Zwischenfall : Entwarnung im US-Konsulat in Berlin

Hektik im US-Konsulat in Berlin. Nachdem ein verdächtiger Brief aufgetaucht war, waren Teile des Gebäudes evakuiert worden. Nach drei Stunden wurde der Alarm aufgehoben.

Das US-Konsulat in Berlin ist wegen eines Zwischenfalls vorübergehend geräumt worden. Nach Angaben der Feuerwehr hatten drei Menschen plötzlich über Atemwegsprobleme geklagt.

Anlass war ein Mann mit albanischem Pass, der sich in der diplomatischen Vertretung im Stadtteil Dahlem auffällig verhalten haben soll.

Nach Polizeiangaben wurde die Visa-Stelle geräumt, nachdem eine Mitarbeiterin über Unwohlsein geklagt hatte. Die Frau habe angegeben, einen "komischen Geschmack" im Mund gehabt zu haben, nachdem ihr Papiere vorgelegt worden seien. Die Mitarbeiterin informierte den Sicherheitsdienst, schließlich wurde der Visa-Bereich evakuiert. Eine Person soll in ein Krankenhaus gebracht worden sein.

Polizei und Feuerwehr rückten mit Spezialtechnik an. Gefährliche Substanzen wurden jedoch nicht entdeckt. Nach drei Stunden wurde der Einsatz beendet.

Die Behörden hatten den Vorfall sehr ernst genommen, nachdem diplomatische Vertretungen der USA in mehreren arabischen Ländern aus Protest gegen ein angeblich islamfeindliches Video gestürmt worden waren. Die USA haben deshalb bereits ihre Sicherheitsvorkehrungen für Botschaften verstärkt.

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Kommentare

56 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Phrasen

das sind auch wieder nur zig mal durchgekaute Phrasen. Mir hat noch nie jemand nachweisen können oder wollen (warum auch? Bin ja nur ein unwichtiger Normalo-Bürger) inwiefern das nennen der verwendeten Substanz und die davon ausgehende Gefahr für die Umgebung, oder andere Details dieser größenordnung, den Fahndungserfolg bedrohen kann. Unter diesem Deckmantel lässt sich leider viel zu viel verstecken, was einfach unschön, unpraktisch ist oder aus anderen Gründen verdeckt werden soll. Deswegen ist es mein gutes Recht als Bewohner dieses Landes, bedroht durch Mitwirkung an amerikanischen Angriffskriegen und daraus resultierenden kriminellen Machenschaften der Angegriffenen,alles zu erfahren, was nötig ist, damit ich SELBST einschätzen kann, ob ich in Gefahr bin.

Bitte entschuldigen Sie, dass ich weder der Polizei noch der Bundeswehr und schon garnicht dem Verfassungsschutz vertrauen kann...

Die angebliche chemische Substanz war,

wenn überhaupt gefunden, dann noch nicht analysiert. Welche Halbfakten sollten denn unter diesen Umständen die Ermittler sogleich an die Öffentlichkeit, bzw. für "HerrnWirtler" herausreichen, der hier geltend machte, er fühle sich sonst persönlich bedroht? Kriminalistische Ermittlung ist doch kein Fall für die Echtzeit-Inszenierung von "Tatort" als Medium für munter spekulierende Kommentatoren.
Welcher "Stein" wurde denn Ihrer Meinung nach "bereits geworfen"? meinten Sie damit die nur mutmaßliche und nicht bekannte chemische Substanz, die es nach genauerer Recherche jetzt offenbar gar nicht gab?
Wieso mein im Ansatzpunkt sachlicher und im daraus gefolgerten Sarkasmus nachvollziehbarer Kommentar zum Beitrag von "HerrnWirtler" gelöscht wurde, ist für mich nicht nachvollziehbar.

11. Jahrestag des 12. September

Was sich heute zeigt: der Konflikt zwischen dem von den USA geführten Westen und dem Nahen Osten schwelt wie eh und je. Die Maßnahmen der Bush-Regierung waren falsch und ignorant und auch Obama kann mit seiner zwar schon "sanfteren", aber durch den Drohneneisatz ebenso umstrittenen Kurs keinen Blumenstrauß. Die islamistische laute Gegenseite ist aber ebensowenig an Aussöhnung und Verständigung interessiert. Morden ist scheinbar legitim - auf beiden Seiten. Die Zwickmühle ist fatal. Sollte Amerika eine neue sich heraushaltende Nahostpolitik versuchen, werden bestimmte arabische Länder auf Israel stürzen. Es gibt keine Lösung. Womöglich muss man diese Spielchen noch Jahrzehnte lang weiterspielen. Mit ganz langsamen zaghaften Annäherungsversuchen. Es zu schaffen dabei einen blutigen Kulturweltkrieg zu verhindern wird die Kunst der Diplomaten sein ...