Gewalttat im Kino: Psychiaterin soll vor Colorado-Attentäter gewarnt haben
Der Tod von zwölf Menschen in einem Kino wäre möglicherweise zu verhindern gewesen. Zumindest die Landes-Universität war vor dem Täter gewarnt.
© Joe Raedle/Getty Images

Trauernde in Colorado
Die frühere Psychiaterin des Gewalttäters von Colorado hat einem Medienbericht zufolge bereits Wochen vor den Schüssen in einem Kino Bedenken zum Verhalten ihres Patienten geäußert. Wie der Sender KMGH-TV berichtete, informierte Lynne Fenton bereits in der ersten Juni-Hälfte ein zuständiges Team an der Universität von Colorado darüber.
Das Team zur Einschätzung von Gefahren an der Uni habe jedoch nie getagt, weil der mittlerweile des Mordes angeklagte James Holmes damals bereits den Abbruch seines Studiums vorbereitet habe.
Der Sender berief sich auf ungenannte Quellen. Es blieb aber unklar, wozu genau sich Fenton in ihren Gesprächen mit Mitgliedern der Gruppe äußerte. Möglich sei, dass ihr Patient sie über Pläne der Tat informiert habe, zitierte der Sender einen Informanten. Fenton soll auf Schizophrenie und andere psychische Erkrankungen spezialisiert und zudem Mitarbeiterin der Universität sein.
Vertrauliche Mitteilungen
Wie bereits bekannt wurde, soll Holmes ihr einen Notizblock mit Zeichnungen und Illustrationen des Massakers gegeben haben. Diese Unterlagen sind derzeit beim Gericht, Holmes Anwälte fordern sie zurück. Sie betrachten das Material als Vertrauliche Mitteilung Holmes' an seine Psychiaterin.
Der Student der Neurowissenschaften ist angeklagt, in der Nacht zum 20. Juli in einem Kino in Aurora nahe Denver im US-Bundesstaat Colorado während der Premiere des neuen Batman-Films zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt zu haben.
Die Staatsanwalt legte ihm insgesamt 142 Anklagepunkte zur Last, darunter auch versuchten Mord, "verwerfliche Gleichgültigkeit" und Sprengstoffbesitz.






Wieso konnte er dann Waffen kaufen?
"The following list of prohibited persons are ineligible to own firearms under the Brady Handgun Violence Prevention Act."
(...)
"Those adjudicated as mental defectives or incompetents or those committed to any mental institution and currently containing a dangerous mental illness."
http://en.wikipedia.org/w...
Hat die Psychologin nicht die Behörden informiert?
Im übrigen bitte den Namen des Täters nicht mehr erwähnen! Das ist wichtig, weil diese Täter wohl auf Publicity aus sind, die sie wegen möglicher Nachahmer nicht bekommen sollten.
Der Täter von Aurora hat ja ebenfalls deutlich Bezug auf den Täter von Utoya genommen. Anschlagsdatum sehr nahe am Jahrestag des Utoya Anschlags! Ebenfalls eine Kombination aus Bombe und Schiesserei. Kleidung nach manchen Berichten ebenfalls Polizeiähnlich. Lies sich ebenfalls widerstandslos lebend fest nehmen. Letzteres ist extrem untypisch für Amokläufer.
Das ist meiner Meinung nach genug um erst mal von einem Nachahmungstäter auszugehen.
... aber bei jedem alarmierenden Zeichen eines Patienten die Behörde zu informieren, wäre von keiner Seite aus wünschenswert. Menschen in schweren psychischen Situationen sagen und denken nunmal Dinge, die unbegreifbar für uns sind. Aber das letztendlich etwas passiert, ist genauso selten, wie ein Amoklauf nach einem PC-Spiel, einem schlechten Film, usw. usf.
Man darf besonders in der Psychiatrie nicht die notwendige Diskretion verletzten und alles bedenkliche gleich behördenbekannt machen. Damit scheißt man einerseits auf die Privatssphäre eines Einzelnen, verletzt ihn durch Missachtung des Vertrauensverhältnis, prangert ihn öffentlich an und verliert ihn mit großer Wahrscheinlichkeit als Patient. Das würde nur zu viel mehr schaden führen!
Aber das ist ja bezeichnend. Kaum passiert etwas wird irgendein Schuldiger gesucht; ich jedenfalls sehe eher Versagen in der Politik als bei einer Schulpsychiaterin, welche hunderte von Patienten hat.
I'm currently containing a dangerous mental illness, NOT
Er hat wohl gelogen und wie es scheint, die Waffen nicht legal erworben.
Für die Waffengegner wäre das ein gefundenes Fressen, dass die Regelungen zu lau sind. Ist es bspw. verpflichtend für einen Psychiater/Therapeuten geregelt, solche Personen zu melden (oder für einen Waffenschein sich verpflichtend in Behandlung begeben zu müssen)?
Mutmaßlich stürmen wir einer Mammutveranstaltung entgegen, an deren Ende der Täter freigesprochen wird (Verfahrensfehler) und die Universität oder die Therapeutin wegen Mordes angeklagt wird.
Schaun mer mal
... aber bei jedem alarmierenden Zeichen eines Patienten die Behörde zu informieren, wäre von keiner Seite aus wünschenswert. Menschen in schweren psychischen Situationen sagen und denken nunmal Dinge, die unbegreifbar für uns sind. Aber das letztendlich etwas passiert, ist genauso selten, wie ein Amoklauf nach einem PC-Spiel, einem schlechten Film, usw. usf.
Man darf besonders in der Psychiatrie nicht die notwendige Diskretion verletzten und alles bedenkliche gleich behördenbekannt machen. Damit scheißt man einerseits auf die Privatssphäre eines Einzelnen, verletzt ihn durch Missachtung des Vertrauensverhältnis, prangert ihn öffentlich an und verliert ihn mit großer Wahrscheinlichkeit als Patient. Das würde nur zu viel mehr schaden führen!
Aber das ist ja bezeichnend. Kaum passiert etwas wird irgendein Schuldiger gesucht; ich jedenfalls sehe eher Versagen in der Politik als bei einer Schulpsychiaterin, welche hunderte von Patienten hat.
I'm currently containing a dangerous mental illness, NOT
Er hat wohl gelogen und wie es scheint, die Waffen nicht legal erworben.
Für die Waffengegner wäre das ein gefundenes Fressen, dass die Regelungen zu lau sind. Ist es bspw. verpflichtend für einen Psychiater/Therapeuten geregelt, solche Personen zu melden (oder für einen Waffenschein sich verpflichtend in Behandlung begeben zu müssen)?
Mutmaßlich stürmen wir einer Mammutveranstaltung entgegen, an deren Ende der Täter freigesprochen wird (Verfahrensfehler) und die Universität oder die Therapeutin wegen Mordes angeklagt wird.
Schaun mer mal
... aber bei jedem alarmierenden Zeichen eines Patienten die Behörde zu informieren, wäre von keiner Seite aus wünschenswert. Menschen in schweren psychischen Situationen sagen und denken nunmal Dinge, die unbegreifbar für uns sind. Aber das letztendlich etwas passiert, ist genauso selten, wie ein Amoklauf nach einem PC-Spiel, einem schlechten Film, usw. usf.
Man darf besonders in der Psychiatrie nicht die notwendige Diskretion verletzten und alles bedenkliche gleich behördenbekannt machen. Damit scheißt man einerseits auf die Privatssphäre eines Einzelnen, verletzt ihn durch Missachtung des Vertrauensverhältnis, prangert ihn öffentlich an und verliert ihn mit großer Wahrscheinlichkeit als Patient. Das würde nur zu viel mehr schaden führen!
Aber das ist ja bezeichnend. Kaum passiert etwas wird irgendein Schuldiger gesucht; ich jedenfalls sehe eher Versagen in der Politik als bei einer Schulpsychiaterin, welche hunderte von Patienten hat.
die deutschen Empfehlungen zur "Amoklagenprävention" beeinhalten Meldung und Aufsuchen genau solcher Persönlichkeiten! (Natürlich sind dann noch weitere Parameter erfüllt, aber das werde ich hier nicht schreiben)
Und das hat schon wiederholt (in Deutschland)sehr gut funktioniert!
Der Täter ist im vorliegenden Fall offenkundig, ob es im Meldewesen zu vermeidbarem Versagen gekommen ist, dürfte noch zu ermitteln sein...
MfG KM
FreiheitsGeist meint:"Kaum passiert etwas wird irgendein Schuldiger gesucht;..."
Da müssen Sie sich an die Antiwaffenlobby wenden. Die haben das los getreten.
die deutschen Empfehlungen zur "Amoklagenprävention" beeinhalten Meldung und Aufsuchen genau solcher Persönlichkeiten! (Natürlich sind dann noch weitere Parameter erfüllt, aber das werde ich hier nicht schreiben)
Und das hat schon wiederholt (in Deutschland)sehr gut funktioniert!
Der Täter ist im vorliegenden Fall offenkundig, ob es im Meldewesen zu vermeidbarem Versagen gekommen ist, dürfte noch zu ermitteln sein...
MfG KM
FreiheitsGeist meint:"Kaum passiert etwas wird irgendein Schuldiger gesucht;..."
Da müssen Sie sich an die Antiwaffenlobby wenden. Die haben das los getreten.
I'm currently containing a dangerous mental illness, NOT
Er hat wohl gelogen und wie es scheint, die Waffen nicht legal erworben.
Für die Waffengegner wäre das ein gefundenes Fressen, dass die Regelungen zu lau sind. Ist es bspw. verpflichtend für einen Psychiater/Therapeuten geregelt, solche Personen zu melden (oder für einen Waffenschein sich verpflichtend in Behandlung begeben zu müssen)?
Mutmaßlich stürmen wir einer Mammutveranstaltung entgegen, an deren Ende der Täter freigesprochen wird (Verfahrensfehler) und die Universität oder die Therapeutin wegen Mordes angeklagt wird.
Schaun mer mal
die deutschen Empfehlungen zur "Amoklagenprävention" beeinhalten Meldung und Aufsuchen genau solcher Persönlichkeiten! (Natürlich sind dann noch weitere Parameter erfüllt, aber das werde ich hier nicht schreiben)
Und das hat schon wiederholt (in Deutschland)sehr gut funktioniert!
Der Täter ist im vorliegenden Fall offenkundig, ob es im Meldewesen zu vermeidbarem Versagen gekommen ist, dürfte noch zu ermitteln sein...
MfG KM
... genauso gut kann man jeden PC-Spieler 'melden'. Merken Sie etwas? Das ist ein Generalverdacht für eine bestimmte Gruppe! Und bei der niedrigen Warscheinlichkeit, die sich bei 0,00000001% aller Patienten ansiedelt -- wenn nicht so gar weniger -- das verpflichtend zu machen? Sorry, blöder Aktionismus, sonst nichts. Und schadend für andere Menschen sowieso. Aber der Zweck heiligt ja die Mittel, gell?
... genauso gut kann man jeden PC-Spieler 'melden'. Merken Sie etwas? Das ist ein Generalverdacht für eine bestimmte Gruppe! Und bei der niedrigen Warscheinlichkeit, die sich bei 0,00000001% aller Patienten ansiedelt -- wenn nicht so gar weniger -- das verpflichtend zu machen? Sorry, blöder Aktionismus, sonst nichts. Und schadend für andere Menschen sowieso. Aber der Zweck heiligt ja die Mittel, gell?
... genauso gut kann man jeden PC-Spieler 'melden'. Merken Sie etwas? Das ist ein Generalverdacht für eine bestimmte Gruppe! Und bei der niedrigen Warscheinlichkeit, die sich bei 0,00000001% aller Patienten ansiedelt -- wenn nicht so gar weniger -- das verpflichtend zu machen? Sorry, blöder Aktionismus, sonst nichts. Und schadend für andere Menschen sowieso. Aber der Zweck heiligt ja die Mittel, gell?
wenn Sie eine hinreichend tiefgründige Auseinandersetzung mit der, bisher erfolgreichen, Prävention scheuen, bleibt das Ihr Problem.
Selbst die Landespolizeien und Schulbehörden sind hier schon wesentlich weiter!
Einen "Generalverdacht" gibts dabei garnicht, und das ist anch meinem Sachstand auch unzweckmäßig.
MfG KM
wenn Sie eine hinreichend tiefgründige Auseinandersetzung mit der, bisher erfolgreichen, Prävention scheuen, bleibt das Ihr Problem.
Selbst die Landespolizeien und Schulbehörden sind hier schon wesentlich weiter!
Einen "Generalverdacht" gibts dabei garnicht, und das ist anch meinem Sachstand auch unzweckmäßig.
MfG KM
wenn Sie eine hinreichend tiefgründige Auseinandersetzung mit der, bisher erfolgreichen, Prävention scheuen, bleibt das Ihr Problem.
Selbst die Landespolizeien und Schulbehörden sind hier schon wesentlich weiter!
Einen "Generalverdacht" gibts dabei garnicht, und das ist anch meinem Sachstand auch unzweckmäßig.
MfG KM
"verwerfliche Gleichgültigkeit" - geiler Vorwurf! Ich dachte ja immer, dass solche eher absurden Anklagepunkte für Fälle vorbehalten sind, denen man partout keine richtigen Tatbestände nachweisen kann. Aber das ist bei dem Kerl ja wohl kaum der Fall...
FreiheitsGeist meint:"Kaum passiert etwas wird irgendein Schuldiger gesucht;..."
Da müssen Sie sich an die Antiwaffenlobby wenden. Die haben das los getreten.
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