USAAttentäter war Veteran der US-Armee

Ein Armeeveteran hat in Wisconsin sechs Menschen der religiösen Gemeinde der Sikh erschossen. Sein Motiv ist unklar, die Gläubigen gehen von einem Hassverbrechen aus. von afp und dpa

Ein Bewaffneter hat im US-Bundesstaat Wisconsin einen Sikh-Tempel überfallen und sechs Menschen getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Der Mann war ein Veteran der US-Armee, meldet der US-Fernsehsender CNN  unter Berufung auf Ermittlungsbehörden. Diese stufen den Anschlag als "eine Art heimischen Terrorismus" ein, wie der zuständige Polizeichef John Edwards in Oak Creek mitteilte.

Die Motive des Angreifers sind noch unbekannt. Angehörige der Sikh spekulieren, dass der Todesschütze seine Opfer mit Muslimen verwechselt habe."Jeder hier glaubt, dass es sich ganz bestimmt um ein Hassverbrechen handelt", zitierte die New York Times einen Sikh aus der Region. "Die Leute glauben, wir sind Muslime." CNN berichtet, der Attentäter habe Augenzeugen zufolge eine "9/11"-Tätowierung getragen – möglicherweise ein Bezug auf die Anschläge vom 11. September.

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Der Attentäter hatte am Sonntag in dem Tempel das Feuer auf Gläubige eröffnet. Wenig später wurde der Täter von einem Polizisten erschossen. Die Verletzten erlitten nach Angaben eines Krankenhaussprechers zum Teil Schusswunden in der Bauchgegend, im Gesicht und im Nacken. Ihr Zustand sei kritisch. Zu ihnen zählt ein Polizeibeamter, der laut Edwards von dem Täter unter Beschuss genommen wurde, während er einem Opfer zu helfen versuchte. Ein zweiter Polizist konnte den Schützen dann stoppen.

Obama bekundet Anteilnahme

US-Präsident Barack Obama bekundete "tiefe Trauer" und Anteilnahme. Gleichzeitig bot er Hilfe der Bundesbehörden bei der Aufklärung der Bluttat an und würdigte die Rolle der Sikhs im amerikanischen Leben. Sie seien eine Bereicherung für das Land und "ein Teil unserer erweiterten amerikanischen Familie", erklärte Obama. Auch sein republikanischer Herausforderer bei der Wahl im November, Mitt Romney , verurteilte den "sinnlosen Akt der Gewalt".

Edwards zufolge geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelte. Jedoch gaben die Behörden auch Stunden nach dem Blutbad kaum Einzelheiten des Vorfalls in dem Vorort von Milwaukee bekannt. So gab es auch zunächst keine Angaben über die Todesopfer.

Lokalsendern zufolge hielten sich zum Zeitpunkt der Attacke möglicherweise bis zu 100 Menschen in dem Gebäude auf. Die Schüsse seien während Vorbereitungen auf ein gemeinsames Mittagessen der Gläubigen gefallen.

Leserkommentare
    • Obscuro
    • 05. August 2012 22:09 Uhr

    Ich finde man sollte die Berichterstattung über Amokläufe in den USA einstellen.
    Wir können den American way of Life eh nicht nachvollziehen.

    Wir verteidigen unser recht auf der Autobahn gas geben zu können wie die ihr Waffenrecht.
    Aber ich wage zu behaupten das wir bald bereit dazu sein werden das aufzugeben.
    Durch Lobbyismus (Bestechung) werden die Amis nie dazu bereit sein die finger von ihren Waffen zu lassen.

    Also sollten wir aufhören darüber zu diskutieren. Alles was dabei rauskommt ist das die Amis uns für Arrogant halten.
    Ich hab`s versucht Reden ist sinnlos.

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    Obscuro meint:"Durch Lobbyismus (Bestechung) werden die Amis nie dazu bereit sein die finger von ihren Waffen zu lassen."

    Sie wissen doch überhaupt nicht ob dieser Vorfall durch ein anderes Waffenrecht zu verhindern gewesen wäre?

    In Colorado ist die Mordrate übrigens niedriger als bei uns in Hessen.

    Also Vorsicht mit Klischees, besonders wenn diese etwas mit den USA zu tun haben.

    Wer legal/illegal Schusswaffen besitzen möchte, der bekommt sie auch.
    Auch in Deutschland!

    Natürlich sind die Mordzahlen durch Schusswaffen in den USA höher als in unserem tollen Deutschland (welches ohne die Amis übrigens Sowjetzone wäre), doch diese Tat lässt sich nicht durch zu schwache Waffengesetze erklären.

    • xpeten
    • 06. August 2012 10:57 Uhr

    Reden ist nie sinnlos

    und auch immer weitaus sinnvoller als schießen.

    Hier bei uns versuchen mit Diskusionen Probleme in Amerika zu lösen wird nicht funktionieren.

    Die USA muss sich selbst mit den Problem befassen und selbst eine Lösung finder mit der ihre Gesellschaft leben kann.

    Ständige Vorschläge aus anderen Länder wie man es besser machen könnte, sind da eher kontrarodiktiv.

    Ihe Vergleich mit der Geschwindigkeitsberentzung ist da gar nicht so sclecht. Da auch da viele Deutsche bei der Idee doch 55 MPH ( ungefähr 90 ) als Höchstgeschwindigkeit festzulegen, weil man damit in andern Länder gute Erfahrungen gemacht hat, eher auf die Barrikaden gehen als sich die Argumentae auch nur ein mal ernsthaft anzuschauen.

  1. Wird Zeit solche Taten als Hassterrorismus oder Christilichen Terrorismus zu bezeichnen!

    http://content.usatoday.c...

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    • ugarit
    • 05. August 2012 22:38 Uhr

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/ds

    • chino1
    • 05. August 2012 23:49 Uhr

    Das kann nicht sein, das kann man nur sagen, wenn es Moslems waren. Wir müssen ja nur mal sehen was bei uns täglich vor sich geht. Alleine die Gewalt an Kindern ist bei uns an der Tagesregel. Kinder werden immer öfter zu Opfern von Familien- Streit, erst vor kurzem 3 tote Kinder, abgestochen und dann die Wohnung angezündet. Amokläufe hatten wir auch schon etliche. Aber nach Friedrich ist der Islamismus nach wie vor die größte Gefahr.

    Das worauf Sie Ihre These bauen, ist doch letztlich die unmittelbare Aussage eines Tempelkommiteemitgliedes, es handle sich um ein Hassverbrechen. Die Ermittlungen haben aber noch gar nicht richtig angefangen. Es kann sein, dass es sich um ein hate crime handelt. Eine gängige Art, Hass zu säen, ist jedoch auch die, Gerüchte in Gang zu setzen!

    Mit welchem Wort wollen Sie Christen als Terroristen bezeichnen? Für Anhänger des Islam gibt es Islamius. Für Anhänger des Christentums Christismus?

    Machen Sie doch bitte einen Vorschlag. Christlicher Terrorismus reicht meines erachtens völlig aus! Christlicher Fundamentalismus? Kreuzfahrer?
    Mal abgesehen davon bringen alle 3 monoteistischen Weltreligionen die fundamentalistischen Tendenzen mit sich.

  2. Einfach nur Schrecklich, andauernd überall wohin man schaut nur Gewalt, Terror, Mord und Totschlag. Haben die Menschen eigentlich nichts besseres zu tun, als sich ständig gegenseitig umzubringen?
    Es mag ja einen gewaltigen Technologischen Fortschritt gegeben haben und geben, aber ein Zivilisatorischen ist nicht erkennbar, einfach Traurig

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    • brazzy
    • 06. August 2012 10:06 Uhr

    "andauernd überall wohin man schaut nur Gewalt, Terror, Mord und Totschlag"

    Nö. Nur wenn man grad auf die Massenmedien schaut. Tatsächlich hat es so gut wie nie in der Geschichte WENIGER Gewalt, Terror, Mord und Totschlag als jetzt.

  3. Obscuro meint:"Durch Lobbyismus (Bestechung) werden die Amis nie dazu bereit sein die finger von ihren Waffen zu lassen."

    Sie wissen doch überhaupt nicht ob dieser Vorfall durch ein anderes Waffenrecht zu verhindern gewesen wäre?

    In Colorado ist die Mordrate übrigens niedriger als bei uns in Hessen.

    Also Vorsicht mit Klischees, besonders wenn diese etwas mit den USA zu tun haben.

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    Ja und genau sowenig weiß ich das der 2 Weltkrieg dadurch zu verhindern gewesen wäre.
    Fakt ist das Waffenkontrolle in den USA so verbreitet ist wie bei uns die Religion`s Polizei.
    Jeder der was dagegen Argumentiert ist Kommunist; als Ost Deutscher hat man da sofort verloren!

    Selbst wenn sie der NRA zustimmen das Waffen niemanden Töten sondern nur die Bösen Kugeln die durch Menschen nur zufällig ihr Ziel Finden ist das für uns Deutsche schwer nachvollziehbar.

    • G-Dog
    • 06. August 2012 1:05 Uhr

    Die Töne kommen einem doch gleich bekannt vor.

    Nun, werter freiheitsfreund, gerade kam auf CNN, dass der Täter 30, männlich, weiß....und Zivilist war. Insofern hätte ein anderes Waffenrecht sicherlich dazu geführt, dass der Mann kein halbautomatisches Sturmgewehr besessen hätte. Aus waffenrechtlich zivilisierteren Ländern hört man solche Gräuel doch um einiges seltener, finden Sie nicht?

    Aber ich füttere schon wieder den Troll, was man ja eigentlich nicht sollte.

    Graphicdog

    > In Colorado ist die Mordrate übrigens niedriger als bei uns
    > in Hessen.

    Quellenangaben zu solchen Äußerungen wären wünschenswert, sonst wird aus dem Vorurteilsfeind schnell ein Vorurteilsfreund.

    Vorurteilsfeind schreibt: «In Colorado ist die Mordrate übrigens niedriger als bei uns in Hessen.»

    Wäre schön, wenn Sie eine Quelle benannnt hätten. Für Colorado finde ich nämlich für das letzte Jahrzehnt eine Mordrate zwischen 2,4 und 4,4, siehe zum Beispiel hier:
    http://www.disastercenter...

    Wenn man sich auf *vollendeten* Mord und Totschlag bezieht, also Mordversuche rauslässt, kommt man für Deutschland auf unter 1000 Fälle pro Jahr, entsprechend einer Mordrate von 1,2 (Opfer pro 100.000 Einwohner) und niedriger:
    http://www.bka.de/nn_1932...

    Zwar findet man in der Literatur deutlich höhere Mordraten für Deutschland mit Werten von 2,5 bis 4. Jedoch sind dort Mordversuche mit eingerechnet. Das empfinde ich vom Standpunkt der Prävention auch durchaus richtig: Beim Mordversuch ist das "Kind bereits in den Brunnen gefallen". Man hat nur Glück gehabt, dass es noch schwerverletzt geborgen werden konnte.

    Nur führt die deutsche Praxis, Versuche einzurechnen, dazu, dass man US-Zahlen und deutsche Zahlen eben nicht direkt vergleichen kann.

    Jag

    • ugarit
    • 05. August 2012 22:38 Uhr
    5. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/ds

    Antwort auf "Einordnung der Tat"
  4. 6. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke, die Redaktion/ls

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • ugarit
    • 05. August 2012 23:09 Uhr

    Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls

    • ugarit
    • 05. August 2012 23:09 Uhr
    7. [...]

    Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls

    Antwort auf "[...]"
    • chino1
    • 05. August 2012 23:49 Uhr

    Das kann nicht sein, das kann man nur sagen, wenn es Moslems waren. Wir müssen ja nur mal sehen was bei uns täglich vor sich geht. Alleine die Gewalt an Kindern ist bei uns an der Tagesregel. Kinder werden immer öfter zu Opfern von Familien- Streit, erst vor kurzem 3 tote Kinder, abgestochen und dann die Wohnung angezündet. Amokläufe hatten wir auch schon etliche. Aber nach Friedrich ist der Islamismus nach wie vor die größte Gefahr.

    Antwort auf "Einordnung der Tat"
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    • TDU
    • 06. August 2012 8:51 Uhr

    Rein zahlenmässig und nach den "Kriegserklärungen" sind Gewalttätige Muslime, die den Islam als Vorwand nehmen, um westliche Werte zu bekämpfen, noch die größere Bedrohung.

    Übrigens ist über die Motive des Täters noch nichts bekannt. Die Bewertung als Terrorismus ist vorgenommen, weil nur eine Gruppe betroffen ist. Wären es ein öffentliche Einrichtung gewesen, wärs vermutlich ein Amoklauf.

    Fürchterlich Ihre Instrumentalisierung solcher Taten zur pauschalen Politikkritik. Zunächst gebührt den Opfern mal das Bedauern und die Trauer über einen erneuten völlig sinnlosen Gewaltausbruch.

    • chino1
    • 06. August 2012 16:13 Uhr

    Im Jahre 2010 gab es 249 Anschläge, davon wurden 3 von Islamisten begangen. Es wurden im selben Zeitraum 611 Verdächtige verhaftet, davon 176 Islamisten. Die meisten Anschläge wurden von Separatisten verübt (ETA etc.)

    http://www.tagesanzeiger....

    Sie liegen, wie so oft mit ihren Beiträgen, durch Ihre subjektiven Vorurteile total falsch.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
  • Schlagworte Barack Obama | CNN | John Edwards | Anschlag | Hinduismus | Mitt Romney
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