Religionsdebatte: Mehr Respekt bitte!
Anti-Islam-Film, Beschneidung, Pussy Riot: Wir tun uns schwer mit den Gefühlen von Gläubigen, weil viele keine Rücksicht mehr nehmen.
© Bernat Armangue/AP/dapd

Orthodoxe Christen in Jerusalems Altstadt
Religion ist in Deutschland zum Fremdkörper geworden. Im Osten gehört nur noch eine winzige Zahl Menschen einer Kirche an. Im Westen bekennt sich ebenfalls nur noch eine Minderheit zum Glauben. Der Missbrauchskandal in christlichen Einrichtungen und die weltfremde Haltung insbesondere der katholischen Kirche in vielen Lebensfragen haben das Ihre zur religiösen Entfremdung einer einst christlich geprägten Gesellschaft beigetragen.
Umso schwerer tut sich die breite Mehrheit mit denen, die nach wie vor einem Gott, Allah oder Jaweh anhängen und dies nicht verbergen. Das wurde schon in der Beschneidungsdebatte deutlich. Das zeigte sich erneut im Unverständnis im Westen darüber, dass Mitglieder der russischen Frauen-Punk-Gruppe Pussy Riot wegen ihres provokativen Protestes in einer orthodoxen Kirche verurteilt wurden, der hierzulande selbst bei Christen allenfalls noch ein Kopfschütteln hervorrufen würde, während in Russland das harte Urteil von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung begrüßt wurde. Und das zeigt auch jetzt die aufgeregte Diskussion über ein Verbot des antimuslimischen Videomachwerks eines Islamhassers.
Dürfen Juden und Muslime aufgebracht sein, wenn ihnen die Ausübung eines alten religiösen Brauchs – der Beschneidung von Jungen – aus Gründen des Kinderschutzes von einem Gericht und vielen Kommentatoren als Straftat ausgelegt wird? Dürfen Musikerinnen die Gefühle von Gläubigen selbst in Gotteshäusern verletzen? Müssen wir hinnehmen, dass ein billig gemachtes, nur auf Provokation ausgelegtes Amateurfilmchen, das Millionen von Muslimen in aller Welt in den Zorn und zu gewaltsamen Protesten auf die Straße treibt, im Internet zu sehen ist und in Deutschland vorgeführt wird? Ist es sinnvoll, dass ein französisches Satireblatt den Konflikt jetzt noch anheizt, indem es Mohammed-Karikaturen veröffentlicht, wie vor Jahren schon eine dänische Zeitung?
Für viele scheinen die Antworten auf diese Fragen klar und einfach: nein, ja, ja, warum nicht?
Freiheit hat Grenzen
Doch die Meinungsfreiheit, die jetzt von manchen so hoch gehalten wird wie zuvor das Recht von Kindern auf körperliche Unversehrtheit und die Kunstfreiheit in Russland, gelten nicht unbeschränkt. Auch in unserer pluralen Gesellschaft und im liberalen Rechtsstaat nicht. Die Meinungsfreiheit endet zum Beispiel dort, wo andere beleidigt werden. Die Kunstfreiheit, wo Gefühle und Rechte von Betroffenen in unerträglicher Weise verletzt werden. Und der Kinderschutz muss abgewogen werden mit der Religionsfreiheit und dem Erziehungsrecht der Eltern.
Nur die Menschenwürde ist unverletzlich. Auch die Würde von Millionen Muslimen.
Natürlich darf Gewalt nicht Freiheit und Recht verdrängen. Aber darum geht es nicht. Auch nicht um den Schutz der inneren Sicherheit, so wichtig die ist. Es geht um die innere Verfasstheit einer sich als aufgeklärt und tolerant verstehenden Gesellschaft und ihre Haltung gegenüber denjenigen, die anders denken, fühlen, handeln.





.. und zwar auch für mich als Agnostiker! Ich hab es satt, dass permanent irgendwelche geistigen Mimöschen zwischen den Ohren bestimmter Leute hervorgekramt werden, nur um damit eine höhere Ordnung zu proklamieren. Permanent und überall wird man mit diesem Grdröhne genervt, es ist kaum möglich sich diesem zu entziehen und seine Ruhe zu haben.
Mir ist Religion egal! Gott spielt für mich keine Rolle und damit auch alles was damit im Zusammenhang steht!
Also bitte: Etwas mehr Respekt und lasst mich (und übrigens auch die übrigen ~30% der Gesellschaft) damit in Ruhe und konzentriert euch mal aufs Wesentliche. Danke!
'Ein frommer Muslim in der Moschee ist mir lieber als ein besoffener Atheist im Freudenhaus.'
"Also bitte: Etwas mehr Respekt und lasst mich (und übrigens auch die übrigen ~30% der Gesellschaft) damit in Ruhe und konzentriert euch mal aufs Wesentliche. Danke!"
Ihre Töne lassen erahnen, dass Sie auch für andere nicht viel Respekt übrig haben..vielleicht werden Sie deshalb nicht in Ruhe gelassen?
Bitte verzichten Sie auf pauschale Herabwürdigungen und äußern Sie sich differenziert. Danke, die Redaktion/fk.
der Journalisten wäre schön.
Was haben denn Anti-Islam-Film, Beschneidungsdebatte und Pussy-Riot wirklich miteinander zu tun?
Der Anti-Islam-Film will beleidigen und Krawall machen, das hat mit Religion wenig zu tun, schon eher, dass Religiöse schrecklich gern und schnell beleidigt sind, was man prima für sich nutzen kann.
Bei Beschneidungen haben anscheinend viele Leute ein Problem damit, dass Religionsfreiheit ein Individualrecht ist, auch dem Säugling zusteht, der darüber hinaus auch noch das Recht hat auf körperliche Unversehrtheit.
Pussy Riot wenden sich gegen eine Kirche, die mit Putin packelt.
Als ich aus der Kirche ausgetreten bin, hat mir der Pfarrer geschrieben und mir "gedroht", ich hätte nun kein Anrecht mehr auf eine kirchliche Beerdigung (ja!). Man hat richtig gespürt, wie er bedauert hat, dass man den Leuten nicht mehr mit der Hölle drohen kann oder auch mit der Inquisition.
Vielleicht haben die (angeblich) antireligiösen Gefühle durchaus auch mit religiösem Machtmissbrauch zu tun.
und genau die fehlt insbesondere zwischen den verschiedenen Religionen und deren Angehörigen. Deshalb habe ich mich von der Kirche verabschiedet. Christliche Werte sind mir wichtig, nicht aber die religiöse Engstirnigkeit. Als Humanist und Agnostiker bin ich keinesfalls Egoist.
Ihr Artikel liest sich wie ein Hilferuf der Religionen. Dabei haben die Religionen dieser Erde mehr Kriege, Tod und Leid zu verantworten als einem Christen recht sein kann.
Dass sich Gläubige gegenseitig auf die Mütze hauen kann man doch den Ungläubigen nicht in die Schuhe schieben.
Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Leben und das was ich hier auf Erden anstelle. Und ich glaube an das Gute im Menschen.
wäre ihnen Gott wichtig, nur dessen irdische Vertreter nicht.
atheistische Grüße
Wäre ich Atheist würde ich gegen Religiöse hetzen, da sie meinem Weltbild widersprechen. Als Agnostiker sind mir Religionen und diese Ausübende egal, da der Urgund (=Existenz Gottes) auf Spekulation beruht.
Meine Bedingung: Bitte nicht permanent damit auf die Nerven gehen.
Sollte Gott sich bei mir melden werde ich meine Meinung dann ändern.
Ich bin auch Atheist und sehe organisierte Religion durchaus kritisch. Wobei ich nochmal diffenzieren muss zwischen Glauben und organisierter Religion. Glaube muss man meiner Meinung nach tolerieren, die Orgaisation von Religion und ihre Gemeinschaften hingegen kann man auch mal kritisieren.
Trotzdem ist Toleranz und Respekt aber keine Einbahnstraße. So wie Sie Toleranz für Ihren Nichtglauben erwarten, müssen Sie auch den Glauben anderer tolerieren.
Sie können nicht erwarten, dass strenggläubige Menschen Kritik an ihrem Glauben tolerieren, wenn dieser nicht mit Respekt geäussert wird.
Meiner Meinung nach ist Respekt sowieso der Faktor, der bei dieser Diskussion viel zu oft vergessen wird.
Im Falle des Films handelt sich um pure Respektlosigkeit, die man auch nicht mehr mit Meinungsfreiheit verteidigen kann. Eine kritisches Buch oder Film über den Islam, der sich kritisch und sachlich damit auseindersetzt, ist wiederrum etwas völlig anderes.
Wer möchte, dass Kritik auch ankommt, muss diese mit Respekt äussern.
Das unterschreibe ich.
Erinnern sollte man den Autor des Artikels auch daran, daß die Religiösen dieser Welt sich ja über alles aufregen dürfen, laut sogar - aber Mord?
Sind nach seiner Meinung die Ermordeten selbst schuld an ihrem Tod? Und wenn nicht, wer dann?
immerhin haben sie es geschafft, sich als erster über etwas aufzuregen, dass für sie garnicht existent ist.
warum also so viel (schlechte) energie verwenden? einfach die artikel nicht lesen und die restlichen ~70% (mehrheit) in ruhe lassen. :)
vielen dank
Die, die Respekt fordern, haben meistens keine. Das trifft vor allem auf viele Gläubige zu, die aus irgendwelchen Märchenbüchern ihre Regeln abstrahieren.
Die Anwendung der Vernunft hat gezeigt: Es gibt keine Religionen, es gibt nur Sekten.
Komisch nur das sich hier Atheisten und Argonisten verteidigen. Ich bin selber Atheist und nehme wahr, das sich die Angehoerigen von Religionen beschimpfen, anfeinden, ja sogar gegenseitig umbringen. Denken wir an die Poepelei gegen einen Rabbiner in Berlin. Waren das Atheisten? Religion ist fuer mich, Opium fuers Volk,. Wie es Marx sagte. Die Macht die damit verbunden ist Menschen zu leiten und zu lenken wurde immer von der Politik missbraucht. Es ist doch toll wenn die Pfarrer, Priester und Mullahs Waehlerstimmen einfangen. Ich habe es auch satt jeden Tag diese Diskussionen ueber Toleranz mir anzuhoeren und mich als Antisemit beschimpfen zu lassen, wenn ich mittelalterliche Rituale oder die Politik Israels kritisiere.
"Sollte Gott sich bei mir melden werde ich meine Meinung dann ändern."
Das ist schön, denn seien Sie versichert, das wird er bestimmt tun!
Ich muss alle anderen Meinungen und auch Glauben tolerieren, also erdulden, weil es keine bessere Möglichkeit für das Zusammenleben gibt. Das kann jeder erwarten.
Respekt, also Achtung, Anerkennung oder Bewunderung, kann niemand einfordern. Normalerweise zollt man Respekt, weil man von den Kenntnissen oder Leistungen anderer überzeugt ist.
Bei dem Wortmissbrauch des Autors muss ich diesen Artikel tolerieren, aber Respekt muss ich dem Autor nicht zollen, weil er sein Handwerkszeug, die Sprache, nicht beherrscht.
Demzufolge muss kein Agnostiker, Atheist oder auch Gläubiger eine andere Religion respektieren, weil Toleranz reicht, damit diese andere Religion frei ausgeübt werden kann. Die Grenzen der Religionsausübung wird in laizistischen Staaten durch das staatliche Recht gesetzt.
Das staatliche Recht respektiere ich, weil es sich als gut erwiesen hat. In anderen Fällen diskutieren wir das Recht und passen es ggf. neuen Bedingungen an. Wer sich trotzdem nicht an das Recht hält, wird im Rahmen des Rechts ggf. verfolgt und verurteilt. Diesbezüglich gibt es keine Toleranz!
Die angeführten Beispiele Beschneidung, Schmähvideo oder Pussy Riot dürfen nur nach dem Recht beurteilt werden. Jeder darf abweichende Meinungen frei äußern, aber nicht gesetzwidrig durchsetzen!
Insoweit respektiere ich ray_blocks Forderung als Agnostiker nicht als Atheist oder Antisemit verleumdet zu werden. Die wenigsten Gläubigen respektieren dies, weil sie Agnostizismus verteufeln.
'Ein frommer Muslim in der Moschee ist mir lieber als ein besoffener Atheist im Freudenhaus.'
"Also bitte: Etwas mehr Respekt und lasst mich (und übrigens auch die übrigen ~30% der Gesellschaft) damit in Ruhe und konzentriert euch mal aufs Wesentliche. Danke!"
Ihre Töne lassen erahnen, dass Sie auch für andere nicht viel Respekt übrig haben..vielleicht werden Sie deshalb nicht in Ruhe gelassen?
Bitte verzichten Sie auf pauschale Herabwürdigungen und äußern Sie sich differenziert. Danke, die Redaktion/fk.
der Journalisten wäre schön.
Was haben denn Anti-Islam-Film, Beschneidungsdebatte und Pussy-Riot wirklich miteinander zu tun?
Der Anti-Islam-Film will beleidigen und Krawall machen, das hat mit Religion wenig zu tun, schon eher, dass Religiöse schrecklich gern und schnell beleidigt sind, was man prima für sich nutzen kann.
Bei Beschneidungen haben anscheinend viele Leute ein Problem damit, dass Religionsfreiheit ein Individualrecht ist, auch dem Säugling zusteht, der darüber hinaus auch noch das Recht hat auf körperliche Unversehrtheit.
Pussy Riot wenden sich gegen eine Kirche, die mit Putin packelt.
Als ich aus der Kirche ausgetreten bin, hat mir der Pfarrer geschrieben und mir "gedroht", ich hätte nun kein Anrecht mehr auf eine kirchliche Beerdigung (ja!). Man hat richtig gespürt, wie er bedauert hat, dass man den Leuten nicht mehr mit der Hölle drohen kann oder auch mit der Inquisition.
Vielleicht haben die (angeblich) antireligiösen Gefühle durchaus auch mit religiösem Machtmissbrauch zu tun.
und genau die fehlt insbesondere zwischen den verschiedenen Religionen und deren Angehörigen. Deshalb habe ich mich von der Kirche verabschiedet. Christliche Werte sind mir wichtig, nicht aber die religiöse Engstirnigkeit. Als Humanist und Agnostiker bin ich keinesfalls Egoist.
Ihr Artikel liest sich wie ein Hilferuf der Religionen. Dabei haben die Religionen dieser Erde mehr Kriege, Tod und Leid zu verantworten als einem Christen recht sein kann.
Dass sich Gläubige gegenseitig auf die Mütze hauen kann man doch den Ungläubigen nicht in die Schuhe schieben.
Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Leben und das was ich hier auf Erden anstelle. Und ich glaube an das Gute im Menschen.
wäre ihnen Gott wichtig, nur dessen irdische Vertreter nicht.
atheistische Grüße
Wäre ich Atheist würde ich gegen Religiöse hetzen, da sie meinem Weltbild widersprechen. Als Agnostiker sind mir Religionen und diese Ausübende egal, da der Urgund (=Existenz Gottes) auf Spekulation beruht.
Meine Bedingung: Bitte nicht permanent damit auf die Nerven gehen.
Sollte Gott sich bei mir melden werde ich meine Meinung dann ändern.
Ich bin auch Atheist und sehe organisierte Religion durchaus kritisch. Wobei ich nochmal diffenzieren muss zwischen Glauben und organisierter Religion. Glaube muss man meiner Meinung nach tolerieren, die Orgaisation von Religion und ihre Gemeinschaften hingegen kann man auch mal kritisieren.
Trotzdem ist Toleranz und Respekt aber keine Einbahnstraße. So wie Sie Toleranz für Ihren Nichtglauben erwarten, müssen Sie auch den Glauben anderer tolerieren.
Sie können nicht erwarten, dass strenggläubige Menschen Kritik an ihrem Glauben tolerieren, wenn dieser nicht mit Respekt geäussert wird.
Meiner Meinung nach ist Respekt sowieso der Faktor, der bei dieser Diskussion viel zu oft vergessen wird.
Im Falle des Films handelt sich um pure Respektlosigkeit, die man auch nicht mehr mit Meinungsfreiheit verteidigen kann. Eine kritisches Buch oder Film über den Islam, der sich kritisch und sachlich damit auseindersetzt, ist wiederrum etwas völlig anderes.
Wer möchte, dass Kritik auch ankommt, muss diese mit Respekt äussern.
Das unterschreibe ich.
Erinnern sollte man den Autor des Artikels auch daran, daß die Religiösen dieser Welt sich ja über alles aufregen dürfen, laut sogar - aber Mord?
Sind nach seiner Meinung die Ermordeten selbst schuld an ihrem Tod? Und wenn nicht, wer dann?
immerhin haben sie es geschafft, sich als erster über etwas aufzuregen, dass für sie garnicht existent ist.
warum also so viel (schlechte) energie verwenden? einfach die artikel nicht lesen und die restlichen ~70% (mehrheit) in ruhe lassen. :)
vielen dank
Die, die Respekt fordern, haben meistens keine. Das trifft vor allem auf viele Gläubige zu, die aus irgendwelchen Märchenbüchern ihre Regeln abstrahieren.
Die Anwendung der Vernunft hat gezeigt: Es gibt keine Religionen, es gibt nur Sekten.
Komisch nur das sich hier Atheisten und Argonisten verteidigen. Ich bin selber Atheist und nehme wahr, das sich die Angehoerigen von Religionen beschimpfen, anfeinden, ja sogar gegenseitig umbringen. Denken wir an die Poepelei gegen einen Rabbiner in Berlin. Waren das Atheisten? Religion ist fuer mich, Opium fuers Volk,. Wie es Marx sagte. Die Macht die damit verbunden ist Menschen zu leiten und zu lenken wurde immer von der Politik missbraucht. Es ist doch toll wenn die Pfarrer, Priester und Mullahs Waehlerstimmen einfangen. Ich habe es auch satt jeden Tag diese Diskussionen ueber Toleranz mir anzuhoeren und mich als Antisemit beschimpfen zu lassen, wenn ich mittelalterliche Rituale oder die Politik Israels kritisiere.
"Sollte Gott sich bei mir melden werde ich meine Meinung dann ändern."
Das ist schön, denn seien Sie versichert, das wird er bestimmt tun!
Ich muss alle anderen Meinungen und auch Glauben tolerieren, also erdulden, weil es keine bessere Möglichkeit für das Zusammenleben gibt. Das kann jeder erwarten.
Respekt, also Achtung, Anerkennung oder Bewunderung, kann niemand einfordern. Normalerweise zollt man Respekt, weil man von den Kenntnissen oder Leistungen anderer überzeugt ist.
Bei dem Wortmissbrauch des Autors muss ich diesen Artikel tolerieren, aber Respekt muss ich dem Autor nicht zollen, weil er sein Handwerkszeug, die Sprache, nicht beherrscht.
Demzufolge muss kein Agnostiker, Atheist oder auch Gläubiger eine andere Religion respektieren, weil Toleranz reicht, damit diese andere Religion frei ausgeübt werden kann. Die Grenzen der Religionsausübung wird in laizistischen Staaten durch das staatliche Recht gesetzt.
Das staatliche Recht respektiere ich, weil es sich als gut erwiesen hat. In anderen Fällen diskutieren wir das Recht und passen es ggf. neuen Bedingungen an. Wer sich trotzdem nicht an das Recht hält, wird im Rahmen des Rechts ggf. verfolgt und verurteilt. Diesbezüglich gibt es keine Toleranz!
Die angeführten Beispiele Beschneidung, Schmähvideo oder Pussy Riot dürfen nur nach dem Recht beurteilt werden. Jeder darf abweichende Meinungen frei äußern, aber nicht gesetzwidrig durchsetzen!
Insoweit respektiere ich ray_blocks Forderung als Agnostiker nicht als Atheist oder Antisemit verleumdet zu werden. Die wenigsten Gläubigen respektieren dies, weil sie Agnostizismus verteufeln.
etwa in ARD oder ZDF, der ohne Schmähungen und auf streng wissenschaftlicher Grundlage das Leben des Propheten darstellt. Islamwissenschaftler sollen daran mitarbeiten.
Mal sehen ob das in unserem freien Land noch geht?
Das wäre doch ein guter Test zu sehen, wo wir stehen.
"Die Freiheitlichkeit der Gesellschaft könnte sich im aktuellen Fall darin erweisen, nicht auf der "Freiheit" für einen Film zu beharren, der nicht der Rede wert ist."
Diese gab es in den letzten Jahren bereits im ZDF zu sehen. Der Dreiteiler nannte sich "Morgenland", war Teil der populärwissenschaftlichen Reihe Terra X und ist in der Mediathek noch zu sehen. Anbei der Link zum ersten Teil:
http://www.zdf.de/ZDFmedi...
Es lief erst vor wenigen Wochen ein ganzer Themenabend über Mohammed und den Islam auf Arte (oder vielleicht war es auch 3Sat). Zwar durchaus kritisch, aber ganz ohne Schmähungen und Beleidigungen, dafür aber mit dem Ziel, Verständnis zwischen den Menschen zu fördern. So kann man es eben auch machen.
Ich kann mich auch an keine Proteste vor irgendwelchen Botschaften nach der Ausstrahlung erinnern.
Besser wäre es, die ARD macht einen Film über radikale Christen, die z.b. in Indien Muslime töten (National Liberation Front of Tripura), und v.a. über das gefährliche Phänomen der westlichen Intoleranz und dem neuen Rassismus, der ein "Feinbild Muslim" kreiert. Besser, wir setzen uns wieder für Menschen ein, die für Menschenrechte kämpfen wie die Syrer und erfüllen dort endlich unsere Pflicht zu intervenieren um diese grausame Diktatur unter Assad zu beenden.
Gut, dass der Autor des Artikels die Wahrheit ausspricht, wie intolerant gerade diejenigen sind, die ihre Islam- und Muslimfeindlichkeit hinter einer selbst definierten "Meinungsfreiheit" verstecken und dabei ein anderes fundamentales Menschenrecht (Freiheit von Diskriminierung) verletzen.
Diese gab es in den letzten Jahren bereits im ZDF zu sehen. Der Dreiteiler nannte sich "Morgenland", war Teil der populärwissenschaftlichen Reihe Terra X und ist in der Mediathek noch zu sehen. Anbei der Link zum ersten Teil:
http://www.zdf.de/ZDFmedi...
Es lief erst vor wenigen Wochen ein ganzer Themenabend über Mohammed und den Islam auf Arte (oder vielleicht war es auch 3Sat). Zwar durchaus kritisch, aber ganz ohne Schmähungen und Beleidigungen, dafür aber mit dem Ziel, Verständnis zwischen den Menschen zu fördern. So kann man es eben auch machen.
Ich kann mich auch an keine Proteste vor irgendwelchen Botschaften nach der Ausstrahlung erinnern.
Besser wäre es, die ARD macht einen Film über radikale Christen, die z.b. in Indien Muslime töten (National Liberation Front of Tripura), und v.a. über das gefährliche Phänomen der westlichen Intoleranz und dem neuen Rassismus, der ein "Feinbild Muslim" kreiert. Besser, wir setzen uns wieder für Menschen ein, die für Menschenrechte kämpfen wie die Syrer und erfüllen dort endlich unsere Pflicht zu intervenieren um diese grausame Diktatur unter Assad zu beenden.
Gut, dass der Autor des Artikels die Wahrheit ausspricht, wie intolerant gerade diejenigen sind, die ihre Islam- und Muslimfeindlichkeit hinter einer selbst definierten "Meinungsfreiheit" verstecken und dabei ein anderes fundamentales Menschenrecht (Freiheit von Diskriminierung) verletzen.
Vielleicht nehmen sich viele auch nur zu wichtig?
Ich glaube man darf einer Privatsache, speziell wenn es sich um etwas derart unbegründetes handelt, nicht allzu viel Respekt einräumen.
[...] Gekürzt. Bitte äußern Sie sich differenziert und sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk
"Es kann nicht sein, dass wir an Schulen wieder Aberglaubensunterricht einführen, in welchem wir unsere Kinder bewusst Lächerlichkeiten lehren. Manchmal hat es den Anschein, anstatt der Kreationslehre erzählen wir ihnen hier einen vom alten Mann im Himmel der die Menschen aus Lehm schuf.
Eine aufgeklärte Gesellschaft wehrt isch gegen solche Missstände und sorgt durch Aufklärung dafür, das Aberglauben endlich eine Privatsache wird."
Ich halte dagegen mit Paul Feyerabend:
"Eine Wissenschaft, die behauptet, über die einzig richtige Methode und die einzig brauchbaren Ergebnisse zu verfügen, ist Ideologie und muß vom Staat und insbesondere vom Bildungswesen getrennt werden [...] Ein mündiger Bürger ist nicht jemand, der in einer speziellen Ideologie unterwiesen worden ist [...], sondern jemand, der gelernt hat, was er für sich für das Beste hält [...] Um sich auf diese Entscheidung vorzubereiten, wird er die wesentlichen Ideologien als historische Erscheinungen studieren, auch die Wissenschaft, und nicht als die einzige vernünftige Methode zur Behandlung eines Problems".
Paul Feyerabend: Wider den Methodenzwang, Ausgabe von 1983, Frankfurt a. M., S. 395f.
Damit beweisen Sie doch jetzt eindrücklich den Tenor des Kommentars, begreifen Sie das nicht?
Wenn Sie Glaube als "Aberglauben" abqualifizieren, dann ist das doch letzten Endes auch nicht anders, als ob Sie gläubige Menschen - und zwar ALLE - als Idioten bezeichnen. Können Sie gerne denken. Aber hielten Sie es für rücksichtsvoll, bzw. schlicht und einfach höflich, das zum Beispiel einem Mitbürger, der gerade aus dem Gottesdienst kommt, das ins Gesicht zu sagen? Wem wäre damit denn geholfen, außer ihrem Ego? Einem gedeihlichen Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft jedenfalls nicht!
das immer wieder mit der Aufklärung und dem Humanismus argumentiert wird. Ist es human und aufgeklärt einem anders denkenden Menschen den Respekt zu verweigern, wie Sie es proklamieren?
Viele Gesellschaftliche Normen, die bei uns heute gängig sind, ja sogar Gesetze haben ihren Ursprung in diesem "Aberglauben" weil dieser "Aberglauben" deutlich mehr ist, als das was Sie beschreiben. Kirchgemeinden bieten vielen Menschen eine emotionale Zuflucht (quasi religiöse Psychologen), bieten die Möglichkeit einer Eingliederung in eine Gemeinschaft, geprägt durch Werte. Religion mag einerseits Menschen entzweien und wird oft instrumentalisiert, aber im Ursprung und von vielen praktiziert ist es ein soziales Netzwerk, welches Millionen Menschen in Deutschland und Milliarden global etwas gibt und da sollte es doch nicht zu viel verlangt sein, etwas Respekt vor der Sache an sich, also der Religion, wie auch vor den Menschen die sie ausüben zu haben.
Und um es mal auf den Punkt zu bringen. Wohin hat uns denn unsere ach so "aufgeklärte" Gesellschaft gebracht? Gesellschaftliche Entfremdungen, viele zerrüttete Familien, Krise und Kriege und da beschweren sie sich über ein bisschen "Aberglauben"?
Einer der wichtigsten Punkte der Aufklärung in unserer Moderne ist die Toleranz und da sollte sich der ein oder andere fragen, ob er wirklich so aufgeklärt ist, wie er es schreibt.
Niemand ist gezwungen, einer Religion anzugehören und sie religiösen Botschaften auszusetzen. Es ist aber auch niemandem verwehrt. Das genau meint Religionsfreiheit in unserem GG. Weshalb bezeichnen Sie als Agnostiker/Atheist religiöse Menschen als "Abergläubige"? Genau das meine ich mit mangelndem Respekt. Sie würden vermutlich auch nicht wollen, dass man sie als "Ignoranten" herabsetzt. Oder?
Entfernt. Bitte beachten Sie, dass der Kommentar auf den Sie sich kritisch beziehen mittlerweile gekürzt wurde. Danke. Die Redaktion/kvk
Solche Polemik, untermauert mit völlig unreflektierten Argumenten zeigt nur eins: Unwissen und Starrsinn.
durchaus verständlichen emotionalen Reaktion geschuldet. In der Sache gebe ich Ihnen weitgehend Recht (weitgehend, weil das mit dem Respekt so eine Sache ist. Respektieren kann man noch so einige - nicht alle - Glaubens- oder Wertevorstellungen, auch wenn man sie nicht teilt).
Aber in der Sache: Glaube ist Privatsache und eine klare säkulare Haltung gerade dann wichtig, wenn Anhänger unterschiedlicher Glaubensrichtungen zusammen leben wollen.
Insbesondere kann - nach meiner Meinung - ein persönlicher Glauben keine - allgemein anerkennenswerte - Rechtfertigung für ein ansonsten nicht akzeptables Verhalten sein. Dann ist eine Grundvoraussetzung für ein Zusammenleben nicht erfüllt (Gleichheit vor dem Gesetz).
"Es kann nicht sein, dass wir an Schulen wieder Aberglaubensunterricht einführen, in welchem wir unsere Kinder bewusst Lächerlichkeiten lehren. Manchmal hat es den Anschein, anstatt der Kreationslehre erzählen wir ihnen hier einen vom alten Mann im Himmel der die Menschen aus Lehm schuf.
Eine aufgeklärte Gesellschaft wehrt isch gegen solche Missstände und sorgt durch Aufklärung dafür, das Aberglauben endlich eine Privatsache wird."
Ich halte dagegen mit Paul Feyerabend:
"Eine Wissenschaft, die behauptet, über die einzig richtige Methode und die einzig brauchbaren Ergebnisse zu verfügen, ist Ideologie und muß vom Staat und insbesondere vom Bildungswesen getrennt werden [...] Ein mündiger Bürger ist nicht jemand, der in einer speziellen Ideologie unterwiesen worden ist [...], sondern jemand, der gelernt hat, was er für sich für das Beste hält [...] Um sich auf diese Entscheidung vorzubereiten, wird er die wesentlichen Ideologien als historische Erscheinungen studieren, auch die Wissenschaft, und nicht als die einzige vernünftige Methode zur Behandlung eines Problems".
Paul Feyerabend: Wider den Methodenzwang, Ausgabe von 1983, Frankfurt a. M., S. 395f.
Damit beweisen Sie doch jetzt eindrücklich den Tenor des Kommentars, begreifen Sie das nicht?
Wenn Sie Glaube als "Aberglauben" abqualifizieren, dann ist das doch letzten Endes auch nicht anders, als ob Sie gläubige Menschen - und zwar ALLE - als Idioten bezeichnen. Können Sie gerne denken. Aber hielten Sie es für rücksichtsvoll, bzw. schlicht und einfach höflich, das zum Beispiel einem Mitbürger, der gerade aus dem Gottesdienst kommt, das ins Gesicht zu sagen? Wem wäre damit denn geholfen, außer ihrem Ego? Einem gedeihlichen Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft jedenfalls nicht!
das immer wieder mit der Aufklärung und dem Humanismus argumentiert wird. Ist es human und aufgeklärt einem anders denkenden Menschen den Respekt zu verweigern, wie Sie es proklamieren?
Viele Gesellschaftliche Normen, die bei uns heute gängig sind, ja sogar Gesetze haben ihren Ursprung in diesem "Aberglauben" weil dieser "Aberglauben" deutlich mehr ist, als das was Sie beschreiben. Kirchgemeinden bieten vielen Menschen eine emotionale Zuflucht (quasi religiöse Psychologen), bieten die Möglichkeit einer Eingliederung in eine Gemeinschaft, geprägt durch Werte. Religion mag einerseits Menschen entzweien und wird oft instrumentalisiert, aber im Ursprung und von vielen praktiziert ist es ein soziales Netzwerk, welches Millionen Menschen in Deutschland und Milliarden global etwas gibt und da sollte es doch nicht zu viel verlangt sein, etwas Respekt vor der Sache an sich, also der Religion, wie auch vor den Menschen die sie ausüben zu haben.
Und um es mal auf den Punkt zu bringen. Wohin hat uns denn unsere ach so "aufgeklärte" Gesellschaft gebracht? Gesellschaftliche Entfremdungen, viele zerrüttete Familien, Krise und Kriege und da beschweren sie sich über ein bisschen "Aberglauben"?
Einer der wichtigsten Punkte der Aufklärung in unserer Moderne ist die Toleranz und da sollte sich der ein oder andere fragen, ob er wirklich so aufgeklärt ist, wie er es schreibt.
Niemand ist gezwungen, einer Religion anzugehören und sie religiösen Botschaften auszusetzen. Es ist aber auch niemandem verwehrt. Das genau meint Religionsfreiheit in unserem GG. Weshalb bezeichnen Sie als Agnostiker/Atheist religiöse Menschen als "Abergläubige"? Genau das meine ich mit mangelndem Respekt. Sie würden vermutlich auch nicht wollen, dass man sie als "Ignoranten" herabsetzt. Oder?
Entfernt. Bitte beachten Sie, dass der Kommentar auf den Sie sich kritisch beziehen mittlerweile gekürzt wurde. Danke. Die Redaktion/kvk
Solche Polemik, untermauert mit völlig unreflektierten Argumenten zeigt nur eins: Unwissen und Starrsinn.
durchaus verständlichen emotionalen Reaktion geschuldet. In der Sache gebe ich Ihnen weitgehend Recht (weitgehend, weil das mit dem Respekt so eine Sache ist. Respektieren kann man noch so einige - nicht alle - Glaubens- oder Wertevorstellungen, auch wenn man sie nicht teilt).
Aber in der Sache: Glaube ist Privatsache und eine klare säkulare Haltung gerade dann wichtig, wenn Anhänger unterschiedlicher Glaubensrichtungen zusammen leben wollen.
Insbesondere kann - nach meiner Meinung - ein persönlicher Glauben keine - allgemein anerkennenswerte - Rechtfertigung für ein ansonsten nicht akzeptables Verhalten sein. Dann ist eine Grundvoraussetzung für ein Zusammenleben nicht erfüllt (Gleichheit vor dem Gesetz).
und deswegen dürfen, ja müssen wir darauf keine Rücksicht nehmen. So könnte man das Dilemma, in dem wir uns befinden umschreiben.
Nicht, dass wir selbst keine Probleme hätten, aber irgendwie scheint sich die Meinung breitzumachen, dass unsere Probleme zunähmen, wenn wir im Sinne aufgeklärter Toleranz auf die anderen mehr Rücksicht nehmen. Ist nicht eher das Gegenteil der Fall?
'Ein frommer Muslim in der Moschee ist mir lieber als ein besoffener Atheist im Freudenhaus.'
Das war halt wieder mal eine launige Bemerkung eines älteren Herrn (den ich übrigens sehr schätze).
Wenn der Muslim hinterher friedlich ist: gut.
Wenn der Muslim hinterher nicht friedlich ist (was man bei entsprechender Ansprache in der Moschee nicht ausschließen kann ->Randale nach dem Freitagsgebet): nicht gut.
Der Atheist ist hinterher (sollte man erwarten) befriedigt, friedlich und schläft seinen Rausch aus. Und jetzt bitte keine Diskussion über Zwangsprostitution lostreten.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk
Ich war noch nie in einem "Freudenhaus".
... als Antwort bietet sich ein Zitat von Seneca an:
"Religion gilt dem gemeinen Manne als wahr, dem Weisen als falsch und dem Herrschenden als nützlich.", wobei Herr Bluem wohl zu den Herrschenden gezaehlt werden kann.
Ich frage mich, ob ihm aber ein besoffener Atheist im Freudenhaus nicht doch lieber ist, wenn der fromme Muslim nach dem Besuch der Moschee noch die deutsche Botschaft anzuendet.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen und konstruktiven Argumenten. Danke, die Redaktion/mk
Das war halt wieder mal eine launige Bemerkung eines älteren Herrn (den ich übrigens sehr schätze).
Wenn der Muslim hinterher friedlich ist: gut.
Wenn der Muslim hinterher nicht friedlich ist (was man bei entsprechender Ansprache in der Moschee nicht ausschließen kann ->Randale nach dem Freitagsgebet): nicht gut.
Der Atheist ist hinterher (sollte man erwarten) befriedigt, friedlich und schläft seinen Rausch aus. Und jetzt bitte keine Diskussion über Zwangsprostitution lostreten.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk
Ich war noch nie in einem "Freudenhaus".
... als Antwort bietet sich ein Zitat von Seneca an:
"Religion gilt dem gemeinen Manne als wahr, dem Weisen als falsch und dem Herrschenden als nützlich.", wobei Herr Bluem wohl zu den Herrschenden gezaehlt werden kann.
Ich frage mich, ob ihm aber ein besoffener Atheist im Freudenhaus nicht doch lieber ist, wenn der fromme Muslim nach dem Besuch der Moschee noch die deutsche Botschaft anzuendet.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen und konstruktiven Argumenten. Danke, die Redaktion/mk
Na, das ist ja mal ein Statement für mehr Respekt gegenüber den Religionen. Nur seltsam, dass er dann erscheint, wenn es darum geht, Verständnis für die Krawalle vor den westlichen Botschaften zu zeigen, nicht aber erschienen ist, als der Papst in eingenässtem Gewande auf einem Satire-Cover gezeigt wurde. Wenigstens im Nachhinein hätte man sich im Rahmen dieses Artikels zu mehr Toleranz bekennen können. Also, ein Daumen hoch für den Artikel, ein Daumen runter für sein verlogenes Motiv.
Den Titanic-Titel mit dem befleckten Papst fand ich auch daneben und pennälerhaft. Aber Benedikt XVI. ist "nur" Kirchenoberhaupt, kein Prophet wie Mohammmed, den die Muslime als quasi "heilig" verehren. Den Papst zu karrikieren war deshalb vielleicht geschmacklos, aber keine Blasphemie und daher von der Satire-Freiheit gedeckt.
(Der Vatikan hat die Unterlassungsklärung zurückgezogen. Wahrscheinlich, um nicht noch mehr Werbung für Titanic zu machen.)
Den Titanic-Titel mit dem befleckten Papst fand ich auch daneben und pennälerhaft. Aber Benedikt XVI. ist "nur" Kirchenoberhaupt, kein Prophet wie Mohammmed, den die Muslime als quasi "heilig" verehren. Den Papst zu karrikieren war deshalb vielleicht geschmacklos, aber keine Blasphemie und daher von der Satire-Freiheit gedeckt.
(Der Vatikan hat die Unterlassungsklärung zurückgezogen. Wahrscheinlich, um nicht noch mehr Werbung für Titanic zu machen.)
Sehr geehrter Herr Greven, wir erinnern uns noch gut, wie monatelang der heldenhafte Kampf der "PUssy Riots" gegen den schlimmen russischen Staat und die schlimme orthodoxe Kirche bei uns von den Journalisten gefeiert wurde.
Und kein Journalist ist aufgestanden und hat öffentlich die "Titanic" geächtet, die in übelster Weise den Papst als inkontinenten Schwächling betitelt hat: wo war denn da der Respekt ?
Und täusche ich mich etwa, daß Ihr Artikel NICHT erschienen wäre, wenn nicht Anhänger einer BESTIMMTEN Religion sich beleidigt fühlen ?
Die Titanic ist eine Zeitung, die in jeder Ausgabe irgendjemanden "beleidigt", bzw. auf den Arm nimmt, wie im Fall mit dem Papst geschehen. Geschmacklosigkeit gehört hier nunmal einfach dazu, muss man der Satire auch eingestehen. Eingeschnappt sind religiöse Menschen scheinbar immer schnell.
Sobald ein Religionsvertreter angegriffen wird, ist der Aufschrei und die Empörung der Gläubigen riesig.
http://www.titanic-magazi...
http://www.titanic-magazi...
http://www.titanic-magazi...
http://www.titanic-magazi...
Sagen Sie mir, ist eines dieser Cover des letzten Jahres respektvoller, oder sind hier Jurnalisten aufgestanden? Oder Sie?
Bei der Titanic muss man mit so etwas rechen, und eigentlich müsste klar sein, dass es kein Faktenmagazin ist.
"Und täusche ich mich etwa, daß Ihr Artikel NICHT erschienen wäre, wenn nicht Anhänger einer BESTIMMTEN Religion sich beleidigt fühlen ?"
Ja, der Artikel ist nicht aufgrund der Titanic erschienen, sondern weil in arabischen Ländern Aufstände stattfinden, weil die Menschen sich beleidigt fühlen. Waren Sie vor der Titanicredaktion und haben diese angegriffen? Ich hoffe mal nicht.
Bitte, versuchen Sie einfach etwas toleranter durch die Welt zu laufen, und vielleicht weniger ihre Religion in der Opferrolle sehen.
Und wählen Sie DIE PARTEI! ;)
Die Kritik an Religion darf nicht sakrosankt sein, aber...
..ein Differenzierungsversuch:
- Pussy Riot haben gegen die Verquickung von Staat und Kirche politisch gegen die Verhältnisse im eigenen Land demonstriert und die Konsequenzen selbst getragen
- Die Titanic-Karikatur - definitiv Geschmacks-Sache - ist ebenfalls politisch als etwas grober Kommentar aus dem eigenen Kulturkreis heraus zu verstehen
- Die Beschneidungs-Debatte kann als Diskussion um das Kindeswohl durchgehen. Die Frage muss in einem säkularem Staat erlaubt sein: Wo beginnt das Selbstbestimmungsrecht eines Kindes, darf oder muss der Staat hier eingreifen oder darf und soll er das nicht?
- Der sogenannte "Mohammed-Film" ist böswillige Provokation gegen einen fremden Kulturkreis - gegen die "Anderen" - mit dem Ziel, Hass zu schüren
- die neuerlichen mir unbekannten Karikaturen aus Frankreich könnten als politische Reaktion/Provokation auf das Ansinnen, den Film zu verbieten, gedeutet werden: Wir demonstrieren Meinungsfreiheit!
Meine Frage dazu: Lohnt es sich, dafür Aufstände zu provozieren, die Menschen (weit weg in anderen Ländern)das Leben kosten könnten oder können wir damit souveräner umgehen? Beinhaltet Meinungsfreiheit nicht auch die Freiheit bzw. die Verantwortung, auf eine Äußerung (die man machen darf!) vorerst verzichten zu können, wenn die Vernunft es gebietet? Diese Themen könnten vielleicht bei anderer Gelegengheit viel wirkungsvoller transportiert werden.
Die Titanic ist eine Zeitung, die in jeder Ausgabe irgendjemanden "beleidigt", bzw. auf den Arm nimmt, wie im Fall mit dem Papst geschehen. Geschmacklosigkeit gehört hier nunmal einfach dazu, muss man der Satire auch eingestehen. Eingeschnappt sind religiöse Menschen scheinbar immer schnell.
Sobald ein Religionsvertreter angegriffen wird, ist der Aufschrei und die Empörung der Gläubigen riesig.
http://www.titanic-magazi...
http://www.titanic-magazi...
http://www.titanic-magazi...
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Sagen Sie mir, ist eines dieser Cover des letzten Jahres respektvoller, oder sind hier Jurnalisten aufgestanden? Oder Sie?
Bei der Titanic muss man mit so etwas rechen, und eigentlich müsste klar sein, dass es kein Faktenmagazin ist.
"Und täusche ich mich etwa, daß Ihr Artikel NICHT erschienen wäre, wenn nicht Anhänger einer BESTIMMTEN Religion sich beleidigt fühlen ?"
Ja, der Artikel ist nicht aufgrund der Titanic erschienen, sondern weil in arabischen Ländern Aufstände stattfinden, weil die Menschen sich beleidigt fühlen. Waren Sie vor der Titanicredaktion und haben diese angegriffen? Ich hoffe mal nicht.
Bitte, versuchen Sie einfach etwas toleranter durch die Welt zu laufen, und vielleicht weniger ihre Religion in der Opferrolle sehen.
Und wählen Sie DIE PARTEI! ;)
Die Kritik an Religion darf nicht sakrosankt sein, aber...
..ein Differenzierungsversuch:
- Pussy Riot haben gegen die Verquickung von Staat und Kirche politisch gegen die Verhältnisse im eigenen Land demonstriert und die Konsequenzen selbst getragen
- Die Titanic-Karikatur - definitiv Geschmacks-Sache - ist ebenfalls politisch als etwas grober Kommentar aus dem eigenen Kulturkreis heraus zu verstehen
- Die Beschneidungs-Debatte kann als Diskussion um das Kindeswohl durchgehen. Die Frage muss in einem säkularem Staat erlaubt sein: Wo beginnt das Selbstbestimmungsrecht eines Kindes, darf oder muss der Staat hier eingreifen oder darf und soll er das nicht?
- Der sogenannte "Mohammed-Film" ist böswillige Provokation gegen einen fremden Kulturkreis - gegen die "Anderen" - mit dem Ziel, Hass zu schüren
- die neuerlichen mir unbekannten Karikaturen aus Frankreich könnten als politische Reaktion/Provokation auf das Ansinnen, den Film zu verbieten, gedeutet werden: Wir demonstrieren Meinungsfreiheit!
Meine Frage dazu: Lohnt es sich, dafür Aufstände zu provozieren, die Menschen (weit weg in anderen Ländern)das Leben kosten könnten oder können wir damit souveräner umgehen? Beinhaltet Meinungsfreiheit nicht auch die Freiheit bzw. die Verantwortung, auf eine Äußerung (die man machen darf!) vorerst verzichten zu können, wenn die Vernunft es gebietet? Diese Themen könnten vielleicht bei anderer Gelegengheit viel wirkungsvoller transportiert werden.