München: Bomben-Sprengung richtet große Schäden an
München-Schwabing sieht aus "wie nach einer Straßenschlacht": Die gezielte Sprengung einer Fliegerbombe hat massive Schäden angerichtet. Mehrere Häuser sind unbewohnbar.
Die gezielte Sprengung einer Weltkriegsbombe im Münchner Stadtteil Schwabing hat massive Gebäudeschäden angerichtet. Eine Haushälfte sei fast komplett ausgebrannt, sagte der Branddirektor der Münchner Feuerwehr, Jörg Fiebach. Viele Glasscheiben in der Umgebung seien zu Bruch gegangen. Menschen seien nicht verletzt worden.
Die Schadenshöhe ist noch unklar, dürfte aber im Millionenbereich liegen. Nach einer Mitteilung der Stadtverwaltung sind mehrere Häuser unbewohnbar. Mindestens 17 Häuser seien beschädigt, die Statiker überprüfen die Gebäude.
Nach gescheiterten Entschärfungsversuchen war der 250 Kilogramm schwere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg am Dienstagabend kontrolliert gesprengt worden. Dabei stieg eine riesige Feuersäule auf. Nach Angaben der Stadt fingen mehrere Dächer Feuer, vereinzelt brannte es auch in den Häusern. Gebäudeteile stürzten auf die Straße, brennendes Dämmmaterial verteilte sich weiträumig in der Umgebung.
Fiebach sagte, die Feuerwehr sei mit 200 Einsatzkräften ausgerückt und habe die Lage rasch unter Kontrolle gehabt. Die Detonation sei "glimpflich" verlaufen, die Schutzmaßnahmen hätten gut gegriffen. Um die Druckwelle abzufangen, war ein Wall aus Sandsäcken und Heu um die Bombe errichtet worden.
Messerscharfe Bombensplitter
Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer sagte, "messerscharfe Bombensplitter" seien noch in einer Entfernung von 300 Metern gefunden worden. Die Räumung der Umgebung in einem Sicherheitsradius von 1.000 Metern habe sich als richtig erwiesen. Noch in der Nacht zu Mittwoch konnten die ersten Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die engere Sperrzone um den Sprengort durfte allerdings nur in Begleitung von Einsatzkräften betreten werden.
Wie nach einer Straßenschlacht
Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) sagte nach einer Begehung des Viertels, es sehe aus "wie nach einer Straßenschlacht". Bei der Stadt München prüft die Rechtsabteilung, wer für die Schäden aufkommt. Ude nannte dies eine "schwierige Rechtsfrage, die wahrscheinlich noch gutachterlich zu klären sein wird". Zugleich sagte er: "Selbstverständlich bekommen die Betroffenen Schadensersatz."
Peter Lueg vom Münchner Kreisverwaltungsreferat betonte, Amtshaftungsansprüche gegen die Stadt gebe es nicht. Die Sprengung sei "nach allen Regeln der Kunst" erfolgt, Folgeschäden seien unvermeidbar gewesen. Er sprach von einem "Fall höherer Gewalt in Form von Kriegsspätfolgen". Lueg sicherte eine schnelle Prüfung der rechtlichen Fragen zu.
Die Bombe mit dem komplizierten Säurezünder war Montagmittag bei Bauarbeiten auf dem früheren Gelände der Kultkneipe Schwabinger 7 gefunden worden. 2.500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, Hunderte mussten in Notunterkünften übernachten. Für die Entschärfung war am Dienstag eigens ein Sprengmeister aus Brandenburg angereist.







aber wäre es nicht möglich eine Art Kanonenrohr aus Stahlbeton oder Stahl über/um die Bombe zu legen, bevor man sie zündet, um den Explosionsdruck nach oben abzuleiten?
eien Detonationskammer welche die Umsetzung von ca. 100 kg Ladung aushält ist nicht aufzubauen.
Zudem bestand hier die Gefahr das den Langzeitzünder mit solchen Baumaßnahmen vorzeitig auszulösen.
MfG KM
eien Detonationskammer welche die Umsetzung von ca. 100 kg Ladung aushält ist nicht aufzubauen.
Zudem bestand hier die Gefahr das den Langzeitzünder mit solchen Baumaßnahmen vorzeitig auszulösen.
MfG KM
Natürlich ist die Sprengung einer solchen Bombe in einem Wohngebiet ein sehr schwieriges unterfangen. Mich wundert aber trotzdem die Schadenshöhe. Angefangen bei den Häuserbränden bis zur Zerstörung von Schaufensterscheiben.
Natürlich kann dabei auch mal eine Scheibe zu Bruch gehen, aber hätte man die Ware (Kleidung) im Verkaufsraum nicht vor den Glasscherben schützen können? Die ist jetzt unverkäuflich.
Sofort nach der Entdeckung der Bombe wurde eine Sperrzone eingerichtet. Die Evakuierung fand nachts statt. Betroffene hatten oft nicht einmal Zeit, das Wichtigste einzupacken, geschweige denn, ganze Warensortimente zu sichern.
Sofort nach der Entdeckung der Bombe wurde eine Sperrzone eingerichtet. Die Evakuierung fand nachts statt. Betroffene hatten oft nicht einmal Zeit, das Wichtigste einzupacken, geschweige denn, ganze Warensortimente zu sichern.
Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.
das war eine ziemlich schwierige "low-order" Detonation.
Angesichts der Zünder-Konfiguration kann noch quasi im Auslösevorgang der Ansprengung die Zündkette ansprechen und im schlimmsten Fall die Hauptladung komplett umsetzen, dann aber als starke Detonation.
Das genau dies möglicherweise zum einem kleinen Teil eingetreten ist, dafür spricht u..a die Wurfweite der Hüllteile insofern diese wirklich scharfkantig sind. Das läßt sich aber nur am frischen Bruch im Auflichtmikroskop vernünftig beurteilen.
Der Rußantrag spricht auch dafür das ein erheblicher Teil der Ladung mit negativer Sauerstoffbilanz deflagrierte; problematisch ist bei solchen sprengtechnischen Öffnungen aber immer die Tatsache das die Sprengstelle erheblich mit Rückständen von ziemlich giftigen Sprengstoffen kontaminiert wird.
Viel besser hätts so wohl kaum ablaufen können.
MfG KM
Da lassen wir dann nächstes Mal Sie dran! Aber wahrscheinlich haben Sie keine Zeit, als Universalexperte...
das war eine ziemlich schwierige "low-order" Detonation.
Angesichts der Zünder-Konfiguration kann noch quasi im Auslösevorgang der Ansprengung die Zündkette ansprechen und im schlimmsten Fall die Hauptladung komplett umsetzen, dann aber als starke Detonation.
Das genau dies möglicherweise zum einem kleinen Teil eingetreten ist, dafür spricht u..a die Wurfweite der Hüllteile insofern diese wirklich scharfkantig sind. Das läßt sich aber nur am frischen Bruch im Auflichtmikroskop vernünftig beurteilen.
Der Rußantrag spricht auch dafür das ein erheblicher Teil der Ladung mit negativer Sauerstoffbilanz deflagrierte; problematisch ist bei solchen sprengtechnischen Öffnungen aber immer die Tatsache das die Sprengstelle erheblich mit Rückständen von ziemlich giftigen Sprengstoffen kontaminiert wird.
Viel besser hätts so wohl kaum ablaufen können.
MfG KM
Da lassen wir dann nächstes Mal Sie dran! Aber wahrscheinlich haben Sie keine Zeit, als Universalexperte...
eien Detonationskammer welche die Umsetzung von ca. 100 kg Ladung aushält ist nicht aufzubauen.
Zudem bestand hier die Gefahr das den Langzeitzünder mit solchen Baumaßnahmen vorzeitig auszulösen.
MfG KM
sondern von einem nach oben offenen Zylinder, der den Druck entweichen lässt
sondern von einem nach oben offenen Zylinder, der den Druck entweichen lässt
das war eine ziemlich schwierige "low-order" Detonation.
Angesichts der Zünder-Konfiguration kann noch quasi im Auslösevorgang der Ansprengung die Zündkette ansprechen und im schlimmsten Fall die Hauptladung komplett umsetzen, dann aber als starke Detonation.
Das genau dies möglicherweise zum einem kleinen Teil eingetreten ist, dafür spricht u..a die Wurfweite der Hüllteile insofern diese wirklich scharfkantig sind. Das läßt sich aber nur am frischen Bruch im Auflichtmikroskop vernünftig beurteilen.
Der Rußantrag spricht auch dafür das ein erheblicher Teil der Ladung mit negativer Sauerstoffbilanz deflagrierte; problematisch ist bei solchen sprengtechnischen Öffnungen aber immer die Tatsache das die Sprengstelle erheblich mit Rückständen von ziemlich giftigen Sprengstoffen kontaminiert wird.
Viel besser hätts so wohl kaum ablaufen können.
MfG KM
Das sind die Auswirkungen beim Sprengen einer Bombe. Im II.Weltkrieg wurde Unmengen davon auf die Menschen geworfen.Was ein Alptraum.
Entfernt. Verzichten Sie auf polemische und tendenziöse Äußerungen. Die Redaktion/mak
Entfernt. Verzichten Sie auf polemische und tendenziöse Äußerungen. Die Redaktion/mak
Stroh besitzt hervorragende Absorptionseigenschaften bei Detonationsdruckwellen.
Hier die Erklärung:
http://www.focus.de/panor...
Also bitte nicht den ganzen (schwachsinnigen) Leser-Kommentaren auf diversen Seiten hinterherlaufen...
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