Satire"Titanic" provoziert mit neuem Papst-Titel

Die Satirezeitschrift "Titanic" wehrt sich auf ihre Weise gegen das Verbot eines Papst-Titels: Sie zeigt eine neue Fotomontage von Benedikt XVI. mit beflecktem Gewand.

Das August-Cover der "Titanic"

Das August-Cover der "Titanic"

Das Satiremagazin Titanic hat im Streit mit dem Vatikan um ein Verbot eines Papst-Titelbildes nachgelegt: Die Zeitschrift zeigt Benedikt XVI. im August erneut auf dem Titel – dieses Mal mit bunten Kussmündern und Handabdrücken auf dem weißen Gewand sowie roter Farbe an den Händen. Die Überschrift dazu lautet "kein Grund zu klagen".

"Eigentlich müssten wir ihn damit versöhnt haben", sagte Chefredakteur Leo Fischer. Das Magazin hatte auf seinem Titel im Juli den Papst von vorn und hinten gezeigt – einmal mit gelbem, einmal mit braunem Fleck auf der Soutane. Dazu die Überschrift mit der Anspielung auf die Enthüllungsaffäre im Vatikan: "Halleluja im Vatikan – Die undichte Stelle ist gefunden!" Das Titelbild wurde verboten, nachdem die katholische Kirche dagegen geklagt hatte.

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Gegen die Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg hat Titanic bereits Widerspruch eingelegt. Einen Termin für eine mündliche Verhandlung gibt es nach Auskunft des Gerichts bisher nicht.

Titanic-Chefredakteur Fischer versicherte, der entsprechende Titel sei nicht weiter verbreitet worden, denn bei Zuwiderhandlung habe das Gericht 250.000 Euro angedroht. "Das können wir uns nicht leisten."
 

 
Leserkommentare
  1. für ihren Blödsinn die Erklärung gleich mitliefern. Beim letzten mal was Fanta jetzt ist's wahrscheinlich rote Beete.

    Eine Leserempfehlung
    • Otto2
    • 27.07.2012 um 18:16 Uhr

    Wer seinen Gott am Kreuz sterben und wieder auferstehen sah,
    den sollte ein bekleckerter Papst nicht an den Menschen (auch nicht an denen von der Titanic) zweifeln lassen.

    5 Leserempfehlungen
  2. 35. Idiom

    Die rote Farbe könnte mit der Redewendung "Blut an seinen Händen" zu tun haben...

    Antwort auf "Farbe an den Händen"
  3. hat Qualität. Auch die Titanic sollte sich um Niveau bemühen. Wer sich bei der Vorstellung eines inkontinenten alten Mannes vor Lachen auf die Schenkel klopft, sollte mal über die eigene geistige Ausstattung nachdenken, wenn das so jemandem überhaupt noch möglich ist. Im übrigen wäre eine solche Denunzierung auch gegenüber jedem anderen alten Menschen eine Beleidigung.

    Ein verküsster Papst - wie auf dem oberen Foto - ist hingegen ein spassiger Kommentar zu übertriebener Papst-Verehrung.

    3 Leserempfehlungen
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    Dieser Herr ist keine Person, sondern in erster Linie "Vertreter..." und als dieser wird er kritisiert.
    Und das deshalb, weil er ein Rückständiges System repräsentiert, welches sich anmaßt in die Gesellschaft einzugreifen .
    Satire sollte unterhalten, kann aber manchmal auch derb sein.

    Ein verküsster Papst - wie auf dem oberen Foto - ist hingegen ein "spassiger" Kommentar zu übertriebener Papst-Verehrung.

    Sagen sie das mal denen, die Antworten im Namen ihrer Kinder erwarten.

    Na, Schenkelklopfer sind vermutlich nicht das Hauptanliegen von Titanic und nicht die überwiegende Reaktion unter denen, die dem Titelbild etwas abgewinnen können. Und die Reaktion der Empörten ist ein aufklärerischer Effekt der Satire, den ich gutheiße.

    Ich würde es der Titanic auch zutrauen, solch ein Titelbild zu bringen, wenn der Papst im Focus über seine Inkontinenz spräche. Da er es nicht tat, wird jeder davon ausgehen, dass die Inkontinenz angedichtet ist. Und da kann man doch problemlos drüber stehen. Ich sehe kein Anzeichen von Denunziation.

    Wenn man Altersbeschwerden nicht satirisch aufgreifen dürfte (wie hier: http://www.webbrx.com/lau...), hätten wir ganz andere Probleme als das Humor-Niveau.

    Dieser Herr ist keine Person, sondern in erster Linie "Vertreter..." und als dieser wird er kritisiert.
    Und das deshalb, weil er ein Rückständiges System repräsentiert, welches sich anmaßt in die Gesellschaft einzugreifen .
    Satire sollte unterhalten, kann aber manchmal auch derb sein.

    Ein verküsster Papst - wie auf dem oberen Foto - ist hingegen ein "spassiger" Kommentar zu übertriebener Papst-Verehrung.

    Sagen sie das mal denen, die Antworten im Namen ihrer Kinder erwarten.

    Na, Schenkelklopfer sind vermutlich nicht das Hauptanliegen von Titanic und nicht die überwiegende Reaktion unter denen, die dem Titelbild etwas abgewinnen können. Und die Reaktion der Empörten ist ein aufklärerischer Effekt der Satire, den ich gutheiße.

    Ich würde es der Titanic auch zutrauen, solch ein Titelbild zu bringen, wenn der Papst im Focus über seine Inkontinenz spräche. Da er es nicht tat, wird jeder davon ausgehen, dass die Inkontinenz angedichtet ist. Und da kann man doch problemlos drüber stehen. Ich sehe kein Anzeichen von Denunziation.

    Wenn man Altersbeschwerden nicht satirisch aufgreifen dürfte (wie hier: http://www.webbrx.com/lau...), hätten wir ganz andere Probleme als das Humor-Niveau.

  4. Sparen Sie sich doch solche Kommentare und bemühen Sie Google.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "mal sehen"
  5. Dieser Herr ist keine Person, sondern in erster Linie "Vertreter..." und als dieser wird er kritisiert.
    Und das deshalb, weil er ein Rückständiges System repräsentiert, welches sich anmaßt in die Gesellschaft einzugreifen .
    Satire sollte unterhalten, kann aber manchmal auch derb sein.

    2 Leserempfehlungen
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    das ist mir neu. König Ludwig XVI. wurde auch das Menschsein abgesprochen. Deshalb wurde er, weil man ihn auf sein Königsein reduzierte, auf der Guillotine ermordet. Zumindest mein Menschenbild sieht anders aus. Ich würde niemandem absprechen, eine Person zu sein.

    das ist mir neu. König Ludwig XVI. wurde auch das Menschsein abgesprochen. Deshalb wurde er, weil man ihn auf sein Königsein reduzierte, auf der Guillotine ermordet. Zumindest mein Menschenbild sieht anders aus. Ich würde niemandem absprechen, eine Person zu sein.

  6. - ist deutlich cleverer, als es die Titelbilder vermuten lassen.

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  7. Ein verküsster Papst - wie auf dem oberen Foto - ist hingegen ein "spassiger" Kommentar zu übertriebener Papst-Verehrung.

    Sagen sie das mal denen, die Antworten im Namen ihrer Kinder erwarten.

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