WetterSonntag war der heißeste Tag des Jahres

Heiße Luft aus Afrika trieb die Temperaturen in Deutschland gen 40 Grad. In den kommenden Tagen wird es aber leicht abkühlen – im Norden gab es bereits erste Schauer.

Mit Temperaturen von fast 40 Grad ist der Sonntag der bisher heißeste Tag des Jahres in Deutschland. An der Spitze lagen nach den sehr warmen Nachmittagsstunden Saarbrücken mit 38,5 Grad und Bad Kreuznach mit 38,4 Grad, berichtete Meteorologe Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Auch in Trier, Köln und Koblenz gab es 37 Grad.

Hotspots am Nachmittag waren laut Meteomedia die Ortschaften Göllheim in Rheinland-Pfalz mit 39,2 Grad und Dillingen an der Saar mit 39,1 Grad. Die bislang höchste in Deutschland gemessene Temperatur betrug 40,2 Grad. Für die heißen Temperaturen waren das Hoch Achim und das Tief Xenja verantwortlich: Sie sorgten für den Zustrom heißer Luft aus Afrika nach Deutschland.

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In der kommenden Woche sollen die Temperaturen jedoch wieder leicht fallen. Im Norden kam am Sonntag bereits eine erste Abkühlung vom Himmel: Am Morgen habe es auf Sylt, in St. Peter-Ording und in Flensburg kurze Schauer und vereinzelt Gewitter gegeben, berichtete ein DWD-Sprecher.

Defekte Klimaanlagen führten bei der Bahn bundesweit zu mehreren Zugausfällen. Bis zum Nachmittag meldete das Unternehmen insgesamt acht gestrichene Verbindungen. Einem Bahnsprecher zufolge sei es dennoch nicht zu gravierenden Störungen oder Verzögerungen gekommen: "Wir sind relativ gut durch diesen heißen Sonntag gekommen." In einigen Zügen versagte die Klimaanlage in einzelnen Wagen. Beim Ausfall eines gesamten Zuges seien die Passagiere auf andere Verbindungen ausgewichen, hieß es.

Waldbrandgefahr auch in Deutschland

In Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) setzten den etwa 4.300 Zuschauern einer Kinovorstellung die Hitze im Freilicht-Bühnenkessel am Kalkberg zu. Mehr als ein Dutzend musste von Notärzten behandelt werden, knapp die Hälfte von ihnen sei ins Krankenhaus gekommen, berichtete ein Notarzt des Roten Kreuzes. Zur Abkühlung setzte die Feuerwehr Wassernebel ein.

Der Hitzeschub führte auch bereits zu Waldbrandgefahr in Deutschland. So flogen in Hessen und Bayern Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz zusätzliche Einsätze, um Brandherde rechtzeitig zu erkennen. Auch in Brandenburg und Niedersachsen herrschte mittlere bis hohe Waldbrandgefahr.

Wegen der Hitzewelle aus Afrika stiegen auch in Frankreich die Temperaturen auf über 40 Grad. In Montgivray im Departement Indre wurden nach Angaben des Wetterdienstes am Samstag 42,3 Grad gemessen – das ist der höchste Wert in der Nordhälfte des Landes seit Beginn der Aufzeichnungen.

In den Waldbrandregionen Südeuropas konnten die Einsatzkräfte am Wochenende einige gefährliche Feuer unter Kontrolle bringen. Im Garajonay-Nationalpark auf der spanischen Kanaren-Insel La Gomera versuchten die Löschmannschaften mit Hilfe von Schneisen zu verhindern, dass sich der verheerende Brand weiter ausbreitet. Nach Angaben der Behörden loderten kaum noch offene Flammen, allerdings gab es noch Glut am Boden. Auf der griechischen Insel Chios hatte die Feuerwehr am Sonntag die meisten Feuerfronten teils unter Kontrolle.

 
Leserkommentare
    • lufkin
    • 19.08.2012 um 20:18 Uhr

    Ich finde diese Temperaturen einfach nur unangenehm. Ich hab mich heute (36°C) den ganzen Tag in der Wohnung verkrochen, alle Fenster abgedunkelt und den Miefquirl angeworfen.
    Heute Nachmittag war ich nur kurz los n Eis holen und war nassgeschwitzt als ich zurück kam.
    Mir reichen Temperaturen von 15°C - 20°C und Sonne völlig aus...

    18 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Mir geht dieses dauernde Gejammer der Teutonen eh auf die Nerven. Ich bin durch meine Abstammung von Natur aus dunkler und ein sog. "Südländer", Wurzeln in Puerto Rico etc., darum muss ich wohl nicht dauernd damit kokettieren wie toll "Sonne" doch sei (anders kann ich es mir nicht erklären wie man sich freiwillig in die Sonne hockt, schwitzt, brät, und das toll findet).

    In den südlichen Ländern hockt ja nicht ohne Grund kein Mensch draußen bei der Mittagshitze. Ich verkriech mich immer in der hintersten Ecke im Eiscafe und habe ganz viel Platz und Ruhe für mich mit meinen Freunden - weil die ganzen bleichen Teutonen an der Straße mit Staub und Hitze hocken. Weil, das hat ja solchen südländischen Flair und haste nicht gesehen..

    Ich liebe den klassischen bayrischen Sommer. Mit zahlreichen Sonnentagen, die aber selten über 30°C hinausgehen, beeindruckenden Gewittern am Abend...die ewige Dürre in Südeuropa wäre nichts für mich. Und dieses Wochenende lässt mich von der Flucht nach Nordeuropa träumen, an einem grünen norwegischen Fjord im Schatten bei 25°C dösen.. das wärs jetzt. Stattdessen muss ich hier schwitzen. Puh!

    Trösten Sie sich. Ihr Schmuddelwetter bekommen Sie noch früh genug wieder. Der Sommer war eh schlecht, also was beschweren Sie sich? War doch überwiegend in Ihrem Sinne.

    Mir gefällt`s.

    • gorgo
    • 20.08.2012 um 6:56 Uhr

    Es interessiert mich ziemlich wenig, ab wieviel Grad Sie oder andere zu schwitzen anfangen.
    Prompt gefolgt von Jubel über die Hitze in "Gegenkommentaren" - die ersten zehn Kommentar finde ich schlicht zynisch, den Rest erspare ich mir.

    Wie wir alle bestens wissen, gehen in vielen Ländern Menschen am hierzulande mit verursachten Klimawandel zugrunde - eben jener Klimawandel, der sich in diesen Hitzewellen hier ein weiteres Mal unübersehbar macht.

    Scheint aber nicht mal erwähnenswert.

    Einfach zugrunde - direkt, aber vor allem indirekt durch Dürren, Vernichtung von Lebensgrundlagen, zunehmende Häufigkeit von Naturkatastrophen.

    Man kann sich das offenbar gut leisten in wohlhabenden Ländern, in denen es kein Problem gibt, noch eine Isolationsschicht aufzulegen und natürlich zur Abkühlung noch weitere Energie zu verbrennen, indem man klimatisiert, wenns einem zu bunt wird (siehe USA...).

    Für Naturkatastrophen haben wir ja hier zu Lande die Hausratsversicherung, der Rest der Welt kann einem da schon mal am A. vorbeigehen - solange der in einen Autositz passt, jedenfalls...

    Und die beste Isolationsschicht: Wenn man dran erinnert wird, einfach ein bischen über "Gutmenschen" hetzen - Hitze ist doch einfach toll...

    Mir geht dieses dauernde Gejammer der Teutonen eh auf die Nerven. Ich bin durch meine Abstammung von Natur aus dunkler und ein sog. "Südländer", Wurzeln in Puerto Rico etc., darum muss ich wohl nicht dauernd damit kokettieren wie toll "Sonne" doch sei (anders kann ich es mir nicht erklären wie man sich freiwillig in die Sonne hockt, schwitzt, brät, und das toll findet).

    In den südlichen Ländern hockt ja nicht ohne Grund kein Mensch draußen bei der Mittagshitze. Ich verkriech mich immer in der hintersten Ecke im Eiscafe und habe ganz viel Platz und Ruhe für mich mit meinen Freunden - weil die ganzen bleichen Teutonen an der Straße mit Staub und Hitze hocken. Weil, das hat ja solchen südländischen Flair und haste nicht gesehen..

    Ich liebe den klassischen bayrischen Sommer. Mit zahlreichen Sonnentagen, die aber selten über 30°C hinausgehen, beeindruckenden Gewittern am Abend...die ewige Dürre in Südeuropa wäre nichts für mich. Und dieses Wochenende lässt mich von der Flucht nach Nordeuropa träumen, an einem grünen norwegischen Fjord im Schatten bei 25°C dösen.. das wärs jetzt. Stattdessen muss ich hier schwitzen. Puh!

    Trösten Sie sich. Ihr Schmuddelwetter bekommen Sie noch früh genug wieder. Der Sommer war eh schlecht, also was beschweren Sie sich? War doch überwiegend in Ihrem Sinne.

    Mir gefällt`s.

    • gorgo
    • 20.08.2012 um 6:56 Uhr

    Es interessiert mich ziemlich wenig, ab wieviel Grad Sie oder andere zu schwitzen anfangen.
    Prompt gefolgt von Jubel über die Hitze in "Gegenkommentaren" - die ersten zehn Kommentar finde ich schlicht zynisch, den Rest erspare ich mir.

    Wie wir alle bestens wissen, gehen in vielen Ländern Menschen am hierzulande mit verursachten Klimawandel zugrunde - eben jener Klimawandel, der sich in diesen Hitzewellen hier ein weiteres Mal unübersehbar macht.

    Scheint aber nicht mal erwähnenswert.

    Einfach zugrunde - direkt, aber vor allem indirekt durch Dürren, Vernichtung von Lebensgrundlagen, zunehmende Häufigkeit von Naturkatastrophen.

    Man kann sich das offenbar gut leisten in wohlhabenden Ländern, in denen es kein Problem gibt, noch eine Isolationsschicht aufzulegen und natürlich zur Abkühlung noch weitere Energie zu verbrennen, indem man klimatisiert, wenns einem zu bunt wird (siehe USA...).

    Für Naturkatastrophen haben wir ja hier zu Lande die Hausratsversicherung, der Rest der Welt kann einem da schon mal am A. vorbeigehen - solange der in einen Autositz passt, jedenfalls...

    Und die beste Isolationsschicht: Wenn man dran erinnert wird, einfach ein bischen über "Gutmenschen" hetzen - Hitze ist doch einfach toll...

    • joG
    • 19.08.2012 um 20:26 Uhr

    ....dieses Wetter.

    2 Leserempfehlungen
  1. mehreren Zugausfällen"

    na das war ja auch total klar - die Klimaanlagen der Bahn funktionieren auch nur, wenn es normal warm ist - also man eigentlich auch keine Klimaanlage bräuchte...

    wieder so ein Punkt, an dem ich mich freue, meine Bahncard gekündigt zu haben...

    15 Leserempfehlungen
  2. Dieses Problem ist seit drei Sommern bekannt und der zuständige Verkehrsminister Ramsauer tut – GAR NICHTS. Stattdessen lässt er heute seine PR-Fuzzis die Vorab-Wahlkampf-Meldung streuen, er plane, unterschiedliche Ortskürzel bei Kfz-Kennzeichen zu erlauben, um "die Heimatliebe der Bürger" zu fördern.

    Quelle:

    http://www.spiegel.de/aut...

    18 Leserempfehlungen
  3. Perfektes Wetter für alle Medizin und Pharmaziestudenten, die am Dienstag ihr erstes Staatsexamen schreiben... War wirklich schön heute zu lernen.

    3 Leserempfehlungen
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    Viel Erfolg am Dienstag!

    ich drücke die Daumen!

    ..sowas ist wahrhaftig ätzend!

    Viel Erfolg am Dienstag!

    ich drücke die Daumen!

    ..sowas ist wahrhaftig ätzend!

  4. Mir geht dieses dauernde Gejammer der Teutonen eh auf die Nerven. Ich bin durch meine Abstammung von Natur aus dunkler und ein sog. "Südländer", Wurzeln in Puerto Rico etc., darum muss ich wohl nicht dauernd damit kokettieren wie toll "Sonne" doch sei (anders kann ich es mir nicht erklären wie man sich freiwillig in die Sonne hockt, schwitzt, brät, und das toll findet).

    In den südlichen Ländern hockt ja nicht ohne Grund kein Mensch draußen bei der Mittagshitze. Ich verkriech mich immer in der hintersten Ecke im Eiscafe und habe ganz viel Platz und Ruhe für mich mit meinen Freunden - weil die ganzen bleichen Teutonen an der Straße mit Staub und Hitze hocken. Weil, das hat ja solchen südländischen Flair und haste nicht gesehen..

    Ich liebe den klassischen bayrischen Sommer. Mit zahlreichen Sonnentagen, die aber selten über 30°C hinausgehen, beeindruckenden Gewittern am Abend...die ewige Dürre in Südeuropa wäre nichts für mich. Und dieses Wochenende lässt mich von der Flucht nach Nordeuropa träumen, an einem grünen norwegischen Fjord im Schatten bei 25°C dösen.. das wärs jetzt. Stattdessen muss ich hier schwitzen. Puh!

    25 Leserempfehlungen
    Antwort auf "unangenehm..."
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    meckern aber auch nur über dieses Wetter im eigenen Land - kaum fahren sie in den Urlaub freuen sie sich über exakt dieses. Es zeigt nur die seltsame Ablehnungshaltung gegenüber dem eigenen Land, hat mit dem Wetter wahrscheinlich nichtmal so viel zu tun...

    ... und hasse diese schwuele Hitze. Bei so einem Wetter sieht man mich nur im Schatten. Ich bin doch nicht bloed und treib' mich bei so einem Wetter draussen rum.

    Und ja, meine Mutter stammt aus dem hohen Norden. Ich bin bleich und blond, und wuerde es gerne bleiben. Wenn Norwegen und Schweden nur nicht so verdammt teuer waeren...

    ;)

    meckern aber auch nur über dieses Wetter im eigenen Land - kaum fahren sie in den Urlaub freuen sie sich über exakt dieses. Es zeigt nur die seltsame Ablehnungshaltung gegenüber dem eigenen Land, hat mit dem Wetter wahrscheinlich nichtmal so viel zu tun...

    ... und hasse diese schwuele Hitze. Bei so einem Wetter sieht man mich nur im Schatten. Ich bin doch nicht bloed und treib' mich bei so einem Wetter draussen rum.

    Und ja, meine Mutter stammt aus dem hohen Norden. Ich bin bleich und blond, und wuerde es gerne bleiben. Wenn Norwegen und Schweden nur nicht so verdammt teuer waeren...

    ;)

  5. Plötzlich ist einem glasklar, warum die Sonne in den südlicheren Sprachen männlichen Geschlechts (z.B. "el sol" im Spanischen) ist.

    Eine Leserempfehlung
  6. Viel Erfolg am Dienstag!

    8 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Staatsexamen"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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