New YorkTote bei Schießerei vor dem Empire State Building

Vor dem Empire State Building in New York hat ein Mann auf mehrere Menschen geschossen, es gibt mindestens zwei Tote. Der Schütze hatte offenbar seinen Job verloren. von afp und reuters

Vor dem Empire State Building in New York sind bei einer Schießerei mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Nach Angaben der Polizei gab es einen bewaffneten Täter, der von Polizisten erschossen wurde. Das zweite Opfer sei ein ehemaliger Arbeitskollege des Täters gewesen. Zuvor hatte es geheißen, eine 41-jährige Frau sei erschossen worden.

Der Sender CBS berichtete von zwei Toten und neun Verletzten . Fünf der Angeschossenen seien schwer und vier leichter verletzt, hieß es. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg schließt nicht aus, dass einige der neun Verletzten von Polizeischüssen getroffen wurden.

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Wie die Polizei mitteilte, gebe es keinen Hinweis auf einen Terror-Anschlag. Dem Schützen war nach Angaben von Bloomberg vor etwa einem Jahr von seiner Firma gekündigt worden. Bei ihm handele es sich um einen 53-jährigen Mann. Nach einem Streit in seiner Firma habe er auf der Fifth Avenue auf seinen früheren Arbeitskollegen geschossen. Danach habe er seine Waffe auf einen Polizisten gerichtet, sagte Bloomberg.

Nach Angaben der Polizei wurden die Passanten auf der Straße kurz nach 9.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) auf dem Bürgersteig der Fifth Avenue vor dem Wolkenkratzer angegriffen. Zeugen beschrieben chaotische Szenen: "Ich saß draußen und hörte drei Schüsse und sah, wie Menschen vom Empire State Building weg die Park Avenue hoch rannten", sagte eine Frau dem Sender CBS . Es seien zehn bis 15 Schüsse gefallen.

Der 381 Meter hohe Wolkenkratzer aus den 1930er Jahren ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in New York. Es ist mit jährlich etwa 3,5 Millionen Besuchern nach dem Eiffelturm in Paris das meistbesuchte Gebäude der Welt.

In den USA hatte es in den vergangenen Monaten mehrere aufsehenerregende Schießereien gegeben. Mitte des Monats kamen in der Nähe einer Universität im Bundesstaat Texas drei Menschen ums Leben. Anfang August war ein Ex-Soldat in einen Sikh-Tempel in Wisconsin eingedrungen und hatte sechs Menschen getötet, bevor er selbst von einem Polizisten erschossen wurde. Ende Juli stürmte ein Mann ein Kino im Bundesstaat Colorado und erschoss zwölf Menschen.
 

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Leserkommentare
  1. Also nur wieder eine handelsübliche Schießerei. In jüngster Zeit häufen sich derartige Vorfälle. Ich bin gespannt, wie viel Opfer den Amis ihre Narrenfreiheit bzgl. des Waffenbesitzes wert ist.

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    "Ich bin gespannt, wie viel Opfer den Amis ihre Narrenfreiheit bzgl. des Waffenbesitzes wert ist."

    Wieder die übliche Leier. In Neuss hat einer gerade seine Frau und seine beiden Kinder erschossen. Und es hätte absolut nichts gegeben was man mit dem Waffengesetz dagegen hätte tun können, denn der Mörder hat sich einfach nicht ans Waffengesetz gehalten.

    Und nun?

    • Obscuro
    • 24. August 2012 17:38 Uhr

    Das häuft sich nicht.
    Das passiert in den USA jeden Tag. Es wird nur neuerdings verstärkt auch bei uns darüber berichtet.
    Man hat erkannt das ein Klima der Angst das Regieren deutlich erleichtert.

    Ich bin immer noch der Meinung das man die Berichterstattung über Amokläufe in den USA hier bei uns einstellen sollte. Die werden ihre Waffengesetze genauso behalten wie wir unsere Autobahnen ohne Tempobeschränkungen.

    Also mal wider ein Fall den man mit den Worten.

    "Wären die Passanten bewaffnet gewesen, wäre es nicht so weit gekommen."

    zusammenfassen kann. Ein paar Tote und das Waffengesetz wird nicht verändert. Im vielen foren kommen wieder die "waffen töten nicht, Mentschen töten." und die "Was wenn sich Töter nicht ans Gesetz halten, also nützen härtere gesetze auch nichts." zu wort und in ein paar wochen dann die Nächste Schiesserei.

    -------------------- S A T I E R E ------------------------

    Mein Mitgefühl an die Verwanten der opfer und an die Opfer.

    Es ist schön zu sehen das wir in Deutschland noch immer an eine Staatlichengewaltmonopol glauben und bei uns Leute schon verhaftet werden können wenn sie mit scharfen Waffen in der Gegend rumlaufen. Es kann zwar nicht immer halfen, aber dennoch scheint es meist zu helfen.

    Aber die USA ist nicht Deutschland und so lieben die amerikaner nun mal ihr Waffengesetz, auch wenn man dann halt mal Vollautomatischen sturmgewehre legal kaufen kann, und waffenscheine im Online Schnelltest machen kann. Jedes Land muss selber wissen ob seine Gesetze so richtig sind oder nicht.

    Ich persönlich mag die Deutschen Gesetze zu diesen Tema und auch die Idee das der Staat den Bürger beschützen sollte und der Bürger das nicht permanent selbst mit Waffengewalt übernehmen sollte, und so keine Waffen braucht, auser in ausnahmefällen die ja beantragbar sind.

    • abot
    • 24. August 2012 16:33 Uhr

    Wie kann denn das schon wieder passieren? Der erste Amoklauf auf dem Empire State Building geschah am 23. Februar 1997 auf der Ausguckplattform im 86. Stock. Danach wurden Metaldetektoren und X-ray Maschinen eingebaut und ab dem 11. September 2001 wurde jeder der rein wollte wie ein potentieller Terrorist abgefertigt inkl. Schuheausziehen. Damals wurde ein junger Mann (Mitglied einer dänischen Rockband) getötet und ein anderer schwer verletzt.

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    • Afa81
    • 24. August 2012 16:55 Uhr

    "Die Opfer seien kurz nach 9.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) auf dem Bürgersteig der Fifth Avenue vor dem Wolkenkratzer angegriffen worden." - Betonung liegt auf VOR dem Wolkenkratzer.

    • cagy
    • 24. August 2012 17:33 Uhr

    Ich nehme jetzt mal ein anderes, drastischeres Beispiel dafür, dass die Sicherheitsmaßnahmen lächerlich sind.
    Ich werde hier keine Namen nennen, möchte Ihnen aber mal eine Geschichte eines Freundes erzählen.
    Ein Freund - Student - besuchte einen seiner Freunde in New York vor gut 1-2 Jahren. Eines der großen Ziele war der Besuch des Neubaus am Ground Zero. Höchste Sicherheitsbestimmungen sollen dort ja herrschen - genau.
    Fehlanzeigen, die beiden haben sich einen Presseausweiß gefälscht mit einem Unternehmen welches es nicht einmal gibt.
    Und nun dürfen Sie raten, ob die beiden gefilzt/ aufgehalten wurden.
    Nein, wurden sie nicht - und zur Freude darüber machten sie noch ein schönes Foto.

    Was ich sagen will - es wird von oben gerne gut organisiert, aber es sind noch kleinere Teile, die nicht funktionieren können. In dem Fall möchte ich einfach dem Sicherheitspersonal Versagen vorwerfen.

    War selber nach dem 11. Sep. in NY und auch auf dem EpSB. Es wurden Kontrollen durchgeführt,aber wie ein potentieller Terrorist musste man sich nicht fühlen. Es wird alles nett und professionell gemacht, schade wenn du damit nicht umgehen kannst.

    • Bashu
    • 24. August 2012 16:45 Uhr

    einfach so im Einkaufswagen, neben anderen Alltagsgütern wie Bio-Eiern und der Cornflakes Packung, in so einem Land sind die Gewaltexzesse doch hausgemacht.

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    in einem Land mit scharfen Waffengesetzen zu leben, da passiert so etwas natürlich nicht.

    http://m.faz.net/aktuell/...

    http://www.zeit.de/video/...

    wird natürlich nicht auf die Hauptseite gesetzt.

    Wer an Waffen und Munition kommen will, schafft dies auch, und in New York gibt es keine Munition oder Waffen im Supermarkt. https://en.wikipedia.org/...

    Faszinierend hier wieder mitzulesen... Es wird wieder was das Zeug hält gegen Amerika und ihre "waffenvernarrtheit" gewettert. Es wird glaube ich mal Zeit die Menschen über die Realität aufzuklären:

    In New York besteht bereits ein absolutes Schusswaffenverbot. Hier kann man weder in Supermärkten noch sonstwo legal (!) Munition oder Waffen kaufen. Dies ist ein Irrtum! Amerika ist nicht gleich Amerika. Illegal sieht das natürlich wieder anders aus... Der Fall hier beweist mal wieder eindrucksvoll, das selbst die schärfste Restriktion nicht in der Lage ist solche Taten zu verhindern. Ein zu allem entschlossener Mensch findet immer einen Weg seine Tat durchzuführen bzw. zu morden.

    Was, liebe Gutmenschen, wollen sie an dieser Stelle noch verbieten?! Waffen doppelt verbieten? Dreifach? So funktioniert es leider nicht. Hier stoßen sie mit ihren Verbotsforderungen bereits an ihre Grenzen. Nur mal nebenbei: New York City ist auch nicht gefährlicher als eine deutsche Großstadt. Nur weil die Medien sich wieder auf jede Schießerei wie auf ein gefundenes Fressen stürzen, ist es dort nicht gefährlicher als sonst auch. Die deutschen spielen halt gern die Moralapostel die ja ach alles immer besser wissen.

    • Afa81
    • 24. August 2012 16:55 Uhr

    "Die Opfer seien kurz nach 9.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) auf dem Bürgersteig der Fifth Avenue vor dem Wolkenkratzer angegriffen worden." - Betonung liegt auf VOR dem Wolkenkratzer.

  2. "Ich bin gespannt, wie viel Opfer den Amis ihre Narrenfreiheit bzgl. des Waffenbesitzes wert ist."

    Wieder die übliche Leier. In Neuss hat einer gerade seine Frau und seine beiden Kinder erschossen. Und es hätte absolut nichts gegeben was man mit dem Waffengesetz dagegen hätte tun können, denn der Mörder hat sich einfach nicht ans Waffengesetz gehalten.

    Und nun?

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    Aber es macht den Leuten die Sache schwerer. Hier bekommt man nur eine Waffe, wenn man eine Waffenbesitzkarte hat, und an die kommt man nicht so einfach.

    Wenn man, wie in vielen Bundesstaaten der USA in jedem beliebigen Laden so viele Waffen und Munition kaufen kann, wie mn will, dann erhöht das die Zahl solcher Vorfälle schon ziemlich deutlich. Das ist statistisch nachgewiesen.

    Wie sie in der Tabelle auf Wikipedia sehen, liegt die Zahl der Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner in den USA um fast das 20fache höher als in Deutschland. Und das trotz der Tatsache, dass es pro Tötungsdelikt in Deutschland in etwa 6 mal mehr zivile Schusswaffen gibt, als in den USA.

    Das spricht schon sehr dafür, dass der freie Verkauf von Schusswaffen und Munition nicht so ganz das Gelbe vom Ei zu sein scheint.

    • Infamia
    • 24. August 2012 17:17 Uhr

    "In Neuss hat einer gerade seine Frau und seine beiden Kinder erschossen. Und es hätte absolut nichts gegeben was man mit dem Waffengesetz dagegen hätte tun können, denn der Mörder hat sich einfach nicht ans Waffengesetz gehalten."

    Macht die Sache deswegen nicht richtiger. Dito, die übliche Leier derjenigen, die es anscheinend völlig OK finden, dass man Waffen neben Bio-Eiern und Cornflakes kaufen kann.

    • M.Ammar
    • 24. August 2012 17:30 Uhr

    Mit seinen eigenen, vermeintlich freiheitlichen Werten.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters
  • Schlagworte Bloomberg | Arbeitskollege | CBS | Gebäude | Kino | Opfer
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