Die künftige Gesellschaft - Das Ende der E-Mail: Eine Utopie der Kommunikation von morgen

Manch einen graust es, wenn er an die Kommunikation in der Zukunft denkt: Wird man noch mehr Mails bekommen? Wird man noch häufiger in seiner eigentlichen Arbeit unterbrochen werden? Wird man überhaupt noch einen Gedanken zu Ende denken können? Schon heute geraten wir oft an die Grenzen: Wir bekommen Hunderte Nachrichten am Tag, jede einzelne erfordert – zumindest kurz – unsere Aufmerksamkeit und eine Entscheidung: Antworten? Bis wann? Und was?

Kommunikation scheint bisweilen ein Selbstzweck zu sein. Wir kommunizieren, um der Kommunikation Herr zu werden.

Und in der Zukunft? Wir haben mit Gesche Joost darüber gesprochen. Die Professorin, die am Telekom-Forschungslabor T-Labs über die Zukunft der Kommunikation forscht, hat eine Vision: Künftig, sagt sie, werden die Menschen mit anderen Sinnen kommunizieren als heute. Mit der Haut, beispielsweise. Kommunikation wird fühlbar sein, wir müssen nicht mehr auf ein Display schauen, um zu wissen, was los ist.

Gesche Joosts Vision ist eine Utopie. Ob und wie sie in die Realität umgesetzt werden wird, wissen wir nicht. Doch darum geht es in dieser Serie nicht. Hier wollen wir uns der Utopie an sich widmen. In loser Folge wird ZEIT ONLINE Wissenschaftler, Unternehmer, Denker zu Wort kommen lassen, die nicht nur eine Utopie formulieren, sondern eine Zukunft beschreiben, in der diese Utopie Realität geworden ist.