Rechtsextremismus: Geheimdienste hatten Dutzende Spitzel im Thüringer Heimatschutz
Das bedeutendste Thüringer Neonazi-Netzwerk war offenbar voll von V-Leuten. Der Gruppe gehörten auch die NSU-Terroristen an. Das wirft neue Fragen auf.
© Mobit e.V./dapd

Mitglieder des rechtsextremistischen Thüringer Heimatschutzes bei einer Demonstration 2006
Die Geheimdienste von Bund und Ländern wurden in den neunziger Jahren von etwa 40 V-Leuten und Spitzeln aus dem Thüringer Heimatschutz informiert. Dies ergibt sich laut einem Bericht der Thüringer Allgemeinen aus internen Berechnungen der Untersuchungsausschüsse von Bundestag und Landtagen, die sich mit dem rechtsextremistischen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) beschäftigen.
Der Thüringer Heimatschutz war in den neunziger Jahren das größte Neonazi-Netzwerk in dem Bundesland. Ihm gehörten nach Angaben der Zeitung bis zu 140 Mitglieder an, darunter auch die mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe.
Dass fast ein Drittel der Heimatschutz-Mitglieder für deutsche Geheimdienste gearbeitet haben sollen, wirft erneut die Frage auf, wie viel der Verfassungsschutz über die Thüringer Rechtsextremisten und die spätere Terrorgruppe NSU wusste. Erst vor Kurzem war bekannt geworden, dass Thüringer Polizisten möglicherweise Informationen an das NSU-Umfeld weitergegeben haben könnten.
"Von Spitzeln durchsetzt"
Für die Vize-Chefin des Thüringer Untersuchungsausschusses, Martina Renner (Linke), wurde der Heimatschutz offenkundig nicht nur nachrichtendienstlich beobachtet. "Die Organisation war von Spitzeln durchsetzt", sagte die Landtagsabgeordnete der Zeitung.
Die Zeitung berichtete zudem, dass für den mutmaßlichen NSU-Helfer Ralf Wohlleben Mitte September eine erneute Haftprüfung anstehe. Dies habe die Bundesanwaltschaft bestätigt. Seine Anwältin teilte dem Blatt mit, sie warte auf die entsprechenden Papiere aus Karlsruhe. Wohlleben soll die Mordwaffe für den NSU beschafft haben. Er muss mit einer Anklage wegen Beihilfe zu Mord rechnen.






auf welcher Seite diese V-Leute tatsächlich standen.
Die in meinen Augen richtige Frage wäre "...auf welcher Seite dieser Verfassungsschutz wirklich steht"
Die in meinen Augen richtige Frage wäre "...auf welcher Seite dieser Verfassungsschutz wirklich steht"
Möglicherweise hat ein Großteil dieser V-Leute gar nicht funktioniert, weil sie nur wertlose Informationen geliefert und dafür viel Geld kassiert haben. Das ganze Spitzel-System scheint mir sehr fragwürdig zu sein.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf haltlose Behauptungen. Danke, die Redaktion/ls
Das ist hier die Frage.
Wenn man bedenkt, wie viel verwertbare Ergebnisse die V-Leute erbrachten, ist es keine Frage mehr.
Staatsgeldern aufpäppeln. Der Verfassungs"schutz" ist eine Gefahr für die Demokratie und die Verfassung. Er gehört abgeschafft.
"Die Geheimdienste von Bund und Ländern wurden in den neunziger Jahren von etwa 40 V-Leuten und Spitzeln aus dem Thüringer Heimatschutz informiert. "
Könnte man auch Umgekehrt sehen: "Der Thüringer Heimatschutz hatte wenigstens 40 Leute in den Geheimdiensten von Bund untergebracht" und damit jede Möglichkeit, diese fehlzuinformieren bzw. denkbare Maßnahmen gegen Rechtsradikale zu verhindern bzw. zu hintergehen.
...ist, den Inlandsgeheimdienst mit dem ironischen Namen größer ("effektiver") zu machen...
Die Qualität des Verfassungsschutzes oder seiner Mitarbeiter hin oder her: Das alles ist ja - wie alle derzeitigen Krisen (z.B. Euro-/Verschuldungs- usw.) - politische Probleme: Was für eine Qualität haben die Politiker, die ununterbrochen untersuchen, Lösungen verkünden - möglichst auch noch alternativlos - und nie auch nur ein Problem wirklich lösen.
Das gilt für die Redner (um nicht Schwätzer zu sagen) von CDU/CSU genauso wie die der SPD, von den anddren Parteien gar nicht zu reden.
Diese Politike lösen kein einziges Problem und sitzen mit ihrem ..... im Warmen - sprich: haben eine (Ruhestands)Vergütung weit vor dem üblichen Rentenalter, die sich selbst genehmigt haben und liegen damit permanent den großen und kleinen Steuerzahlern auf der Tasche ohne ihr Geld wert zu sein. Es ist mittlerweile eine riesige Katastrophe!
Speziell zum Thü. Heimatschutz: War nicht dieser unsägliche Herr Althaus jahrelang Ministerpräsident in Thüringen, der immer alles verharmlost und immer zuerst darauf hingewiesen hat, dass es "sowas" auch im Westen gäbe? War dieser Herr nicht bis kurz vor der Wende noch treuer DDR-Lehrer?
Es ist alles nur noch zum.....
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