im Iran auch zu einer Geschlechtsumwandlung gedrängt, damit ihre Neigung wieder "richtig" ist.
Mir tut es wirklich Leid für die Frau, dass sie in ihrer Heimat nicht ihre Sexualität offen leben kann und sich frei zeigen, wie bei uns.
Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat und ihr auch keine Todesstrafe oder ähnliches droht.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Diskriminierungen. Danke, die Redaktion/mk
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Diskriminierungen. Danke, die Redaktion/mk
Liebe Redaktion,
ich habe mit sehr viel Vorsicht meinen Kommentar geschrieben und kann ihre Zensur leider nicht nachvollziehen. Als freiheitlicher Demokrat lehne ich jede Diskriminierung eines Menschen ab, aber wir leben nicht in einer Traumwelt. Daher ist es notwendig abzuwägen und Entscheidungen zu treffen.
Ich habe in dem von ihnen gestrichenen Absatz lediglich geschrieben, dass es schlimmere und hilfsbedürftigere Schicksale gibt und wir kapazitätsbedingt Selektieren müssen.
Ich kann bei bestem Willen nicht verstehen, was an einer Abwägung von Asylgründen diskriminierend sein soll. Zumal ich nicht mit einer einzigen Silbe die Verfolgung von Homosexuellen befürwortet habe! Als Bruder einer Homosexuellen Schwester kann ich das, glaube ich, sehr gut beurteilen.
Danke
Des Weiten ist durch die von ihnen vorgenomme Zensur meine gesamter Kommentar zerrissen worden und für den Leser sieht es nun so aus, als wäre ich der Meinung, dass die Frau sich nicht so haben soll und einfach ihren Lebensstil ändern.
Dies möchte ich ausdrücklich verneinen!
"Mir tut es wirklich Leid für die Frau, dass sie in ihrer Heimat nicht ihre Sexualität offen leben kann und sich frei zeigen, wie bei uns."
...wo Homosexuelle abseits der Großstädte in der Öffentlichkeit immer noch so bestaunt werden, wie "die Frau ohne Unterleib" oder "Elefantenmenschen". Aber einmal im Jahr dürfen sie sich im Homo-Karneval "Christopher Street Day" als Exoten bestaunen und auslachen lassen...
"Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat und ihr auch keine Todesstrafe oder ähnliches droht."
In Diktaturen, wie dem Iran reicht ein Denunziant und die Frau ist tot. Wenn ich mal davon ausgehe, dass Sie kein abgrundtief dummer Mensch sind, sondern schon wissen, was Sie sagen, ist Ihre Denke bezüglich "durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten" im übrigen hoch verräterisch...
Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat und ihr auch keine Todesstrafe oder ähnliches droht.
Natürlich nicht. Das ist aber kein Argument: Gesetzt der Fall, eine Frau wird überfallen, wehrt sich und wird ermordet. Auch in diesem Fall kann man mit Recht sagen, dass die Frau vermutlich noch am Leben wäre, wenn sie dem Räuber seine Beute überlassen hätte oder die Vergewaltigung über sich hätte ergehen lassen.
Frau Danesh könnte ebenso unbehelligt leben, wenn sie einen Mann heiraten und das Leben einer Heterosexuellen führen würde, aber das wäre permanente Selbstvergewaltigung. Halten Sie das für zumutbar? Ich nicht.
Vom warmen Sessel aus sollte man das auf keinen Fall für zumutbar erklären.
An meine beiden Vorposter:
Ich habe schon befürchtet, dass solch eine Antwort kommt, also möchte ich nochmal kurz meine Meinung vertreten.
Wiederholt gesagt bin ich in der eigenen Familie mit Homosexualität vertraut und bin gegen jegliche Diskriminierung! Seine Homosexualität nicht zeigen zu können macht unglücklich und behindert das freie Leben. Ich bin froh, dass das bei uns nicht so ist.
Worum es mir bei dem Urteil ging, ist aber dass diese Dame zumindest einen Ausweg hat und zwar den der Anpassung. Da wir nur begrenzt Asylbewerber aufnehmen können, müssen wir also entscheiden.
Ich erkläre ihnen hiermit meine Begründung mit kurzer Stichworten.
Wir haben 2 Asylbewerber und 1 Platz übrig.
Kandidat 1: Die Dame aus dem Artikel
Kandidat 2: Ein Mitglied einer verfolgten Ethnie.
Die Dame aus dem Artikel kann sich durch Anpassung und Zurückhaltung ihres Lebens sicher sein und hat keine Verfolgung zu befürchten. Dies ist kein schönes und freies Leben, aber es ist eins.
Kandidat 2 wird aber an seiner Ethnie nichts ändern können und wird zu Hause von dem verfeindeten Stamm einfach erschossen. Daran kann er nichts ändern.
Ich entscheide daher im Zweifel für Kandidat 2.
Das bedeutet aber absolut gar nicht, dass ich der Meinung bin, die Dame aus dem Artikel "soll sich nicht so anstellen" o.ä.
Können Sie – außer auf emotionaler Ebene durch Ihr Mitgefühl – auch noch weitere Schlussfolgerungen aus diesem Artikel ziehen? Oder erschöpft sich die Problematisierung hiermit für Sie?
Sie fassen die Fakten noch einmal zusammen: Homosexualität selbst ist nicht strafbar, ihre Ausübung dagegen schon. Richtig, so steht‘s im Artikel. Erst daran müssten nun aber eigene, weiterführende Gedanken anschließen und eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgen (etwa indem nach dem Recht und Wert freier Persönlichkeitsentfaltung gefragt wird o.ä.).
Ihre Betroffenheit bringt hier jedenfalls nicht weiter. Man könnte höchstens eine Position erahnen, wenn Sie schreiben „Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat“. Demnach halten Sie individuelle Angepasstheit an religiöse Staatsideologien offenbar für eine akzeptable Lebensform, richtig?
Sollen jetzt alle menschen überalle angepaßt sein? Auf dem Dorf in der Eifel lebt man auch am Besten wenn man sich anpassst. In einer Diktatur lebt man auch am besten wenn man sich anpasst.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Diskriminierungen. Danke, die Redaktion/mk
Liebe Redaktion,
ich habe mit sehr viel Vorsicht meinen Kommentar geschrieben und kann ihre Zensur leider nicht nachvollziehen. Als freiheitlicher Demokrat lehne ich jede Diskriminierung eines Menschen ab, aber wir leben nicht in einer Traumwelt. Daher ist es notwendig abzuwägen und Entscheidungen zu treffen.
Ich habe in dem von ihnen gestrichenen Absatz lediglich geschrieben, dass es schlimmere und hilfsbedürftigere Schicksale gibt und wir kapazitätsbedingt Selektieren müssen.
Ich kann bei bestem Willen nicht verstehen, was an einer Abwägung von Asylgründen diskriminierend sein soll. Zumal ich nicht mit einer einzigen Silbe die Verfolgung von Homosexuellen befürwortet habe! Als Bruder einer Homosexuellen Schwester kann ich das, glaube ich, sehr gut beurteilen.
Danke
Des Weiten ist durch die von ihnen vorgenomme Zensur meine gesamter Kommentar zerrissen worden und für den Leser sieht es nun so aus, als wäre ich der Meinung, dass die Frau sich nicht so haben soll und einfach ihren Lebensstil ändern.
Dies möchte ich ausdrücklich verneinen!
"Mir tut es wirklich Leid für die Frau, dass sie in ihrer Heimat nicht ihre Sexualität offen leben kann und sich frei zeigen, wie bei uns."
...wo Homosexuelle abseits der Großstädte in der Öffentlichkeit immer noch so bestaunt werden, wie "die Frau ohne Unterleib" oder "Elefantenmenschen". Aber einmal im Jahr dürfen sie sich im Homo-Karneval "Christopher Street Day" als Exoten bestaunen und auslachen lassen...
"Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat und ihr auch keine Todesstrafe oder ähnliches droht."
In Diktaturen, wie dem Iran reicht ein Denunziant und die Frau ist tot. Wenn ich mal davon ausgehe, dass Sie kein abgrundtief dummer Mensch sind, sondern schon wissen, was Sie sagen, ist Ihre Denke bezüglich "durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten" im übrigen hoch verräterisch...
Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat und ihr auch keine Todesstrafe oder ähnliches droht.
Natürlich nicht. Das ist aber kein Argument: Gesetzt der Fall, eine Frau wird überfallen, wehrt sich und wird ermordet. Auch in diesem Fall kann man mit Recht sagen, dass die Frau vermutlich noch am Leben wäre, wenn sie dem Räuber seine Beute überlassen hätte oder die Vergewaltigung über sich hätte ergehen lassen.
Frau Danesh könnte ebenso unbehelligt leben, wenn sie einen Mann heiraten und das Leben einer Heterosexuellen führen würde, aber das wäre permanente Selbstvergewaltigung. Halten Sie das für zumutbar? Ich nicht.
Vom warmen Sessel aus sollte man das auf keinen Fall für zumutbar erklären.
An meine beiden Vorposter:
Ich habe schon befürchtet, dass solch eine Antwort kommt, also möchte ich nochmal kurz meine Meinung vertreten.
Wiederholt gesagt bin ich in der eigenen Familie mit Homosexualität vertraut und bin gegen jegliche Diskriminierung! Seine Homosexualität nicht zeigen zu können macht unglücklich und behindert das freie Leben. Ich bin froh, dass das bei uns nicht so ist.
Worum es mir bei dem Urteil ging, ist aber dass diese Dame zumindest einen Ausweg hat und zwar den der Anpassung. Da wir nur begrenzt Asylbewerber aufnehmen können, müssen wir also entscheiden.
Ich erkläre ihnen hiermit meine Begründung mit kurzer Stichworten.
Wir haben 2 Asylbewerber und 1 Platz übrig.
Kandidat 1: Die Dame aus dem Artikel
Kandidat 2: Ein Mitglied einer verfolgten Ethnie.
Die Dame aus dem Artikel kann sich durch Anpassung und Zurückhaltung ihres Lebens sicher sein und hat keine Verfolgung zu befürchten. Dies ist kein schönes und freies Leben, aber es ist eins.
Kandidat 2 wird aber an seiner Ethnie nichts ändern können und wird zu Hause von dem verfeindeten Stamm einfach erschossen. Daran kann er nichts ändern.
Ich entscheide daher im Zweifel für Kandidat 2.
Das bedeutet aber absolut gar nicht, dass ich der Meinung bin, die Dame aus dem Artikel "soll sich nicht so anstellen" o.ä.
Können Sie – außer auf emotionaler Ebene durch Ihr Mitgefühl – auch noch weitere Schlussfolgerungen aus diesem Artikel ziehen? Oder erschöpft sich die Problematisierung hiermit für Sie?
Sie fassen die Fakten noch einmal zusammen: Homosexualität selbst ist nicht strafbar, ihre Ausübung dagegen schon. Richtig, so steht‘s im Artikel. Erst daran müssten nun aber eigene, weiterführende Gedanken anschließen und eine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgen (etwa indem nach dem Recht und Wert freier Persönlichkeitsentfaltung gefragt wird o.ä.).
Ihre Betroffenheit bringt hier jedenfalls nicht weiter. Man könnte höchstens eine Position erahnen, wenn Sie schreiben „Aber auf der anderen Seite stimmt es schon, dass sie durch einen angepassten Lebensstil nichts zu befürchten hat“. Demnach halten Sie individuelle Angepasstheit an religiöse Staatsideologien offenbar für eine akzeptable Lebensform, richtig?
Sollen jetzt alle menschen überalle angepaßt sein? Auf dem Dorf in der Eifel lebt man auch am Besten wenn man sich anpassst. In einer Diktatur lebt man auch am besten wenn man sich anpasst.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Diskriminierungen. Danke, die Redaktion/mk
Noch bis vor wenigen Jahren war weitgehend in den USA die Homosexualität mit den Praktiken strafbar.
http://de.wikipedia.org/w...
Strafbarkeit für Angehörige der Streitkräfte ist erst seit Ende 2011 entfallen.
http://www.spiegel.de/pol...
Man möge fast meinen, so weit liegen dann einige westlichen Staaten nicht vom Iran entfernt. Wenn man sich einmal genauer damit beschäftigt denkt man nicht, dass einige freiheitliche Staaten so sehr in der Steinzeit leben.
Ihr verlinkter Artikel zeigt aber auch, dass diese Gesetze gegen Homosexuelle Handulgen in den USA schon immer Verfassungswiedrig waren.
Im Gegensatz zur BRD "doktort" man auch nicht dauernd an der Verfassung herum bis sie dem Zeitgeist entspricht.
Meinen Sie ernsthaft, es gäbe keine relevanten Unterschied zwischen dem Iran, wo, wie im Artikel beschrieben, junge Männer ausgepeitscht und dann aufgehängt werden, und den USA, wo zwar noch entsprechende diskriminierende Strafgesetze bis vor kurzem existierten, aber zuletzt kaum je angewandt wurden, oder einem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes in der Armee (dort war Homosexualität nämlich nicht "strafbar", wie Sie schrieben, sondern führte "nur" zur Entlassung, sofern es öffentlich wurde)?
Ihr verlinkter Artikel zeigt aber auch, dass diese Gesetze gegen Homosexuelle Handulgen in den USA schon immer Verfassungswiedrig waren.
Im Gegensatz zur BRD "doktort" man auch nicht dauernd an der Verfassung herum bis sie dem Zeitgeist entspricht.
Meinen Sie ernsthaft, es gäbe keine relevanten Unterschied zwischen dem Iran, wo, wie im Artikel beschrieben, junge Männer ausgepeitscht und dann aufgehängt werden, und den USA, wo zwar noch entsprechende diskriminierende Strafgesetze bis vor kurzem existierten, aber zuletzt kaum je angewandt wurden, oder einem drohenden Verlust des Arbeitsplatzes in der Armee (dort war Homosexualität nämlich nicht "strafbar", wie Sie schrieben, sondern führte "nur" zur Entlassung, sofern es öffentlich wurde)?
Entfernt. Kein konstruktiver Kommentar. Die Redaktion/mk
So viel zur toleranten Gesellschaft.
Am Ende siegt dann doch immer noch Vorurteil und kalter Egoismus über Mitleid und Menschlichkeit.
Ich könnte kotzen.
Und als nächstes empfiehlt man einfach allen verfolgten Minderheiten, sich anzupassen. Anderweitig politisch verfolgte sollten einfach aufhören, über Politik zu sprechen, verfolgte Atheisten sollen sich zur Religion bekennen, rassistisch verfolgte sollen sich bitte wie Michael Jackson umoperieren lassen, usw.
Nein, sowas darf gar nicht erst anreißen.
Ich versuche es mal so zu formulieren, dass es durch die Zensur kommt:
Jede Gesellschaft in jedem Land hat Tabus. Im nahen Osten gibt es no-gos die wir als vollkommen normal empfinden (dieses Bsp.), dort wieder gibt es Einrichtungen die bei uns vollkommen Tabu sind (Bsp. Vielehe).
Wenn Deutschland nun jeden aufnimmt, der seinen Lebensstil in seinem Herkunftsland nicht frei ausleben kann/darf, können wir gleich alle Asylgesetze abschaffen. Denn jeder Asylbewerber kommt zu uns weil es bei uns schöner ist ... oder weil er/sie es zumindest annimmt.
Vollkommene Fehlentscheidung!
ich kann die Deutschen Behörden schon auch verstehen, wenn man nicht jeden aus diesen 76 Ländern, der behauptet er sei Homosexuell aufnehmen möchte und kann...
Aber eine Architekturstudentin? Hochbildungsbürger, für die ein anderes Land bereits Unsummen an Ausbildungskosten finanziert hat, und damit eine Frau, die unserer Gemeinschaft theoretisch Millionen Euro Steuern bescheren kann?
Wieso denkt man da überhaupt über die Gründe nach, wenn man ja sogar noch Gewinn macht, solche Leute sind ein Geschenk und gehören mit offenen Armen empfangen!
Es geht hier nicht darum, dass es nicht genügend Kinos dort gibt oder die Menschen zu lange aufbleiben. Das sind Fragen des Lebensstil. Freie Ausübung seiner Sexualität (mit den üblichen Einschränkungen bzgl. dem Willen des Sexualpartners natürlich) und seiner Partnerwahl sollte universelles Menschenrecht sein. Wer wegen der Nutzung dieses Rechts in seiner Heimat mit abartigen Strafen bedroht wird, sollte selbstverständlich Ayslanspruch in jedem Rechtsstaat der Welt haben.
Entfernt. Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion für eine artikelbezogene Diskussion. Danke, die Redaktion/lv
Lieber schafmeister,
glauben Sie mir, dass es mir mindestens genauso schwer fällt, mich zu beherrschen, wie Ihnen :)
Sie übertreiben hochgradig, wenn Sie sagen, dass dann alle Asylgesetze abgeschafft werden könnten, weil jeder Asylbewerber zu uns käme, weil es hier schöner sei.
So eine existenzielle Gefahr wie die Todesstrafe auf sexuelle Neigungen können Sie doch nicht ernsthaft mit irgendwelchen anderen Auswanderungsgründen gleichsetzen?!?!?!?!?
Das ist doch nicht vergleichbar mit irgendwelchen persönlichen Vorlieben, besseren sanitären Einrichtungen oder allgemein höherem Lebensstandard!!!
Nein, es ist die Möglichkeit, außer Lebensgefahr leben zu können, die Deutschland solchen in ihrer Heimat diskriminierten Menschen gewähren MUSS!!!
Vollkommene Fehlentscheidung - ich stimme Ihnen zu. Die Aufenthaltsgenehmigung auf ein Jahr beschränken gleicht einem schlechten Witz. Was soll ein solches Urteil aussagen? Dass die Gefahr in einem Jahr vorüber sein wird? Dass sie das Jahr nutzen kann, um ihre verabscheulichen Neigungen auszumerzen? Ich finde die deutsche Vorgehensweise traurig und bin zutiefst erschüttert. Wenn Deutschland das schon nicht auf die Reihe kriegt, sollen die deutschen Behörden die abgewiesenen Asybewerber wenigstens nach Österreich oder Italien schicken...
Verehrter Schafmeister,
imposant, diese Klappe von Scheunentorgröße für Informationen, die weniger Nährwert haben als ein Heubällchen. Haben Sie noch einen schönen Tag, bequem eingebettet in sozialer Absicherung und gesetzlich garantierter Freiheit. Horizontsprünge sind mit solchen Voraussetzungen bestimmt seelisch schmerzhaft. Mögen Sie selbst niemals Opfer von politischem Druck und gesellschaftlicher Verfolgung werden, so wie die im Artikel beschriebene Frau. Ihr Weltbild könnte daran zerbrechen, Ihre Selbstsicherheit womöglich auch.
Letzteres war übrigens keine Ironie. Das wünsche ich generell jedem von uns. Auch denen, die empathischer sind als Sie.
LG
atencion
"Jede Gesellschaft in jedem Land hat Tabus. Im nahen Osten gibt es no-gos die wir als vollkommen normal empfinden (dieses Bsp.), dort wieder gibt es Einrichtungen die bei uns vollkommen Tabu sind (Bsp. Vielehe)."
jup, aber hier wird niemand gesteinigt, weil er mit fünf männern und/oder frauen in eheähnlicher gemeinschaft zusammenlebt.
ich kann die Deutschen Behörden schon auch verstehen, wenn man nicht jeden aus diesen 76 Ländern, der behauptet er sei Homosexuell aufnehmen möchte und kann...
Aber eine Architekturstudentin? Hochbildungsbürger, für die ein anderes Land bereits Unsummen an Ausbildungskosten finanziert hat, und damit eine Frau, die unserer Gemeinschaft theoretisch Millionen Euro Steuern bescheren kann?
Wieso denkt man da überhaupt über die Gründe nach, wenn man ja sogar noch Gewinn macht, solche Leute sind ein Geschenk und gehören mit offenen Armen empfangen!
Es geht hier nicht darum, dass es nicht genügend Kinos dort gibt oder die Menschen zu lange aufbleiben. Das sind Fragen des Lebensstil. Freie Ausübung seiner Sexualität (mit den üblichen Einschränkungen bzgl. dem Willen des Sexualpartners natürlich) und seiner Partnerwahl sollte universelles Menschenrecht sein. Wer wegen der Nutzung dieses Rechts in seiner Heimat mit abartigen Strafen bedroht wird, sollte selbstverständlich Ayslanspruch in jedem Rechtsstaat der Welt haben.
Entfernt. Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion für eine artikelbezogene Diskussion. Danke, die Redaktion/lv
Lieber schafmeister,
glauben Sie mir, dass es mir mindestens genauso schwer fällt, mich zu beherrschen, wie Ihnen :)
Sie übertreiben hochgradig, wenn Sie sagen, dass dann alle Asylgesetze abgeschafft werden könnten, weil jeder Asylbewerber zu uns käme, weil es hier schöner sei.
So eine existenzielle Gefahr wie die Todesstrafe auf sexuelle Neigungen können Sie doch nicht ernsthaft mit irgendwelchen anderen Auswanderungsgründen gleichsetzen?!?!?!?!?
Das ist doch nicht vergleichbar mit irgendwelchen persönlichen Vorlieben, besseren sanitären Einrichtungen oder allgemein höherem Lebensstandard!!!
Nein, es ist die Möglichkeit, außer Lebensgefahr leben zu können, die Deutschland solchen in ihrer Heimat diskriminierten Menschen gewähren MUSS!!!
Vollkommene Fehlentscheidung - ich stimme Ihnen zu. Die Aufenthaltsgenehmigung auf ein Jahr beschränken gleicht einem schlechten Witz. Was soll ein solches Urteil aussagen? Dass die Gefahr in einem Jahr vorüber sein wird? Dass sie das Jahr nutzen kann, um ihre verabscheulichen Neigungen auszumerzen? Ich finde die deutsche Vorgehensweise traurig und bin zutiefst erschüttert. Wenn Deutschland das schon nicht auf die Reihe kriegt, sollen die deutschen Behörden die abgewiesenen Asybewerber wenigstens nach Österreich oder Italien schicken...
Verehrter Schafmeister,
imposant, diese Klappe von Scheunentorgröße für Informationen, die weniger Nährwert haben als ein Heubällchen. Haben Sie noch einen schönen Tag, bequem eingebettet in sozialer Absicherung und gesetzlich garantierter Freiheit. Horizontsprünge sind mit solchen Voraussetzungen bestimmt seelisch schmerzhaft. Mögen Sie selbst niemals Opfer von politischem Druck und gesellschaftlicher Verfolgung werden, so wie die im Artikel beschriebene Frau. Ihr Weltbild könnte daran zerbrechen, Ihre Selbstsicherheit womöglich auch.
Letzteres war übrigens keine Ironie. Das wünsche ich generell jedem von uns. Auch denen, die empathischer sind als Sie.
LG
atencion
"Jede Gesellschaft in jedem Land hat Tabus. Im nahen Osten gibt es no-gos die wir als vollkommen normal empfinden (dieses Bsp.), dort wieder gibt es Einrichtungen die bei uns vollkommen Tabu sind (Bsp. Vielehe)."
jup, aber hier wird niemand gesteinigt, weil er mit fünf männern und/oder frauen in eheähnlicher gemeinschaft zusammenlebt.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren