Überfall auf Rabbiner"Attacke auf das friedliche Zusammenleben in Berlin"

Berlins Regierender Bürgermeister hat den Angriff auf einen Rabbiner als "feigen Überfall" verurteilt. Jugendliche hatten den Mann am Dienstag verprügelt und beleidigt.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit

Der Angriff auf einen Rabbiner in Berlin hat in der jüdischen Gemeinde und bei Berliner Politikern Empörung ausgelöst. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) bezeichnete die Tat als "feigen Überfall" und als "Attacke auf das friedliche Zusammenleben aller Menschen" in der Hauptstadt. Berlin sei eine weltoffene Metropole, in der Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus nicht geduldet würden. "Die Polizei wird alle Anstrengungen unternehmen, die Täter zu ermitteln und festzunehmen", kündigte Wowereit an.

Der jüdische Geistliche war am Dienstagabend vor den Augen seiner Tochter von vier jungen Männern im Berliner Stadtteil Schöneberg überfallen und antisemitisch beleidigt worden. Diese hatten ihn zunächst auf seine traditionelle jüdische Kopfbedeckung (Kippa) angesprochen und gefragt, ob er Jude sei. Dann versperrten sie dem Vater und seiner Tochter den Weg und verletzten ihn mit mehreren Schlägen am Kopf. Außerdem beleidigten sie ihn sowie seine Religion und drohten dem kleinen Mädchen mit dem Tod. Danach flüchteten die Täter. Der verletzte Rabbiner kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

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Nach Polizeiangaben handelt es bei den Tätern vermutlich um arabischstämmige Jugendliche. Der polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) sagte: "Solche Taten werden von den Sicherheitsbehörden unnachgiebig verfolgt." Er versprach ein hartes Vorgehen gegen die Täter.

Jüdische Gemeinde fordert Aufklärung und bessere Gewaltprävention

Auch der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, verurteilte die Tat. In einem Interview mit der Jüdischen Allgemeinen sagte er, der "abscheuliche Angriff" auf jüdische Menschen mitten in der Hauptstadt schockiere ihn zutiefst. "Es ist ein Angriff auf uns alle, auf unsere gemeinsamen Werte von Toleranz und von Liberalität. Er darf unter gar keinen Umständen bagatellisiert werden", sagte Graumann.

Ebenso zeigte sich die Vorsitzende des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus, Lala Süsskind, bestürzt über den Vorfall. "Wir sind sehr betroffen über die Gewalttat und hoffen, dass die Staatsanwaltschaft die Täter schnell ermittelt und vor Gericht stellt", sagte Süsskind, die bis Ende 2011 Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin war. Sie forderte, die Anstrengungen zur Gewaltprävention müssten verstärkt werden. Der Präsident des Europäisch Jüdischen Kongresses (EJC), Moshe Kantor, sagte, nach den antisemitischen Morden von Toulouse sei immer noch nicht erkannt worden, dass es ein "massives Problem" in Europa gebe.

 
Leserkommentare
  1. Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/se

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    Ihr Posting erschliesst sich mir nicht so ganz:
    1. Ich denke, die Polizei vor den Synagogen dient dem Schutz dieser Gebäude und seiner Nutzer vor Anschlägen oder Angriffen.
    2. Sie schreiben: "Was soll noch kommen um diese integrationsunwillige jüdische Parallelgesellschaft abzukanzeln?"
    Verstehe ich nicht ganz: denken Sie, dass die Juden "integrationsunwillig" sind - und woran machen Sie das fest? Denken Sie, Juden in Deutschland bilden eine Parallelgeselschaft - und woran machen Sie das fest?
    3. Sie schreiben: "Es gibt doch auch keine türkischen, arabischen, polnischen oder marokkanische oder sogar Koranschulen in Deutschland, die zudem noch bewacht werden müssen"
    Also türkische und polnische Schulen und Kirchen/Moscheen gibt es in Deutschland. Ob ein Gebäude bewacht werden muss, hängt doch davon ab, ob es eine Gefahr gibt. Das ist anscheinend bei Synagigen der Fall.
    4. Die einzige Grundsatzdebatte, die meiner Meinung nach notwendig ist, ist die Debatte darüber, warum im Jahr 2012 Juden in Deutschland nicht in Sicherheit leben können.

    Wenn Sie unter 'Integration' verstehen, dass religiöse Juden ihre Religion aufgeben, dann verwenden Sie den Begriff vermutlich auch gar nicht so anders wie er sonst verwendet wird.

    Sie verkennen offensichtlic völlig, von wem hier die Gewalt ausgeht und wer davor geschützt werden muß.

    Die Opfer für ihre Gefährdung selber verantwortlich zu machen, ist eine ganz perfide Verdrehung der Tatsachen.
    Außerdem sind meines Wissens die jüdischen Bürger ausgezeichnet integriert und ausgesprochen friedlich.

    Abgesehen davon ist diese Opfer/Täter-Konstellation natürlich ein Albtraum für alle Integrationspolitiker. Sie zwingt dazu, der ungeliebten Wahrheit ins Gesicht zu sehen, daß gewalttätiger Fremdenhaß und Antisemitismus kein Privileg autochthon-Deutscher ist. Das war nämlich bislang eine so nett-einfache Erklärung, auf die dann keinerlei Konsequenzen folgte.

    Es zeigt sich, wie Recht Kirsten Heisig mit ihren Analysen hatte, die sie in ihrem Buch "Das Ende der Geduld" darlegte.
    Ihr Tod ist wirklich eine Katastrophe.

    Und es ist ein Albtraum für die vielen integrierten, absolut gewaltfreien Bürger mit türkischem bzw. arabischen Migrationshintergrund, die jetzt leider in Kollektivhaftung genommen werden.

    Aber genauso wie nicht jeder Deutschstämmige ("Biodeutsche") für rechtsextreme Gewalttaten verantwortlich gemacht werden will, sollte die gleiche Maxime jetzt für MiHiGru-Bürger gelten.

    k.

    ist durchaus anwendbar auf jüdisches Leben in Deutschland (nur hat diese Frage mit dem im Artikel beschriebenen Ereignis eher wenig zu tun). Es ist kein Zufall, daß die allerwenigsten Menschen in Deutschland persönlich Juden kennen (ich kenne gerade mal drei): Die Mitglieder der Gemeinden bleiben privat überwiegend unter sich und schotten sich zum Teil ganz bewusst ab, sowohl in der Wahl des Wohnorts als auch in der Frage der Schulen, Kindergärten, Vereine etc. Die verbal so viel beschworene Annäherung findet sicher nicht statt, indem man sich gezielt isoliert. Juden sind - zumindest in ihrer Eigenschaft als Angehörige einer Glaubensrichtung - nicht Bestandteil deutscher Alltagserlebnisse. Das lässt viel Spielraum für Projektionen und Stereotype, verhindert sogar deren Widerlegung durch gegenseitiges Kennenlernen und ist darin für die Juden nicht von Vorteil.

    Darüber wäre in der Tat eine Debatte nötig, sie wird aber nie stattfinden. Leider wird man bereits bei der Frage, warum Juden in Deutschland im Jahre 2012 gerne unter sich bleiben, auf gewisse historische Ereignisse rekurrieren - und die Debatte wird für beide Seiten damit beendet sein.

    Ihr Posting erschliesst sich mir nicht so ganz:
    1. Ich denke, die Polizei vor den Synagogen dient dem Schutz dieser Gebäude und seiner Nutzer vor Anschlägen oder Angriffen.
    2. Sie schreiben: "Was soll noch kommen um diese integrationsunwillige jüdische Parallelgesellschaft abzukanzeln?"
    Verstehe ich nicht ganz: denken Sie, dass die Juden "integrationsunwillig" sind - und woran machen Sie das fest? Denken Sie, Juden in Deutschland bilden eine Parallelgeselschaft - und woran machen Sie das fest?
    3. Sie schreiben: "Es gibt doch auch keine türkischen, arabischen, polnischen oder marokkanische oder sogar Koranschulen in Deutschland, die zudem noch bewacht werden müssen"
    Also türkische und polnische Schulen und Kirchen/Moscheen gibt es in Deutschland. Ob ein Gebäude bewacht werden muss, hängt doch davon ab, ob es eine Gefahr gibt. Das ist anscheinend bei Synagigen der Fall.
    4. Die einzige Grundsatzdebatte, die meiner Meinung nach notwendig ist, ist die Debatte darüber, warum im Jahr 2012 Juden in Deutschland nicht in Sicherheit leben können.

    Wenn Sie unter 'Integration' verstehen, dass religiöse Juden ihre Religion aufgeben, dann verwenden Sie den Begriff vermutlich auch gar nicht so anders wie er sonst verwendet wird.

    Sie verkennen offensichtlic völlig, von wem hier die Gewalt ausgeht und wer davor geschützt werden muß.

    Die Opfer für ihre Gefährdung selber verantwortlich zu machen, ist eine ganz perfide Verdrehung der Tatsachen.
    Außerdem sind meines Wissens die jüdischen Bürger ausgezeichnet integriert und ausgesprochen friedlich.

    Abgesehen davon ist diese Opfer/Täter-Konstellation natürlich ein Albtraum für alle Integrationspolitiker. Sie zwingt dazu, der ungeliebten Wahrheit ins Gesicht zu sehen, daß gewalttätiger Fremdenhaß und Antisemitismus kein Privileg autochthon-Deutscher ist. Das war nämlich bislang eine so nett-einfache Erklärung, auf die dann keinerlei Konsequenzen folgte.

    Es zeigt sich, wie Recht Kirsten Heisig mit ihren Analysen hatte, die sie in ihrem Buch "Das Ende der Geduld" darlegte.
    Ihr Tod ist wirklich eine Katastrophe.

    Und es ist ein Albtraum für die vielen integrierten, absolut gewaltfreien Bürger mit türkischem bzw. arabischen Migrationshintergrund, die jetzt leider in Kollektivhaftung genommen werden.

    Aber genauso wie nicht jeder Deutschstämmige ("Biodeutsche") für rechtsextreme Gewalttaten verantwortlich gemacht werden will, sollte die gleiche Maxime jetzt für MiHiGru-Bürger gelten.

    k.

    ist durchaus anwendbar auf jüdisches Leben in Deutschland (nur hat diese Frage mit dem im Artikel beschriebenen Ereignis eher wenig zu tun). Es ist kein Zufall, daß die allerwenigsten Menschen in Deutschland persönlich Juden kennen (ich kenne gerade mal drei): Die Mitglieder der Gemeinden bleiben privat überwiegend unter sich und schotten sich zum Teil ganz bewusst ab, sowohl in der Wahl des Wohnorts als auch in der Frage der Schulen, Kindergärten, Vereine etc. Die verbal so viel beschworene Annäherung findet sicher nicht statt, indem man sich gezielt isoliert. Juden sind - zumindest in ihrer Eigenschaft als Angehörige einer Glaubensrichtung - nicht Bestandteil deutscher Alltagserlebnisse. Das lässt viel Spielraum für Projektionen und Stereotype, verhindert sogar deren Widerlegung durch gegenseitiges Kennenlernen und ist darin für die Juden nicht von Vorteil.

    Darüber wäre in der Tat eine Debatte nötig, sie wird aber nie stattfinden. Leider wird man bereits bei der Frage, warum Juden in Deutschland im Jahre 2012 gerne unter sich bleiben, auf gewisse historische Ereignisse rekurrieren - und die Debatte wird für beide Seiten damit beendet sein.

  2. in einer Stadt im Ruhrgebiet habe ich mal eine Gruppe möglicherweise arabisch stämmiger Jugendliche dabei beobachtet, wie sie gegen fahrende Autos traten und die Insassen als Juden beschimpften. Ging einige Minuten so,keiner wagte es anzuhalten, dann wanderten die jungen Leute in die Tiefen ihre Betonburgen, Wohnhäuser mit fünfzehn Stockwerken.
    Das der Artikel erscheint, finde ich sehr gut. Hier wäre es nicht sinnvoll gewesen, wenn ich die Polizei angerufen hätte. Solche Probleme erscheinen hier weder in der regionalen Tagespresse, noch reagiert irgendeine politische Institution darauf. In Berlin scheint dies anders zu sein.

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  3. Ihr Posting erschliesst sich mir nicht so ganz:
    1. Ich denke, die Polizei vor den Synagogen dient dem Schutz dieser Gebäude und seiner Nutzer vor Anschlägen oder Angriffen.
    2. Sie schreiben: "Was soll noch kommen um diese integrationsunwillige jüdische Parallelgesellschaft abzukanzeln?"
    Verstehe ich nicht ganz: denken Sie, dass die Juden "integrationsunwillig" sind - und woran machen Sie das fest? Denken Sie, Juden in Deutschland bilden eine Parallelgeselschaft - und woran machen Sie das fest?
    3. Sie schreiben: "Es gibt doch auch keine türkischen, arabischen, polnischen oder marokkanische oder sogar Koranschulen in Deutschland, die zudem noch bewacht werden müssen"
    Also türkische und polnische Schulen und Kirchen/Moscheen gibt es in Deutschland. Ob ein Gebäude bewacht werden muss, hängt doch davon ab, ob es eine Gefahr gibt. Das ist anscheinend bei Synagigen der Fall.
    4. Die einzige Grundsatzdebatte, die meiner Meinung nach notwendig ist, ist die Debatte darüber, warum im Jahr 2012 Juden in Deutschland nicht in Sicherheit leben können.

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    Antwort auf "Schon heute "
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    nicht besser sagen können. Hoffentlich werden die Täter schnell gefasst.

    Parallelgesellschaften unter polizeischutz?
    Das kann man sich als deutscher nicht wünschen.

    Besser wären auch jüdische und arabische und deutsche Kinder gemeinsam In Kindergärten, Sportvereinen und ich denke nicht, dass die Deutschen es sind an denen das scheitert.

    Aber das ist die Integrationsdebatte, scheinbar ist das ein Konzept von gestern.

    Ich habe versucht die Anzahl von türkischen, polnischen und jüdischen Schulen in Deutschland gegenüberzustellen.

    Leider ohne Ergebnis. Denke nicht, dass es mehr als ein handvoll türkischer und polnischer Schulen gibt und deshalb hier eine bessere Integration gegeben ist.

    nicht besser sagen können. Hoffentlich werden die Täter schnell gefasst.

    Parallelgesellschaften unter polizeischutz?
    Das kann man sich als deutscher nicht wünschen.

    Besser wären auch jüdische und arabische und deutsche Kinder gemeinsam In Kindergärten, Sportvereinen und ich denke nicht, dass die Deutschen es sind an denen das scheitert.

    Aber das ist die Integrationsdebatte, scheinbar ist das ein Konzept von gestern.

    Ich habe versucht die Anzahl von türkischen, polnischen und jüdischen Schulen in Deutschland gegenüberzustellen.

    Leider ohne Ergebnis. Denke nicht, dass es mehr als ein handvoll türkischer und polnischer Schulen gibt und deshalb hier eine bessere Integration gegeben ist.

  4. hat er eine Baseballkappe über der Kippa getragen, weil er schon früher auf offener Straße antisemitisch beleidgt worden sei. Lässt sich daraus nicht eher schließen, dass er den Angreifern persönlich bekannt war und nicht wahllos ausgesucht wurde ?

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    das man in Berlin Angst haben muss Themen auszusprechen. Obwohl Berlin so "links" ist aber Themen die "südländischen" Personen betreffen, obwohl diese Personen aus dem nahen und mittleren Osten kommen (Südländisch = Griechen, Spanier, Italener, Portugiesen) sind einfach politisch nicht so dolle.

    das man in Berlin Angst haben muss Themen auszusprechen. Obwohl Berlin so "links" ist aber Themen die "südländischen" Personen betreffen, obwohl diese Personen aus dem nahen und mittleren Osten kommen (Südländisch = Griechen, Spanier, Italener, Portugiesen) sind einfach politisch nicht so dolle.

  5. nicht besser sagen können. Hoffentlich werden die Täter schnell gefasst.

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    Antwort auf "Nachfrage"
  6. das man in Berlin Angst haben muss Themen auszusprechen. Obwohl Berlin so "links" ist aber Themen die "südländischen" Personen betreffen, obwohl diese Personen aus dem nahen und mittleren Osten kommen (Südländisch = Griechen, Spanier, Italener, Portugiesen) sind einfach politisch nicht so dolle.

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  7. Parallelgesellschaften unter polizeischutz?
    Das kann man sich als deutscher nicht wünschen.

    Besser wären auch jüdische und arabische und deutsche Kinder gemeinsam In Kindergärten, Sportvereinen und ich denke nicht, dass die Deutschen es sind an denen das scheitert.

    Aber das ist die Integrationsdebatte, scheinbar ist das ein Konzept von gestern.

    Ich habe versucht die Anzahl von türkischen, polnischen und jüdischen Schulen in Deutschland gegenüberzustellen.

    Leider ohne Ergebnis. Denke nicht, dass es mehr als ein handvoll türkischer und polnischer Schulen gibt und deshalb hier eine bessere Integration gegeben ist.

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    Antwort auf "Nachfrage"
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    • eras
    • 29.08.2012 um 21:43 Uhr

    "Besser wären auch jüdische und arabische und deutsche Kinder gemeinsam In Kindergärten, Sportvereinen und ich denke nicht, dass die Deutschen es sind an denen das scheitert."

    Also sind die Juden schuld? Den Vorwurf, dass man durch sein Verhalten ja selbst Mitschuld an den Übergriffen sei, kennt man im Judentum zur Genüge. Er begleitet die antisemitische Gewalt schon seit Jahrhunderten.

    Nun, in der Zeit vor dem Nationalsozialismus ging die Mehrheit der jüdischen Kinder hierzulande mit großer Selbstverständlichkeit auf eine deutsche Schule. Sie waren bestens integriert, die Familien betrachteten sich oft erst als Deutsch und dann als jüdisch. Als die Verfolgung einsetzte, standen die Kinder aus diesen Familien plötzlich als Juden alleine da.

    Ich denke, es steht den Deutschen nicht zu, den Juden in Deutschland Lehrstunden darüber zu erteilen, wie sie zu leben haben. Wir sollten froh darüber sein, dass es überhaupt noch Juden gibt, die sich in diesem Land zuhause fühlen.

    Zum Thema Schulen: Würden Sie die Hand dafür ins Feuer legen, dass jüdische Schüler mit Kippa auf einer gemischten Schule in Deutschland vor Anfeindungen und Gewalt effektiv geschützt sind? Ich nicht. Leider!

    Ganz nebenbei: Viele der jüdischen Schulen nehmen auch Nichtjuden auf. Und sie sind wegen der guten Unterrichtsqualität durchaus beliebt. Nur soviel zur angeblichen Parallelgesellschaft...

    Was Sie hier schreiben ist nichts anderes als infam: hier geht es erst einmal um die Tatsache, dass ein Mensch in Berlin angegriffen wurde (eine Straftat), und zwar anscheinend deswegen, weil er Jude ist. Nichts, gar nichts kann das rechtfertigen und es waere wirklich zu wuenschen, dass die Taeter bald gefasst werden und schwer bestraft werden. Wo leben wir eigentlich, wenn im Jahr 2012 ein Jude nicht mehr in Berlin sicher ist?
    Und nun zu Ihrem Posting: Sie versuchen hier, die Schuld beim Opfer abzuladen. Das ist zynisch, menschenverachtend und ganz und gar nicht zu akzeptieren. Und, ja, die Juden haben das Recht, in diesem LMand zu leben und zar sichtbar zu leben und in diesem Land Schulen zu haben und Synagogen und das Recht mit eriner Kippa ueber die STrasse zu gehen, ohne um ihr Leben fuerchten zu muessen. Alles andere ist Ressentiments. Und wenn es den deutschen Steuerzahler (zu dieser Gruppe gehoeren ja auch Juden, denn Juden sind Deutsche, gell?) Geld kostet, diese Sicherheit zu zahlen, kann nich nur sagen: sehr gut! Es ist die vornehmste Aufgabe des Staates, die Sicherheit aller seiner Buerger zu sichern.

    • eras
    • 29.08.2012 um 21:43 Uhr

    "Besser wären auch jüdische und arabische und deutsche Kinder gemeinsam In Kindergärten, Sportvereinen und ich denke nicht, dass die Deutschen es sind an denen das scheitert."

    Also sind die Juden schuld? Den Vorwurf, dass man durch sein Verhalten ja selbst Mitschuld an den Übergriffen sei, kennt man im Judentum zur Genüge. Er begleitet die antisemitische Gewalt schon seit Jahrhunderten.

    Nun, in der Zeit vor dem Nationalsozialismus ging die Mehrheit der jüdischen Kinder hierzulande mit großer Selbstverständlichkeit auf eine deutsche Schule. Sie waren bestens integriert, die Familien betrachteten sich oft erst als Deutsch und dann als jüdisch. Als die Verfolgung einsetzte, standen die Kinder aus diesen Familien plötzlich als Juden alleine da.

    Ich denke, es steht den Deutschen nicht zu, den Juden in Deutschland Lehrstunden darüber zu erteilen, wie sie zu leben haben. Wir sollten froh darüber sein, dass es überhaupt noch Juden gibt, die sich in diesem Land zuhause fühlen.

    Zum Thema Schulen: Würden Sie die Hand dafür ins Feuer legen, dass jüdische Schüler mit Kippa auf einer gemischten Schule in Deutschland vor Anfeindungen und Gewalt effektiv geschützt sind? Ich nicht. Leider!

    Ganz nebenbei: Viele der jüdischen Schulen nehmen auch Nichtjuden auf. Und sie sind wegen der guten Unterrichtsqualität durchaus beliebt. Nur soviel zur angeblichen Parallelgesellschaft...

    Was Sie hier schreiben ist nichts anderes als infam: hier geht es erst einmal um die Tatsache, dass ein Mensch in Berlin angegriffen wurde (eine Straftat), und zwar anscheinend deswegen, weil er Jude ist. Nichts, gar nichts kann das rechtfertigen und es waere wirklich zu wuenschen, dass die Taeter bald gefasst werden und schwer bestraft werden. Wo leben wir eigentlich, wenn im Jahr 2012 ein Jude nicht mehr in Berlin sicher ist?
    Und nun zu Ihrem Posting: Sie versuchen hier, die Schuld beim Opfer abzuladen. Das ist zynisch, menschenverachtend und ganz und gar nicht zu akzeptieren. Und, ja, die Juden haben das Recht, in diesem LMand zu leben und zar sichtbar zu leben und in diesem Land Schulen zu haben und Synagogen und das Recht mit eriner Kippa ueber die STrasse zu gehen, ohne um ihr Leben fuerchten zu muessen. Alles andere ist Ressentiments. Und wenn es den deutschen Steuerzahler (zu dieser Gruppe gehoeren ja auch Juden, denn Juden sind Deutsche, gell?) Geld kostet, diese Sicherheit zu zahlen, kann nich nur sagen: sehr gut! Es ist die vornehmste Aufgabe des Staates, die Sicherheit aller seiner Buerger zu sichern.

  8. Araber können keine Antisemiten sein, da Araber ebenfalls Semiten sind. Es ist also in meinen Augen falsch in diesem Fall von Antisemitismus zu sprechen.

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    wikipedie über antisemitismus lesen würden, würden sie erfahren, dass antisemitismus sich nur eine judenfeindlichkeit bezieht - auschließlich. auch wenn araber semiten sind.

    • eras
    • 29.08.2012 um 21:22 Uhr

    "Araber können keine Antisemiten sein, da Araber ebenfalls Semiten sind. Es ist also in meinen Augen falsch in diesem Fall von Antisemitismus zu sprechen."

    Sie sind vermutlich die letzte Person, die sich der Tatsache verweigert, dass seit Jahrzehnten "Antisemitismus" in allen Sprachen für "Judenhass" steht. Das Araber auch Semiten sind, spielt in dem Zusammenhang keine Rolle.

    Das gleiche gilt übrigens auch im Fall von Antiamerikanismus. Dabei handelt es sich um eine feindliche Einstellung gegen die USA, obwohl "Amerika" ja noch ein paar andere Länder umfasst...

    mehr haben Sie nicht beizutragen, als diesen Nonsens?

    Ich bin ja auch gerne ein Paragraphenreiter, aber der Begriff Antisemitismus, ist im Sprachgebrauch ganz klar zugewiesen, er wird in Bezug auf Juden verwendet und nicht in Bezug auf eine Nationalität, Sie können es auch islamofaschismus nennen, wenn Ihnen das eindringlicher erscheint. Zum Thema tragen Sie zwar nichts bei, aber wozu auch.

    Wieso müssen vor Moscheen keine Polizisten stehen? Könnte es etwas damit zu tun haben, wie sich Toleranz im Umgang mit anderen Glaubensgemeinschaften in bestimmten Religionen verhält?

    Natürlich muss man das unterscheiden, weil das 2 verschiedene Dinge sind. Der Antisemitismus in Europa ist ein innergesellschaftlicher Konflikt. Der AnitJUDAismus (das Wort halte ich für wesentlich präziser) der arabischen Völker ist ein territorialer Konflikt den zwischen verschiedenen Völkern den es erst seit dem 2. Weltkrieg gibt. Der Anitjudaismus ist also nichts weiter als Kriegspropaganda der Konfliktparteien. Der Antisemitismus wie wir ihn in Europa kennen, hat in der arabischen Welt keine wirkliche Tradition, da der „wahre Feind“ seit den Kreuzzügen immer das Christentum war.
    Also: Wenn wir gegen beide Formen des Antijudaismus an arbeiten wollen, müssen wir die unterschiedliche Art der Konflikte sehr wohl klar definieren.

    wikipedie über antisemitismus lesen würden, würden sie erfahren, dass antisemitismus sich nur eine judenfeindlichkeit bezieht - auschließlich. auch wenn araber semiten sind.

    • eras
    • 29.08.2012 um 21:22 Uhr

    "Araber können keine Antisemiten sein, da Araber ebenfalls Semiten sind. Es ist also in meinen Augen falsch in diesem Fall von Antisemitismus zu sprechen."

    Sie sind vermutlich die letzte Person, die sich der Tatsache verweigert, dass seit Jahrzehnten "Antisemitismus" in allen Sprachen für "Judenhass" steht. Das Araber auch Semiten sind, spielt in dem Zusammenhang keine Rolle.

    Das gleiche gilt übrigens auch im Fall von Antiamerikanismus. Dabei handelt es sich um eine feindliche Einstellung gegen die USA, obwohl "Amerika" ja noch ein paar andere Länder umfasst...

    mehr haben Sie nicht beizutragen, als diesen Nonsens?

    Ich bin ja auch gerne ein Paragraphenreiter, aber der Begriff Antisemitismus, ist im Sprachgebrauch ganz klar zugewiesen, er wird in Bezug auf Juden verwendet und nicht in Bezug auf eine Nationalität, Sie können es auch islamofaschismus nennen, wenn Ihnen das eindringlicher erscheint. Zum Thema tragen Sie zwar nichts bei, aber wozu auch.

    Wieso müssen vor Moscheen keine Polizisten stehen? Könnte es etwas damit zu tun haben, wie sich Toleranz im Umgang mit anderen Glaubensgemeinschaften in bestimmten Religionen verhält?

    Natürlich muss man das unterscheiden, weil das 2 verschiedene Dinge sind. Der Antisemitismus in Europa ist ein innergesellschaftlicher Konflikt. Der AnitJUDAismus (das Wort halte ich für wesentlich präziser) der arabischen Völker ist ein territorialer Konflikt den zwischen verschiedenen Völkern den es erst seit dem 2. Weltkrieg gibt. Der Anitjudaismus ist also nichts weiter als Kriegspropaganda der Konfliktparteien. Der Antisemitismus wie wir ihn in Europa kennen, hat in der arabischen Welt keine wirkliche Tradition, da der „wahre Feind“ seit den Kreuzzügen immer das Christentum war.
    Also: Wenn wir gegen beide Formen des Antijudaismus an arbeiten wollen, müssen wir die unterschiedliche Art der Konflikte sehr wohl klar definieren.

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, dapd
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