Utopien : Eine Welt ohne E-Mails

SMS, Chats, Mails: Kommunikation ist anstrengend und nervig. Wie kommunizieren wir in Zukunft? Die Forscherin Gesche Joost berichtet aus dem Jahr 2040.
Das Ende der E-Mail: Eine Utopie der Kommunikation von morgen

Manch einen graust es, wenn er an die Kommunikation in der Zukunft denkt: Wird man noch mehr Mails bekommen? Wird man noch häufiger in seiner eigentlichen Arbeit unterbrochen werden? Wird man überhaupt noch einen Gedanken zu Ende denken können? Schon heute geraten wir oft an die Grenzen: Wir bekommen Hunderte Nachrichten am Tag, jede einzelne erfordert – zumindest kurz – unsere Aufmerksamkeit und eine Entscheidung: Antworten? Bis wann? Und was?

Kommunikation scheint bisweilen ein Selbstzweck zu sein. Wir kommunizieren, um der Kommunikation Herr zu werden.

Und in der Zukunft? Wir haben mit Gesche Joost darüber gesprochen. Die Professorin, die am Telekom-Forschungslabor T-Labs über die Zukunft der Kommunikation forscht, hat eine Vision: Künftig, sagt sie, werden die Menschen mit anderen Sinnen kommunizieren als heute. Mit der Haut, beispielsweise. Kommunikation wird fühlbar sein, wir müssen nicht mehr auf ein Display schauen, um zu wissen, was los ist.

Gesche Joosts Vision ist eine Utopie. Ob und wie sie in die Realität umgesetzt werden wird, wissen wir nicht. Doch darum geht es in dieser Serie nicht. Hier wollen wir uns der Utopie an sich widmen. In loser Folge wird ZEIT ONLINE Wissenschaftler, Unternehmer, Denker zu Wort kommen lassen, die nicht nur eine Utopie formulieren, sondern eine Zukunft beschreiben, in der diese Utopie Realität geworden ist.

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Kommentare

31 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Das Tägermedium, die Geräte für Kommunikation....

... sind unwichtig.Ob "Grunzlaut"...Buch/Brief.... oder XYZ-Sensor eingepflanzt in die Schreibtischblume.......
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Kommunikation wird (der hl. Watzlawik) immer aus dem Prozess/Regelkreis:
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Sender > Information > Empfänger > Verarbeitung > Reaktion > Sender > Information > Empfänger.....
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bestehen.
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Die Verarbeitung/Reaktion ist dabei das Problem!:-))
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Da die immer noch im Hirn stattfindet und nur sehr bedingt ausgelagert werden kann, wird sich Kommunikation wohl bei uns nicht Grundlegend verändern.
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Wobei ich manchmal das Gefühl habe, das Information überraschenderweise auch im "Leeren Raum" zw. den Ohren verarbeitet werden kann. Aber das ist eine andere Baustelle:-))
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Meint
Sikasuu
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Ps. Kommunikativ scheinen heute viele Menschen schon bei der klassischen Situation "face to face" überfordert. Beschnitten, abstrahiert durch Technik (gleich welcher Art) wird es wohl immer schwieriger zu kommunizieren. Da steckt m.M.n das große Problem. Die Übertragungswege werden da zweitrangig!

Hab ich mir auch gedacht...

Also sicher kann ich mir gut vorstellen, dass Kommunikation in irgend einer Weise in den Körper integriert wird. Aber über einige Sachen musste ich doch recht schmunzeln. Zum Beispiel als es darum ging, dass es eine Revolution gibt und es auf einmal einen enormen Anstieg von weiblichen Ingenieuren gibt =D. Also das möchte ich als Ingenieur ja mal stark bezweifeln^^. Denn auch in Zukunft wird sich am Grundprinzip der Ingenieurwissenschaften nichts ändern, weshalb zumindest aus diesen Grund ein Anstieg von Frauen in dem Gebiet doch eher unwahrscheinlich ist. Mal davon abgesehen, dass bereits jetzt Technologie beiweiten nicht nur zum Fortschritt der Technologie weiterentwickelt wird. Genauso diese Sache mit den Vögeln am Ende: bitte wie lange sollen denn die Daten da unterwegs sein wenn man sie mit den Vögeln schickt? Und das ganze ohne Energieaufwand? Wie soll man so ohne Energie dann die Daten in die Tiere einbringen?
Auch wenn ich durchaus einige Sachen interessant finde ist in der Hinsicht doch eindeutig ihre Fantasie mit ihr durchgegangen...