S-21-ProtestePolizist wegen Schlagstockeinsatz verurteilt

Wegen gefährlicher Körperverletzung ist ein Polizist zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte einen Stuttgart-21-Gegner geschlagen. von afp und dpa

Wegen seines gewalttätigen Verhaltens bei einer Großdemonstration gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 hat das Stuttgarter Amtsgericht einen Polizisten zu einer Haftstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der Beamte bei der Demonstration am 30. September 2010 der Körperverletzung im Amt schuldig gemacht hatte. Nach Überzeugung der Richterin hat der Polizist noch vor Beginn der Räumung des Schlossgartens einen Demonstranten mit dem Schlagstock geschlagen. Man könne auf einem Video deutlich sehen, wie er aushole.

Wegen des harten Polizeieinsatzes war die Demonstration im Stuttgarter Schlossgarten als "Schwarzer Donnerstag" bekannt geworden. Mehr als 100 Teilnehmer waren verletzt worden, als Polizeibeamte mit Schlagstöcken und Wasserwerfern gegen sie vorgingen.

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Prozess nach Widerspruch

Der Polizist selbst gab an, er habe einen Zusammenprall vermeiden wollen. Er und seine Kollegen seien durch den Park zum Einsatzort gelaufen, als der Mann plötzlich auf sie zugerannt sei, sagte der 33-Jährige.

Der nun Verurteilte war der erste Polizist, dem wegen seines Verhaltens bei der Demonstration der Prozess gemacht wurde. Zu der Gerichtsverhandlung war es nur gekommen, weil er einen Strafbefehl nicht akzeptiert hatte, nachdem er wegen Körperverletzung im Amt in einem minderschweren Fall 90 Tagessätze zu je 40 Euro zahlen sollte.
 

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Leserkommentare
    • Ich135
    • 17. Oktober 2012 19:14 Uhr

    aber leider die Ausnahme

  1. 2. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Beiträgen an der Diskussion. Danke, die Redaktion/jp

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...wie etwa einen Mappus, der zeitgleich grinsend vor seinem Wasen-Bier saß, oder einen Heribert Müller von der IHK Stuttgart, der eine harte Hand forderte gegen Stuttgart21-Gegner, oder FDP-Pistolero Goll, der seine Justiz auf Stuttgart21-Gegner jagte, aber polizeiliche Straftäter ausnahm, oder der vierschrötige Polizeiminister Herbert Rech, der sich im Hintergrund versteckte. Möge uns der Herrgott schützen die nächsten 60 Jahre vor erneuter Machtübernahme der Schwarzen. (und Gelben)

    Entfernt. Bei Kritik an der Moderation wenden Sie sich bitte an community@zeit.de. Darüber hinaus weisen wir darauf hin, dass die öffentlichen Kommentarbereiche der Diskussion des konkreten Artikels vorbehalten sind. Danke, die Redaktion/jp

  2. 3. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/jp

  3. ...wie etwa einen Mappus, der zeitgleich grinsend vor seinem Wasen-Bier saß, oder einen Heribert Müller von der IHK Stuttgart, der eine harte Hand forderte gegen Stuttgart21-Gegner, oder FDP-Pistolero Goll, der seine Justiz auf Stuttgart21-Gegner jagte, aber polizeiliche Straftäter ausnahm, oder der vierschrötige Polizeiminister Herbert Rech, der sich im Hintergrund versteckte. Möge uns der Herrgott schützen die nächsten 60 Jahre vor erneuter Machtübernahme der Schwarzen. (und Gelben)

    Antwort auf "[...]"
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    • DDave
    • 17. Oktober 2012 19:42 Uhr

    Willkommen im Rech(t)staat...

    • DDave
    • 17. Oktober 2012 19:41 Uhr
    5. [...]

    Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Bei Fragen zu unserer Moderation wenden Sie sich gerne an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/jp

    • DDave
    • 17. Oktober 2012 19:42 Uhr

    Willkommen im Rech(t)staat...

  4. 7. [...]

    Entfernt. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Moderation an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/jp

    • DDave
    • 17. Oktober 2012 20:21 Uhr

    "Zu der Gerichtsverhandlung war es nur gekommen, weil er einen Strafbefehl nicht akzeptiert hatte, nachdem er wegen Körperverletzung im Amt in einem minderschweren Fall 90 Tagessätze zu je 40 Euro zahlen sollte."

    Und hier ist vermutlich der Aggressor zu sehen: https://www.youtube.com/w...

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    ...der noch einmal einen Blick erlaubt auf einen der schwärzesten Tage Stuttgarts - bevor die Schwarzen hoffentlich für lange Zeit abgewählt wurden.

    Danke, das ist genau der Beamte den ich meine.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
  • Schlagworte Euro | Gericht | Körperverletzung | Prozess | Richter | Video
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