Neukölln : Buschkowsky ist überall

Neuköllns Bürgermeister liebt seinen Bezirk. Was er nicht verträgt, ist Sozialtransfer als Familientradition – und naive Multikulti-Politik. Darum geht es in seinem Buch.

Ein Mann sieht schwarz. Heinz Buschkowsky , Bürgermeister von Neukölln und nun auch Verfasser eines 397 Seiten langen Beitrags zur Integrationsdebatte, hat für eine nicht ganz kleine Bevölkerungsgruppe in seinem Neukölln nur noch Pessimismus übrig. Es sind die Armen, die Bildungsfernen, das Prekariat, das in Neukölln zu großen Teilen aus Menschen mit Migrationshintergrund besteht. Es sind die, die in Buschkowskys Worten am "gesellschaftlichen Schnuller" hängen.

Die Wendung sagt einiges über Buschkowsky, sein Neukölln – und über ein in Deutschland verbreitetes Verständnis von Sozialpolitik. Buschkowsky weiß natürlich und schreibt das auch, dass die Herkunft aus einer Einwandererfamilie niemanden dazu zwingt, ganz unten in der Gesellschaft vor sich hin zu leben – allerdings haben es Einwanderer viel schwerer.

Buschkowskys Buch ist voller Beispiele von Aufstiegswillen, Interesse und Freude an Leistung, erbracht von Menschen und unter Umständen, die kein Mittelschichtskind so je erlebt haben dürfte. Buschkowsky mag sein Neukölln, das liest man aus jeder Zeile. Er mag das Gemisch von Leuten, er schwärmt von der Hindu-Community und seiner Lieblingschinesin, deren "Ente kross" ihn ganz offensichtlich oft und nachhaltig über erlittenen Frust im Dienst hinweggetröstet hat. Was er nicht mag, sind die Leute, die den Schnuller auf Lebenszeit im Mund behalten wollen.

Die gehören zu den lebenden Klischees, zu den Hauptdarstellern des Neuköllner Straßen- und Nachtlebens, zu den Profiteuren der Schattenwirtschaft, sie bewohnen die Parallelgesellschaft, die Buschkowsky für ein Hauptproblem seines Bezirks hält: Menschen mit Migrationshintergrund, die in Berlin , in Deutschland gar nicht ankommen wollen – und ihre Kinder als Garanten staatlicher finanzieller Zuwendungen betrachten.

Ihre Vorfahren kamen aus dem Nahen Osten, aus dem Libanon oder aus Palästina oder aus entlegenen Gebieten der Türkei . Sie kamen nicht als "Gastarbeiter", sondern als Flüchtlinge – was unter anderem bedeutete, dass sie hier nicht arbeiten durften. Sie waren abhängig vom Staat und von Sozialhilfe, sie sind es geblieben mitsamt Kindern und Enkeln.

Klischees vom dicken Mercedes und Kopftuch

Buschkowsky fährt alle Klischees auf, die man kennt, um deutlich zu machen, wen er meint: Vor allem die jungen Männer in den schwarzen, tiefergelegten S-Klasse-Mercedessen mit der Vierfach-Auspuffanlage Modell röhrender Hirsch, die für nichts so viel Zeit verwenden wie für die ornamentorientierte, millimetergenaue Rasur ihrer Bärte; die älteren Frauen, verschleiert und bekopftucht, die nur arabisch sprechen und trotzdem bestens informiert sind über das, was ihnen von Amts wegen zusteht. Die Jugendlichen, die auf den Spielplätzen ihre kriminelle Energie ausleben, ein bisschen Kleingeld erpressen. Die Trupps von Männern jeden Alters, die jede Streifenwagenbesatzung in Not bringen, wenn die gegen jemand vorgehen will, der auf der Hermannstraße in der zweiten Reihe parkt, weil er zu faul ist, hundert Meter zu laufen.

Was all diese Leute verbindet, ist laut Buschkowsky nicht ihre Herkunft, sondern ihre "Bildungsferne". Die macht diese Leute zu lebenslangen Schnuller-Süchtigen, sie macht den Bezirk arm und das Bürgeramt gleich neben dem würdigen alten Rathaus zu einem Hort der Tristesse, auf dessen Fluren, wie ein Hinweisschild besagt, der Verzehr alkoholischer Getränke verboten ist.

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Kommentare

283 Kommentare Seite 1 von 19 Kommentieren

Sie wissen schon, dass in dem ganzen Text...

...nicht ein einziges mal das Wort "Islam" oder "Moslem" zu finden ist und es garnicht um Religion geht.

Ich habe auch nichts gegen "nicht-arbeitende Menschen", so lange die dann mit dem was sie bekommen zufrieden sind. Aber dann erklären Sie mir die hohe Rate an (zugegeben nicht gewalttätiger) Kleinkriminalität.

Buschkowsky schürt nur Islamophobie bei Menschen, die nach islamphobischen Texten suchen. Wer Sarrazin, Mohemmed Video etc. einfach mal ausblendet und sich mit den Texten von Buschkowsky nüchtern auseinander setzt (das Buch nehme ich aus, das habe ich noch nicht gelesen), der muss nüchtern feststellen, dass er Recht hat.
Mir haben vor zwei Wochen sieben junge Türken den Geldbeutel geklaut. Und die hatten neue Nike Schuhe, Adidas Weste und I-Phone. Würde ich es anders schreiben, würde ich lügen und ich verurteile deshalb nicht die Türken, auch wenn viele Menschen gleich rot sehen, wenn ich es so sagen. Ebenso verhält es sich mit Buschkowsky.

A-Loser

." Busch. fördert die islamophobie, Islam ist aber Frieden
Mit seinem Buch befeuert Busch. die Islamophobie in Deutschland, weil der Eindruck erweckt wird, die Muslime arbeiten nicht. Wer war es der die Muslime hierher geholt hat? Wir sollten Muslime mitnehmen und Respekt gegenüber dem Islam üben anstatt solche Bücher zu schreiben.
Überhaupt hab ich aber nichts gegen nicht-arbeitende Menschen, da sich nicht jeder dem neoliberalen Ausbeutersystem in diesem Staat beugen muss."

Schon wird eine Krankheit "Phobie" diagnsotiziert, nicht alle Muslime sind "geholt" worden, Respekt muss man sich auch verdienen, was halten Sie von den Fallbeispielen? Haben Sie das Buch gelesen und die Probleme überhaupt zur Kenntnis genommen?
Und Sie haben nichts dagegen, wenn sich viele Familien von unseren Steuern aushalten über Generationen hinweg( Neoriberale ...) Sie werfen hier viele Dinge pauschal durcheinander..
Sie sehen nur , dass "die Muslime" beleidigt werden. Sehen Sie auch mal auf die Problem)Keine Wort der Selbstkritik.
Oder ist Ihr Beitrag Satire?

Schon der Vorabdruck

in der Bild zeigt den Rassismus Buschkowskys. Sein Auftritt im Mogenmagazin hat dann das übrige getan.

Ich finde es wirklich absurd, dass Argumente von vor 40 Jahren plötzlich wieder genutzt werden um Nicht-Deutsche Menschen in Deutschland schlecht zu machen. Oh, da haben Sie also Kinder ausgeraubt? und weiter? Was wollen Sie überhaupt?

Diese Tatsachenbehauptungen ohne Sinn und Verstand sind überhaupt die Triebfeder dieser Diskussion.Daran kann man sich reiben, daran entsteht ein Konflikt. Denn Keiner der Buschkowisten weiß, was eigentlich gefordert wird. Hauptsache man haut auf die drauf, die einen nerven. Hauptsache man verallgemeinert mal schnell ein bisschen, Hauptsache man verzerrt die Realität durch Schubladendenken und plumper Ausländerfeindlichkeit.

Und was wollen Sie überhaupt?

"Diese Tatsachenbehauptungen ohne Sinn und Verstand sind überhaupt die Triebfeder dieser Diskussion."

Aus welchem Dorf kommen Sie eigentlich? Zunächstmal haben Sie schon ein Problem beim Lesen. Ich schreibe etwas, ohne jegliche Wertung und dann kommen Sie, der Sie mich garnicht kennen und bauen die Wertung ein. Da kann ich auch mal fragen: Was wollen Sie überhaupt? Schlafen Sie mal Ihren Ideologierausch aus. Sie haben den halben Satz gelesen und dann gleich in die Tasten gehauen. Von den Vorurteilen und Verallgemeinerungen habe ich sehr explizit distanziert. Was ich will? Wenn Sie meine ganzen Kommentare gelesen hätten wäre Ihnen das klar. Ich will sagen, dass Neukölln sehr schön ist, dass man hier sehr schön mit vielen anderen Kulturen zusammen leben kann aber dass ich die Probleme, die Buschkowsky hier schildert, die kein Weltuntergang sind, auch sehe - jeden Tag. Dass es Altersgruppen gibt, die gerade hier häufig negativ auffallen. Sie wollen, dass man das unter den Teppich kehrt. Sie wollen, dass es diesen Leuten in 50 Jahren immernoch so geht. Sie wollen, dass sich daran nichts ändert, das ist mir klar. Aber wenn Sie mal meine Texte lesen und dann so einen Schluss ziehen dann sehe ich auch, dass Sie sich einfach nur reiben wollen.

Busche...

Busche ist einer der größten Wichtigtuer in Neukölln. Der Typ ist seit Jahren an der Macht (die er bei Gelegenheit auch gerne mal für private Fehden mißbraucht)und hat in den Jahren außer der Stigmatisierung einer sogenannten "Unterschicht" aber auch gar nichts auf die Reihe gebracht.
Und wenn ich mir anschaue, was ich aus seinem Buch bisher gelesen und gehört habe: Im Bezirk selber ist er auch schon seit Jahren nicht mehr unterwegs gewesen.
[...]

Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/mak

WOher ich eigentlich komme?

Aus Köln. Eine Stadt mit einem großen Migrantenanteil. Und ich fühle mich wohl hier! Ich finde es super, dass am Hansaring eine "Parallelgesellscahft" entstande ist, in der die Straßen voller türkischstämmiger Geschäften sind. Das gleiche in Mühlheim. Ich liebe meine Stadt!

"Was Buschkowsky beschreibt". Buschkowsky stellt Deutsche gegen Migranten auf. Buschkowsky redet nicht über die Deutschen in "seiner" Stadt, die auf den selben Niveau derjenigen Migranten sind, die er beschreibt. Wenn dann jemand wie Sie daher kommt und meint, dieses rechtsextreme Weltbild auch noch mit "ich seh das auch so", zu nähren, dann regt mich das auf. Nur weil Sie mal negative Erfahrungen gemacht haben! Ich bitte Sie! Es ist absurd eine Meinung über eine Ethnie zu bilden, nur wiel man schlechte Erfahrungen mit einzelnen dazugehörigen gemacht hat. Ich bin sicher, dass es viele Muslime/Migranten in Neukölln genau so sehen, wenn es darum geht, Kriminalität und Verelendung Einhalt zu gebieten.

Das ist aber nicht was B. in seinem Buch anspricht. Er konstelliert hier Migranten vs. Deutsche. Er spricht explizit diese Gruppe an und entfacht Angst, wenn er seine Einzelfälle auf das ganze Land bezieht, wobei wissenschaftliche Studien immer und immer wieder das Gegenteil zeigen, nämlich dass die große Mehrheit aller Migranten bestens integriert sind und die die es nicht sind, häufig mit Zurückweisungen aus rassistischen Gründen zu kämpfen haben.

Ich finde Ihre Argumentation so feige!

Welche Argumentation?

"Es ist absurd eine Meinung über eine Ethnie zu bilden, nur wiel man schlechte Erfahrungen mit einzelnen dazugehörigen gemacht hat."

Ja, das ist total absurd. Habe ich in meinem Kommentar #12 auch mehr als deutlich beschrieben. Noch deutlicher in meinem Kommentar #71. Und bei dem Kommentar, wo ich von dem Diebstahl der Geldbörse erzählt habe, hab ich das auch nicht geschrieben. Deshalb würde ich Sie bitten nicht auszuweichen und auf meine Kommentare einzugehen - nicht auf das, was Sie darin gerne lesen möchten.

Ich habe auch geschrieben, dass ich gerne in Neukölln lebe und mich ja niemand dazu zwingt. Aber es gibt eben auch diese, von Buschkowsky beschriebenen Probleme. Haben sie mal gezählt, wie oft in diesem Text das Wort "Türke", "Islam", etc. vorkommt? Machen Sies mal. Sie werden sich wundern. Dann reden wir über Ethnien weiter.

Sie schreiben "Ich finde Ihre Argumentation so feige!". Ähm, es gab keine Argumentation. Ich habe nur geschrieben, was ich täglich mit meinen Augen sehe. Nie dass ich es besonders schlimm finde und oft, dass das ja nun wirklich nicht schlimm ist. Für wie sau dumm halten Sie mich, dass ich meine eingenen Argumente stets revidieren würde, wenn ich doch damit andere zum Rassismus überzeugen wollte...

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim "Aufregen". Sie finden sicher auch an der Sesamstraße was rassistisches...

Buschkowsky

redet ausschließlich über diese Menschengruppe. Wenn Sie ihm Zustimmen, muss man nunmal davon ausgehen, dass sie das auch auf diese Beziehen. Würde B. sich über die Tat der Menschen aufregen, die Gründe dafür bestimmen und Lösungen dazu anbieten, hätte ich mit seinem Buch und der Zustimung kein problem. Er tut das aber nicht, sondern er pickt sich die Muslime oder solche die er dafür hällt heraus und macht sich über sie her, als wäre das ein Ethnienprblem. Es ist aber das Problem einer sozialen Unterschicht, der der Aufstieg negiert wird und die Integration erschwert. Das gleiche finden sie in Amerika mit den Mexikanischstämmigen oder den Schwarzen. Frankreich findet, es habe ein Zigeunerproblem und Niderländer finden, dass die Deutschen in ihrem Land ein Porblem sind.

Es ist plumper Rassismus, den es überall gibt. Dagegen wehre ich mich, auch wenn er nicht bewusst ausgesprochen wird, auch wenn er wie bei Ihnen offenbar unbewusst passiert.

Er bezieht es auf die Menschen, bei denen er das Problem sieht..

Sie behaupte, er bezieht es auf Muslime. Also, die Religion kommt in dem gesamten Text nicht vor. Er bezieht es auf junge Männer mit Migrationshintergrund - und sogar da benennt er noch genau, wen er hier meint. Und - auch wenn ihnen jetzt der Kragen platz - die angesprochenen Probleme sehe ich ebenfalls dort.
Und jetzt möchte ich Sie mal argumentatorisch zurückpfreifen: Sie fangen an über die Gründe zu diskutieren. Erstens ist das Primitiv zu sagen, diesen Leuten wird "der Aufstieg negiert und die Integration erschwer". Aha, all diesen Menschen wird der Aufstieg also unmöglich gemacht. All diesen Menschen wird die Integration erschwert. Ist diese Art der Argumentation nicht in etwa genau das, was Sie an mir kritisieren? Wer also in der Neuköllner Unterschiecht lebt, ist automatisch unschuldig für seine Misere... Wie haben Sie geschrieben: Ihre Argumente finde ich einfach feige!

Das Buschkowsky Syndrom

Bei den islamophoben Kommentatoren ist Hopfen und Malz verloren. Buschkowsky ist der Kandidat des Neuköllner Südens, wo die Mehrheit der Mitglieder der grossen Volksparteien leben. Im Neuköllner Norden leben etwa 150 Nationalitäten und Sprachgruppen. Für diese heterogenen Menschen gibt es einen Integrationsbeauftragten und einen Integrations-Beirat. Nur wer die Realität verleugnen will, sieht in diesen asymmetrischen Machtverhältnissen zwischen den lokalen Matadoren in der Bezirksregierung und den regierten Steuerzahler im Neuköllner Norden nicht die Wurzel des Problems. Buschkowsky hatte mehr als genug Zeit gehabt in seiner Amtszeit das Problem zu lösen. Jetzt müssen wir den Bezirkshaushalt dem Rechnungshof vorlegen und die Vergabe der öffentlichen Mittel und der Aufträge durchleuchten. Die seggregierte Parallelgesellschaft der Mandatsträger im Neuköllner Süden ist korruptionsanfällig für Günstlingswirtschaft, und die Amtsträger müssen vom Rechnungshof entlastet werden. Falls Unregelmässigkeiten festgestellt werden, sind die Bucherlöse vom Buchverkaufs Buschkowsky einzuziehen.

Nach der Entfernung Buschkowsky sind Reformschritte nach us-amerikanischen und britischen Vorbild durchzuführen.

Erst nach dem Ende der Buschkowsky Patriarchat kann endlich die Koalition der Blockierer aufgebrochen werden.

Mehr als genug Zeit um ein großes Problem zu lösen...

"Buschkowsky hatte mehr als genug Zeit gehabt in seiner Amtszeit das Problem zu lösen."

Wow, Probleme an denen alle Nationen in Europa verzweifeln soll Buschkowsky in knapp 11 Jahren Amtszeit beheben. Machen Sie mal Vorschläge, wie er das hätte machen sollen - denn die nächste Wahl kommt bestimmt... Dabei vergessen Sie sicher nicht die steten Mittelkürzungen des Senats für die BVV weshalb ich eher unkonventionelle Lösungen erwarte.

Nicht allen Menschen

ich schreibe, dass viele der Menschen, die aus irgendwelchen Gründen als nicht integriert gelten, Steine in den Weg gestellt werden, die erst dazu führen. Das haben viele Gesellscahften, weshalb bestimmte Personengruppen benachteiligt werden, wie etwa schwarze in amerika.

Das können Sie nicht abstreiten, denn im Gegensatz zu Ihnen und Buschkowsky sind alle Studien dazu auf meiner Seite. In Deutschland ist die Chancengleichheit auf fatalem niveau, ein ausländischer Name reicht um keine Wohnung zu bekommen, sich um ein vielfaches öfter für einen Jpb bewerben zu müssen oder sogar schlchtere Noten zu bekommen. Sie müssena kzeptieren, dass bei solchen Vorraussetzungen eine Integration schwer ist und somit entgegen Sarra..äh Buschkwoskies Meinung eben Integration keine Bringschuld ist, sondern eine Aktion, die von beiden Seiten ausgehen muss.

Allerdings sind Teile seiner Forderungen richtig (denn die hat er im gegensatz zu Sarrazin). Es braucht Gesamtschulen, die den Ganztag haben. Es braucht frühkindliche Förderung und Kindergartenplätze besonders für Menschen aus benachteiligten Bereichen. Ich sage aber auch: Es braucht eine Wilkommenskultur für alle Menschen, die anders sind. Ob Muslim, Schwarzer oder Homosexueller. Es braucht die Akzeptanz der Diversität. Menschen sind Unterschiedlich. Wenn viele jetzt finden, dass "diese Menschen" weg sollen oder es ihnen erschwert werden soll hier zu bleiben, dann ist das nur einS chritt bis morgen die nächste Gruppe gejagt wird.

Ein Miteinander

muss auch bedeuten, Andersartigkeit zu akzeptieren. Es gibt nämlich ganz natürlicherweise Parallele Gesellschaften innerhalb einer Gesellschaft, die sich an den Grenzen eines Landes orientiert. Oder meinen Sie ich habe auch nur die geringste Ahnung wie die Leute im Hahnwald so leben? Das ist für mich auch eine völlig andere Gesellschaft als jemand der in Mühlheim lebt. Da kosten die Häuser nicht utner einer Millionen und es gibt fast nur freistehende Villen. Das muss ich akzeptieren. Diese Menschen ahben das Recht dazu utner sich zu sein. Sie sind doch schließlich frei.

Oder nehmen Sie die armen Menschen in Ossendorf. Ich weiß nicht wie AHrtz4-empfänger leben, wo sie ihre Freizeit verbringen, was sie freitag Abend tun. Ich weiß nicht was ihnen wichtig ist.

Diese Gruppen haben aber gemein, dass sie auch innerhalb ihrer Gruppe höchst unterschiedlich ist. Es gibt sicherlich auch Küsntler im Hahnwald oder "Bürgerliche" in ossendorf. Man darf das nicht alles über einen Kamm scheren. So gibt es Mulsime, die einen stengen Islam leben und froh sind wenn sie unter sich sind, aber es gibt auch solche, die das Gegenteil wollen.

Ich will dass wir alle friedlich miteinander Leben, aber indem wir eine Gruppe herauspicken und die Probleme in ihr auf eine so herablassende und agressive Art besprechen wird niemandem geholfen. Der Anstand ist flöten gegangen, der Respekt ist nicht mehr vorhanden. Es wird stattdessen überlegt, wie man "diese Leute" gesetzgeberisch auf den Laib rücken kann.

Zunächst mal,...

...in einigen Punkten hat Buschkowsky sicherlich recht. Allerdings, entzaubert sich der Herr wenn er und sein Kumpel Sarrazin gemeinsam nach dem jeweiligen recherchieren eines Buches zu dem Fazit gelangen,dass:

"In Sarrazins Wohnzimmer haben die beiden diskutiert, jetzt verbindet sie die These, der Ausgangspunkt aller Probleme und der Ansatz für alle Lösungen sei die "Bildungsferne" in Unterschichtfamilien."

Na holla die Waldfee !!!
Da wird mir ja fast schwindelig bei solch geballter Erkenntnis.Da wäre ich von allein niemals drauf gekommen.

Weiter bleibt anzumerken,dass Buschkowsky seit 11 Jahren Bezirksbürgermeister ist und eigentlich über genug Einfluss verfügt haben sollte um an den bestehenden Verhältnissen etwas zu ändern, bzw. hätte er wesentlich früher die Alarmglocken läuten können.

Den Vorwurf an Buschkowsky habe ich jetzt schon so oft gelesen,

nämlich, daß er als Bezirksbürgermeister zu wenig getan hat, um die Misere zu verhindern oder zu mildern. Ich frage mich, wieviel da dran ist. Welchen Einfluß hat ein Bürgermeister eines Stadtbezirks auf die Gesetzgebung des Staates? Bestimmt er die Gesetze, die die Zuwanderung regeln? Die Sozialgesetzgebung? Die Familienpolitik? Das Einbürgerungsverfahren ? Die Bildungspolitik?
Die Zusammenstellung seines "Kopftuchgeschwaders" (Stadtteilmütter), für die er allerorten gelobt wird, würde ich ihm sogar negativ auslegen, denn es ist nur eine weitere Maßnahme, die die Abschottung der arabischen und türkischen Communities unterstützt.
Und hätte er eher Alarm geschlagen, wäre er nicht lange Bürgermeister geblieben, sondern als Rassist an den Pranger gestellt worden und von seiner eigenen Partei zurückgezogen worden. An seine Stelle wäre irgendein handzahmer ideologisch gefestigter Realitätsverweigerer getreten. Er kann auch jetzt nur Bürgermeister bleiben, weil seit zwei Jahren die Debatte geführt wird, die ihre Spuren hinterlassen hat, auch wenn sich faktisch nichts geändert hat.

Was ein Bezirksbürgermeister nicht kann

und was, neben Bildung und Chancengleichheit, m.M.n. das Wichtigste wäre: Arbeitsplätze schaffen.
Das ist es, was sich faktisch nicht ändert. Daß in Berlin hohe Arbeitslosigkeit herrscht, ist eine Folge der Mauer. Auch im Jahr 23 nach der Wende.

Buschkowsky bleibt aus meiner Sicht nicht deswegen Bürgermeister, weil er erst seit 2 Jahren 'Alarm schlägt' (das tut er schon ein klein bißchen länger), sondern, weil er mit und trotz seiner bildzeitungskompatiblen, damit mißverständlichen Sprache etwas FÜR Neukölln erreichen will. Das ist der Unterschied zu Sarrazin, der will und wollte immer nur für einen: Thilo Sarrazin.

Ich kann nachvollziehen, daß sich Leute von Buschkowskys Sprache verletzt fühlen. Von Ihrer Formulierung 'Kopftuchgeschwader' ganz zu schweigen. Face it: gerade Lokalpolitik heißt Kompromiss. Ich bin froh, daß es die Stadtteilmütter gibt. Ohne sie und auch ohne die kritisierten Streetworker wäre manches hier sehr viel übler. Das möchte ich auch nicht im Praxistest herausfinden.

Mich würde interessieren, welche konstruktiven Vorschläge Sie zu unterbreiten hätten, um ein Viertel wie Neukölln-Nord, ohne Mittelstand, mit zu wenig Arbeitsplätzen, mit zu wenig Polizei, kaum angepassten Schulen und Kitas, mit hohem Anteil von Einwanderern und zunehmend hohem Anteil an internationaler Gentry (=Teuerung) in eine bessere Situation zu versetzen.

@ 145 Was tun!

„Allerdings sind Teile seiner Forderungen richtig (denn die hat er im gegensatz zu Sarrazin). Es braucht Gesamtschulen, die den Ganztag haben. Es braucht frühkindliche Förderung und Kindergartenplätze besonders für Menschen aus benachteiligten Bereichen“

Sarrazin fordert das in seinem Buch auch (leider nur auf einer einzigen Seite.)

Ich finde, man sollte aufhören, sich darüber zu streiten, wie schlimm die Situation wirklich ist. Es ist unstrittig, dass es in (wenigen – manchen – vielen, je nach Blickwinkel) Einwandererfamilien Probleme gibt, die wegen schlecht bewältigter Kettenduldungen durch alle Integrationsmaschen gefallen sind. Die Verantwortung liegt auf beiden Seiten: beim Staat, der den Familien die Dauerunsicherheit zugemutet hat und bei den Familien, die sehr unterschiedlich mit dieser Belastungssituation umgegangen sind.

Statt zu jammern oder zu verharmlosen, sollte man sich, wie es auch schon geschieht, auf die Bewältigung der Situation konzentrieren: Ganztags-Kitas und -Schulen, gut ausgebildete, mutige(!) und gut unterstützte Lehrkräfte und Erzieher_innen gute Berufseingliederung und viele andere Maßnahmen (ja, auch Streetworker und Stadteilmütter!), viel Frustrationstoleranz und viel Geduld. Das braucht alles Zeit, bis es greift (siehe auch http://www.spiegel.de/sch..., Kann mal ein Kreuzberger sich dazu äußern, ob das Schönrednerei von Schulz ist oder nicht?)

Also:

Von Schulz halte ich nicht allzu viel, aber mit seiner Gegenrede hat er inhaltlich recht.

Immer vorausgesetzt, man mißversteht Buschkowsky. Ich halte es schon für die Aufgabe eines Bezirksbürgermeisters, die Finger in die Wunden zu legen. Fakt ist: es gibt Importbräute, signifikant höhere Kriminalität unter arbeitslosen männlichen Youngstern, Drogen, Armut, Rückzug der Polizei (durch Zersparung, danke Thilo), Chancenungleichheit etc.etc. Fakt ist auch: es war schon deutlich schlimmer.

Es ist auch nicht so, daß sich die Welt bei Überquerung des Landwehrkanals von Kreuzberg nach Neukölln grundlegend ändert. Auch nach einem überprüfenden Blick aus dem Fenster: Neukölln steht noch, ehrlich.

Mir erscheint es als eine Frage von Glas halbleer (Buschkowsky) oder Glas halbvoll (Schulz). Ich persönlich neige zur Haltung des halbvollen Glases, mit ein klein bißchen Optimismus geht's einfach besser. Völlig schräg finde ich die Ambitionen einiger 'Kenner' hier, nicht nur das halbvolle/-leere Glas, sondern gleich das Kind mit dem Bade auszuschütten.

Dazu gehört auch Herr Sarrazin, in eigenartigem Widerspruch zu seinem Buch und dem darin geforderten Akzent auf Bildung stehen nämlich seine Kürzungen gerade bei der Bildung während seiner Amtszeit als Finanzsenator (neben seinen 46 Haupttätigkeiten). Ich habe wirklich den Kanal voll von Politikern, die exakt das Gegenteil von dem tun, so lange sie Macht innehaben, als dem, was sie in Büchern anmahnen. Das macht sie nicht glaubwürdiger.

Ich habe das Buch nicht gelesen,

allerdings die Rezension heute in der SZ. Da kam der Inhalt aber ganz anders rüber als Sie das beschreiben. Und das, was ich bislang von Buschkowsky gehört habe, spricht eher nicht für Ihre Sichtweise. Vielmehr möchte er, das alle Kinder Chancen bekommen, unabhängig von ihrem Elternhaus. Dazu setzt er sich in die Schulen seines Bezirks. Und dass die von ihm benannten Probleme gehäuft in seinem Bezirk auftauchen, ist zunächst mal nicht seine Schuld. Auf Köln bezogen: Wenn mir ein Türke, der in der Eifelstraße wohnt, sagt, dass er nie im Leben nach Kalk oder Mülheim zöge, weil er nicht möchte, dass seine Kinder in die falschen Kreise geraten, dann darf ich doch wohl annehmen, dass es in Kalk und Mülheim Probleme mit einer bestimmten Gruppe Leute gibt. Wenn mir ein Türke im Severinswall sagt, dass die Stadt aufpassen müsse, damit die Gegend nicht so wird wie Kalk oder Mülheim, dann fühlt auch dieser Mensch sich in den genannten Stadtteilen aufgrund der dortigen Probleme mit manchen Menschen nicht wohl. Und beide bezogen sich ganz klar auf die türkischstämmige Bevölkerung dieser Stadtteile.
Sinn sollte doch sein, die Abgehängten mitzunehmen, Und das geht ja wohl eher nicht damit, dass man sagt "keine Ahnung, wie die da leben, interessiert mich aber auch nicht, und jeder, den's interessiert und der was ändern will ist ein Rassist".

Signifikant höhere Kriminalität unter arbeitslosen männlichen

Youngstern - wobei Herr Buschkowsky die "arbeitslosen männlichen kriminellen Youngster" durchaus noch aufbröselt, wenn er vom Jugendvollzug berichtet, wo 30% der jungen Insassen auf Schweinefleisch verzichten MÜSSEN - was aus meiner Sicht doch wohl heißt, dass die signifikant hohe männliche Kriminellenrate von 70% bei den jungen Nicht-Schweinefleisch- Essern angesiedelt sind, und nicht bei den arbeitslosen kriminellen Youngstern.
Oder lese ich das bei Buschkowsky falsch?

'auf Schweinefleisch verzichten MÜSSEN'

Sagen Sie, größere Probleme sehen Sie nicht, als daß kriminelle junge Deutsch-Deutsche 'auf Schweinefleisch verzichten MÜSSEN'? Schweinefleischkonsum im Übermaß ist übrigens gar nicht gesund, es führt u.a. zu Busen bei Männern, zu Impotenz und zu Antibiotika-Resistenzen.

Wer vermehrt schlechtere Chancen auf einen Ausbildungs- und/oder Arbeits-Platz hat, können Sie selbst recherchieren? Tip: es sind weniger die, die im Gefängnis (ja, bereits in der Kita!) 'auf Schweinefleisch verzichten MÜSSEN'.

Es sind mitnichten meine Worte, werte Mitforistin

In dem Vorabdruck zu dem Buch lesen Sie unter der Überschrift
Die bittere Wahrheit über unser Sozialsystem von Herrn Buschkowsky
"Wie schnell und devot sich unsere Gesellschaft zurückzieht, zeigt auch ein anderes bemerkenswertes Beispiel: In der Jugendarrestanstalt in Berlin erhalten die Insassen grundsätzlich kein Essen mehr, das Schweinefleisch enthält. Die Begründung für den Erlass: „70 % der dortigen Arrestanten haben einen Migrationshintergrund. Sie dürfen aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen. Extrawürste lohnen sich nicht.“

Vermehrte Chancen auf Arbeitslosigkeit sehe ich im Übrigen gerade auch bei denen angesiedelt, die von ihren Eltern nicht in die Kita geschickt wurden um nicht mit unserer
westlichen Kultur in direktem Bezug geraten.

Buschkowsky dazu:
"Wir haben dieses Jahr insgesamt 39 % aller Einwandererkinder eingeschult mit gar keinen oder nur sehr fehlerhaften Deutschkenntnissen.

Wir schulen Kinder der dritten oder vierten Einwanderergeneration ein, die der Landessprache nicht mächtig sind. Von denen fast 10 % sogar ohne jeden Bezug zur Sprache sind.

Obwohl zumeist einer der Elternteile in Deutschland geboren und aufgewachsen ist.

Wo haben sie bisher gelebt? Wie wird in der Familie gesprochen? Welcher Fernsehsender ist eingeschaltet?"

Ähm...

Bis jetzt fehlen Kita-Plätze. Das taten sie auch schon zu den Zeiten, als die kein-Schweinefleisch-Essenden im Kita-Alter waren.

Als die kriminellen Kein-Schweinefleisch-Essenden Kinder waren, gab es auch noch keinen Bezirksbürgermeister, der sich dafür interessiert hätte, wie viele Kinder ohne hinreichende Deutschkenntnisse in die Schule kommen. Daß derlei überhaupt ab den 80ern slowly by slowly ein Thema wurde, lag auch nicht an konservativen Politikern, sondern an den bösen grünen multikulti-träumenden Gutmenschen.

Ansonsten: ja, Sie haben recht. Es gibt Familien, die nicht wollen, daß ihre Kinder mit unserer Kultur in Berührung kommen. Unterschiedlicher Herkunft übrigens, manche ursprünglich aus der Türkei, andere aus Zehlendorf, die ihre Kinder lieber in Privatschulen schicken. Parallelgesellschaften, so weit das Auge reicht.

Vermehrte Chancen auf Arbeitslosigkeit für Kinder/Enkel von Einwanderern bestehen da, wo sie mit Vorurteilen bedacht und ausgegrenzt werden und wo es zu wenige Arbeits- und Ausbildungsplätze gibt.

Abschließend: kein Schweinefleisch im Knast interessiert mich erstens nicht besonders und anders als Buschkowsky halte ich das zweitens nicht für ein Zeichen davon 'wie devot sich unsere Gesellschaft zurückzieht'. Sondern für: 'Lohnt sich nicht', für ein Kostenargument. Es ist blanker Unsinn, daß es zu irgendeiner Zeiten besondere Rücksichtnahme auf die Ernährungsgewohnheiten von Einwanderern gegeben hätte.

Mit anderen Kulturen lernen; Auf andere Schulen schicken

"Es gibt Familien, die nicht wollen, daß ihre Kinder mit unserer Kultur in Berührung kommen. Unterschiedlicher Herkunft übrigens, manche ursprünglich aus der Türkei, andere aus Zehlendorf, die ihre Kinder lieber in Privatschulen schicken. Parallelgesellschaften, so weit das Auge reicht."
-
Mir ist die Parallelwelt, die Geld für die Bildung ihrer Kinder ausgibt - eigene Erarbeitetes- wesentlich angenehmer
als solche, die dieselben Werte in Nobelkarossen investieren und Monat für Monat am Laufen halten - aber ihre Kinder per Schüssel mit der Heimat vernetzen - die sie nicht hier und in unserer Sprache sehen.

Herr Buschkowsky ist in meinen Augen ein Mensch, der auch als SPD'ler langsam einsieht, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann -nur reinschütten, nichts fordern- sondern der das Ruder in Richtung Eigeninitiative und Eigenanteil am persönlichen Weiterkommen für jede Gesellschaftsschicht einfordern möchte.
Und das ist gut.
Fehler wurden gemacht - auch auf der Seite, die nur auf den Staat wartete - das wurde ihnen aber auch von denen beigebracht die sie von der Erwerbswelt hier auf die Transferwelt einstimmten und immer noch einstimmen.
Nur werden die Mahner mehr und lauter.

Im Übrigen

istr es ein Unterschied ob jemand sagt: Diese Menschen haben ein Problem, oder sagt: Diese Menschen sind das Problem.

Wenn jemand ein anderes Strafrecht extra für Migranten fordert oder die Einbürgerung erschweren will, dann sagt er zweiteres. Wenn jemand ein Problem einer sozialen Unterschicht, die in der Chancenungleichheit unter geht und täglichen Beschimpfungen ausgesetzt ist, dann ist das Zweiteres.

Buschi und Sarrazin nehmen ein allgemeines problem, das mit nichten nur Muslime betrifft, und erzeugen den Eindruck, dass diese Menschengruppe aufgrund ihres kulturellen Hintergrundes diese Auswüchse zu verantworten hat. Er stellt dem die "deutsche Kultur" entgegen, die er garnicht erklärt, weil sie garnicht so leicht zu umreissen ist, und sagt damit: Wir leben richtig, die leben falsch. Dass dabei "wir" und "ihr" ebenso keine sauber zu umreissende Gruppen sind sehen die rechten Leser von PI und anderswo nicht. Sie freuen sich einfach, dass es jemand diesen Muslimen zeigt.

Das ist nicht die Art mit der man um benachteiligte Gruppen kämpft, mit der man sich um die Porbleme kümmert. Denn es ist nicht die Kultur der Muslime sondern ihr sozialer Status in einigen Breiechen Deutschlands. Denn wie gesagt, viele Länder haben solche Gruppen, wie eben die Amerikaner die Schwarzen.

Das Problem was nicht gesehen wird ist, dass wenn man Amerikaner von Schwarzen und Muslime von Deutschen unterscheidet, man negiert, dass Schwarze Amerikaner und Muslime Deutsche sind.

Ich glaube,

Sie haben offenbar etwas völlig anderes gelesen als der Rezensent der SZ (der ja immerhin sogar das Buch gelesen hat und nicht nur irgendwelche Teil-Vorabdrucke).
Im übrigen finde ich es hochinteressant, dass Sie immer wieder Muslime erwähnen - woher wissen Sie eigentlich, dass es sich bei den Problemgruppen, die B. benennt, um Muslime handelt? Nur weil sie irgendwann mal von einem Elternteil aus dem Libanon abstammten?

Ganz genau

Sie haben Recht. Sprachdefizite in der 2. 3. und 4. ect. Generation sind der Gesellschaft geschuldet, denn sie belegen das was Studien regelmäßig behaupten: Die Chancengleichheit in Deutschland ist kathastrophal. Wer du bist, entscheidet nicht dein Intellekt sondern deine Herkunft, deine Eltern. Du wirst in die Hauptschule gesteckt zu anderen, die auch nicht gefördert wurden und versauerst in einer stadt mit hohem Kriminalitätsniveau. Anschließend erzählt dir dein Bürgermeister, dass du das Problem bist und dich gefälligst um die deutsche Kultur bemühen sollst.

Einfach unverbesserlich,der deutsche common-sense. Am ende ist es immer der Zuwanderer. Nicht etwa das beschissene Schulsystem, das dir schon mit 9 Jahren auf die Stirn drückt, dass du Ausschuss bist.

Gilt genau so für Deutsche im Übrigen. Mein Hauptargument!

Dann bitte ich Sie,

mir Argumente zu nennen, die sich aus der Beschäftigung mit den Darlegungen des Herrn B. ergeben. Wenn Sie das Gespräch mit ihm in der Print-Ausgabe der ZEIT gelesen haben und nicht nur den auszugsweisen Vorabdruck seines Buchs in BILD, dann sollten Sie dazu auf sachliche Art in der Lage sein.
Ihre permanente Behauptung, B. diskriminiere Muslime, wirft eher ein Bild auf Sie als auf Buschkowsky: alles, was irgendwie arabisch, türkisch oder sonst integrationsunwillig ist, wird von Ihnen (!!) als "Muslim" bezeichnet. B. redet z.B. von arabisch- oder türkischstämmigen Familien!
Darüberhinaus empfehle ich Ihnen die Reissebeilage der SZ, in der eine türkischstämmige Reiseleiterin über eine Führung durch ihren Kiez Neukölln berichtet. Die würde von Ihnen wahrscheinlich sofort als "rassistisch" bezeichnet, legten Sie an deren Äußerungen auch nur annähernd die gleiche Messlatte an wie an Buschkowskys auszugsweise zitiertes Buch.

'Buschkowsky mag sein Neukölln'

und will etwas FÜR Neukölln erreichen. Genau das ist es, was ihn von den Sarrazynikern so grundlegend unterscheidet und warum er (ähnlich wie Kirsten Heisig, bei der auch immer spürbar war, daß sie ihre Klientel mochte und etwas FÜR sie erreichen wollte) nicht als Munition für Fremdenhass zu mißbrauchen ist.
Genau das ist es auch, warum er seit 11 Jahren geschätzter Bürgermeister in Neukölln ist.

Der sein Neukölln aber genau so beschreibt

wie hier so mancher Kommentator, dem dann von Ihnen entgegenschallt auf welchem Planeten er denn lebe - jedenfalls nicht in dem Neukölln, das er so beschreibt, wie hier der Buchautor mit berufenem Munde.
Darf Herr Buschkowsky die Dinge so benennen wie sie sind - während Sie andere dafür nach rechts abdrängen und auf Ihr schönes Neukölln- Bild festlegen möchten?
Für die Sichtweise des Herrn Buschkowsky, dem ich voll zustimme, haben Sie aber scheint's doch Sympathie - warum dürfen Andere diese Sichtweise nicht beschreiben, ohne gleich auf die rechte und rassistische oder dieeinereligionsfeindliche Schiene umgelegt zu werden?

Hatten wir schon einmal das Vergnügen?

Oder sind Sie einer der Leser, die meine Beiträge bereits seit Jahren aus dem off verfolgen? Würden Sie aber bitte auf unwahre Unterstellungen wie 'andere dafür nach rechts abdrängen' verzichten? Danke sehr.

Die Antwort: weil ich es satt habe, daß eine kleine Zahl von gesperrten und sich stets wieder neu bei ZO anmeldenden Sarrazynikern mutmaßlich aus der Provinz aus dem Bezirk neben meinem Heimatbezirk wahrheitswidrig ein Ghetto und aus seinen Bewohnern faule, nutzlose, auszuweisende Menschen machen. Während, ich schrieb es bereits, Buschkowsky (in bedauerlich blödzeitungskompatibler Sprache) etwas FÜR Neukölln erreichen möchte, Neuköllns Bewohner spürbar mag und mit Leidenschaft Bürgermeister ist. Deswegen habe ich für Buschkowsky Sympathien.

Rassismus ist übrigens nicht notwendigerweise 'rechts'. Vielleicht möchten Sie sich aber über Rassismus ein wenig informieren http://www.dir-info.de/do... Gern geschehen.

Nun, Mundtotmachung ist Ihnen ja auch nicht unbekannt

Gut, wenn man dann noch Verbindungen hat um das zu verhindern. Wer hat, der hat. Neidlos. Ist aber nichts um auf Andere, die solche Wege ablehnen und verachten, immer wieder neu hinabzuspucken. Sie haben Ihre Wege, andere müssen den holprigen Weg einschlagen.
Zur Erinnerung?http://www.freitag.de/aut...

Also, der Eine, der behauptet in Neukölln geht schwer was Schlechtes ab - Daumen runter - berichtet von einem anderen Planet als Dame sie wahrnehmen
und der Andere heißt Buschkosky, ist 'ne begnadete Amtsperon und sagt dasselbe - der meint's nur gut.

Ich behaupte mal: Jemand Anderes, der das in Worte setzt, in die selben Worte wie Buschkoswksy als elder stateman, der käme ganz schnell an die von Ihnen so empfundene Mundtotmachung und müsste sich mal wieder eine allgegenwärtige Floskel ansehen.
Ich sehe die, die so herumlavieren, mit einigem Abscheu als Wortverdreher oder Wendehals, um nicht ein -schleimer oder -kriecher Wort zu verwenden

Ja, der Mann hat - sorry - einfach Recht.

Ich lebe seit bald vier Jahren in Neukölln, 20 m entfernt von der Sonnenallee und vielleicht 200 m entfernt von der Karl-Marx-Straße. Ich frage mich auch immer, von wem die linken Gentifizierungsgegner sprechen, wenn sie meinen: "Die blöden Bayern und Schwaben mit ihren dicken BMWs und Mercedesen...". [...]
Es ist auch absolut normal, unter der Woche Nachts um 00:30 Uhr kl. Kinder auf der Straße spielen zu sehen.
Das mit der arabischen Frau die kein Deutsch spricht kann ich jedoch nicht bestätigen. Ich würde lügen würde ich sagen, dass mir in den vier Jahren auch nur eine diese Frauen begegnet ist. Vielleicht weiß ich es nicht, weil wir uns nicht unterhalten haben. Vielleicht gehen die nicht so oft auf die Straße. Aber hier kann ich Buschkowsky, basiert auf meiner Erfahrung, nicht Recht geben.
Ansonsten musste ich bei dem Text mit jeder Zeile mehr nicken.
Neukölln ist schön, Neukölln ist auch nicht gewalttätig. Aber, Neukölln hat diese Probleme, wie Sie Buschkowsky geschildert hat, wenngleich ich eine Mercedes S-Klasse mit vier oder sechs Auspuffrohren zwar etwas komisch finde, aber nicht problematisch. Viel problematischer ist die Faulheit dieser jungen Männer. Statt auszusteigen und zu klingen, drückt man auch nachts um 3 Uhr einfach auf die Hupe - und damit endet für meine Frau und mich die Nacht, denn dann wacht unser Sohn auf.

Gekürzt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

Klischees

Wenn Buschkowsky von den jungen Männer in den schwarzen, tiefergelegten S-Klasse-Mercedessen mit der Vierfach-Auspuffanlagen schreibt, muß er doch selbst einsehen, daß diese jungen Männer den gesellschaftlichen Aufstieg perfekt hinbekommen haben. So eine S-Klasse muß auch bezahlt ,oder finaziert werden, den Unterhalt eines Fahrzeuges dieser Größenordnung kann nur jemand wuppen, der entweder einen ausgezeichneten,gut bezahlten Beruf erlernt hat,oder über Fähigkeiten verfügt über die andere eben nicht verfügen, z.B.das Fußballspiel sehr gut beherscht. Auch ich sehen diese jungen Männer recht häufig, gerade in sog. Problemstadtteilen.Zu den Armen oder Bildungsfernen sind diese Jungs aber offensichtlich gar nicht zu zählen.

Das ist kein gesellschaftlicher Aufstieg.

"Wenn Buschkowsky von den jungen Männer in den schwarzen, tiefergelegten S-Klasse-Mercedessen mit der Vierfach-Auspuffanlagen schreibt, muß er doch selbst einsehen, daß diese jungen Männer den gesellschaftlichen Aufstieg perfekt hinbekommen haben"

Es ist kein gesellschaftlicher Aufstieg, wenn alle Mitglieder einer Großfamilie zusammen legen, sich verschulden nur um dann ein für ihre repräsentatives Statussymbol zu erwerben.

Andere Fähigkeiten

Genau:
-Drogenhandel
-illegale Prostitution
-Schutzgelderpressung
-nicht angemeldete Gastronomie mit Schwarzarbeit
-Autodiebstahl und das Verkaufen von gefälschten Dokumenten
-Waffenhandel
-illegale Wetten
Das sind die Fähigkeiten mit denen die Potenzschlitten bezahlt werden. Nicht nur im Autoverkehr, sondern auch in anderen Bereichen ist Neukölln teilweise rechtsfreier Raum. Oder es herrscht das Gesetzt der Straße und des Stärkeren.

Neulich stand im friedlichen Friedenau eines dieser Autos

mit zweien dieser präpotenten Jungmänner quer über Bürgersteig und Radweg. Der Mann vor mir konnte sich auf dem Fahrradweg noch vorbei schlängeln, als ich (♀) näher kam, fuhr der Fahrer vor und versperrte den Weg völlig! Als ich fragte, was das solle und ob er nicht mal den Weg frei machen wolle, bekam ich als Antwort "Halt die Fresse, Du Schlampe!"

Geliehen

Wenn man Unfallberichte von Unfällen, an denen die bewussten Mehrrohrpkw beteiligt sind, in der Zeitung liest, dann fällt einem auf wie oft dort steht dass der Fahrer mit einem geliehenen Fahrzeug unterwegs war. Da die Tendenz recht teure Autos zu verleihen eher gering ist, braucht man nicht viel Phantasie dass dort nicht alles 100%ig ist. Die Masche dass alles Wertvolle einem Verwandten/bekannten der keine Sozialleistungen zieht "gehört" ist doch nichts neues.

Wenn Sie genau gelesen hätten,

hätten Sie bemerkt, dass die beiden "Herren" mir als Frau absichtlich den Weg versperrten, nachdem sie den Mann vor mir noch durchließen!
Ganz Ähnliches erlebte ich schon einmal vor einigen Jahren, da in Wilmersdorf und von Jugendlichen gleicher Herkunft!
Erstens! Und zweitens ist weder ein Bürgersteig noch ein Fahrradweg ein Parkplatz! Parkraumnot hin oder her, dann gibt es eben zu viele Autos!

8 Afa81:

"Es ist kein gesellschaftlicher Aufstieg, wenn alle Mitglieder einer Großfamilie zusammen legen, sich verschulden nur um dann ein für ihre repräsentatives Statussymbol zu erwerben."

Kann natürlich auch sein, daß dieses repräsentatives Statussymbol auf dem Weg von nicht ganz gesetzeskonformen Geschäften erlangt wurde. Unter Aufstieg verstehe ich jedenfalls, daß hier über berufliche Qualifikation und Bildung eine entsprechende Karriere und ein damit verbundener sozialer Status erlangt wurde.

Neukölln und seien S-Klassen

Also, nehmen wir einfach mal eine Zahl - 1000 Mercedes S-Klasse. Klar, es kann schon seit, dass davon ein paar mit Geld gekauft wurden, welches nicht auf dem Weg eines gesellschaftlichen Aufstiegs erwirtschaftet wurde. Aber die Menschen hier machen keinen kriminellen Eindruck. Das Gefühl hatte ich nie. Meine Frau hat auch kein Problem damit, um 1 Uhr Nachts alleine auf die Straße zu gehen - in Lichtenberg hatte Sie damit sehr wohl ein Problem.

Man sollte den Text hier nicht missverstehen. Buschkowsky sagt ja keines Wegs, dass Neukölln ein gefährliches, komplett assoziales Pflaster ist. Er sagt auch, dass er diesen Bezirk liebt. Er sieht ein Problem bei den türkischen Jugendlichen bis jungen Männern - und auch hier differenziert er und beschränkt sich auf die Machokultur sowie Kriminelle.

Er sieht ein Problem bei Frauen, die kein Deutsch können - das sehe ich nicht (was nicht heißt, dass es das nicht gibt).

Heinz Buschkowsky ist in Berlin Neukölln gebohren - 1948. Er hat die komplette Entwicklung von Neukölln miterlebt. Er weis wie es war, wie es wurde und wie es ist. Wie sein Name schon sagt, stammt er wie viele in Neukölln aus einer teils schlesischen Familie. Sie müssen verstehen, dass viele Menschen aus Böhmen 1774 nach Berlin Neukölln kamen http://commons.wikimedia....
Einfach mal gucken, was davon noch übrig ist. Er ist der Bürgermeister von Neukölln. Wer, wenn nicht er darf sich in diesem Sinne um seinen Stadtteil sorgen?

Vorurteile

Sie, Herr Sarrazin und Herr Buschkowsky können eines sehr gut: Vorurteile pflegen.

Albert Einstein wusste, das es einfacher ist, ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil.

Aber in Deutschland, das Land des Nationalsozialismus, darf man eben nicht besseres erwarten. Hier scheint es zum Volkssport zu werden, in regelmäßigen Abständen Bücher hochzujubeln, die sich das Maul über Zuwanderer zu zerreissen.

Ich schäme mich, Deutscher zu sein.

Herr Wirtler (1 von 2)...

...kommen Sie doch einfach mal zu uns nach Neukölln. Und dann sehen Sie sich das ganze einfach mal ganz nüchtern an. Gehen Sie auf die Sonnenallee und auf die Karl-Marx-Straße und schauen Sie, wer in den dicken Autos sitzt.
Gehen Sie einfach mal über den Hermannplatz und zählen, wie viele junge Türken ihnen Gras anbieten wollen. Und um 01:00 Uhr gehen Sie die oben genannten Straßen entlang und zählen die Kinder (und ich meine nicht Jugendliche), die da noch rumtollen. Und wenn dann tatsächlich in 9 von 10 dicken Mercedesen ein junger Türke sitzt (was ja erstmal nichts Schlimmes ist), wenn von 10 Menschen, die Ihnen Nachts begegnen zwei unter 14 sind, wenn Sie vier mal gefragt wurden "Brauchst Du Gras" von Menschen, die nichtmal Rauchen dürften... ja, was sage Sie dann? Ich will mit Ihnen garnicht über die Sache diskutieren. Wissen Sie was das große Problem ist? Ich sehe die Dinge. Ich sehe sie jeden Tag. Und wenn ich das schreibe, was ich mit meinen Augen sehe, dann bekomme ich von Leuten wie Ihnen so eine Antwort. Und das stört viele Menschen in Deutschland. Dass sie das, was sie sehen nicht aussprechen dürfen. Ich habe in meinem Kommentar nichts hinzugefügt. Ich habe nicht mit Emotionen etwas hochstilisiert. Sie hauen doch mit Vorurteilen um sich. Sie haben Neukölln noch nie gesehen (das weiß ich aus Ihrem Kommentar) und sagen einfach, dass ich die Unwahrheit sage - weil Sie nur zwei Schubladen im Kopf haben.
Das sehe ich schon daran, dass Sie Sarrazin und Buschkowsky...

Von Neuköllner zu Neuköllner

"Gehen Sie auf die Sonnenallee und auf die Karl-Marx-Straße und schauen Sie, wer in den dicken Autos sitzt.
Gehen Sie einfach mal über den Hermannplatz und zählen, wie viele junge Türken ihnen Gras anbieten wollen. "

Gras? Am H-Platz? Da ist mir schon lange keins mehr angeboten worden. Wenn Sie jetzt wenigstens Hasenheide geschrieben hätten...

"Und um 01:00 Uhr gehen Sie die oben genannten Straßen entlang und zählen die Kinder (und ich meine nicht Jugendliche), die da noch rumtollen. "

Und die gehören ja schließlich ins Bett. Aber was wollen Sie jetzt eigentlich mitteilen?

"Und wenn dann tatsächlich in 9 von 10 dicken Mercedesen ein junger Türke sitzt (was ja erstmal nichts Schlimmes ist),"

Stimmt. Das ist nicht nur erstmal, sondern auch danach nichts Schlimmes. Und wenn Sie ihre Eltern überzeugen können, sich für das Auto des Sohnes so zu verschulden, dann können sie auch in einem solchen Auto sitzen. Und nur nebenbei: Woher wissen Sie, das es sich um Türken handelt?

"wenn Sie vier mal gefragt wurden "Brauchst Du Gras" von Menschen, die nichtmal Rauchen dürften... ja, was sage Sie dann?"

Wie wärs mit "Nein!"?

"Wissen Sie was das große Problem ist? Ich sehe die Dinge.
Ich sehe sie jeden Tag."

Ja. Diese ganzen fürchterlichen Türken in Autos. Vielleicht sollten sie das, was sie angeblich sehen, einfach mal hinterfragen.

"Und das stört viele Menschen in Deutschland. Dass sie das, was sie sehen nicht aussprechen dürfen."

Blödsinn. Wer verbietet ihnen das? Niemand.

"Zusammenlegen", wie rührend.

Mag mitunter vorkommen, wäre auch nicht schlimm - wenn auch nicht besonders klug.
Schlimmer ist die organisierte Kriminalität, die von einigen arabischen "Großfamilien" (Clans) ausgeübt wird. Polizei und Justiz stehen ihr machtlos gegenüber.
Schon im Dezember 2010 war das Thema im Innenausschuß de Abgeordnentenhauses von Berlin. Beschlüsse wurden allerdings nicht gefaßt und gebesset hat sich seitdem auch nichts (lasse mich gern eines besseren belehren, wenn jemand über neue Informationen verfügt.
Protokoll der Sitzung hier: http://www.mister-wong.de...

Spiegel-Artikel zum Thema:
http://www.spiegel.de/pan...

Schön, daß Sie die Mahalmi erwähnen

Das ist ein 1a Beispiel für *auch* staatliches Versagen.

Die Mahalmi sind eine arabischsprachige Ethnie, die ursprünglich in Irak, Iran, Syrien, Libanon, Türkei lebten. Mit dem Ende des osmanischen Reichs und der damit einhergehenden Grenzziehungen wie auch der Verfolgung der Kurden (denen sie gern fälschlicherweise zugeschlagen werden) flohen viele der heute in Deutschland beheimateten Mahalmi in den damals reichen Libanon. Dort hatten sie oft entweder gar keine Papiere oder Fremdenpässe.

Im Rahmen des Bürgerkriegs im Libanon in den 70ern flohen viele nach Deutschland und waren mit dem Moment der Ausreise aus dem Libanon staatenlos. Diese Staatenlosigkeiten wurde in Deutschland aber nicht anerkannt, als Asylbewerber durften sie nicht arbeiten, es wurden x Abschiebversuche in die Türkei getätigt (unerfolgreich), geeignete Integrationsmaßnahmen unterblieben, ihre Kinder wurden meist später naturalisiert. Wie hilfreich es für die Integration von Kindern ist, xfach im Flugzeug zur Abschiebung zu sitzen, wie förderlich es für die Einhaltung von Regeln ist, wenn nicht mal die Polizei darauf besteht und daß ein rundes Jahrhundert Verfolgungsgeschichte keine Besserungsanstalt in Bezug auf Befolgung staatlicher Regeln ist, muß ich wohl nicht erklären.

Das Resultat: einige wenige hochkriminelle Clans (die meisten Mahalmi sind geräuschlos integriert), die zB Kinder Drogen verticken lassen. Ein schönes Beispiel dafür, daß alte ungelöste Probleme sehr dazu neigen, sich zu vergrößern.

Junge Männer mit Edelkarossen - ein weites Feld

Einen kleinen Einblick, wie auch junge Männer zu Edelkarossen kommen können, konnten die Kölner beim Fall des sogenannten "Totrasers von Mülheim" gewinnen. Ein 27-jähriger Hartz-IV-Bezieher hatte mit einem 300 PS starken Mercedes durch überhöhte Geschwindigkeit einen Unfall verursacht, der einen Fußgänger das Leben kostete. Im Verlaufe des Prozesses gegen den mehrfach vorbestraften Angeklagten bekam man auch einen Eindruck davon, wie großherzig Autohändler sein können: "Denn die Frage liegt nahe: Wie kann sich ein Paar, das von Arbeitslosengeld II lebt, einen so teuren Mercedes leisten? Auch wenn diese Frage für das Verfahren am Montag nicht von Relevanz war, gab Amine A. eine Antwort darauf. Er habe das Auto von einem Händler auf Raten gekauft, der ihm gesagt habe, Hartz IV sei kein Problem für ihn." http://www.spiegel.de/pan...

"Ich sehe die Dinge."

>>..schauen Sie, wer in den dicken Autos sitzt.. und zählen, wie viele junge Türken ihnen Gras anbieten wollen.<<

oh nein! "bei uns in neukölln" gehts zu, wie in einer großstadt (wenn auch einer ziemlich provinziellen)!
wie sollen "wir in neukölln" in ruhe die ganzen galerien, fashionshops, und studi-cafés mit fancy namen abschreiten, wenn junge türken am hermannplatz gras (oder was für ein kraut auch immer) an unbedarfte 'neuberliner' verscherbeln; oder, noch schlimmer, die paten libanesischer gauner-großfamilien sich zu ennio-morricone-musik in hinterhof-wohnungen versammeln, um eine million an drogen- und hartz4-geldern für ihre scharenweise gezeugten stammhalter zusammenzuwerfen, nur damit die vor ihren gangsta-kumpels mit 'dicken Mercedesen' posen können.
im ernst: 'problembezirke' wie neukölln mit seinen hippen läden, bio-eisdielen und joggenden bwl-studenten können sich richtige großstädte nur wünschen. waren Sie mal in den 'neuköllns' von paris, london oder gar einer amerikanischen großstadt?
natürlich gibt es diese probleme unter und mit der arabisch/türkischen minderheit in nk und anderswo. aber wenn szenebezirk-bewohner mit alberner 'bei uns im ghetto'-attitüde aus türkischem drive-by-folkloregedudel gleich l.a. south central machen und die heldensehnsucht des gemeinen butzenscheibenbürgers aus einem dicken bezirksbürgermeister wieder mal einen mutig-verwegenen 'aussprecher unbequemer wahrheiten' macht, ist das einfach nur affig.

Die Realität ist,dass die überragende Mehrheit aller Migranten keine Kriminelle sind, keine "Arschlöcher" wie sie B. beschreibt. Die Realität ist, dass die meisten Migranten integriert sind , und viele derjenigen die nicht integriert sind, keine Schuld tragen, angesichts der niederschmetternden Urteile, die Deutschland in Punkto Chancengleichheit und Integrationspolitik von Wissenschaftlern bescheinigt bekommt!

Die Realität ist, dass die Menschen auf die sich Sarrazin und B. beziehen einen geringen Prozentsatz der Migranten betrifft und in ähnlicher Lebenslage das Gleiche für Deutsche gilt.

Die Realität ist, dass Migranten in diesem Land, insbesondere Türken/Muslime im allgemeinen, als homogene Gruppe verstanden werden, in der sich jedes "Mitglied" für das andere rechtfertigen zu hat. Dabei wird ignoriert, dass die Gruppe der "Migranten" absolut heterogen ist und "die Migranten" primär eine theoretisch angelegte Gruppenbezeichnung ist, welche eben eine in sich verschiedene Gruppe bezeichnet. Ein Türke ist nicht gleich ein Türke, genau so wenig wie ein Deutscher gleich ein Deutscher ist. Schließlich haben Sie und ich auch völlig unterschiedliche Ansichten.

Dieser gruppenspezifische Urteilswahn nervt mich , weil ich weiß, dass sich das mit beliebigen Gruppen veranstalten lässt. Morgen sind es dann eben Juden und in nächster Zeit eine Gruppe zu der ich gehöre. Wenn ich etwas aus der Geschichte meines Landes gelernt habe, dann dass man Menschen als Individuen beurteilen muss.

Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk

und zurück zum Neuköllner

"Gras? Am H-Platz? Da ist mir schon lange keins mehr angeboten worden. Wenn Sie jetzt wenigstens Hasenheide geschrieben hätten..."

Vielleicht gehe ich etwas offener über den Hermannplatz als Sie - mir wird das regelmäßig angeboten. Und ich habe damit auch kein Problem. Dazu sage ich am Ende noch etwas.

Antwort auf die Kinder, die spät Nachts auf der Straße rumrennen:
"Und die gehören ja schließlich ins Bett. Aber was wollen Sie jetzt eigentlich mitteilen?"

Darauf gehe ich auch am Schluss ein.

"Ja. Diese ganzen fürchterlichen Türken in Autos. Vielleicht sollten sie das, was sie angeblich sehen, einfach mal hinterfragen."

Gut, wenn Sie die Türken furchtbar finden, verstehe ich nicht, weshalb Sie in Neukölln leben. Das ist dann wirklich nicht klug, denn es gibt billiger Ecken als Neukölln.

Zu den Kindern Nachts auf der Straße und zu den Arabern, die am H-Platz Gras verticken genauso wie zu den Autos: Was ist so schwer daran, das mit dem Text zu assoziieren? Herr Buschkowsky schreibt von Bildungsferne, Kleinkriminalität und Machokultur am Beispiel Autos. Und ich schreibe, dass er Recht hat und nenne Beispiele, die ich eben hier aus Neukölln kenne - und gezielt keine Einzelbeispiele. Das Sie jetzt mir gleich unterstellen, dass ich das als DAS Problem ansehe... da kann ich Ihnen nicht helfen. Ich denke, ich habe mir jede Wertung erspart.

"Verbieten" tut einem niemand, zu sagen was man sieht. Aber an Ihrem Beispiel sehe ich ja, was dann passiert...

Sie sind wie ein Stier, der das rote Tuch sieht...

Lesen Sie mal nochmal meinen Text und sagen Sie mir, ob Sie in einem der vielen Kommentare die ich hier geschreiben habe auch nur eines der "beschwerenden" Adverben finden, die Sie hier schreiben.

Nochmal: Buschkowsky bringt hier einige Beispiele - ich schreibe, dass ich diese bestätigen kann. Das das schlimm ist - schreibe nicht ich. Dass das asozial ist, weil ich in Ruhe meinen Latte schlürfen möchte - schreibe nicht ich. Sorry, ihr ganzer Kommentar liest sich recht auswendig gelernt - haben Sie das bei der AntiFa gelernt? Oder bei "hier wehren sich Neuköllns Mieter(innen)"?
Ich weiß garnicht, was ihr Kommentar soll? Sie regen sich über meinen Kommentar auf und schreiben dann, dass es "natürlich auch in Nk diese Probleme gibt". Nehmen Sie sich überhaupt selbst noch ernst, oder waren Sie vielleicht gerade Nachschub holen in der Hasenheide?

Nochmal (zum 100sten Mal - wie im Kindergarten): Ich finde die dicken Autos nicht schlimm - aber ich sehe Sie und kann damit Buschkowskies Behauptung bestätigen. Es gibt schlimmeres als Kleinkriminalität - aber ich sehe Sie (und ich rauche auch gerne mal was - somit profitiere ich auch davon) und kann somit Buschkowsky bestätigen. Ich habe noch keine Frau getroffen die kein Deutsch kann - deshalb habe ich in mehreren Kommentaren Buschkowsky in diesem Punkt widersprochen - wenngleich er Neukölln besser kennt als ich.

Man, das versteht sogar meine kleine Nichte. Warum müssen Sie jetzt Dinge hier rauslesen, die nicht geschrieben sind?

Faustschlag ins Gesicht eines jeden Drogenahängigen

@gooder:
Zitat von Ihnen: daß diese jungen Männer den gesellschaftlichen Aufstieg perfekt hinbekommen haben. So eine S-Klasse muß auch bezahlt ,oder finaziert werden, den Unterhalt eines Fahrzeuges dieser Größenordnung kann nur jemand wuppen, der entweder einen ausgezeichneten,gut bezahlten Beruf erlernt hat,oder über Fähigkeiten verfügt über die andere eben nicht verfügen, z.B.das Fußballspiel sehr gut beherscht /Zitat Ende

Ihr sehr dummer Kommentar ist ein Faustschlag ins Gesicht eines jeden Drogenabhängigen und jeder Frau die zur Prostitution gezwungen wird. Mit nichts anderem, werden in diesen Vierteln diese Autos bezahlt.

Wahrscheinlich nicht. . .

. . .hier im Ruhrgebiet ist das Verhalten solcher junger Männer nicht anders, egal wo irgendein Radweg ist ;-) . Es hilft nichts, die verhalten sich im öffentlichen Raum aus ihren ureigensten Gründen asozial bis ihn zur Gewalttätigkeit. Hier gibt es nix darüber in den Medien, hier muß man selbst Konzepte vor Ort sofort entwickeln. Die allgemeingültigen Regeln der deutschen Mehrheitsgesellschaft gelten dann nicht.

Irgendwelche *seriösen* Quellen für Ihre Behauptung?

Oder entspringt die Finanzierung aller dicken Autos in Neukölln durch Schutzgeld-Erpressung allein Ihrer Phantasie?

Nicht, daß Sie mich mißverstehen, es mag sehr gut möglich sein, daß es auch ein paar 'Geschäftswagen' gibt, ist eine Großstadt hier. Für den Fall, daß Sie das nicht wissen: viele Deutschtürken (und mutmaßlich auch Deutscharaber) pflegen ein sehr zärtliches Verhältnis zu ihren Statussymbolen. Was einen zu Geduld und Gelassenheit mahnt, wenn man nur mal eben schnell die eigene olle Karre durch die Waschanlage fahren wollte. Dagegen ist die samstäglich-deutsche Autopflege und Huldigung des motorisierten goldenen Kalbs rein gar nichts.

Es ist genau so, wie Afa es schon schrieb: Familien legen für Statussymbole zusammen. Es wird übrigens auch gern in Goldschmuck investiert. Andere dicke Autos sind geleast, es sind ziemlich viele Deutschtürken hier selbstständig. Nicht nur im Obst- und Gemüsehandel übrigens, sondern als Unternehmer jeder Art, Anwalt, Notar, Arzt, Übersetzer, Gutachter, Gastronom etc.etc.

Was die 'jungen erfolgreichen Sicherheitsmanager' angeht (there is no such thing as rechtsfreier Raum) ein Beispiel ganz ohne 'Geschäftswagen' und 'Gewinnabsicht': im Görlitzer Park (Kreuzberg) werden keine harten Drogen verkauft, weil junge Deutschtürken und -araber darauf achten. Weil ihre Familien dort picknicken.

Und nicht, weil die Polizei sich darum kümmern würde.