Rechtsextremismus

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen

Das Sonnenblumenhaus am Abend des 24. August 1992. Hier, neben der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber, lebten mehr als hundert ehemalige DDR-Vertragsarbeiter aus Vietnam.

Das Sonnenblumenhaus am Abend des 24. August 1992. Hier, neben der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber, lebten mehr als hundert ehemalige DDR-Vertragsarbeiter aus Vietnam.   |  © Martin Langer

Im August 1992 herrschen in der Zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber in Rostock katastrophale Zustände. Flüchtlinge müssen im Freien campieren, von den Behörden allein gelassen. Am 22.8. versammeln sich Tausende Rechtsradikale und Anwohner vor dem Haus, skandieren Nazi-Parolen. Zwei Tage später wird die Aufnahmestelle geräumt, jetzt werden die nebenan lebenden ehemaligen DDR-Vertragsarbeiter aus Vietnam zum Ziel der Rassisten. Brandsätze fliegen, die Polizei schaut zu, es ist reines Glück, dass niemand stirbt. Vier Tage dauern die Ausschreitungen.