Antisemitismus : Berliner Rabbiner sieht No-Go-Areas für Juden

Der in Berlin überfallene Rabbiner warnt Minderheiten davor, in bestimmte Stadtviertel Deutschlands zu gehen. Es gebe Orte, in denen der Staat außer Kraft gesetzt sei.
Ein Mitglied der jüdischen Gemeinde Berlin auf einer Solidaritätskundgebung auf dem Dürerplatz in Berlin © Paul Zinken/dapd

Nach dem antisemitischen Angriff auf ihn hat ein Berliner Rabbiner jüdische Menschen vor dem Betreten bestimmter Stadtviertel in Deutschland gewarnt. In Berlin , aber auch anderen Regionen gebe es Stadtteile, in denen Angehörige von Minderheiten besser nicht hingehen sollten, sagte er der Nürnberger Zeitung . Das betreffe Juden ebenso wie Menschen mit einer anderen Hautfarbe.

In solchen Bezirken hätten Anhänger von Subkulturen wie rechtsradikale Gruppen oder islamistische Hassprediger die Regeln eines demokratischen Staates außer Kraft gesetzt und das Gewaltmonopol an sich gerissen: "Hier wurden Realitäten geschaffen, die nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind."

Der Rabbiner war in der vergangenen Woche vor den Augen seiner Tochter im gutbürgerlichen Berliner Stadtteil Friedenau von vier Tätern, laut Polizei vermutlich arabischstämmige Jugendliche, zusammengeschlagen worden. Anlass war möglicherweise, dass er die jüdische Kopfbedeckung Kippa trug.

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Kommentare

631 Kommentare Seite 1 von 47
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gleiches gilt für schwarze, moslems und araber

gleiches gilt für moslems, araber oder schwarze, die sich nicht in ortschaften mit hohem anteil an rechtsradikalen deutschen aufhalten können.

ich verstehe ja, dass die jüdische gemeinde aufmerksamkeit erzielen will, aber sie sollte es nicht machen, indem sie eine ganze gemeinde stigmatisiert.

@1 dieser Artikel hier besteht aus

ganzen 3 kleinen Absätzen

wenn man dann nicht liest, dass der Rabbi mit seiner Aussage alle Minderheiten miteinschließt & statt dessen einen konstruierte njüdischen Opfermythos anprangert,
dann tuts mir leid, aber es scheint dann so, dass etwas was mit dem inneren Kompass nicht stimmt, wenn man so SEHR etwas lesen möchte, was eigentlich gar nicht da steht - bei ich sage es nochmal anders: 15 Zeilen Text.

Nein, es ist eben nicht alles gleich:

In den Großstädten sind Ghettos entstanden, in denen der deutsche Staat de facto nichts mehr zu sagen hat. Das ist in Hamburg so, in Berlin, in Frankfurt, in Offenbach usw. usf. Scheinbar ist auch die Polizeit nicht bereit, mittels einer robusten Präsenz hier ganz klare rote Linien zu ziehen.

Das Relativieren von Problem hat noch nie dazu geführt, dass diese auch nur ansatzweise gelöst werden.

Muslime "andere" Hautfarbe?

Wusste ja gar nicht, dass Muslime "oft" eine "andere" Hautfarbe hätten...

Ich denke, der Rabbiner weiß schon, welches Effekt er auslöst, wenn er Muslime -die nicht selten Opfer von Diskriminierungen, Anfeindungen, Gewaltexzessen sind- aus seiner Beschreibung auslässt.

Muslime nimmt man öffentlich gerne als Täter wahr (und das soll gefälligst auch so bleiben, auch wenn die Realitäten anders aussehen!), denn die Rolle der Opfer ist besetzt!

Journalismus

“hier wurden Realitäten geschaffen die nicht mit dem Grundgesetz vereinbart sind “

Obwohl ich es traurig finde hier sehe ich leider dass was es woanders auch gibt. Die einen sind Monitor gewalttätig und die anderen weil sie kein Geld haben eben gewalttätig auf ihre spezielle Art und Weise. Hier körperlich.

Geht die konträre Gewalt so erledigt sich auch jede andere. Ganz einfach

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