TerrorismusSpanische Polizei nimmt mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen fest

Spaniens Innenminister hat die Verhaftung von drei mutmaßlichen Terroristen verkündet. Man habe Sprengstoff gefunden, der für die Sprengung eines Busses gereicht hätte. von dpa

Der spanische Innenminister Jorge Fernández Díaz

Der spanische Innenminister Jorge Fernández Díaz  |  © Susana Vera/Reuters

Die Polizei hat im Süden Spaniens drei mutmaßliche Terroristen mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida festgenommen. Es gebe "eindeutige Hinweise" dafür, dass die Männer einen Terroranschlag in Spanien oder einem anderen europäischen Land geplant hätten, teilte der spanische Innenminister Jorge Fernández Díaz mit. In der Wohnung eines der Verdächtigen sei Sprengstoff sichergestellt worden, der ausgereicht hätte, einen Bus in die Luft zu sprengen.

Zwei Männer wurden in Südspanien in der Gegend von Ciudad Real an der Haltestelle einer Fernbuslinie festgenommen. Sie hatten sich nach Vermutungen der Polizei auf dem Weg von Cádiz in Südspanien nach Frankreich befunden. Da sie keine Ausweise dabei hatten, konnte ihre Herkunft zunächst nicht eindeutig festgestellt werden.

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Die Polizei nimmt an, dass sie aus Tschetschenien stammten. Einer von ihnen gelte als "äußerst gefährlich", sagte der Minister. Der Mann habe eine wichtige Rolle im Al-Kaida-Netzwerk in Europa gespielt. Er sei der wichtigste Sprengstoffexperte von Al-Kaida in Europa und verfüge über Kenntnisse im Umgang mit Giftstoffen.

Mögliches Ziel spanisch-amerikanischer Marinestützpunkt

Der dritte Verdächtige stammt aus der Türkei . Er wurde in seiner Wohnung in La Línea de la Concepción in unmittelbarer Nähe des britischen Territoriums von Gibraltar gefasst.

Die Terrorfahnder waren den drei Männern schon seit Monaten auf der Spur gewesen. Medien und Experten vermuten, dass die Männer einen Anschlag auf den spanisch-amerikanischen Marinestützpunkt Rota geplant haben könnten.

Informationen der spanischen Zeitung El País zufolge fanden die Ermittler heraus, dass die Verdächtigen in Terrorcamps in Pakistan und Afghanistan ausgebildet wurden. Sie seien auch bei Flugübungen mit Gleitschirmen beobachtet worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Polizeiangaben. Dies lege die Vermutung nahe, dass die Männer einen Anschlag aus der Luft planten.

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Leserkommentare
    • Jiyan
    • 02. August 2012 18:54 Uhr
    1. [...]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au.

    Eine Leserempfehlung
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    • Jiyan
    • 02. August 2012 20:00 Uhr

    Entfernt. Bitte kommentieren Sie ausschließlich den Inhalt des Artikels. Die Redaktion/mak

  1. dass das westliche Geld- und Wirtschaftssystem ehe bald den Bach untergeht?

    Wäre doch mal ein Aushängeschild für Terroristen - nicht wahr?

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    sprengstoff ist billiger als cds
    wobei gleitschirme auch nicht ganz billig sind
    deren verwendung wirft wiederum die frage auf ob sich von j.b. inspirieren lassen nicht unislamisch ist

  2. sprengstoff ist billiger als cds
    wobei gleitschirme auch nicht ganz billig sind
    deren verwendung wirft wiederum die frage auf ob sich von j.b. inspirieren lassen nicht unislamisch ist

    Eine Leserempfehlung
    • Jiyan
    • 02. August 2012 20:00 Uhr
    4. [...]

    Entfernt. Bitte kommentieren Sie ausschließlich den Inhalt des Artikels. Die Redaktion/mak

    Antwort auf "[...]"
  3. siehr zur Zeit nur noch Haftgründe für den türkischen Beschuldigten, und das auch nur wegen rechtwidrigem Besitz von Sprengstoff;

    Eine Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung konnte bisher nicht glaubhaft dargelegt werden.

    MfG KM

  4. siehr zur Zeit nur noch Haftgründe für den türkischen Beschuldigten, und das auch nur wegen rechtwidrigem Besitz von Sprengstoff;

    Eine Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung konnte bisher nicht glaubhaft dargelegt werden.

    MfG KM

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Polizei | Fest | Terrorismus | Medien | Anschlag | Bus
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