SPD-Zentrale: Buschkowsky, ein willkommener Provokateur
Die SPD-Spitze lädt den umstrittenen Heinz Buschkowsky in ihre Parteizentrale. Die meisten jubeln ihm zu, doch bei Migrationspolitikern wächst die Wut.
Heinz Buschkowsky muss den Namen gar nicht aussprechen, es weiß auch so jeder, wen er meint. Warum er das Buch überhaupt geschrieben habe, lautet die erste Frage der Moderatorin, und der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, der gerade mit seinem Werk Neukölln ist überall Furore macht, antwortet: "Die Motivation war, die Integrationsdebatte wieder zu befeuern. Wir hatten ja eine sehr verunglückte Debatte aus Anlass eines anderen Buches."
Nein, Heinz Buschkowsky ist kein zweiter Thilo Sarrazin. Er hat sich mit jahrelanger Arbeit in seinem Bezirk den Ruf verdient, beim Thema Integrationspolitik wirklich zu wissen, wovon er spricht. Buschkowsky aber übernimmt mittlerweile für seine Partei in abgemilderter Form eine ähnliche Rolle wie einst Sarrazin für die Gesamtgesellschaft: Die des willkommenen Provokateurs. Als solchen hat ihn die Parteispitze für eine Lesung und anschließende Diskussion ins Willy-Brandt-Haus geladen, die Parteizentrale der Bundes-SPD, die Schatzmeisterin der Partei, Barbara Hendricks, moderiert seine Thesen wohlwollend an: "Eine Provokation zum Denken und Handeln."
Seine Provokationen sind die Zahlen und Statistiken, die er auswendig auf die Zuschauer abfeuert, und seine Alltagserfahrungen in Neukölln. "79 Prozent der Schüler in Nord-Neukölln haben Eltern, die nicht arbeiten!" ruft Buschkowsky, und ein halb empörtes, halb wohliges Raunen geht durch den Raum. Er liest den Brief einer Schulleiterin vor, die über zu wenig Akzeptanz für deutsche Regeln und Gesetze in den Familien klagt, und sehr viele im Publikum nicken.
Buschkowsky sagt, natürlich gebe es unzählige gelungene Integrationsbeispiele, aber um die gehe es in diesem Buch eben nicht. "Wenn wir uns um die Verkehrssicherheit an einer Straßenkreuzung kümmern müssen, zählen und beobachten wir dann die Unfälle, oder erfreuen wir uns an den Fahrzeugen, die die Kreuzung unfallfrei passiert haben?" Mit diesem einfachen Leitmotiv rechtfertigt er es, von nun an nur noch die Defizite und Fehler zu beschreiben. Der Migrant als chronischer Unfallfahrer.
Buschkowsky vergrault die Migranten in der SPD
Aziz Bozkurt ist einer, der sauber über Buschkowskys "Kreuzung" gekommen ist, und sich diffamiert fühlt. Er steht am Rande des Saals, die Arme verschränkt, und lauscht dem Bezirksbürgermeister. Auch Bozkurt ist SPD-Mitglied, er ist Vorsitzender der Berliner Arbeitsgemeinschaft Migration. "Seine Aussagen sind rassistisch", sagt er. "Er definiert eine Gruppe von Menschen als das Nicht-Deutsche, als das Andere, und diffamiert sie dann." Buschkowsky, so empfindet das sein Parteifreund, "bürgert permanent Menschen aus".
Das ist das Problem der SPD mit ihrem Provokateur Buschkowsky: So nützlich er ist, um tatsächliche oder vermeintliche Versäumnisse der Integrationspolitik zu thematisieren und den Ärger und auch die Ressentiments vieler Wähler darüber einzufangen – so schädlich ist er für die Bindung der Sozialdemokraten in der Migranten-Community an die Partei. Dass er sogar in der Parteizentrale reden darf, direkt neben der Statue des sozialdemokratischen Idols und Ex-Exilanten Willy Brandt, ist für viele von ihnen eine Schande.





"Provokateur Buschkowsky"? Aha. Also was oder wie hat er denn provoziert? Politisch inkorrekt? Verhältnisse falsch geschildert?
...auf den uebergringer der 'schlechten' nachrichten? vielleicht sollte eher das augenmerk auf 'die verursacher' gelegt werden?
cheers
p.s. 'was' ist ein 'migrationspolitiker'? Chem...?
fragt der erste Kommentator. Hier zwei Antwortmöglichkeiten:
"...der in einer kulturalisierenden und stigmatisierenden Weise mit eindeutigen Feindbildern arbeite."
"Er definiert eine Gruppe von Menschen als das Nicht-Deutsche, als das Andere, und diffamiert sie dann." Buschkowsky, so empfindet das sein Parteifreund, "bürgert permanent Menschen aus".
Übrigens sind das Zitate aus dem Artikel. Sie hätten also gar nicht fragen, sondern besser erstmal aufmerksam lesen sollen...
1. "Ach so
"Provokateur Buschkowsky"? Aha. Also was oder wie hat er denn provoziert? Politisch inkorrekt? Verhältnisse falsch geschildert?"
Er hat sich getraut die Wahrheit auszusprechen,dies nennt man seit einiger Zeit "Provokation".
ist das Ergebnis der deutschen selektierenden kleinkarierten föderalen Schulpolitik, die Biographien ins HartzIV-Korsett zementiert
...auf den uebergringer der 'schlechten' nachrichten? vielleicht sollte eher das augenmerk auf 'die verursacher' gelegt werden?
cheers
p.s. 'was' ist ein 'migrationspolitiker'? Chem...?
fragt der erste Kommentator. Hier zwei Antwortmöglichkeiten:
"...der in einer kulturalisierenden und stigmatisierenden Weise mit eindeutigen Feindbildern arbeite."
"Er definiert eine Gruppe von Menschen als das Nicht-Deutsche, als das Andere, und diffamiert sie dann." Buschkowsky, so empfindet das sein Parteifreund, "bürgert permanent Menschen aus".
Übrigens sind das Zitate aus dem Artikel. Sie hätten also gar nicht fragen, sondern besser erstmal aufmerksam lesen sollen...
1. "Ach so
"Provokateur Buschkowsky"? Aha. Also was oder wie hat er denn provoziert? Politisch inkorrekt? Verhältnisse falsch geschildert?"
Er hat sich getraut die Wahrheit auszusprechen,dies nennt man seit einiger Zeit "Provokation".
ist das Ergebnis der deutschen selektierenden kleinkarierten föderalen Schulpolitik, die Biographien ins HartzIV-Korsett zementiert
"So nützlich er ist, um tatsächliche oder vermeintliche Versäumnisse der Integrationspolitik zu thematisieren (...) – so schädlich ist er für die Bindung der Sozialdemokraten in der Migranten-Community an die Partei."
Diese Aussgae ist unglaublich.
Was ist denn die Zielsetzung der sozialdemokratischen Politik: Die Versäumnisse der Einwanderungspolitik zu mildern oder die Bindung der "Migranten-Community" an die Partei zu festigen und die Probleme weiter zu relativieren bzw. zu negieren?
Liebe/r coudetric,
Ihr Kommentar geht davon aus, dass eine Lösung der Probleme nur GEGEN die migrantische Community möglich ist. Das halte ich für eine sehr einseitige und unbelegte Sichtweise.
habe ich erfahren, dass ein großer Teil türkischstämmigen BürgerInnen unseres Landes ihr Kreuzchen bei der SPD machen. Was der Artikel meines Erachtens implizieren möchte, ist eine Mahnung, dass es die SPD mit den Debatten um Integrationspolitik vorsichtig halten sollte, so gut diese auch gemeint sind. Sarrazin hat den guten Ruf der SPD bei diesen Wählern maßgeblich negativ beeinflusst, er war der Elefant im Porzellanladen.
Die ganze rassistische Argumentation: Ein "Unfall", so weit so gut. Das glaubt der SPD aber niemand ein zweites Mal. Ein zweiter Fall wie dieser macht die Ausnahme zur Regel und vergrault eine potenzielle zukünftige Stammwählerschaft.
Vor allem die SPD sollte vorsichtig sein, dass die Lust zur Provokation einigen Mitgliedern nicht zu Kopfe steigt. Ein Hauch über das Ziel hinaus und die SPD kann sich das Häkchen dieser Leute aus dem Kopf schlagen.
Damit will ich nicht sagen, dass diese Menschen überempfindlich sind: Es ist bei der deutschen Migrationspolitik in der Vergangenheit viel Mist gebaut worden. Die Bundesregierung wollte eigentlich als erste keine wirkliche Integration. Und so hat sie sich (vor allem die Regierung Kohl) dann auch verhalten. Die Resignation, die wir heute in urbanen Gegenden wie Neukölln beobachten können, ist zuerst ein "Verdinst" der Bundesregierung und dann erst die Schuld der Deutschen mit Migrationshintergrund.
Aber vor allem dort herrscht auch die Meinung vor, gerade die SPD habe maßgeblich etwas dagegen getan...
Liebe/r coudetric,
Ihr Kommentar geht davon aus, dass eine Lösung der Probleme nur GEGEN die migrantische Community möglich ist. Das halte ich für eine sehr einseitige und unbelegte Sichtweise.
habe ich erfahren, dass ein großer Teil türkischstämmigen BürgerInnen unseres Landes ihr Kreuzchen bei der SPD machen. Was der Artikel meines Erachtens implizieren möchte, ist eine Mahnung, dass es die SPD mit den Debatten um Integrationspolitik vorsichtig halten sollte, so gut diese auch gemeint sind. Sarrazin hat den guten Ruf der SPD bei diesen Wählern maßgeblich negativ beeinflusst, er war der Elefant im Porzellanladen.
Die ganze rassistische Argumentation: Ein "Unfall", so weit so gut. Das glaubt der SPD aber niemand ein zweites Mal. Ein zweiter Fall wie dieser macht die Ausnahme zur Regel und vergrault eine potenzielle zukünftige Stammwählerschaft.
Vor allem die SPD sollte vorsichtig sein, dass die Lust zur Provokation einigen Mitgliedern nicht zu Kopfe steigt. Ein Hauch über das Ziel hinaus und die SPD kann sich das Häkchen dieser Leute aus dem Kopf schlagen.
Damit will ich nicht sagen, dass diese Menschen überempfindlich sind: Es ist bei der deutschen Migrationspolitik in der Vergangenheit viel Mist gebaut worden. Die Bundesregierung wollte eigentlich als erste keine wirkliche Integration. Und so hat sie sich (vor allem die Regierung Kohl) dann auch verhalten. Die Resignation, die wir heute in urbanen Gegenden wie Neukölln beobachten können, ist zuerst ein "Verdinst" der Bundesregierung und dann erst die Schuld der Deutschen mit Migrationshintergrund.
Aber vor allem dort herrscht auch die Meinung vor, gerade die SPD habe maßgeblich etwas dagegen getan...
Willy Brandt war kein Mensch, auf den die heutige Definition eines "Bürgers mit Migrationshintergrund" zutrifft. Wer das behauptet, ist ein Heuchler, oder ein schlecht Informierter. Buschkowsky ist ein Mann der Praxis und kein Weltverbesserer, der den Boden unter den Füssen längst verloren hat. Er weiss, wovon er spricht. Er macht sich Sorgen über die Zukunft einer Gesellschaft, die echte Probleme nicht mehr diskutieren kann oder will. Er hat das Gefahrenpotenzial bezüglich einer möglichen politischen Entwicklung nach rechts erkannt. Dafür gebührt ihm Dank!
jedenfalls phasenweise eine größere Nähe zu Sudel-Ede als zu Brandt und brüllte mit einer minutenlangen Suada sogar die gestandene Barbara Hendricks und die beiden anderen Vertreterinnen auf dem Podium nieder.
Ist es das, was er unter einer Vorbildfunktion versteht? Sollen sich die Migranten an diesen "Sitten" ein Beispiel nehmen?
...kann ich nicht beurteilen. Tatsache ist, dass ich Buschkowsky schon mehrmals im Fernsehen gesehen und gehört habe. Ich bleibe bei meiner Meinung: Er ist ein Praktiker, der die Wirklichkeit in Neukölln kennt. Ideologische Höhenflüge sind wenig hilfreich, wenn es darum geht, Probleme zu erkennen, zu thematisieren und Gegensteuer zu geben. Bei allem guten Willen gegenüber den Bürgern mit Migrationshintergrund dürfen die Interessen der deutschen Mehrheitsgesellschaft, deren Mitglieder das aufgebaut haben, was heute Realität ist, nicht unter dem Teppich gekehrt werden. Wir wollen kein zweites "Versailles", ein bisschen pointiert ausgedrückt.
Tja. Früher wurde man als "Rechts, Rechtsradikal, Nazi" eingestuft wenn man auf die Misstände aufmerksam machte und riskierte so den politischen und gesellschaftlichen Tod. Es ist eine Leistung von Sarrazzin wie auch von Buschkowski dass sich diese pawlowschen Reflexe gelegt haben. Nun ist es aber an der Zeit die Probleme zu lösen.
Die alles Beherrschende Frage sollte: "Wie?", lauten.
Beim Anpacken scheiden sich aber die Geister. Am Dreh- und Angelpunkt zwischen Theorie und Praxis stehen uns im saturierten (Nord-) Europa wieder die eigenen Ideologien im Weg; im besten Fall sind es Ideale. Egal, die Grenzen zwischen diesen beiden weltanschaulichen Faktoren sind nicht scharf gezeichnet. Wie kriegt man in einer aufgeheizten politischen Stimmung einen vernünftigen Konsens hin? Und zwar einer, womit bestehende Probleme wirklich gelöst werden können? Die Integration von Menschen aus fremden Kulturen, die an der Gastkultur nicht wirklich interessiert sind und sich deshalb gar nicht in dieselbe integrieren können, ist ein Problem, das nicht unterschätzt werden darf. Es ist aus Sicht der Gastländer fragwürdig, wenn die Mitbürger mit Migrationshintergrund, (eine verschwurbelte Redewendung), nur an unseren sozialen Segnungen interessiert sind.
jedenfalls phasenweise eine größere Nähe zu Sudel-Ede als zu Brandt und brüllte mit einer minutenlangen Suada sogar die gestandene Barbara Hendricks und die beiden anderen Vertreterinnen auf dem Podium nieder.
Ist es das, was er unter einer Vorbildfunktion versteht? Sollen sich die Migranten an diesen "Sitten" ein Beispiel nehmen?
...kann ich nicht beurteilen. Tatsache ist, dass ich Buschkowsky schon mehrmals im Fernsehen gesehen und gehört habe. Ich bleibe bei meiner Meinung: Er ist ein Praktiker, der die Wirklichkeit in Neukölln kennt. Ideologische Höhenflüge sind wenig hilfreich, wenn es darum geht, Probleme zu erkennen, zu thematisieren und Gegensteuer zu geben. Bei allem guten Willen gegenüber den Bürgern mit Migrationshintergrund dürfen die Interessen der deutschen Mehrheitsgesellschaft, deren Mitglieder das aufgebaut haben, was heute Realität ist, nicht unter dem Teppich gekehrt werden. Wir wollen kein zweites "Versailles", ein bisschen pointiert ausgedrückt.
Tja. Früher wurde man als "Rechts, Rechtsradikal, Nazi" eingestuft wenn man auf die Misstände aufmerksam machte und riskierte so den politischen und gesellschaftlichen Tod. Es ist eine Leistung von Sarrazzin wie auch von Buschkowski dass sich diese pawlowschen Reflexe gelegt haben. Nun ist es aber an der Zeit die Probleme zu lösen.
Die alles Beherrschende Frage sollte: "Wie?", lauten.
Beim Anpacken scheiden sich aber die Geister. Am Dreh- und Angelpunkt zwischen Theorie und Praxis stehen uns im saturierten (Nord-) Europa wieder die eigenen Ideologien im Weg; im besten Fall sind es Ideale. Egal, die Grenzen zwischen diesen beiden weltanschaulichen Faktoren sind nicht scharf gezeichnet. Wie kriegt man in einer aufgeheizten politischen Stimmung einen vernünftigen Konsens hin? Und zwar einer, womit bestehende Probleme wirklich gelöst werden können? Die Integration von Menschen aus fremden Kulturen, die an der Gastkultur nicht wirklich interessiert sind und sich deshalb gar nicht in dieselbe integrieren können, ist ein Problem, das nicht unterschätzt werden darf. Es ist aus Sicht der Gastländer fragwürdig, wenn die Mitbürger mit Migrationshintergrund, (eine verschwurbelte Redewendung), nur an unseren sozialen Segnungen interessiert sind.
Man sollte auch anmerken, wer alles NICHT zu dieser Veranstaltung erschienen ist – nämlich die Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Sozialdemokratie. So etwas nennt man wohl „Abstimmung mit den Füßen“.
Hat die SPD mit dieser Veranstaltung wirklich ihre eigenen Wähler erreicht? Gleich zwei der sechs Fragesteller aus dem Publikum gaben sich als Piratin bzw. als Kandidat einer (islamistischen?) Splitterpartei zu erkennen. Und Applaus gab es vor allem für populistische Aussagen zu Bildungsaspekten. Das lässt auf eine ungewöhnlich hohe Lehrerdichte schließen.
Nach diesem Abend wundere ich mich jedenfalls nicht mehr darüber, dass vor allem Publikationen vom rechten Rand mit Buschkowskys Zitaten für sich werben.
dann können diese Aussagen nur populistisch gewesen seinß?
Unverständlich.
Ich selbst würde annehmen, daß Aussagen, die bei Menschen aus der Praxis Zustimmung finden, mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach wahr sind.
dann können diese Aussagen nur populistisch gewesen seinß?
Unverständlich.
Ich selbst würde annehmen, daß Aussagen, die bei Menschen aus der Praxis Zustimmung finden, mit hoher Wahrscheinlichkeit einfach wahr sind.
jedenfalls phasenweise eine größere Nähe zu Sudel-Ede als zu Brandt und brüllte mit einer minutenlangen Suada sogar die gestandene Barbara Hendricks und die beiden anderen Vertreterinnen auf dem Podium nieder.
Ist es das, was er unter einer Vorbildfunktion versteht? Sollen sich die Migranten an diesen "Sitten" ein Beispiel nehmen?
Die Vorort-Reportage im Tagesspiegel liest sich aber deutlich differenzierter als diese hier vielfach offenbar völlig verkürzten "Hau-den-Buschi-in-die-Fresse" Stimmungsbeschreibungen erklärter Buschkowsy-Gegner, die mit keiner Silbe auf die von ihm beschriebenen politisch hausgemachten Missstände und Fakten eingehen. Auch eine Art der Verdrängung und vor allem bequeme Verantwortungsverschiebung ...
Dazu Leseempfehlung:
http://www.tagesspiegel.d...
Die Vorort-Reportage im Tagesspiegel liest sich aber deutlich differenzierter als diese hier vielfach offenbar völlig verkürzten "Hau-den-Buschi-in-die-Fresse" Stimmungsbeschreibungen erklärter Buschkowsy-Gegner, die mit keiner Silbe auf die von ihm beschriebenen politisch hausgemachten Missstände und Fakten eingehen. Auch eine Art der Verdrängung und vor allem bequeme Verantwortungsverschiebung ...
Dazu Leseempfehlung:
http://www.tagesspiegel.d...
Liebe/r coudetric,
Ihr Kommentar geht davon aus, dass eine Lösung der Probleme nur GEGEN die migrantische Community möglich ist. Das halte ich für eine sehr einseitige und unbelegte Sichtweise.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/ls
Gewisse Migrantenverbände habe nur so lange eine Daseinsberechtigung wie die Integration nicht klappt. Das ermöglicht ihnen den Zugang zu Macht und staatlicher Unterstützung. Es wäre also durchaus angebracht die Rolle gewisser Migrantenvertretungen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Eine homogene "migrantische Community" gibt es ebenso wenig wie eine homogene "Community autochtoner Deutscher". Das renommierte Sinus-Institut hat 2008 die Gesamtheit migrantischer Gesellschaften untersucht und dabei mindestens acht grundsätzlich verschiedene Milieus ausgemacht. Das "religiös verwurzelte Milieu", definiert durch "vormoderne Tradition", "konservative Religiosität", "strenge, rigide Wertvorstellungen" usw. macht dabei lediglich 7% der gesamten Untersuchungsgruppe aus. Die Provokation von Buschkowskys Äußerungen liegt darin, dass er nahelegt, dieses Milieu bilde eine Mehrheit. Dabei ist der Anteil z.B. des "intellektuell-kosmopolitischen Milieus" (11%) oder des "adaptiv-bürgerlichen Milieus" (16%) weit höher als das "religiös verwurzelte Milieu". Eine Kurzfassung dieser Studie findet sich hier (Schautafel und von mir zitierte Prozentzahlen einzelner Milieus auf dem letzten Chart):
http://www.sinus-institut...
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir auf dieses Video nicht verlinken wollen. Danke, die Redaktion/mo.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/ls
Gewisse Migrantenverbände habe nur so lange eine Daseinsberechtigung wie die Integration nicht klappt. Das ermöglicht ihnen den Zugang zu Macht und staatlicher Unterstützung. Es wäre also durchaus angebracht die Rolle gewisser Migrantenvertretungen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
Eine homogene "migrantische Community" gibt es ebenso wenig wie eine homogene "Community autochtoner Deutscher". Das renommierte Sinus-Institut hat 2008 die Gesamtheit migrantischer Gesellschaften untersucht und dabei mindestens acht grundsätzlich verschiedene Milieus ausgemacht. Das "religiös verwurzelte Milieu", definiert durch "vormoderne Tradition", "konservative Religiosität", "strenge, rigide Wertvorstellungen" usw. macht dabei lediglich 7% der gesamten Untersuchungsgruppe aus. Die Provokation von Buschkowskys Äußerungen liegt darin, dass er nahelegt, dieses Milieu bilde eine Mehrheit. Dabei ist der Anteil z.B. des "intellektuell-kosmopolitischen Milieus" (11%) oder des "adaptiv-bürgerlichen Milieus" (16%) weit höher als das "religiös verwurzelte Milieu". Eine Kurzfassung dieser Studie findet sich hier (Schautafel und von mir zitierte Prozentzahlen einzelner Milieus auf dem letzten Chart):
http://www.sinus-institut...
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass wir auf dieses Video nicht verlinken wollen. Danke, die Redaktion/mo.
Ich weiß ja das eine Zeitung kein demokratisches Vehikel ist, aber warum müssen die "Eliten" der veröffentlichten Meinung immer so weit weg von der öffentlichen Meinung, vom Bürger, sein. Kann der Autor dieses Artikels nicht einfach mal akzeptieren das Buschkowsky mit seinen Ausführungen einfach recht hat? Lieber mal einen Artikel über konkrete Lösungsmöglichkeiten dieser Probleme schreiben, als immer neue Artikel zu bringen die im Grunde nur versuchen Buschkowsky in ein schlechtes Licht zu rücken und all jene die ihm zustimmen in eine pfui, schlechte Ecke zu stellen.
von einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung. Und ich darf sagen: er tut dies ausgewogen und objektiv, bis hin zu den korrekten wörtlichen Zitaten.
Herr Buschkowsky hat sich gestern Abend jedenfalls selbst keinen Gefallen getan.
von einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung. Und ich darf sagen: er tut dies ausgewogen und objektiv, bis hin zu den korrekten wörtlichen Zitaten.
Herr Buschkowsky hat sich gestern Abend jedenfalls selbst keinen Gefallen getan.
Seit wann ist jemand, der Zustände, Umstände genau beschreibt, sich Gedanken darüber macht, und zwar keine abwegigen, wie sich diese beklagenswerten Zustände bessern lassen, ein Provokateur?
Und wieso muss hier eine sehr kleine Minderheit die Meinungsführerschaft haben, z. B. Özoğuz oder Bozkurt? Wieso schreibt der Mainstream der sogenannten Qualitätsmedien, so verächtlich über die Bevölkerungsmehrheit?
„"79 Prozent der Schüler in Nord-Neukölln haben Eltern, die nicht arbeiten!" ruft Buschkowsky, und ein halb empörtes, halb wohliges Raunen geht durch den Raum.“
Ach ja... und die unzähligen Arbeitsplätze, die verwaisen, weil diese Eltern partout nicht arbeiten wollen... All die verzweifelten Arbeitgeber, die diesen Menschen hinterherlaufen und sie beknien, doch bitte bitte für sie zu arbeiten... ;)
Man fragt sich außerdem, woher Buschkowsky diese exakten Daten hat: Wird in Neuköllner Schulen erfasst, ob/was die Eltern arbeiten?
„ wieso muss hier eine sehr kleine Minderheit die Meinungsführerschaft haben, z. B. Özoğuz oder Bozkurt? “
Verstehe nicht, wovon sie reden - die Meinungsführerschaft liegt doch eindeutig bei Sarrazin, Buschkowsky & Co.
„Wieso schreibt der Mainstream der sogenannten Qualitätsmedien, so verächtlich über die Bevölkerungsmehrheit?“
Über welche Mehrheit wird wie verächtlich geschrieben? Können Sie ein paar Beispiele geben? Oder stellt es für sie schon eine Verachtung der Mehrheit dar, wenn Journalisten den Populisten in ihrer Verachtung einer Minderheit nicht nach dem Mund reden?
„Natürlich müsse man Deutsch können, "aber das bedeutet nicht, dass andere Sprachen schlechter sind", sagt Özoğuz. Buhrufe und Pfiffe im Publikum, so etwas wollen hier viele nicht hören.“
Unglaublich von Özoğuz, den Sprachengeschmack der Publikumsmehrheit so zu verachten.
„"79 Prozent der Schüler in Nord-Neukölln haben Eltern, die nicht arbeiten!" ruft Buschkowsky, und ein halb empörtes, halb wohliges Raunen geht durch den Raum.“
Ach ja... und die unzähligen Arbeitsplätze, die verwaisen, weil diese Eltern partout nicht arbeiten wollen... All die verzweifelten Arbeitgeber, die diesen Menschen hinterherlaufen und sie beknien, doch bitte bitte für sie zu arbeiten... ;)
Man fragt sich außerdem, woher Buschkowsky diese exakten Daten hat: Wird in Neuköllner Schulen erfasst, ob/was die Eltern arbeiten?
„ wieso muss hier eine sehr kleine Minderheit die Meinungsführerschaft haben, z. B. Özoğuz oder Bozkurt? “
Verstehe nicht, wovon sie reden - die Meinungsführerschaft liegt doch eindeutig bei Sarrazin, Buschkowsky & Co.
„Wieso schreibt der Mainstream der sogenannten Qualitätsmedien, so verächtlich über die Bevölkerungsmehrheit?“
Über welche Mehrheit wird wie verächtlich geschrieben? Können Sie ein paar Beispiele geben? Oder stellt es für sie schon eine Verachtung der Mehrheit dar, wenn Journalisten den Populisten in ihrer Verachtung einer Minderheit nicht nach dem Mund reden?
„Natürlich müsse man Deutsch können, "aber das bedeutet nicht, dass andere Sprachen schlechter sind", sagt Özoğuz. Buhrufe und Pfiffe im Publikum, so etwas wollen hier viele nicht hören.“
Unglaublich von Özoğuz, den Sprachengeschmack der Publikumsmehrheit so zu verachten.
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